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Dienstag, 22. Mai 2012

Der Goldene Windbeutel - Mitmachaktion von Foodwatch - Blog von Kiat Gorina


Wie jedes Jahr verleiht Foodwatch für die frechste Werbelüge den "Goldenen Windbeutel". Dieser Preis soll dann den ausgewählten Unternehmen persönlich überreicht werden. Die allerdings zieren sich und nehmen diesen Preis nicht in Empfang.
Ja, vorsorglich faxen sie Foodwatch, dass Vertreter das Firmengelände nicht betreten dürfen. So etwas aber auch! Sonst sind die Firmen doch immer so geil auf irgendwelche Preise! Nur beim Goldenen Windbeutel zieren sie sich.
Welche Produkte wurden in diesem Jahr ausgewählt - für den Goldenen Windbeutel?

  1. Becel pro.activ von Unilever: Unilever hat dieser Margarine Pflanzensterine beigemischt, die sollen den Cholesterinspiegel senken. Und es gibt - sagt der Hersteller Unilever - keine Nebenwirkungen. Auch wenn Wissenschaftler festgestellt haben, dass Pflanzensterine das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen. Deshalb fordert Foodwatch, dass diese Margarine in Apotheken nur auf Rezept verkauft werden darf!
  2. Landlust Mirabelle & Birne von Teekanne: Da gibt es auf der Verpackung leckere Mirabellen zu sehen - allein, in diesem Getränk gibt es keine Spur davon. Vielleicht wurden die Mirabellen an der Packung vorbeigetragen?!
  3. Viva Vital Hackfleisch-Zubereitung von Netto: Diese Pampe soll 30 % weniger Fett enthalten. Das stimmt sogar - dafür enthält dieses Produkt mehr Weizen und Wasser - den Produktentwicklern ist das Kunststück gelungen, schnittfestes Wasser zu entwickeln - eben Profitol!
  4. Clausthaler Classic von Radeberger: Dieses angeblich "alkoholfreies" Bier enthält immerhin 0,45 Volumenprozent Alkohol - im Ausland wird dieses Getränk als "alkholarm" genannt! Wieso nicht in Deutschland?
  5. Instant-Früchtetees ab dem 12. Monat von HIPP: Diese angeblichen Früchtetees basieren auf Zuckergranulat - 200 Milliliter enthalten umgerechnet zweieinhalb Stück Würfelzucker. Und das für Kleinkinder ab einem Jahr! Das hätte ich von Hipp wirklich nicht erwartet!

Wer nun an der Abstimmung mitmachen will, das geht HIER
Ich habe gleich abgestimmt - wir sehen uns!
Veröffentlicht am 21.05.2012 von foodwatchTV


Übrigens, dieses Video eignet sich sehr gut zum Verteilen!

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Donnerstag, 22. April 2010

bifi mit Metallteilchen? - Blog von Kiat Gorina

In Ansbach gibt es die ehemaligen Schafft Werke, sie gehören seit langem zum Unilever Konzern.

Unilever musste einen Teil des 5-er Multipack der BiFi zurückrufen. Grund: ich zitiere aus der Pressemitteilung:

"Da Grund zur Annahme besteht, dass einzelne Artikel des Produktes »BiFi Original 5er Multipack«, verunreinigt sind, hat sich die Geschäftsführung der Unilever Deutschland GmbH entschieden, folgende Verbraucherinformation zu geben:

In einzelnen »BiFi Original 5er Multipack« könnten sich Metallteilchen in der Salami befinden. Betroffen hiervon ist die folgende Charge: Mindesthaltbarkeitsdatum 22.07.2010 gefolgt vom Lotcode beginnend mit der Nummer L0021. Diese Informationen befinden sich am Rand der Einzelverpackung. Das Produkt befand sich seit 15.02.2010 im Handel."

Au fein, da beißt ein Kunde in seine BiFi, und ist dann am Spucken, im besten Fall. Oder er schluckt das einfach runter. Was dann?

Ich war ja nach meinem Studium der Lebensmitteltechnologie auch bei diesem Produktionsbetrieb in Ansbach in der Qualitätssicherung angestellt. Schon damals gab es das gleiche Problem. Ich durfte der Sache nicht nachgehen, was ja eigentlich meine Aufgabe gewesen wäre ... Es kam nie die Ursache raus. Und jetzt wieder Metallteilchen in der Salami.

Und noch etwas finde ich nicht die feine englische Art: Da wird eine Info-Hotline angeboten, allerdings kostenpflichtig: Für das Festnetz zwar nur 6 Cent je Anruf. Nur meine Meinung ist, eine Firma, die Salami mit Metallstückchen in den Handel bringt, sollte für eine Info-Hotline überhaupt keine Gebühren verlangen. Und wer mit seinem Handy anruft, dem kann es passieren, dass er fast einen halben Euro löhnen muss. Aber hallo!

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.