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Dienstag, 5. Juni 2012

Migros - jüdische Siedler - Palestinensergebiete - Blog von Kiat Gorina


Migros - das ist der große orangene Riese in der Schweiz. Und Migros hat sich etwas ausgedacht: Bisher gab es auch Produkte aus Israel zu kaufen. Aber da gibt es zwei Gruppen von Produkten:

  1. Die Produkte wurden auf israelitischem Gebiet hergestellt.
  2. Die Produkte wurden von israelitischen Siedlern auf palästinensischen Gebieten hergestellt.

Also werden ab Miitte 2013 isrelische Produkte bei Migros unterschiedlich geklariert, was die Herkunftsbezeichnung angeht:

  1. "Israel" - das bedeut, das Produkt kommt aus einem israelitischen Gebiet.
  2. "Ostjerusalem, israelisches Siedlungsgebiet" oder "Westbank, israelisches Siedlungsgebiet" oder "Gaza, israelisches Siedlungsgebiet"

Die Meinungen zu dieser Art und Weise der Deklaration der Herkunft gehen auseinander. Viele finden es gut, dass ehrlich und offen gesagt wird, woher ein Artikel kommt. Andere werfen dem Migros-Konzern vor, er betreibe Politik.
Ich sehe das anders: Mir gefällt diese Offenheit der Deklaration! So können die Käuferinnen persönlich entscheiden, ob sie die Siedlungspolitik Israels unterstützen wollen oder nicht. 
Vergessen wir nicht, die betroffenen Siedlungen auf palästinischem Boden gelten bei der UNO und beim Schweizer Bundesrat als rechtswidrig. Also ist es in meinen Augen ein guter Service von Migros, wenn die Kundin selbst entscheiden kann, ob sie diese rechtswidrige Siedlungspolitik Israels gegenüber den Palästinensern unterstützen will oder nicht!
In Deutschland dürfte diese Offenheit kaum möglich sein. Warum eigentlich?
Israel selbst verurteilt diese Endscheidung von Migros:
Quelle: SÜDOSTSHWEIZ.CH Israel kritisiert Migros wegen Deklaration
Veröffentlicht am 03.06.2012 von GeorgdeWitt


Übrigens, Norman Finkelstein schrieb ein höchst lesenswertes Buch - "Die Holocaust Industrie". Diese Buch ist der Grund, dass Finkelstein in Israel unerwünscht ist und nicht einreisen darf - genau wie der Literaturnobelpreisträger Günter Grass.

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Montag, 7. Mai 2012

Münchner Polizei: Das machen wir immer so!


Da berichtet die Süddeutsche Zeitung von der Münchner Polizei, über deren Verhalten sogar eine Richterin und Staatsanwältin schockiert waren. Staatsanwältin und Richterin sprachen von "rechtswidrigem Prozedere", das sofort einzustellen sei.
Quelle: Süddeutsche.de "Richterin und Staatsanwältin waren schockiert"
Es geht um einen jungen Mann, der regelmäßig von der Polizei festgenommen wird, auf der Wache muss er sich splitternackt ausziehen, seine Pobacken auseinanderziehen. Und warum? Weil die Polizei ihn verdächtigt, er besitze Drogen.
Und dass die Polizei dabei keine Drogen findet, macht die Polizisten offenbar noch wilder. Anders ist ein solches Verhalten nicht zu erklären. Normalsterbliche müssen offensichtlich sehr aufpassen, wenn sie blass ausschauen und wenn sie glasige Augen haben und beim Anblick der Polizei unruhig sind.
Dann wird sofort Drogenverdacht erkannt und dementspechend gefilzt. Es besteht dringender Tatverdacht. Und der vorliegende Fall zeigt leider, dass ein Bürger dann in ein Raster gerät, aus dem er nicht so schnell sich befreien kann. Einen entsprechenden Eintrag im Polizeicomputer(un)wesen zu entfernen scheint so gut wie aussichhtslos.
Was mich an dieser Causa besonders wütend macht, ist die Tatsache, dass nicht einmal das Wort einer Staatsanwältin diese Schikanen beenden können. Bisher dachte ich, dass die Staatsanwaltschaft bestimmt, was bei den Polizeikräften so abläuft. Da habe ich mich wohl geirrt - zumindest in München!
Veröffentlicht am 01.03.2012 von Himmelstor


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