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Mittwoch, 10. Oktober 2012

Sind meine Horoskope rassistisch? - Blog von Kiat Gorina


Heute früh um sechs Uhr klingelte das Telefon. Ich sortierte mich erst und griff dann zum Hörer. Zuerst hörte ich jemand ganz heftig atmen. Aha, wieder ein "Stöhner". Nein, dann stellte sich heraus, es war eine Frau. Sie hatte tief Luft geholt und kreischte los: "Deine Horoskope sind rassistisch! Du bist so etwas von intolerant!" 

Und so weiter. Dann musste sie Luft holen und ich fragte: "Wieso?" 

Da ging es wieder los. "Du hast geschrieben, dass heute ein besonders guter Tag für heterosexuelle Beziehungen ist!" 

"Ja, und wo ist das Problem?" 

"Weil du nie etwas Positives für uns Lesben schreibst!" 

"Das stimmt nicht! Und heute steht der Mond im Sextil zur Sonne, und die Sonne symbolisiert das Männliche, der Mond das Weibliche. Also ist dieses Sextil besonders günstig für heterosexuelle Pärchen!" 

"So ein Quatsch! Der Mond ist männlich und die Sonne ist weiblich! Was du erzählst, ist Blödsinn." 

"Nicht schon wieder!" dachte ich und erinnerte mich an einen Kurs an der Volkshochschule, den ich mal besucht hatte. Ich wollte  mein Französisch auffrischen. Leider stellte sich heraus, dass der Lehrer zwar gebürtiger Franzose war, aber mit der Grammatik und Rechtschreibung auf Kriegsfuß stand. 

So behauptete er allen Ernstes, dass es "la soleil" und "le lune" heiße. Ich widersprach: "Bei den romanischen Sprachen ist der Mond stets weiblich und die Sonne immer männlich!" 

Er beharrte auf seinen Unsinn! Aber er bequemte sich doch in das Dictionaire zu schauen. Dann knurrte er etwas Unverständliches und korrigierte sein Gekritzel an der Tafel. 

Und jetzt diese Tante! Ich fragte sie: "Ich weiß immer noch nicht, wieso meine Horoskope rassistisch sein sollen?" 

"Naja, weil du gegen uns Lesben bist!" 

"Das verstehe ich nicht." 

"Du schreibst nie, wann es etwas Positives für uns Lesben gibt." 

"Das stimmt doch alles nicht! Und ich habe überhaupt nichts gegen Lesben. Wie jemand seine Sexualität auslebt und mit wem, das ist Privatsache und geht mich nichts an." 

"Das glaube ich dir nicht! Jedenfalls werde ich deine Horoskope nie mehr lesen!" 

"Tu, was du willst! Ich wünsche dir weiterhin viel Glück!" und legte auf. 

Menschenskinder, was gibt es bloß für Leute auf diesem Globus ... Und ich soll eine Rassistin sein?


Veröffentlicht am 19.03.2012 von hrfernsehen
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Montag, 14. Mai 2012

Homosexualität und die evangelische Kirche - Blog von Kiat Gorina


Da gibt es in Bayern eine evangelische Gemeinde, sie hat eine Pfarrerin, die mit ihrer Partnerin zusammenlebt. Und da ihr Kollege demnächst in den Ruhestand geht, möchte sie - zusammen mit ihrer Partnerin - ins Pfarrhaus einziehen.
Die Evangelische Kirche hat im Prinzip nichts gegen Homosexuelle. Aber wenn es den Einzug ins Pfarrhaus angeht, dann sind da ziemlich hohe Hürden gesetzt. Da müssen gleich mehrere Leutchen zustimmen:

  • der Kirchenvorstand
  • der Dekan
  • der Regionalbischof und
  • der Landeskirchenrat

Mir kommt das vor, da möglichst viele Gremien und Personen ausgewählt zu haben - in der Hoffnung, dass mindestens einer dagegen ist!
Ich frage mich sowieso, wieso das persönliche und private Ausleben der Sexualität ein Problem darstellt. Und ich frage mich, ist eine Pfarrerin gleich abqualifiziert, weil sie mit einer Frau zusammenlebt?
Aber es gibt auch bei den evangelischen Christen immer noch einige, die Homosexualität für eine Krankheit halten. Und das im 21. Jahrhundert! Und diese Fundamentalisten blättern im Alten Testament und fordern gar die Todesstrafe für gleichgeschlechtliche Liebe!
Ich vertrete die Meinung, dass jeder Mensch selbst bestimmen darf, wie er seine Sexualität praktiziert, solange er niemand dazu zwingt. Und solange er keine Kinder missbraucht.
Ja, das ist der Punkt: Sexueller Missbrauch von Kindern, Jugendlichen und gar Erwachsenen. Das hat es auch in evangelischen kirchlichen Einrichtungen gegeben, beispielsweise
Quellen:

  1. Die Verrohung der Menschheit
  2. Wie hättest du es gern? Peitsche, Rohrstock oder Schuh?
  3. WELT ONLINE Wenn die Pfarrerin eine andere Frau liebt

Hochgeladen von Esuberanza bin 2011.05.30

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Freitag, 17. Juni 2011

Blogger und Frauen - Blog von Kiat Gorina

Wer mal hinter die Kulissen der Bloggerszene schaut, wird erkennen, dass es da überwiegend männlich zugeht. Und oft stockkonservativ! Frauen sind höchst selten. Somit ist die Bloggerszene - die sich oft so revolutionär gibt - eine exaktes Spiegelbild einer Männergesellschaft.

Gewiss, es gibt schon einige Frauen, die bloggen, leider sind sie in der Minderheit. Und dann hat sich herausgestellt, dass sich Männer in ihren Blogs als Frauen ausgeben, nur um einen interessanten Blog zu veröffentlichen. Unglaublich, aber wahr!