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Freitag, 2. August 2013

GLOSSE: S22 - auch S00 genannt - Der Geheimplan für Stuttgart 21

Die Manager der Deutschen Bahn bekommen immer größere Probleme mit Stuttgart 21. Manche sprechen sogar von einem neuen Projekt S22:


noch teurer
Inbetriebnahme noch später
noch weniger Leistung

Da liegt der ZEIT ein Gutachten von PricewaterhouseCoopers vor, demnach steigen die Kosten für Stuttgart 21 ins Astronomische.

Quelle: ZEIT ONLINE "Hohes Risiko": Die Wirtschaftsprüfer rechnen damit, dass der Bahnhof noch deutlich teurer werden könnte als heute angenommen. "Die Voraussetzungen für ein möglichst geringes Nachtragsvolumen sind in der Projektorganisation des Großprojekts noch nicht etabliert", schreiben sie. Das Technokratendeutsch heißt so viel wie: Die Bahn hat mögliche Nachforderungen von Auftragnehmern, wie sie bei Großprojekten üblich sind, in ihrer Kalkulation nicht ausreichend berücksichtigt. Ohne umfassende Maßnahmen rechnen die Prüfer mit einem im Vergleich zum "Gesamtwertumfang erheblichen Nachtragsvolumen", also mit einer weiteren Kostenexplosion.

Prompt rief die Kanzlerin ihren Verkehrsminister Peter R. an, er solle mal nach dem Rechten sehen und den Managern den Marsch blasen! Da wollte der Peter R. gleich seine Quetsche holen und den Bahnmangern einen Marsch aufspielen. Dann gab ihm die Kanzlerin zu verstehen, dass sie das nicht gemeint habe. Der Peter R. war angesäuert: Was meint die Mutti bloß?

In ganz geheimen Sitzungen keimt ein ganz neuer Plan: Mit dessen Umsetzung wurde bereits klammheimlich begonnen: Immer mehr Züge werden an Stuttgart vorbeigeleitet. Der SWR berichtet stets darüber:

Quelle: SWR Bauarbeiten S21 - Einige Züge umfahren Stuttgart

Leute, dahinter steckt System! Es werden immer mehr Züge an Stuttgart vorbeigeleitet. Anfangs wird das mit Bauarbeiten begründet. In Wirklichkeit sind das nur Scheinarbeiten. Ziel ist, alle Züge an Stuttgart vorbeizuleiten. Und dann wird in einer Nacht- und Nebelaktion zugeschlagen: Dann rollt eine Armada von Betonlastern an, die kippen über die gesamten Gleisanlagen riesige Mengen Beton. Und auch über den Schlosspark!

Die Gleisanlagen werden ja nicht mehr benötigt, alle Züge fahren doch vorbei. Und dann werden lauter Einkaufszentren mit Parkplätzen errichtet. Wer braucht da noch Bahnfahrer?

Schon heute ist S21 intern umbenannt in S22 - aber nur um die Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen. Die endgültige Projektbezeichung lautet S00 - 00 deshalb, weil dann 00 Züge in Stuttgart mehr fahren werden!

Und für das Projekt S00 gibt es immense Einsparmöglichkeiten:


kein unterirdischer Bahnhof
keine Tunnel
kein Grundwassermanagement

alles in allem nur Vorteile! Die Kanzlerin ist zufrieden. Nur fragt sie: Wieso sind wir nicht früher drauf gekommen?


Veröffentlicht am 25.12.2012 von mcmac2001

Übernommen von Over-Blog

Sonntag, 21. Juli 2013

Dr. Dominic Stoiber - Was ist ein Doktortitel der Universität Innsbruck wert?

Erinnern wir uns, Dominic, Sohn des bayerischen Altministerpräsidenten Stoiber, schrieb eine Doktorarbeit. Dann wurde der Verdacht laut, diese Arbeit enthalte Plagiate. Unter anderem soll er von einer Arbeit eines Drittsemesters abgeschrieben haben. Ich berichtete da einst darüber:

Quelle: Neues von Dominic Stoiber - Kopie von Drittsemester: Da gibt es DerWesten: Da wird behauptet, der Sohn Dominic vom bayerischen Altpräsidenten Edmund Stoiber habe bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben - von der Semesterarbeit eines Drittsemesters.

Dieser Drittsemester hat auch einen Namen: Nils Zeino-Mahmalat, er stellte seinerzeit seine Arbeit ins Internet. Seine Arbeit stammt aus dem Jahr 1997! Vom Gelben Blatt wurde Zeino-Mahmalat gefragt, ob er seine Arbeit oder Teile davon in der Dissertation von Dominic Stoiber wiedererkenne.

Seine Antwort: "Ich kann meine Stellen nachvollziehen und finde meine Sätze wieder." Und er meinte dazu: "ich hätte nie gedacht, dass sich die einmal in einer Dissertation wiederfinden."

So, somit dürfte doch alles klar sein! Ist es jedoch nicht: Die Prüfer der Universität Innsbruck entschieden in erster Instanz: Ja, Dominic Stoiber hat plagiiert. Dann kam der Senat der Universität Innsbruck, er entschied: Nein, Dominic Stoiber darf seinen Doktortitel behalten!

Und die Begründung des Senates ist so etwas an den Haaren herbeigezogen! Da geht es um die "Wesentlichkeit": 

Quelle: SPIEGEL ONLINE Dissertation über Arbeit des Vaters: Stoiber-Sohn darf Doktortitel behalten: Denn die österreichischen Regeln schreiben vor, dass die Uni-Prüfer nur von einer erschlichenen Leistung ausgehen können, "wenn in Täuschungsabsicht wesentliche Teile der Arbeit ohne entsprechende Hinweise abgeschrieben worden sind. Besagte Wesentlichkeit ist dann anzunehmen, wenn bei objektiver Betrachtung der Verfasser der Arbeit davon ausgehen musste, dass bei entsprechenden Quellenhinweisen die Arbeit nicht positiv oder zumindest weniger günstig beurteilt worden wäre, entsprechende Quellenhinweise also zu einem ungünstigeren Ergebnis (sprich: einer schlechteren Note) geführt hätten".

Diese Entscheidung des Senates ist eine glatte Lex Dominic Stoiber! Da wird nicht einmal abgestritten, dass Stoiber abgeschrieben hatte, aber es macht nichts aus, ob er abschreibt oder nicht, die Note sei die Gleiche!

Es gibt ein Werbevideo dieser Universität, da kommt auch das Wort "Zukunft" vor:


Hochgeladen am 30.04.2009 von Universität Innsbruck

Hat eine solche Universität noch eine Zukunft? Wer nimmt denn noch von dieser Universität verliehene Doktortitel ernst?

Da stellt sich doch die Frage: Was sind dann Doktortitel dieser Universität Innsbruck wert?

Und damit ja niemand sich über Details schlau machen kann, erklärt dieser Senat: Auf weitere Einzelheiten dürfe er nicht eingehen, und auch das entsprechende Gutachten dürfe er nicht veröffentlichen, da beides unter die sogenannte Amtsverschwiegenheit falle.


Da bleibt nicht nur mir die Spucke weg - bei soviel Frechheit!

Übernommen von Over-Blog

Donnerstag, 18. Juli 2013

GLOSSE: Hartz IV und die Vorbereitung einer neuen Sanktionierungswelle

Im Jahr 2012 gelang es den bundesweiten Jobcentern, über eine Million Hartz-IV-Bezieher zu sanktionieren! Und diese Jobcenter sind organisiert wie das Standardfirmenmodell von McKinsey: wie eine Gurkenfabrik. Und auch eine Gurkenfabrik unterliegt den Zwängen des Wachstums. Ja - für 2013 sind noch mehr Sanktionierungen vorgesehen und eingeplant! Wie soll das gehen?

Die Jobcenter haben doch schon alle Schikanen ausprobiert, da geht einfach nichts mehr! Also müssen neue Vorwände für Sanktionen geschaffen werden - mit einer Broschüre! Ja mit einer Broschüre!

Eine Broschüre, in der gezeigt wird, wie sehr Hartz-IV-Bezieher noch mehr sparen können. BILD berichtete darüber:

Quelle: Bild.de VIZECHEF DER BUNDESAGENTUR LOBT SPAR-BROSCHÜRE:  In WC-Spülkästen sollen sie Steine legen, um Wasser zu sparen.

Künftig werden Weiterbildungskurse für das Klowassersparen eingerichtet und die Hartz-IV-Bezieher sind dann zwangsverpflichtet - wer sich weigert, schwupp wird er ein neues Opfer für Sanktionierung!

In diesen Weiterbildungskursen lernen die Langzeitarbeitslosen, wie sie Steine sammeln, nach Hause transportieren und in die Spülkästen legen. In den Jobcentern wurden schon neue Stellen beantragt: für Klosteinüberprüfer. Im Arbeitsministerium überprüft gerade die Bundesministerin Ursula von der Leyen persönlich, ob das neue Berufsbild des Klosteinüberprüfers EU-weit eingeführt werden soll!

Diese Sparbroschüre ist in Comic-Manier  erstellt. Grund: Wie immer behauptet wird, kommen alle Hartz-IV-Bezieher aus den Unterschichten und können kaum richtig lesen. Aber Bildchen anschauen, dazu sind sie in der Lage ...

Die seinerzeit vom damaligen Kanzler Schröder und seinem Suppen - pardon Super-Minister Clement eingeführte Parole "Fördern und Fordern" wird ersetzt durch die neue Marschlinie "Verarschen und Sanktionieren"!

Angesichts der auch in Deutschland immer mehr bemerkbaren EU-weiten Rezession werden die Arbeitsplätze rar, und es muss verhindert werden, dass in den Statistiken die Arbeitslosenzahlen steigen. Also müssen die Betroffenen diese Statistiken verlassen - ob sie nun wollen oder nicht!

Der Skandal ist, dass es diese Broschüre wirklich gibt - genau wie das Jobcenter Pinneberg! Und es gibt den Vizechef der Bundesarbeitsagentur in Nürnberg - Franz Alt, der nichts anderes zu tun hat, als diese Broschüre in den höchsten Tönen zu loben. Hat der sonst nichts anderes zu tun?! Was macht der eigentlich den ganzen Tag? Nur Broschüre lesen und twittern?!

Und was sagt die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen dazu? Ja, wir haben schon lange nichts mehr von ihr gehört - die Redaktion von EXTRA3 kennt den Grund:


Veröffentlicht am 05.10.2012 von ARD

Übernommen von Over-Blog