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Samstag, 3. November 2012

Ralph Boes, sein Brandbrief und die Folgen - Blog von Kiat Gorina


Die meisten Bürgerinnen und Bürger dieser Republik bekamen es kaum mit, was Juni 2011 auch passierte: Ralph Boes schreibt einen Brandbrief an 

  • den - damaligen - Bundespräsidenten Christian Wulff,
  • die Bundeskanzlerin  Angela Merkel,
  • die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen,
  • den Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise und an
  • den Geschäftsführer des Jobcenters Mitte Berlin, Herrn Schneider.

Quelle: Ralph Boes Brandbrief eines entschiedenen Bürgers

Wer ist Ralph Boes? Ralph Boes ist ein vehementer Verfechter für ein bedingungsloses Grundeinkommen:


Hochgeladen von grundenkommenberlin am 27.08.2009

Aber Ralph Boes ist stigmatisiert - er ist Hartz-IV-Bezieher! Sein Einsatz für ein bedingungsloses Grundeinkommen ist rein ehrenamtlich! Fällt uns da eine Parallele ein? Genau: Johannes Ponader, der derzeitige politische Geschäftsführer der Piratenpartei, zur Zeit die einzige Partei, die für ein bedingungslose Grundeinkommen eintritt. Und Johannes Ponader ist ebenso wie Ralph Boes stigmatisiert: Johannes Ponader ist Künstler und zeitweise Hartz-IV-Bezieher.

Ich will jetzt nicht darauf eingehen, wie die Mainstreampresse versuchte, Johannes Ponader fertig zu machen - als Schmarotzer, als Bezieher von Sozialleistungen! Denken wir nur an eine Sendung von Günther Jauch:

Quelle: Was hat Günther Jauch gegen Johannes Ponader?

Ponader ist ein großer Störfaktor - für die von BILD, Thilo S. et al. verbreitete Irrmeinung "Alle Hartz-IV-Bezieher sind faule Säcke und dumm!" Und da wird ein Einser-Abiturient wie Ponader Geschäftsführer einer Partei?! Das darf es nicht geben!

Und wie sieht es bei Ralph Boes aus? Ähnlich: Boes ist nicht nur Mitglied, sondern auch Referent und Mitglied des Vorstandes der Bürgerinitiative Bedingungsloses Grundeinkommen e. V. in Berlin.Und wie reagierten die Mainstreammedien auf Ralph Boes? Ja, wie es auch einst Mahatma Gandhi am eigenen Leib erfahren hat:

"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du."

Genauso lief es bei Ralph Boes ab:


  • Stufe 1: Er wurde ignoriert! Diese Bürgerinitiative in Berlin, wer kennt die schon? Der Mainstream veröffentlich doch nichts!
  • Stufe 2: Aber Ralph Boes wird immer bekannter - im Internet und mit seinen vielen Auftritten. Also wird über ihn gelacht! Er wird von seinen Gegnern als Spinner hingestellt!
  • Stufe 3: Ralph Boes wird trotzdem noch bekannter! Also wird er bekämpft! Und das ist ja in seinem Fall ganz einfach: Er ist Hartz-IV-Bezieher! Er ist auf die Grundsicherung angewiesen! Was passiert? Er wird sanktioniert - ganz heftig! Er erhält nur noch ein Zehntel seiner Grundsicherung - das macht etwas über eine Eurone pro Tag!

Wovon soll Ralph Boes leben? Soll er verhungern? Nein, er kann sich doch jeden Tag einen Hamburger kaufen - aus dem Sonderangebot. Und es gibt ja die Tafeln! Und er kann ja auch Nahrungsgutscheine beantragen! Und wenn er brav ist, dann gewährt sein zuständiges Jobcenter diese Kann-Leistung. Aber da muss er schon brav sein. Und aufhören, über das bedingungslose Grundeinkommen Reden zu schwingen!

Leute, das müsst ihr verstehen! Wir, die Sachbearbeiter denken nur an unsere Zukunft, an unsere Arbeitsplätze! Kommt das bedingungslose Grundeinkpmmen, dann sind die allermeisten Jobcenter doch überflüssig!

Und wie reagiert Ralp Boes? Er geht in den Hungerstreik:


Veröffentlicht am 01.11.2012 von Wecknachricht

Wie Mahatma Gandhi befindet sich Ralph Boes mitten im Kampf gegen die Menschenrechtsverletzungen der Hartz-IV-Gesetze! Und er braucht unsere Hilfe! Er braucht Solidarität!

Ich bin mir ganz sicher, dass die Gegner der Hartz-IV-Gesetze siegen werden. Wie der kleine Mahatma Gandhi gegen das übermächtige britische Imperium gesiegt hat.


Mahatma Gandhi Dokumentation
Hochgeladen von TheProjektarbeit am 19.04.2010

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Montag, 30. April 2012

Jauch und das Scherbengericht über Günter Grass - Blog von Kiat Gorina


Da hatte Günther Jauch wieder eingeladen - Leute, die über das Gedicht "Was gesagt werden muss" des deutschen Nobelpreisträgers Günter Grass urteilen sollten. Leute, die sich wie Literaturkritiker aufspielten, obwohl sie von Literatur keine Ahnung haben.
Heide Simonis, frühere Ministerpräsidentin, für sie und die SPD hat der Literaturnobelpreisträger einst Wahlkampf gemacht. Aber das hinderte sie nicht, über Grass herzuziehen: "Mit dem Gedicht hätte er die Aufnahmeprüfung für den diplomatischen Dienst nicht ganz bestanden."
Was soll dieser Satz? Was hat dieser Satz mit Literatur zu tun? Über eine solche Äußerung einer früheren Ministerpräsidentin kann ich nur den Kopf schütteln!
Und dann gab es noch den gelben Polterer vom Dienst, Dirk Niebel: Auch er sah sich befähigt, sein "Urteil" über das Gedicht abzugeben: "Das Gedicht war literarisch nicht notwendig und politisch nicht hilfreich." 
Wann ist denn ein Gedicht literarisch notwendig? Und wenn überhaupt, wer entscheidet das? Ein Entwicklungsminister? Oder der Dichter, der es geschrieben hat?
Und vergessen wir nicht den Historiker Michael Wolffsohn: "Das Gedicht hätte auch in einer Rechtsradikalenzeitung gedruckt werden können." Diesen Satz sollten wir uns so richtig auf der Zunge zergehen lassen! Wolffsohn bringt den diffamierenden Rechtsradikalismus ins Spiel und drückt sich so vor der Auseinandersetzung mit dem Gedicht von Grass!
Er muss sich auch nicht damit auseinandersetzen - aber wozu dann diese versuchte Diffamierung?
Und den Vogel schoss der Schauspieler Michael Degen ab: "Das Gedicht ist schwachsinnig und Grass anti-israelisch." Ich finde es so etwas von widerlich, einen Dichter wie Günter Grass so zu beleidigen!
Jetzt wissen wir, wozu diese Talkshow von Günther Jauch dient: nicht zur Bildung der Öffentlichkeit, sondern zur Missbildung! Von missgebildeten Vorurteilen! Ich finde es sehr schade, dass sich Jauch für solche Zwecke hergibt! Da wird ein iteraturnobelpreisträger und sein Werk derart beschimpft und besudelt, dass sich die Balken biegen!
Und warum das alles? Weil sich diese Bande von selbst ernannten Literaturkritikern drückt, sich wirklich mit der Aussage dieses Gedichtes auseinanderzusetzen. Für mich lautet mein persönliches Urteil über dieser "Kritiker": Feiges Gesindel!


Quelle: Süddeutsche.de Junge du spinnst
Veröffentlicht am 24.04.2012 von shibby0815

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Mittwoch, 28. März 2012

Lammerts Schimpfkanonade - Talkshows von ARD un ZDF - Blog von Kiat Gorina

Da musste ich mich doch wundern: Da darf der Bunestagspräsident persönlich über die sogenannten "politischen" Talkshows von ARD und ZDF schimpfen - in der WELT. Was ist der Zweck dieser Schimpferei?
Denn ohne Grund wird ein solcher Artikel in der Springer-Welt wohl nicht veröffentlicht. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass die Quoten dieser Talkshows auf Talfahrt sich befinden. Oder damit, dass es stets dieselben Talkshow-Nomaden sind. Wer da einschaltet, erkennt eine dieser Gestalten und das große Gähnen überkommt ihn.
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