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Freitag, 21. Dezember 2012

Siemens: Hiobsbotschaft in der Vorweihnachtszeit - Blog von Kiat Gorina


Siemens muss sparen - gleich sechs Milliarden Euronen! Sagt der Siemens-Chef Peter Löscher. Und was Löscher sagt, wird gemacht. Und womit kann gespart werden? Mit Arbeitsstellen - die werden abgebaut! Und gerade kurz vor Weihnachten wird das verkündet!

Damit bei den Betroffenen in den Siemens-Tochtergesellschaften Fossil Power Generation und Oil & Gas ja keine weihnachtliche Freude aufkommt! Was verbirgt sich eigentlich hinter "Fossil Power"? Siemens schreibt selbst in seiner Homepage:

"Mit innovativen Technologien erzeugen wir mehr Strom aus weniger Brennstoff. Wir steigern den Wirkungsgrad beim Herstellen von Strom durch Kohle und Gas und bieten Techniken für die CO2-arme Stromerzeugung mit diesen Energieträgern an."

Jetzt fehlt nur noch: Nicht nur aus weniger Brennstoff, sondern auch mit weniger Arbeitskräften! Das sind die innovativen Technologien des Konzerns Siemens!

Quelle: Siemens Fossil Power Generation

Und was ist mit "Oil & Gas"? Siemens verkündet: "Wir bieten unseren Kunden aus der Öl- und Gasindustrie sowie der Prozessindustrie und Energieversorgung ein breites Portfolio an Produkten und Lösungen für den umweltverträglichen und ressourcenschonenden Umgang mit Energie – beispielsweise wenn es darum geht, Öl und Gas zu produzieren und weiterzuverarbeiten oder Strom energieeffizient zu erzeugen."

Klar, da steht es ja scharz auf weiß: ressourcenschonend! Und Arbeitskräfte sind ja auch Ressourcen! Und Siemens will die Arbeitskräfte auch schonen! Ist das nicht ein schöner Zug von Siemens, das kurz vor Weihnachten zu verkünden? Wie werden sich da über 1.100 Betroffene über dieses vorweihnachtliche Weihnachtsgeschenk freuen!

Quelle: Siemens Oil & Gas

Ja, und mit solchen Maßnahmen will Siemens sechs Milliarden sparen? Wie das Handelsblatt meldete, will Siemens vor allem beim "Einkauf" sparen? Was soll das heißen? Will Siemens künftig noch mehr in Fernost einkaufen? Es scheint so.

Quelle: Handelsblatt Siemens streicht 1100 Stellen im Energiebereich

Wer sich das Video des Handelsblattes dort anschaut, dem werden vielleicht die Furchen in Löschers Gesicht auffallen - ja, richtige Canyons bilden die Mundwinkel. Und was verrät das normalerweise? Ein solcher Mensch hat gravierende Kreislaufprobleme! 

Habe ich deshalb Mitleid mit diesem Menschen? Nein, in diesem Fall nicht! Ein Topmanager, der sein Heil nur im Kündigen seiner Mitarbeiter sucht, für solche Manager habe ich nicht die Bohne übrig!

Auch in Konstanz opfert Siemens eine ganze Firma - auf dem globalen Opfertisch der kapitalistischen Heuschrecken. Ja, wie ein Betriebsrat feststellen musste: Siemens unterscheidet sich nicht von einer Riesenheuschrecke!


Veröffentlicht von WWWoSOUTHVIBEZoDE am 04.12.2012
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Montag, 29. Oktober 2012

Freigeld, Selbstversorger und Banken - Blog von Kiat Gorina


Da gibt es Fokkos Selbstversorger-Blog, da hat der Autor einen sehr fundierten und dennoch verständlichen Artikel veröffentlicht: "Ein paar Gedanken zum Staat". Diese Überschrift ist die Untertreibung des Tages: Fokko geht sehr ausführlich auf die heutigen Probleme ein.

Er stellt drei Thesen auf:

  1. Der Staat ist für uns da, nicht wir für den Staat
  2. Wir können aufgrund des Standes der Technik so produktiv sein, dass wir im Prinzip nur noch die seinerzeit von Paul Lafargue als Obergrenze geforderten drei Stunden am Tag zu arbeiten brauchten um den Lebensstandard zu halten, den wir heute als angemessen ansehen.
  3. Wenn realwirtschaftliche Ressourcen (Arbeitskräfte, Knowhow, Maschinen, Infrastruktur usw.) und der Wille zur Arbeit da sind, müssen logischerweise Werte geschaffen werden können, sprich: Es muss Arbeit, etwas zu verdienen und Waren geben, die man mit seinem Verdienst kaufen kann. Wenn das nicht funktioniert, hat das einen einzigen Grund: Es fehlt an Geld im Umlauf, was derzeit auch der Fall ist und seine Ursache in unserem Geldsystem hat

Ja, das ist einer der Hauptgründe: Es ist zu wenig Geld im Umlauf. Aber die Notenbanken drucken ja wie die Weltmeister, die Gelddruckmaschinen laufen sich heiß, mögen manche einwenden. Gewiss, das stimmt schon, dass immer mehr Geld gedruckt wird. Aber dieses Geld nimmt nicht am wirtschaftlichen Kreislauf teil.

Oft ist es nur noch virtuelles Geld, erschaffen von irgendwelchen Hirngespinsten mit hochtrabenden Namen. Dass es auch anders geht, hat bereits in 1930-er die Gemeinde Wörgl bewiesen:

Quelle: Freigeld in Wörgl

Sogar Wikipedia berichtet darüber: "Das Wörgler Schwundgeld (Freigeld)": Die positiven Auswirkungen führten dazu, dass der Modellversuch in der Presse als das „Wunder von Wörgl“ gepriesen wurde. Das Interesse daran stieg derart, dass über hundert weitere Gemeinden im Umkreis von Wörgl dem Beispiel folgen wollten. Auch im Ausland und in Übersee fand die Aktion starke Beachtung und Nachahmer. Aus Frankreich reiste der Finanzminister und spätere Ministerpräsident Édouard Daladier nach Wörgl, und in den USA schlug der Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher der amerikanischen Regierung – wenn auch vergeblich – vor, ein Wörgl-ähnliches Geld mit dem Namen Stamp Scrip zur Überwindung der Wirtschaftskrise einzuführen.


Hochgeladen von DieBananenrepublik am 08.08.2010

Die Banken waren nicht damit einverstanden. Wikipedia schreibt: 

... erhob die Oesterreichische Nationalbank gegen die Wörgler Freigeld-Aktion vor Gericht erfolgreich Einspruch, weil allein ihr das Recht auf Ausgabe von Münzen und Banknoten zustand. Das Experiment von Wörgl und alle weiteren Planungen wurden verboten. Nach Androhung von Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933.

Das ist wieder einmal typisch: Sobald es ein erfolgreiches Experiment gibt, das ohne die vermeintliche Allmacht der Banken auskommt, pochen die Lobbyisten des Bankwesens auf vermeintliche Vorrechte und rufen das Militär zu Hilfe. Das war damals in Wörgl so, das ist auch jüngst bei den Occupy-Demonstrationen in Deutschland geschehen!


Veröffentlicht am 16.05.2012 von occupyfrankfurtcamp

Es gibt ein Video, in dem Zeitzeugen aus Wörgl berichten:




In der Beschreibung zu diesem Video steht: Wörgler Geschichten - Zeitzeugen berichten aus den 1930er Jahren in Wörgl, eine Zeit der Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und Armut, in der Wörgl mit dem Freigeld als regional gültige Zweitwährung der Krise durch Belebung der Wirtschaft gegensteuerte. Im Gespräch: Rudolf Buratti, Anna und Josef Elsner, Maria und Thomas Ladstätter, Johanna Manzl und Josef Zangerl. Aufnahme und Tonschnitt: Jutta Seethaler. Projekt des Vereins SPUR im Jahr 2001 zum 50-Jahr-Jubiläum der Stadt Wörgl.

Heute gibt es auch in Deutschland lokales Geld resp. Freigeld. Wir sollten uns wirklich überlegen, ob wir nicht ein bundesweites Freigeld einführen - sozusagen als Zweitwährung zu Euro!


Hochgeladen von hans734 am 06.05.2007

Dass es in Deutschland bereits schon viele Regionalwährungen gibt, zeigt eine Liste in Wikipedia: Liste der Regionalgelder
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