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Mittwoch, 20. Juni 2012

Vertuschen, täuschen, lügen - Strategie der Bundesregierung - Blog von Kiat Gorina


Da liefert Deutschland an Israel sechs U-Boote - diese U-Boote dienen offenbar als Trägersysteme für Atomwaffen. Dazu stellte die Fraktionssprecherin Sevim Dagedlen der Linken im Bundestag eine kleine Anfrage. 
Und Staatssekretär Christian Schmidt teilte ihr schriftlich mit, dass sich seine Antwort verzögern werde. Grund: "umfangreiche Zuarbeiten und Abstimmungen" Dann kam endlich seine Antwort: "Die Bundesregierung beteiligt sich nicht an Spekulationen über eine mögliche Bewaffnung."
Und für diese Antwort brauchte der Staatssekretär nicht nur Wochen, sondern Monate! Kein Wunder, wenn die Linke feststellt: "Vertuschen, täuschen, lügen – das ist offenbar die Strategie der Bundesregierung im Umgang mit parlamentarischen Anfragen wegen der Lieferung von seegestützten Trägersystemen für Atomwaffen an Israel."
Quelle: AG Friedensforschung Skandalöse Informationspolitik in Sachen deutscher U-Boote
Auch zur Frage, ob ein Vertreter der Bundesregierung in Tel Aviv nachgefragt habe, womit die Israelis diese U-Boote bestücken? Karsten Voigt, ehemaliger Bundestagstagsabgeordneter der SPD sagte offen zum SPIEGEL: "Wenn wir danach gefragt hätten, wäre das Schlimmste gewesen, wenn die Israelis uns eine ehrliche Antwort gegeben hätten."
Eine ehrliche Antwort? Was alle Beteiligten wissen:

  • Israel hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben
  • Israel gibt keine Auskunft über seine atomare Bewaffnung
  • Israel hält sich einen möglichen atomaren Einsatz offen

In diesem Zusammenhang erhält das Gedicht "Was gesagt werden muss" des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass eine ganz besondere Bedeutung. Vor allem, wenn inkompetente "Literaturkritiker" sich bei Günther Jauch treffen und ein Scherbengericht veranstalten:
Quelle: Jauch und das Scherbengericht über Günter Grass
Übrigens, wer vorgenannten Blog aufruft, da hatte ich ein Video eingebettet, mit dem Titel "Jauch verbreitet Propaganga - Augstein interveniert". In diesem Video wird gezeigt, wie Jakob Augstein als einziger Jauch widerspricht! Also wurde dieses Video zensiert. Es erscheint die Meldung "Jauch verbreitet Propagan..." Dieses Video ist auf Grund des Urhebenrrechtsanspruchs von I & U TV Produktion GmbH & Co. KG nicht mehr verfügbar.
Wer ist diese I & U TV Produktion GmbH & Co. KG? Dahinter verbirgt sich stern tv! Und es gibt auch ein Impressum!
Was her abläuft, ist nichts anderes als Zensur! Unliebsame Videos - die Ausschnitte von mit GEZ-Geldern produzierten Sendungen zeigen, sollen den Bürgern vorenthalten werden! Dabei haben alle GEZ-Einzahler das Recht auf diese Informationen! Schließlich zahlen sie auch dafür!
Veröffentlicht am 14.04.2012 von LASTPUTLIGHTOFF


besucherzähler

Montag, 30. April 2012

Jauch und das Scherbengericht über Günter Grass - Blog von Kiat Gorina


Da hatte Günther Jauch wieder eingeladen - Leute, die über das Gedicht "Was gesagt werden muss" des deutschen Nobelpreisträgers Günter Grass urteilen sollten. Leute, die sich wie Literaturkritiker aufspielten, obwohl sie von Literatur keine Ahnung haben.
Heide Simonis, frühere Ministerpräsidentin, für sie und die SPD hat der Literaturnobelpreisträger einst Wahlkampf gemacht. Aber das hinderte sie nicht, über Grass herzuziehen: "Mit dem Gedicht hätte er die Aufnahmeprüfung für den diplomatischen Dienst nicht ganz bestanden."
Was soll dieser Satz? Was hat dieser Satz mit Literatur zu tun? Über eine solche Äußerung einer früheren Ministerpräsidentin kann ich nur den Kopf schütteln!
Und dann gab es noch den gelben Polterer vom Dienst, Dirk Niebel: Auch er sah sich befähigt, sein "Urteil" über das Gedicht abzugeben: "Das Gedicht war literarisch nicht notwendig und politisch nicht hilfreich." 
Wann ist denn ein Gedicht literarisch notwendig? Und wenn überhaupt, wer entscheidet das? Ein Entwicklungsminister? Oder der Dichter, der es geschrieben hat?
Und vergessen wir nicht den Historiker Michael Wolffsohn: "Das Gedicht hätte auch in einer Rechtsradikalenzeitung gedruckt werden können." Diesen Satz sollten wir uns so richtig auf der Zunge zergehen lassen! Wolffsohn bringt den diffamierenden Rechtsradikalismus ins Spiel und drückt sich so vor der Auseinandersetzung mit dem Gedicht von Grass!
Er muss sich auch nicht damit auseinandersetzen - aber wozu dann diese versuchte Diffamierung?
Und den Vogel schoss der Schauspieler Michael Degen ab: "Das Gedicht ist schwachsinnig und Grass anti-israelisch." Ich finde es so etwas von widerlich, einen Dichter wie Günter Grass so zu beleidigen!
Jetzt wissen wir, wozu diese Talkshow von Günther Jauch dient: nicht zur Bildung der Öffentlichkeit, sondern zur Missbildung! Von missgebildeten Vorurteilen! Ich finde es sehr schade, dass sich Jauch für solche Zwecke hergibt! Da wird ein iteraturnobelpreisträger und sein Werk derart beschimpft und besudelt, dass sich die Balken biegen!
Und warum das alles? Weil sich diese Bande von selbst ernannten Literaturkritikern drückt, sich wirklich mit der Aussage dieses Gedichtes auseinanderzusetzen. Für mich lautet mein persönliches Urteil über dieser "Kritiker": Feiges Gesindel!


Quelle: Süddeutsche.de Junge du spinnst
Veröffentlicht am 24.04.2012 von shibby0815

besucherzähler

Dienstag, 17. April 2012

Günter Grass im Krankenhaus - Blog von Kiat Gorina


Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass ist nicht mehr der Jüngste - 84 Jahre alt! Und er leidet offenbar an Herzproblemen. Seine Frau fuhr ihn ins Krankenhaus. Ich wünsche ihm, dass die Untersuchungen glücklich verlaufen.
Da hat er nun vor zwei Wochen sein Gedicht Was gesagt werden muss veröffentlicht und von den Politikern distanzieren sich viele. Und warum? Weil er seine persönliche Meinung zu Papier brachte - "mit letzter Tinte", wie er schrieb? Was ist diese Republik für eine scheinheilige Gesellschaft?
Da wird versucht, die Redezeit von kritischen Abgeordneten im Bundestag zu beschneiden - als dann ein kleiner Volkssturm der Empörung losfegt, machen die Drahtzieher einen Rückzieher. Klar, 2013 soll gewählt werden, sollte diese geplante Novelle verabschiedet werden, könnte dies Wählerstimmen kosten.
Zurück zu Günter Grass - dem Literaturnobelpreisträger: Wieso bekommt er keine Zustimmung von den Politikern? Darf selbst ein Literaturnobelpreisträger nicht mehr seine Meinung äußern? Darf niemand Kritik am Staat Israel und seiner Politik üben?
Ja, ist nun Israel eine Atommacht oder nicht? Besitzt Israel Atomwaffen oder nicht? Wieso darf über dieses "offene" Geheimnis nicht gesprochen werden? Wenn selbst israelische Bürgerinnen und Bürger Angst haben, dass israelische Bomber Atombomben über den Iran abwerfen?
Darf ein Literaturnobelpreisträger wie Günter Grass seine persönliche Angst vor einem III. Weltkrieg nicht zum Ausdruck bringen? Sollen jetzt sogar die Künstler geknebelt werden? Sind unerwünschte Meinungen verboten?
Und wie wurde in den letzten Wochen mit einem hochverdienten Schriftsteller wie Günter Grass umgesprungen? Da wurde gleich die Keule des Antisemtismus hervorgeholt und auf den 84-Jährigen verbal eingedroschen! Diese Republik sollte froh darüber sein, dass es Menschen wie Günter Grass noch gibt. Wir sollten ihm den Rücken stärken! 
Dass der Staat Israel Günter Grass zur persona non grata erklärt und ihm ein Einreiseverbot erteilt, das zeigt doch nur, wie unsicher die Verantwortlichen des Staates Israels sich fühlen. Dabei gibt es selbst in Israel viele Gegenstimmen zur derzeitigen Politik. Ein demokratischer Staat - und Israel nimmt dies in Anspruch - muss Kritik aushalten.
Dies gilt auch für Deutschland und die derzeitige Bundeskanzlerin! Demokratie lebt von der Kritik! Es muss auch für Deutsche erlaubt sein, an Israel Kritik zu üben. Und wer den Weltfrieden gefährdert, muss sogar kritisiert werden - das ist meine feste Überzeugung!
Ich wünsche Günter Grass alles Gute und dass er bald wieder das Krankenhaus verlässt und weiterhin seine Meinung veröffentlicht!
Veröffentlicht am 16.04.2012 von Schicksalsbringer Archiv
Nobelpreissträger Günter Grass, trifft auf einen Überlebenden aus Auschwitz
Veröffentlicht am 16.04.2012 von DasChristentum

Mittwoch, 11. April 2012

Günter Grass schweigt nicht mehr - wann folgen andere - Blog von Kiat Gorina


Heike schickte mir einen Link auf einen sehr lesenswerten Artikel "Echt krass, wie die Medien mit einem Denker und Freigeist umgehen". Vielen Dank Heike! Der Autor spricht etwas an, was heute offensichtlich verloren gegangen ist: Das Brechen des Schweigens!
Wieso fällt der Mainstream über den Literaturnobelpreisträger Günter Grass her? Wieso hat die neoliberale ZEIT es abgelehnt, das Gedicht von Günter Grass zu veröffentlichen? Wer ist denn die ZEIT? Was bildet sich ein Chefredakteur Giovanni di Lorenzo eigentlich ein? Wer ist er denn? 
Erinnern wir uns: Da gab es mal eine Helene H. Da war sich die ZEIT nicht zu fein, diese junge Dame hochzujubeln. Dann stellte sich heraus, dass diese Autorin des Plagiats überführt wurde. Ja, und dann sollte sie den Buchpreis der Leipziger Messe erhalten.
Und da war es Günter Grass, der - wie viele andere Schriftsteller - diese Entscheidung der Jury anprangerte! Wie dumm stand dann die Redaktion der ZEIT da? Vielleicht war das der Grund, dass die ZEIT das Gedicht nicht veröffentlichen wollte. Wer weiß!
Da bedurfte es der Süddeutschen Zeitung, dass dieses Gedicht veröffentlicht wurde! Das Schweigen wurde gebrochen! Es war allerhöchste Zeit! Und es wird endlich Zeit, auch das Schweigen über andere Misstände zu brechen!
Diese Bundesrepublik Deutschland besitzt ein Grundgesetz, es gibt ein Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Trotzdem nimmt die derzeitige Bundesregierung das Grundgesetz nicht Ernst!
Götz Werner, der vehemente Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens, urteilt über Hartz IV: "Hartz IV ist offener Strafvollzug!" Ja, Strafvollzug! Weil er die Hartz IV Bezieher entmündigt, sie der im Grundgesetz verbürgten Rechte beraubt - so als wären diese Hartz IV Bezieher verurteilte Straftäter!
Wann wird endlich bundesweit das Schweigen darüber gebrochen?
Ja, die politisch Verantwortlichen und die von ihnen gelenkten Medien wollen, dass weiterhin nur geschwiegen wird, dass nur das veröffentlicht wird, was ihnen in den Kram passt! Und deshalb ärgern sie sich über Günter Grass - weil er sich nicht den Mund verbieten lässt!
Und sie haben Angst, dass ein solches Beispiel Anhänger findet!
Hochgeladen von staatsfeind40094009 am 06.02.2012

Montag, 9. April 2012

Nachschlag: Günter Grass und die Antisemitismus-Keule - Blog von Kiat Gorina


Ich schrieb ja einige Artikel über Günter Grass und die Vorwürfe, er sei Antisemit. Juliane schickte mir einen Link auf einen "Paukenschlag" von Egon W. Kreutzer. Ein höchst lesenswerter Artikel:
Quelle: Paukenschlag Günter Grass
Da stellt der Autor unter anderem die Frage: "Wer braucht warum den Krieg?"
Ja, wer benötigt einen Krieg zwischen Israel und dem Iran? Die großen Ölkonzerne. Wir haben es ja gerade erlebt: Die Ölkonzerne haben sich den Nachschub an Öl gesichert, zuletzt im Mittelmeerraum. Einmal mit angezettelten Revolutionen, die keine waren. Da ging es im Falle Libyen nur darum, Gaddafi zu vertreiben.
Seine Nachfolger machen nur zu gerne Geschäfte mit den USA und Israel. Ja, und was die griechischen Öl- und Gasvorkommen angeht, die haben korrupte griechische Politiker an die USA und Israel verscherbelt.
Sich mit solchem Öl zu bereichern, das ist einfach. Grund: Diese Staaten haben keine Atomwaffen. Als nächtes Ziel dieser Raubzüge ist der Iran eingeplant. Aber da gibt es ein kleines Problem!
Der Iran ist ein "Spielverderber" - er bastelt an der Atomtechnologie. Nur für zivle Zwecke - sagt er. Nein, der Iran baut an der Atombombe - behaupten die USA und Israel. Sollte der Iran wirklich eine Atombombe basteln, dann verschieben sich die Gleichgewichte: Der Iran kann mit der Atombombe drohen - ihm dann sein Öl zu rauben, das geht dann nicht mehr so leicht.
Also muss der Iran bombardiert werden - sagen die Israelis, solange er noch keine einsatzfähige Atombombe hat. 
Und die Gier dieser Ölimperien ist derart groß, dass sie die Gefahr eines globalen Konfliktes ignorieren - die Gefahr eines III. Weltkrieges - schlimmer als alle Kriege der Menschheit zusammen! Sollte wirklich ein dritter Weltkrieg angezettelt werden, eines ist sicher: Der Vierte Weltkrieg wird dann wieder mit Knüppeln ausgetragen.
Und dazu schickte Heike einen Kommentar - mit ihrem vollen Namen. Da ich jedoch nicht möchte, dass sie Probleme bekommt, kopiere ich ihren Kommentar hier rein. Heike schreibt:
Eben! man kann Niemals, auf das ganze Völker schließen, egal was einzelne für Spinner sind. Und dieser Bericht beweist es wieder, es gibt hoffung dass auch bei den Juden welche dabei sind die meinen dass man sie so kritisieren soll wie alle anderen auch - sonst ist es ja wirklich keine Gleichberechtigung. Alles "nur" Menschen. Und selbst "Langnasen" lernen. *grins* wobei es ja auch Völker sind die ziemliche "Breitnasen" gibt.  
Zum Thema zurück kehrend fällt mir ein, vor einigen "Jährchen" lief ja die Serie "Ein Stück Himmel" in Fernsehen, eine Autobiograpfie von Janina David, ein Mädchen was die Judenverfolgung überlebte. Ein Jahr nach der Serie, zeigte man ein Interview mit der Frau in der sie berichtete, dass sie zwar später nach Israel geflüchtet ist, sie es aber dort nicht lange aushielt, dass sie nicht mit ansehen konnte wie man dort mit den Paltinänsern umging. So wanderte sie nach Austrailen aus… wo sie auch gestorben ist.
Liebe Grüße
Heike
Ja, Heike, ich kenne einige Juden, die mit dieser Holocaust-Politik nicht einverstanden sind. Da wird jungen Menschen eingeredet, die Juden hätten den Holocaust überlebt, dafür dürften sie sich alles erlauben ...
Artikel über Günter Grass



Hochgeladen von AntiInfokrieger am 08.04.2012


Hochgeladen von AntiInfokrieger am 08.04.2012


Sonntag, 8. April 2012

Israels Angriff auf den Iran von Aserbeidschan aus - Blog von Kiat Gorina


Da hatte ich beiläufig im Artikel "Diskussion über Grass aber nicht über Israels Atomwaffen" beiläufig geschrieben: "Es geht darum, dass Israel atomare Waffensystem einsetzen will - im Kampf gegen den Iran - und wahrscheinlich von Aserbeidschan aus."
Und prompt rief mich eine männliche Stimme an - natürlich anonym und Nummer "Unbekannt" auf dem Display. Sie warnte mich, militärische Geheimnisse zu veröffentlichen! Welche Geheimnisse? Das wollte ich wissen. Aserbeidschan dürfe im Zusammenhang mit Grass nicht genannt werden! Dann wurde aufgelegt - Peng!
Aber hallo! Geht es noch? Wenn die Israelis den Iran angreifen, dann ist doch sonnenklar, dass sie es nicht von Israel aus durchziehen können. Grund: Die Reichweiten ihrer Flugzeuge sind zu klein! Also bleibt nur eine Möglichkeit: Angriff von einem Land, das den Israelis erlaubt, Flugzeuge zu stationieren.
Und welches Land kommt dafür in Frage? Aserbeidschan! Erstens, gibt es da Öl. Und Israelis sind bereits in diesem Land, um Öl zu fördern. Und zweitens, Aserbeidschan ist nicht weit vom Iran entfernt.
Für wie blöd hält mich dieser geheimnisvolle Anrufer? Wieso ist eine solche Binsenwahrheit ein militärisches Geheimnis? Bestimmt nicht, zumal heise online einen sehr fundierten Artikel "Irankrieg: Russen warnen vor horizontaler Eskalation" veröffentlichte.
Dieser Artikel ist wirklich sehr lesenswert, da er auch aufzeigt, welche Folgen ein israelischer Angriff auf den Iran dann für diese Region hat. Weltkrieg III ist dann nicht mehr weit!








Diskussion über Grass aber nicht über Israels Atomwaffen


Da schreibt Literaturnobelpreisträger Günter Grass ein Gedicht, in dem er fordert, dass auch die atomaren Waffensysteme Israels unter internationaler Kontrolle gestellt werden. Und was passiert?
Nicht viel! Es wird geschimpft - auf Günter Grass! Ja, das Totschlagargument wird ausgegraben: Grass ist ein Antisemit! Aber es wird überhaupt nicht eingegangen auf das atomare Waffenprogramm Israels. Das soll wohl ein Tabu-Thema bleiben. Wieso eigentlich?
Die einzigen, die Günter Grass recht geben, sind die Ostermarschierer:


Und wo bleiben die deutschen Politiker? Die Bundeskanzlerin schweigt. Der Vizekanzler schweigt. Aber da gibt es den deutschen Außenminister - Guido Westerwelle: "Israel und Iran auf eine gleiche moralische Stufe zu stellen, ist nicht geistreich, sondern absurd."
Darum geht es doch gar nicht! Es geht darum, dass Israel atomare Waffensystem einsetzen will - im Kampf gegen den Iran - und wahrscheinlich von Aserbeidschan aus. Und dass Israel nicht von einem internationalen Gremium kontrolliert wird. Ja, außer den USA weiß keiner, was in Sachen Atomwaffen in Israel Sache ist!
Aber von solchen Fragen wird versucht abzulenken. Dafür schwingt Israel die Keule des Einreiseverbotes. Wie früher schon, da traf diese Keule auch Juden wie

  • den weltberühmten Forscher Noam Chomsky
  • den weltberühmten Dirigenten Daniel Barenboim
  • die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maquire und jetzt trifft es auch
  • Günter Grass, einen Literaturnobelpreisträger

Günter Grass befindet sich somit in bester Gesellschaft. Und der israelische Innenminister, der das Einreiseverbot für Günter Grass ausgesprochen hat, geifert noch mehr: Ja, er fordert, dass Günter Grass der Nobelpreis für Literatur entzogen wird. Jetzt schlägt es aber dreizehn!
Offenbar hat Günter Grass mit seinem Gedicht einen sehr empfindlichen Nerv der israelischen Kriegstreiber getroffen. Es gibt in Israel auch andere Stimmen: Die israelische Zeitung H'Aretz Schreibt unter anderem:
"Das Gedicht Was gesagt werden muss enthält Dinge, die gesagt werden müssen. Es kann und muss gesagt werden, dass die israelische Politik den Weltfrieden gefährdet. Seine Position gegen Israels Nuklearmacht ist auch legitim. Er kann auch der Lieferung von U-Booten an Israel widersprechen, ohne dass ihm sofort seine Vergangenheit vorgehalten wird."
Und: "Es sei aber besser wirklich zuzuhören und "besonders endlich das Verbot, Israel in Deutschland zu kritisieren, aufzuheben."
Quellen: 

  1. SPIEGEL ONLINE Israels Innenminister verlangt Aberkennung des Nobelpreises
  2. BLOG Günter Grass - Die Bombe - Israel - Iran
  3. BLOG Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost





Freitag, 6. April 2012

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e. V. - Blog von Kiat Gorina


Die “Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost” wurde am 21. Oktober 2007 als Verein gegründet. Am 9. November 2003 wurde in Berlin unter dem Namen “Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost” die Sektion der Föderation “EUROPEAN JEWS FOR A JUST PEACE” (“Europäische Juden für einen gerechten Frieden”) in den Räumen des Hauses der Demokratie und der Menschenrechte ins Leben gerufen.
Quelle: Jüdische Stimme Stellungnahme zum Gedicht von Günter Grass
Juden sind nicht gleich Juden. Und nicht alle Juden sind kriegslüsterne Falken, die den Iran bombardieren wollen. Die "Jüdische Stimme" nimmt Stellung zum Gedicht von Günter Gass. Da steht: "Wir, die Mitglieder der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, gratulieren Günter Grass für seine aufrichtige Aussage in bezug auf die Atompolitik Israels."
Lest den gesamten Text - Ich persönlich habe daran nichts hinzuzufügen und auch nichts auszusetzen.
Weitere Artikel über Günter Grass und sein Gedicht