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Mittwoch, 18. Juli 2012

Neckermann pleite - wieder ein Heuschreckenopfer - Blog von Kiat Gorina


Neckermann ist pleite - Insolvenzantrag ist gestellt! Der Gründer von Neckermann - Josef Carl Peter Neckermann - wurde sogar in Russland verehrt, obwohl er westlicher Kapitalist war. Aber er wurde wegen seiner Reitkünste hoch verehrt!


"Als Dressurreiter gewann er zwischen 1956 und 1981 333 Turniere, 6 olympische Medaillen, darunter zwei Goldmedaillen im Mannschaftswettbewerb bei den Olympischen Spielen 1964 und 1968. Im Jahre 1966 wurde er Weltmeister, 1970 Vizeweltmeister. Bei den Europameisterschaften erreichte Neckermann mit der deutschen Mannschaft 1965, 1967, 1969 und 1971 den Meistertitel. Zwischen 1962 und 1974 konnte er die Deutsche Meisterschaft im Dressurreiten viermal für sich entscheiden. Seine aktive Karriere beendete er am 28. Juni 1981 bei einem Turnier in Aachen."
Quelle: Wikipedia Josef Neckermann


Ja, und er baute sein Versandgeschäft auf. Der Spruch "Neckermann machts möglich" erscholl rund um diesen Erdball. Und dann hat eine Heuschrecke - Sun Capital - die Reste des Neckermann-Konzerns sich einverleibt. 
Quelle: WELT ONLINE Versandhändler Neckermann.de ist pleite 


Diese Heuschrecke hatte geplant, das Textilgeschäft einzustellen und damit das Zentrallager in Frankfurt aufzulösen. Das hätte fast 1.400 Arbeitsplätze gekostet. Und dann hat sich diese Heuschrecke es anders überlegt: Die Verhandlungen mit der Gewerkschaft verdi wurden abgebrochen: "Kurz vor der Unterschrift hat Sun erklärt, dass sie kein Geld mehr zur Verfügung stellen, so dass die Zahlungsfähigkeit nicht mehr gewährleistet ist" - Schluss, fertig - aus!
Veröffentlicht am 09.05.2012 von DIELINKEimRoemer


So einfach ist das für eine Heuschrecke. Dass jetzt 2.400 Menschen ihren Job verlieren - das kümmert doch keine Heuschrecke! Ihr Firmenkapital wird auf zehn Milliarden US-Dollar geschätzt. Also eine prall gefüllte Kriegskasse, um Konkurrenten zu bekämpfen und ihnen den Garaus zu machen.


Solche Heuschrecken hinterlassen eine Brandspur des Schreckens, ja sie sind der Schrecken für Arbeitnehmer. Sie hinterlassen verbrannte Erde.


Die Homepage dieser Heuschrecke verschweigt natürlich solche Wahrheiten und Hintergründe. Eine solche Heuschrecke hat auch menschliche Gesichter - beispielsweise den Co-Chief Executive Officer, er residiert in Boca Raton, Florida Stolz steht da: "Mr. Krouse was a Senior Vice President of Lehman Brothers in New York." Wenn das keine Empfehlung ist :-)


Veröffentlicht am 06.05.2012 von DerBesteNickname

Was wird  von Neckermann übrig bleiben? Der Name Sun Capital oder Josef Neckermann? Ganz bestimmt Josef Neckermann - der Dressurreiter! Und diese Heuschrecke und ihre Manager? Die sind bald im Orkus der Namenlosen verschwunden!


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Samstag, 28. April 2012

Neckermann machte es möglich - heute nicht mehr - Blog von Kiat Gorina

"Neckermann machts möglich!" - das war der Erfolgspruch für viele Besteller! Und wie war das damals so einfach: Im Katalog blättern, Bestellkarte ausfüllen und in den Briefkasten. Und ein paar Tage später brachte der Postbote ein Paket.
Auch heute gibt es immer noch Menschen, die mit der Postkarte bestellen. Aber das bindet doch Personal! Und Personal kostet Geld! Also weg mit dem Personal - mindestens die Hälfte bei Neckermann muss gehen und wird gekündigt. 
Und wie soll dann bestellt werden? Über das Internet - da werden standardisierte Formulare ausgefüllt und das gleich mundgerecht den angeschlossenen Datenbanken serviert. Und dann wird die automatisierte Logistikkette angestoßen, vollautomatisiert wird der Artikel im Hochregallager gesucht, in den Karton geworfen und weiter zur nächsten Station. 
Das Suchen und Einpacken der bestellten Artikel soll möglichst ohne Menschen stattfinden - denn Personal kostet Geld!
Aber hier beißt sich der Kapitalismus selbst in den Schwanz: Ein kapitalistischer Unternehmer will viel verkaufen - demnach braucht er Menschen, die ihm den Ramsch abkaufen. Und um zu kaufen, braucht ein Mensch Geld. Und um Geld zu haben, arbeitet derzeit ein Mensch.
Wenn jetzt nun der kapitalistische Unternehmer seine Arbeitnehmer an die Luft setzt und durch Maschinen ersetzt, dann gibt es keine Menschen mehr, die seinen Ramsch kaufen. Denn wenn ein Mensch nicht arbeiten kann, hat er wenig Geld oder gar keins. Er kann nichts kaufen.
Was soll also diese Einsparwut an Personal? Der Kapitalismus sägt damit ganz feste am eigenen Ast! Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Offensichtlich schon! 
Ja, die Gier nach mehr Gewinn vernebelt die Sinne. Und die ganz großen Vernebler sind die Berater! Was passiert eigentlich, wenn immer mehr Produkte automatisch von Maschinen gefertigt werden? Was passiert dann mit den Menschen, die ihre Arbeitsplätze verlieren?
Macht nichts, dann geht der Kapitalismus in andere Länder. Gut, das funktioniert eine Weile! Wenn jedoch auf diesem gesamten Planeten automatisiert wird, werden dann die meisten Menschen ein Auslaufmodell? Das dieses kapitalistische System nicht nehr benötigt?
Ich frage mich wirklich, wieso so angeblich gescheite Leute diesen Planeten mit ihre maßlosen Gier an die Wand fahren?!
Hochgeladen von bostrox2012 am 07.03.2008

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