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Donnerstag, 29. Mai 2014

GLOSSE: Biosicherheit und ein zahnloser Ethikrat als Papiertiger


Erinnern wir uns an die Vogelgrippe? Da gibt es Forscher wie Ron Fouchier und Yoshihiro, die haben mit den Vogelgrippeviren experimentiert. SIe wollten - oder sollten - sie noch gefährlicher machen! 2011 schafften es die beiden, dass diese Viren auch als Tröpfchen mit der Atemluft verbreitet werden. Stolz berichtete Fouchier: "Wir haben das gefährlichste Virus erzeugt, das ich je gesehen habe!" 

Welch ein zweifelhafter Erfolg einer Forschungstätigkeit! Diese unheilvolle Botschaft erreichte auch die Bundesregierung. Sie reichte das Problem an den Ethikrat weiter. Dieser legte im Mai 2014 ein Dossier vor - 270 Seiten Umfang. Mit dem Titel "Biosicherheit - Freiheit und Verantwortung der Wissenschaft".   

Unter anderem stellte der Ethikrat fest, dass im Bereich unbeabsichtigter Unfälle alles geregelt sei. 

Aber was ist mit beabsichtigten Unfällen? Was ist wenn ein böser Staat forschen lässt, wie gefährliche Krankheitserreger noch gefährlicher werden? Oder was ist, wenn durchgeknallte Terroristen in den Besitz von solch hochgefährlichen Erregern kommen? 

Als erstes wurde eine neuer Begriff gekürt: DURC - das steht für "dual-use research of concern". Das hört sich doch viel besser an als Forschung nicht nur um Krankheiten zu heilen, sondern auch zu erzeugen! 

Ja, wie will der Ethikrat solche tödlichen Forschungsergebnisse verhindern? Indem die Forscher, die so etwas machen (müssen), keine Fördermittel erhalten. Als ob Terroristen oder gar terroristische Staaten sich von solcher Forschung abhalten lassen, wenn sie keine Fördermittel bekommen? Das ist absolut lächerlich! 

Trotzdem schlägt der Ethikrat einen 5-Punkte-Plan vor: 

  1. Es soll ein nationaler Biosecurity-Kodex erarbeitet werden. Den einzuhalten müssen sich alle deutschen Forscher verpflichten.
  2. Es wird ein neues Gremium geschaffen - eine DURC-Kommission. Ihr müssen alle geplanten DURC-Forschungen vorgelegt werden. Und wenn diese Kommission den Daumen nach unten senkt, dann gibt es keine Fördermittel!
  3. Diese DURC-Kommission soll auch alle firmeninternen Forschungen begutachten - besonders das "Nutzen/Risiko-Profil"!
  4. Und was ist,wenn diese DURC-Kommission erkennt, dass eine Firma in ihren Labors an hochgefährlichen Viren bastelt, um sie noch gefährlicher zu machen? Gibt es dann Sanktionen? Müsste es eigentlich geben. Aber der Ethikrat äußert sich nicht dazu.
  5. Aber er fordert mehr Dokumentations- und Fortbildungspflichten und eine Stärkung des Bewusstseins für Biosecurity-Fragen! Ist ja toll!

Wer sitzt eigentlich in diesem Ethikrat? Unter anderem die Bundesforschungsministerin Johanna Wanka - ein Mathematikerin - und der Bundesgesundheitsminister Gröhe - ein Jurist. 

So wird also in Berlin Politik gemacht - auch wenn es um tödliche Forschung mit tödlichen Viren geht!

Ach ja, wer hat in den vergangenen zehn Jahren die allermeisten DURC-Versuche finanziert? Das waren Regierungsbehörden der USA! 


Veröffentlicht am 24.02.2014 von klagemauerTV

Übernommen von OverBlog

Sonntag, 2. März 2014

Fukushima in Deutschland - Behörden hilflos!

Vor drei Jahren fand in Japan eine gewaltige Katastrophe statt - der sechsfache GAU in Fukushima. Und auch heute noch wird nur stümperhaft herumlaboriert. Japan hat diese Katastrophe nicht im Griff. Und wird sie nie in den Griff bekommen! Da hat diese Menschheit die Büchse der Pandora geöffnet und kann sie nicht mehr schließen! 

Ja, und es hat drei Jahre lang gedauert, bis der mediale Mainstream - Süddeutsche Zeitung und FOCUS ONLINE - sich Gedanken machten: Was ist eigentlich los, wenn in Deutschland ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt? Das ist nicht möglich? Genau das hat die japanische Atomlobby behauptet. Und heute? Sie behauptet das nicht mehr, trotz der Katastrophe will Japan neue Atomkraftwerke bauen. 

In Deutschland  gab es ein Moratorium - ein paar uralte Atomkraftwerke wurden stillgelegt. Die restlichen sollen stillgelegt werden. Angeblich wurde eine Energiewende eingeläutet! Für die Verbraucher macht sich diese Energiewende nur im steigenden - ja explodierenden - Strompreis bemerkbar. Manche sprechen ja sogar schon von Energiearmut. Will heißen, dass arme Haushalte über zehn Prozent des Nettoeinkommens für Strom aufbringen müssen: 

Quelle: SPIEGEL ONLINE Kostenexplosion bei Strom, Öl, Gas: Energiearmut in Deutschland nimmt drastisch zu

Andererseits fallen die Strompreise für die einkaufenden Energiekonzerne! Grund: Es gibt immer mehr alternativ erzeugten Strom! Trotzdem steigen die Strompreise für den kleinen Mann - jedoch nicht für die Giganten unter den Stromverbrauchern. Die erhalten riesige Rabatte - so riesig, dass sogar die EU-Behörden unruhig werden. 

Die Energiellobby jedoch will immer mehr Geld für ihren Strom verlangen. Da stellen wir doch mal die Frage: Was will diese Energielobby im Gegenzug liefern? Teuren Strom! 

Und wie sieht es mit der Sicherheit der verbleibenden Atomkraftwerke in Deutschland aus? Gibt es aktuelle Katastrophenpläne? 

Das Ergebnis ist mehr als ernüchternd: Die Pläne für eine atomare Katastrophe sind selbst eine Katastrophe. Die Verantwortlichen betreiben seit Jahrzehnten Vogelstraußpolitik! Nichts ist geregelt: 

Quelle: FOCUS ONLINE Experten schlagen Alarm: Deutschland mangelhaft auf Atomunfall vorbereitet

Da ist in Deutschland vieles behördlich geregelt, da gibt es sogar Vorschriften, dass ich täglich ein Pfund Zucker ins Klo werfen und mit mindestens 400 Liter Trinkwasser nachspülen soll ... 

Quelle: Zwangsgeld oder ein Pfund Zucker ins Klo ...

Diesen Schildbürgerstreich gibt es wirklich - im Landkreis Ansbach in Bayern! 

Aber wenn es um die Sicherheit des gesamten deutschen Volkes geht, dann schlafen die verantwortlichen Behörden! Wieso eigentlich? Weil sie überfordert sind! Weil nicht Experten, sondern Verwaltungstypen bestimmen sollen, was bei einem deutschen GAU zu tun ist! 

Armes Deutschland! Sollte es wirklich zu einem deutschen GAU kommen, dann gibt es einen Trost: Die Verantwortlichen werden auch krepieren - hilflos! 


Veröffentlicht am 09.08.2012 von WBNachrichten

Ach ja, Grohnde soll mindestens bis Ende 2021 laufen ...

Übernommen von OverBlog

Montag, 3. Februar 2014

GLOSSE: Der gute Bischof von Limburg ...

Es gab nicht nur einen guten Menschen von Sezuan - das liegt im fernen China, sondern auch hier im Hessenlande gibt es einen guten Menschen. Er ist sogar Bischof in Limburg. Und dieser Bischof - nennen wir ihn Tebartz van Elst oder kürzer Tebartz - wurde von vielen seiner Mitmenschen verkannt. Es fing an, als Tebartz sich ein Häuschen bauen wollte. 

Da liefen ihm die Kosten davon. Was kümmerten ihn die Kosten? Er befolgte Jesu Wort: "Sehet euch die Vögel unter dem Himmel an, sie säen nicht, sie ernten nicht, aber der himmlische Vater ernähret sie doch!" Also dachte sich Tebartz: Wieso soll ich mich um die Kosten kümmern - der himmlische Vater wird es schon richten. Oder der Heilige Vater in Rom. 

Als die Kosten die 30-Millionen-Grenze überschritten hatten, berichteten plötzlich die Medien darüber. Selbst die Gläubigen diskutierten darüber und immer mehr traten aus der Kirche aus. Also musste etwas geschehen. Tebartz musste nach Rom fliegen - zu einem Gespräch mit dem Heiligen Vater. 

Und weil er sich selbst als guter sparsamer Mensch sah, flog er mit einem Billigstflieger - obwohl ihm als Bischof mindestens First Class zustünde. Nach diesem Gespräch musste Tebartz eine Auszeit nehmen - im niederbayerischen Kloster in Metten. Und viele Gläubige wandten sich von ihm ab und hofften, dass er nie mehr nach Limburg zurückkehre. 

Aber ein einziger Getreuer hielt eisern zu ihm - sein Fahrer. Obwohl Tebartz ihn nicht besonders gut bezahlen konnte. Sein Fahrer erhielt nur soviel wie ein Weihbischof. Das bedeutet im öffentlichen Dienst Besoldungsgruppe B3. Das sind nur etwas über 7.000 Euronen - im Monat. Trotzdem hielt sein Fahrer ihm die Treue. Was doch beweist, dass dieser Tebartz ein guter Mensch sein muss. 

Und sein Fahrer fuhr ihn öfters von Metten nach Limburg, schließlich brauchte der Bischof außer Dienst mal frische Wäsche. Oder musste seinen Bankgeschäften nachgehen. Oder er musste nachschauen, ob sein neu erbautes Bischöfliches Haus nicht von Asylanten bewohnt ist. Kurzum, er hatte seine Gründe, in Limburg nach dem Rechten zu sehen. 

Und sein treuer Fahrer kochte auch für Tebartz. Es ist doch bewundernswert, wenn Bedienstete so treu ergeben sind. Ja, und noch einen Grund hatte Tebartz für seine tageweise Rückkehr nach Limburg - seine Badewanne! Da hatte er sich etwas Besonderes geleistet - auch ein Bischof darf sich doch mal etwas gönnen.  Eine vergoldete Badewanne! 

Sie war ihm einst als besonders preiswert angeboten worden: nur 15.000 Euronen! Da musste er doch zuschlagen. Auch wenn Spötter dann schrieben, Tebartz schreibe "Zölibat" als "Zölibad" ... 
Zölibat Zölibad
Der gute Tebartz hatte aber in der katholischen Kirche nicht nur Feinde, sondern auch sehr wohlwollende Freunde. Einer ist sogar der Sekretär des Heiligen Vaters. Wie wird diese Geschichte ausgehen? 

Wie beim guten Menschen von Sezuan wissen wir es nicht ... 

Nur eines ist sicher: Kehrt Tebartz van Elst wieder nach Limburg als Bischof zurück, dann wird es einen Tsunami geben - von Kirchenaustritten! 


Veröffentlicht am 17.01.2014 von franz friedmann

Übernommen von OverBlog

Freitag, 27. September 2013

Tageshoroskop und Vorausschau für 28.09.2013 - Piraten - Erwin Pelzig

Heute, am 28.09.2013 steht der abnehmende Mond im Krebs. Das ist sein Nachthaus - wir werden von der Wirkung des Mondes besonders nachts spüren. 

Mond im Krebs, da beflügelt uns eine reiche Phantasie und schenkt uns gute Ideen, die wir erfolgreich realisieren. Manchmal besteht die Gefahr, dass wir uns abkapseln und von Menschen nichts wissen wollen. Dem Krebs sind ja folgende Organe zugeordnet: Brüste, Speiseröhre und Magen. Geben wir auf diese drei Organe besonders acht, solange der Krebsmond herrscht. Im Tarot entspricht der Krebs dem Wagen. Glücksorte: Wälder, Meer, Ufer. 

Der Mond ist absteigend. Jetzt ist die Zeit, in der wir das "säen" können, was wir in der kommenden Zeit "ernten" können.  

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel. 

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge der Rote Vogel - für mich ein  gutes Zeichen.  

  • Mond in Konjunktion zum Jupiter: beschert uns finanzielle Gewinne.
  • Mond in Konjunktion zur Venus: sehr gut für die Liebe.
  • Venus im Quadrat zum Mars: steigert Sinnlichkeit und Leidenschaften.

Der heutige Tag ist günstig für

  • Arbeiten mit Erde
  • das Beschreiten von neuen Wegen
  • die Befragung von Orakeln

Dieser Tag ist weniger günstig für

  • größere Ankäufe
  • Friedhofsbesuche

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht! 


Veröffentlicht am 23.09.2013 von Life is Good


Veröffentlicht am 26.09.2013 von parasigner

Donnerstag, 26. September 2013

Tageshoroskop und Vorausschau für 27.09.2013 - Liquid Broadcast - Ponader - BGE

Heute, am 27.09.2013 steht der abnehmende Mond im Krebs. Das ist sein Nachthaus - wir werden von der Wirkung des Mondes besonders nachts spüren. 

Mond im Krebs, da beflügelt uns eine reiche Phantasie und schenkt uns gute Ideen, die wir erfolgreich realisieren. Manchmal besteht die Gefahr, dass wir uns abkapseln und von Menschen nichts wissen wollen. Dem Krebs sind ja folgende Organe zugeordnet: Brüste, Speiseröhre und Magen. Geben wir auf diese drei Organe besonders acht, solange der Krebsmond herrscht. Im Tarot entspricht der Krebs dem Wagen. Glücksorte: Wälder, Meer, Ufer. 

Der Mond ist absteigend. Jetzt ist die Zeit, in der wir das "säen" können, was wir in der kommenden Zeit "ernten" können.  

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel. 

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge der Rote Vogel - für mich ein  gutes Zeichen.  

  • Mond im Quadrat zur Sonne, um 05:55 Uhr Halbmond: warnt uns vor Erkrankungen!
  • Mond im Trigon zum Neptun: Unsere Phantasie schenkt uns gute Ideen.
  • Mond in Opposition zum Pluto: warnt uns vor Erkrankungen!
  • Mond im Trigon zum Saturn: wir erreichen unsere Ziele.
  • Mond im Quadrat zum Uranus: warnt uns vor Fanatismus!

Der heutige Tag ist günstig für

  • Arbeiten mit Erde
  • das Beschreiten von neuen Wegen
  • die Befragung von Orakeln

Dieser Tag ist weniger günstig für

  • größere Ankäufe
  • Friedhofsbesuche

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht! 


Veröffentlicht am 26.09.2013 von Bananenrepublik1


Veröffentlicht am 23.09.2013 von BGE Kanal

Freitag, 23. August 2013

REALSATIRE: Wie ein Jäger das Geschrei von Vögeln fehlinterpretierte ...

Folgende Geschichte ist leider nicht erfunden - deshalb schuf ich das Genre "Realsatire". Eines Tages sahen wir ein Falkenpärchen, sie zogen ihre Kreise über meinen Hof. Sie schraubten sich in die Höhe - wunderbar anzuschauen! Und sie stießen ihre Schreie aus - wer noch nie die Schreie von Falken gehört hat, mag ein Lachen erkennen.

Wer noch nie einem Turmfalken zuhören konnte, klicke diese Seite an und lasse seinen Ruf abspielen:

Quelle: LBV Turmfalke (Falco tunninculus): Ein ganz charakteristischer Ruf ist das ti,ti,ti, ein Erregungslaut, der vor allem dann zu hören ist, wenn die Vögel am Nest gestört werden. Varianten dieses Rufes treten aber auch auf kurz bevor das Männchen die Beute am Nest übergibt. Ein anderer charakteristischer Ruf ist das so genannte "Lahnen", ein Bettelruf der Jungtiere, der aber auch vom Weibchen während der Balz zu hören ist wenn sie das Männchen während der Brutzeit um Futter anbettelt. Ein kurzer Begrüßungsruf, den man am Nistplatz hören kann, ist ein "tük".

Jedenfalls, der Dorfjäger radelte vorbei, er hörte den Schrei der Turmfalken und interpretierte das wohl als Lachen - schlimmer noch: Wer wagte da über ihn zu lachen? Und wir hörten eine menschliche Stimme - sehr entrüstet:
"Halts Maul!"
immer wieder! Wen er wohl gemeint hat?

Tage später fanden wir die Leichen von zwei Turmfalken - erschossen ... 

Und die Geschichte wiederholt sich: Vor einigen Tagen machten wir unseren Abendspaziergang - mit Riffel und Murrli - der Blendling - begleitete uns. Plötzlich plusterte er seinen Schwanz auf - und signalisierte Gefahr! Wir sahen in Richtung Hochsitz - diese Gegend ist gepflastert von Hochsitzen - zum Ausgleich gibt es kaum jagdbares Wild! Und wir sahen, wie sich die Luke öffnete und eine Mündung eines Püsters in unsere Richtung zielte. 

Wir signalisierten Murrli, sofort im Mais zu verschwinden, was er auch gleich machte. Dann sahen wir auch das Jägerauto mitten in der Wiese stehen. Dieser Jäger ist etwas fußfaul, demnächst baut er wohl Hochsitze mit unmittelbar angrenzendem Parkplatz - natürlich streng
PRIVAT!

Dann hörten wir Krähen: “Kraaah-kraaak-kraah!” krähten die Krähen.  Und 
“Halt's Maul!”
krähte es aus dem Hochsitz! Und 
"Ich zeig euch an!"
Und wir beide schauten uns an und brachen in schallendes Gelächter aus!

Dann dachten wir nicht mehr an diesen Vorfall.

Heute fand mein Bär in der Post eine "Einladung" zur Anhörung - bei der Polizei. Er rief an und erfuhr, dass er die Jagd gestört habe, ja er habe Geräusche von sich gegeben und das Wild verscheucht ...

Menschenskind, was lernen denn die Jäger von heute? Offensichtlich nicht viel! Das “Kraaah-kraaak-kraah!” von Krähenvögel sollten sie schon kennen ...


Veröffentlicht am 26.08.2013 von Kiat Gorina

Hochgeladen am 11.03.2008 von bayoubonton

Samstag, 16. Februar 2013

GLOSSE: Sie haben einen Vogel! - Blog von Kiat Gorina


Da begegnete ich heute einem Altbauern. Aber wie sah er denn aus? Ganz rot im Gesicht! Und schnaufend! Kaum hatte er mich erspäht, rief er mir zu, er habe mir etwas zu erzählen. Da war ich aber gespannt.

"Stell dir vor, gestern rief mich jemand an und sagte: Sie haben einen Vogel! Ich habe gleich gepoltert: Was soll ich haben? Wer sind Sie überhaupt? Da hat die Frau etwas von einer Werbeagentur gefaselt! Dann habe ich aufgelegt. Das ist doch eine Sauerei! Kannst du dir das erklären?"

Ich schüttelte den Kopf, aber wollte ihn nicht enttäuschen: "Du, ich denke drüber nach! Vielleicht habe ich eine Idee."

Stunden später, blätterte ich in einem Anzeigenblatt. Mein Blick blieb auf einer seltsamen Kleinanzeige hängen: Da suchte jemand Tiere für ein casting. Casting? Ach ja, ich habe mal eine Glosse geschrieben - über S21 und Pinocchio. 

Aber das war etwas anderes. Da wurden Tiere gesucht. Für die Werbung. Da war auch eine Internetadresse angegeben. Neugierig wie ich bin, schaute ich da nach. Ja, da hatte jemand offenbar eine Geschäftsidee:

Da konnten sich Tierbesitzer eintragen, sie würden dann benachrichtigt werden, wenn ein Casting für Tiere stattfinde. Und wer die ersten Plätze gewinne, könne dann viel Geld mit seinem Haustier verdienen ... Also die üblichen falschen Versprechungen im Internet. Gelangweit wollte ich weiterblättern.

Da sah ich mir an, welche Angaben die künftigen Kunden angeben sollten. Was die Tiere anging, wurden ganz ausführliche Angaben verlangt: Art des Tieres, Rasse, Alter, besondere Fähigkeiten ...

Und dann fiel mir plötzlich der Groschen! Was ist, wenn ein "netter" Zeitgenosse die Telefonnummer des Altbauern angegeben hatte. Und er hat angegeben, dass der Altbauer als Haustier einen Vogel habe ... Könnte sein.

Ich musste nochmal weg, da machte ich einen kleinen Umweg und fuhr beim Altbauern vorbei. Er war zu Hause und ich erzählte ihm von meinem Verdacht. Er dachte nach. Dann: "Wenn das so war, dann war das mein blöder Nachbar! Der hat gestern abend so frech gegrinst! Warte mal, den frage ich gleich."

Der Altbauer stiefelte auch gleich zu seinem Nachbarn und fragte ihn - ziemlich laut: "Hast du im Computer geschrieben, dass ich einen Vogel habe?" Der Nachbar bekam einen roten Kopf. "Spinnst du? Was soll ich haben? Du hast wirklich einen Vogel!" 

Beide wurden immer lauter. Die Gardinen der umliegenden Häuser bewegten sich ... Da kam der Enkel des Altbauern angefahren und fragte: "Opa, was ist passiert?" Sein Opa erzählte ... Der Enkel hörte sich das an und beruhigte seinen Opa: "Ich ruf mal bei der Firma an und frage die mal." So geschah es. 

Das interessierte mich auch - ich bin ja gar nicht neugierig. Der Enkel rief bei der Firma an. Ja, da hatte gestern jemand im Kontaktformular den Altbauern eingegeben, dass er einen Vogel besitze. Die Firma war sehr kooperativ, sie rückte auch die Internetadresse des Eintragenden heraus.

Mit dieser Internetadresse bewaffnet ging er gleich zum Nachbarn und fragte ihn, wieso er das gemacht habe. Der Nachbar stritt alles ab. Aber der Enkel bluffte: "Ich habe von der Firma deine Internetadresse bekommen, da schau her!" Und zeigte ihm den Zettel.

Der Bluff wirkte, der Nachbar meinte: "Das war doch nur eine Gaudi, ihr versteht halt keinen Spaß!" Der Enkel blieb ruhig und sagte scharf: "Das war kein Spaß! Was hast du gegen meinen Opa? Entschuldige dich wenigstens bei ihm!". Der Nachbar schlug die Türe zu. Dann war im Haus ein immer lauter werdendes Geschrei zu hören. Seine Frau schumpfte ihren Mann aus - sie hatte alles mitbekommen. 

Dann dauerte es eine Weile. Ich wollte schon wegfahren. Da kam der Nachbar aus seinem Haus, hatte einen Korb in der Hand und ging zum Altbauern. Er entschuldigte sich und reichte ihm den Korb: "Da habe ich ein Vesper für dich. Es tut mir leid. Meine Frau hat mich auch schon ausgeschimpft!" und zeigte ihm die Sachen: Schinken, Schwarzgeräucherte, zwei Flaschen Bier. 

Der Altbauer grinste und scherzte: "Au wei, wenn deine Frau dich schimpft, dann hast du dein Fett weg! Komm, wir trinken zusammen ein Bier!"

So war der Frieden wieder eingekehrt.


Hochgeladen am 06.05.2008 von dreitvjunkies

Dienstag, 21. August 2012

Fitnesskur für Siemens = Stellenabbau? - Blog von Kiat Gorina


Da veröffentlichte ich jüngst meinen Artikel "Lausige Zeiten - auch für die deutsche Wirtschaft" und musste mir viele Beschimpfungen anhören, weil ich die deutsche Wirtschaft miesmache und schlechtrede! Das sei unverantwortlich! 

Und was muss ich heute lesen? Einen Artikel wie "Bei Siemens wackeln bis zu 10.000 Arbeitsplätze". Da geht s darum, dass Siemens derzeit ein großes Problem hat - die Konjunktur lahmt - es gibt immer weniger neue Aufträge. 

Der Siemens-Chef Peter Löscher hat schon angedroht, dass er für seinen Konzern "Fitness"-Programme verordnen müsse. Solchen Programmen fielen in der Vergangenheit stets Tausende von Arbeitsplätze zum Opfer! So wird es auch diesmal sein! 10.000 Arbeitsplätze können es sein. Das ist bestimmt kein Pappenstiel. 

Und wenn Aufträge für Siemens ausleiben, dann zieht das weite Kreise, bis hin zu den Zulieferfirmen für Siemens. Das ist dann wie beim Domino-Spiel - nach dem Fall eines Unternehmens fallen auch die andern. 

Ich verstehe nicht, wieos die veranwortlichen Politiker hier auf Vogel-Strauß machen und ihren Bürgern keinen reinen Wein einschenken!


Veröffentlicht am 26.07.2012 von BoerseStuttgart
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