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Freitag, 23. August 2013

REALSATIRE: Wie ein Jäger das Geschrei von Vögeln fehlinterpretierte ...

Folgende Geschichte ist leider nicht erfunden - deshalb schuf ich das Genre "Realsatire". Eines Tages sahen wir ein Falkenpärchen, sie zogen ihre Kreise über meinen Hof. Sie schraubten sich in die Höhe - wunderbar anzuschauen! Und sie stießen ihre Schreie aus - wer noch nie die Schreie von Falken gehört hat, mag ein Lachen erkennen.

Wer noch nie einem Turmfalken zuhören konnte, klicke diese Seite an und lasse seinen Ruf abspielen:

Quelle: LBV Turmfalke (Falco tunninculus): Ein ganz charakteristischer Ruf ist das ti,ti,ti, ein Erregungslaut, der vor allem dann zu hören ist, wenn die Vögel am Nest gestört werden. Varianten dieses Rufes treten aber auch auf kurz bevor das Männchen die Beute am Nest übergibt. Ein anderer charakteristischer Ruf ist das so genannte "Lahnen", ein Bettelruf der Jungtiere, der aber auch vom Weibchen während der Balz zu hören ist wenn sie das Männchen während der Brutzeit um Futter anbettelt. Ein kurzer Begrüßungsruf, den man am Nistplatz hören kann, ist ein "tük".

Jedenfalls, der Dorfjäger radelte vorbei, er hörte den Schrei der Turmfalken und interpretierte das wohl als Lachen - schlimmer noch: Wer wagte da über ihn zu lachen? Und wir hörten eine menschliche Stimme - sehr entrüstet:
"Halts Maul!"
immer wieder! Wen er wohl gemeint hat?

Tage später fanden wir die Leichen von zwei Turmfalken - erschossen ... 

Und die Geschichte wiederholt sich: Vor einigen Tagen machten wir unseren Abendspaziergang - mit Riffel und Murrli - der Blendling - begleitete uns. Plötzlich plusterte er seinen Schwanz auf - und signalisierte Gefahr! Wir sahen in Richtung Hochsitz - diese Gegend ist gepflastert von Hochsitzen - zum Ausgleich gibt es kaum jagdbares Wild! Und wir sahen, wie sich die Luke öffnete und eine Mündung eines Püsters in unsere Richtung zielte. 

Wir signalisierten Murrli, sofort im Mais zu verschwinden, was er auch gleich machte. Dann sahen wir auch das Jägerauto mitten in der Wiese stehen. Dieser Jäger ist etwas fußfaul, demnächst baut er wohl Hochsitze mit unmittelbar angrenzendem Parkplatz - natürlich streng
PRIVAT!

Dann hörten wir Krähen: “Kraaah-kraaak-kraah!” krähten die Krähen.  Und 
“Halt's Maul!”
krähte es aus dem Hochsitz! Und 
"Ich zeig euch an!"
Und wir beide schauten uns an und brachen in schallendes Gelächter aus!

Dann dachten wir nicht mehr an diesen Vorfall.

Heute fand mein Bär in der Post eine "Einladung" zur Anhörung - bei der Polizei. Er rief an und erfuhr, dass er die Jagd gestört habe, ja er habe Geräusche von sich gegeben und das Wild verscheucht ...

Menschenskind, was lernen denn die Jäger von heute? Offensichtlich nicht viel! Das “Kraaah-kraaak-kraah!” von Krähenvögel sollten sie schon kennen ...


Veröffentlicht am 26.08.2013 von Kiat Gorina

Hochgeladen am 11.03.2008 von bayoubonton

Donnerstag, 7. Juli 2011

Au Backe - Schuss im Schützenverein - Blog von Kiat Gorina

Was musste ich da in der Lokalzeitung[1] lesen? Da durfte ein 16-jähriger Junge im Heilsbronner Schützenverein als Gast mitschießen. Mit einem Klein-Kaliber-Gewehr. Natürlich unter Aufsicht. Es wurde auch eine Versicherung für einen Tag abgeschlossen, unterschrieben von seiner Oma, die ist die Erziehungsberechtigte.

Soweit in Ordnung. Aber dann passierte es: Der Jugendliche legte die geladene Waffe auf eine Brüstung, dann wurde die Schießscheibe auf der 50 Meter langen Bahn zurückgeholt und da geschah es: Der Träger der Scheibe erfasste die liegende Waffe, sie fiel zu Boden und dann löste sich ein Schuss und ein Jugendlicher wurde getroffen, die Kugel drang in den Kiefer ein, er blutete sehr stark.