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Mittwoch, 12. März 2014

Abgeordnetenwatch - Reine Strom- und Zeitverschwendung? - Instrument einer Postdemokratie?

Heute probierte ich einmal abgeordnetenwatch.de - ein Portal, mit dem Fragen an Abgeordnete geschickt werden können. Und dann wird verfolgt, ob die Abgeordneten antworten oder nicht. Die Idee an sich ist ja nicht schlecht - zunächst einmal. Und was war meine Frage? 

Die erste Hürde war, einen komplexen Sachverhalt in maximal 2.000 Zeichen zu quetschen! Der erste Minuspunkt! Ich wollte nämlich Abgeordnete fragen, was sie davon halten, dass ich von Behörden gezwungen werden soll, täglich mindestens ein Pfund Zucker ins Klo zu schütten und mit mindestens 400 Liter Trinkwasser nachzuspülen! Darüber hatte ich ja in einem Artikel berichtet: 

Quelle: Zwangsgeld oder ein Pfund Zucker ins Klo ...

Also versuchte ich, diesen etwas komplexen Sachverhalt in 2.000 Zeichen zu quetschen. Und ich schickte den Text ab, an einen Abgeordneten. 

Es dauerte nicht lange, dann fand ich in meinem Posteingang eine Mail von abgeordnetenwatch. Mit dem Betreff "Vielen Dank für Ihre Frage". Im Text stand eine Kopie meines Textes! Ein Pluspunkt.

Aber dann kam die Ernüchterung. Ich erhielt wiwder eine Mail - von einer Moderatorin bei abgeordnetenwatch. Da wurde mir mitgeteilt, ich könne meine Aussage nicht beweisen und sie sei unglaubwürdig. Für mich ein Riesen-Minuspunkt!

Was lerne ich daraus?

  • abgeordnetenwatch lässt keine kritischen Fragen zu! Das Eingabefenstzer lässt nur 2.000 Zeichen zu - kein Raum für Beweise.  Aber mir dann vorwerfen, ich könne meine Aussage nicht beweisen. 
  • Ist das echte praktizierte Demokratie? Nein, das ist wieder einmal das Vortäuschen von Demokratie - also irgendeine Form von Postdemokratie! Also ein politisches System, in dem eine Beteiligung der Bürger nicht erwünscht ist. Sie werden nur als Marionetten für quasidemokratische Rituale benötigt. 
  • abgeordnetenwatch ist in meinen Augen überflüssig - ja sogar schädlich! Es gaukelt dem Fragesteller vor, es gehe demokratisch zu! Was offensichtlich nicht der Fall ist! 
  • Ferner ist das Verhalten von abgeodnetenwatch meiner bescheidenen Meinung nach geeignet, als der untaugliche Versuch einer Zensur bewertet zu werden. 

Mein Fazit: Ich brauche abgeordnetenwatch nicht. Da wende ich mich direkt an den jeweiligen Abgeordneten! Ohne eine Umweg über abgeordnetenwatch. 

Aber abgeordnetenwatch führt ja Statistiken darüber, wieviele Fragen ein Abgeordneter auch beantwortet hat. 

Da habe ich meine ernsten Zweifel, wie aussagekräftig solche Statistiken sind. Gründe: 

  • offensichtlich werden unangenehme Fragen im Vorfeld von den Moderatoren aussortiert - damit ist eine Statistik bereits verfälscht
  • Da die Statistik nur die Anzahl der Fragen und Antworten berücksichtigt, jedoch nicht deren Qualität, werden hier Äpfel mit Birnen verglichen! Ein Abgeordneter, der sich wirklich Mühe gibt mit der Beantwortung, wird womöglich schlechter bewertet als sein Kollege, der nur rumlabert, nur um eine Antwort abzugeben!

Ich bleibe deshalb bei meinem Resümee:


abgeordnetenwatch.de ist völlig überflüssig!

Ich stehe ja nicht allein mit dieser schlechten Erfahrung - DIE FREIHEIT spricht gar von Betrug: 


Hochgeladen am 22.08.2011 von FreiheitSaarland

Übernommen von OverBlog

Montag, 27. Januar 2014

Deutsche dürfen fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen bezahlen, aber nicht mitbestimmen!

Der Volksmund spricht "Wer zahlt, schafft an!" Das gilt jedoch nicht für die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender! Da werden alle Haushalte zur Zahlung einer Haushaltsabgabe gezwungen, auf die Programme der Sender haben sie keinen Einfluss! Das dachte sich auch Maren Müller aus Leipzig: 

Sie ärgete sich so sehr über den Moderator Markus Lanz, dass sie eine Online Petition 
"Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!"
initiierte. Binnen sehr kurzer Zeit hatten über 200.000 Zuseher unterzeichnet. Frau Müller hat den Nerv vieler Zuseher getroffen. Sie hatte sich besonders darüber geärgert, wie Lanz in einem Interview mit der LINKEN-Abgeordneten Dr. Sahra Wagenknecht umgesprungen war. 

Quelle: RP ONLINE "Markus Lanz steht für Flachland-Entertainment": Mehr als 170.000 Menschen haben eine Online-Petition gegen Lanz' Talkshow unterzeichnet und fordern die Absetzung des Moderators. 

Diese Zahl ist längst nicht mehr aktuell! Heute waren es bereits über 218.000 Unterzeichner! Ich bin zwar kein Freund von Online-Petitionen - aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme. Es scheint die einzige Möglichkeit zu sein, die Entscheider in den bequemen Sesseln der Sender nervös zu machen! 

Über 200.000 Zuseher haben diese Online-Petition unterzeichnet! Da es eine ehernes "Gesetz" gibt, dass nur zehn Prozent der Menschen, die sich über etwas ärgern, auch wirklich dagegen protestieren, müssen wir davon ausgehen: 


Über zwei Millionen wollen Markus Lanz nicht mehr sehen!

Und da wundern sich die Fernsehgewaltigen, dass die Quoten für Lanz sich im Tiefflug befinden. Ja, sogar in den USA ist der Lack bei "Wetten dass" endgültig ab. Ein Käufer von Wetten dass hat die teuer eingekaufte Show auf kümmerliche 30 Minuten schrumpfen lassen! 

Nehmt es zur Kenntnis: Diese verkappte Werbedauersendung Wetten dass ist ein Auslaufmodell! Und ihr derzeitiger Moderator auch! Ja, einige schreiben sogar, Lanz sei der Zuschauerfeind Nummer Eins geworden! Da ist gewiss etwas Wahres dran! 

Über Maren Müller berichtete sogar die Welt: 

Quelle:  DIE WELT Wer ist die Frau, die Markus Lanz stürzen will?: Maren Müller aus Leipzig hat die Online-Petition gegen den ZDF-Moderator initiiert. Sie ist 54 Jahre alt, Betriebswirtin und alleinstehend. In Leipzig kennt man sie, vor allem als fleißige Leserbrief-Schreiberin. Außerdem war sie jahrelang politisch aktiv, unter anderem als SPD-Stadträtin in ihrer sächsischen Heimatstadt Borna. Dann warf sie das Handtuch. Warum, darüber möchte sie nicht reden. Sie sagt: "Schreiben Sie, ich stehe links". 

Der Titel des Artikels ist total bescheuert! Grund: Wer will denn Markus Lanz stürzen? Ist Markus Lanz ein Herrscher, ein Diktator, ein Präsident? Solche Herrschaften werden gelegentlich gestürzt, aber doch nicht Moderatoren. Moderatoren werden entlassen! 

Hier zeigt sich wieder eine übertriebene künstliche Überhöhung der Moderatoren. Es mag ja sein, dass manche sich einbilden, sie seien Halb- oder gar Dreiviertelgötter. Aber all diese Moderatoren sind arbeitende Leutchen, die einen Vertrag mit einem Sender ausgehandelt haben. Nicht mehr und nicht weniger! 

Und was die Entscheider und ihre Moderatoren oft vergessen, ist die Tatsache, dass ein Moderator auf seine Zuseher angewiesen ist. Bleiben die weg, dann ist sein Vertrag kaum noch etwas wert! 

Dann schwadroniert die Welt noch darüber, dass jeder eine Petition einrichten kann. Ja und? Das ist praktizierte Demokratie! Dafür brauchen wir keinen Springer Verlag! Kapiert das endlich! 

Hier die Adresse für etwaige Unterzeichner, die Petition läuft noch 49 Tage: 




Veröffentlicht am 22.01.2014 von Campfan75

Übernommen von OverBlog

Dienstag, 3. September 2013

Italien: Beppe Grillo und die etablierten Parteien Italiens

Da schauen sich die deutschen Zuseher ein Duell an, das kein Duell ist. Eigentlich müsste dieser stinklangweilige Fernsehauftrieb - oder abtrieb? - Vier gegen Zwei oder gar Fünf gegen Einen heißen. Da durften vier handverlesene Moderatoren den beiden Kandidaten Fragen stellen. Ja, keine provozierende Fragen! Beispielsweise nach der Souveränität Deutschlands.

Die Kanzlerin musste ja in Baden-Württemberg bei ihrem Wahlk(r)ampf eine solche Frage beantworten:

Quelle: Wo ist sie geblieben? Die Souveränität Deutschlands!: Ja, und dann schickte mir Juliane einen Link auf ein hochinteressantes Video: Da wird die Kanzlerin gefragt, was sie von der traurigen Tatsache hält, dass Deutschland immer noch unter Besatzungsrecht steht! Die Antwort der Kanzlerin ist nichtssagend - eine Ansammlung von Wortblasen. Sie wirkt sehr unsicher und ihre Aussagen werden immer lächlicher ...

Ja die Kanzlerin machte dabei keine gute Figur! Also wurden solche Fragen vom Moderatorenquartett verbannt. Der einzige, der noch intellektuell überzeugte, war Peer Steinbrück - auch wenn Paul Breitner bei Günther Jauch später meinte, Steinbrück spreche für ihn zu schnell und zu kompliziert.

Das müssen wir verstehen: Paul Breitner kommt aus Bayern, da ist er halt die geistige Verflachung in den Bierzelten gewohnt.  Hat er die wirren Schachtelsätze eines Ministerpräsidenten Edmund St. schon vergessen? Eben dieser Altministerpräsident saß ihm bei Günther Jauch gegenüber :-)

Was hat dies alles mit Beppe Grillo zu tun? Sehr viel! Da sollen die deutschen Wähler kurz vor der Wahl nur nach Griechenland schauen - aber ja nicht nach Italien! Grund: In Italien braut sich eine riesige Katastrophe zusammen - Italien ist derart verschuldet, dass es diese Schulden nie mehr zurückzahlen kann. Dagegen sind die Schulden der Griechen nur Peanuts!

Quelle: DWN Beppe Grillo: „Unsere Schulden fressen uns auf“: „Unsere Schulden erwürgen uns. Und wir sind Schuldner bei den deutschen und französischen Banken. Sie wollen unser Geld.  Was wir brauchen, ist ein Schuldenschnitt. Wir reden nicht über den Euro. Wir reden über die Milliarden-Schulden, die wir nie zurückzahlen können. Sie fressen uns auf.  Wir können aber nicht pleitegehen. Denn wenn Italien in die Pleite rutscht, reißen wir ganz Europa mit in den Abgrund.“

Das sind ja ganz düstere Aussichten! Darüber wurde in diesem seltsamen Kanzlerduell überhaupt nicht gesprochen. Das scheint ein Tabuthema zu sein - vor allem vor den Wahlen.

Auch die WIENER ZEITUNG stößt ins gleiche Horn:

Quelle: WIENER ZEITUNG Neuwahlen als einzige Option Grillo will Parteien "verjagen": "Die etablierten Parteien behandeln die Italiener wie Diener. Sie müssen verjagt werden. Es muss sofort zu Neuwahlen kommen. Mit unserer Bewegung an der Regierung werden wir dann das Wahlgesetz ändern", betonte Grillo.

Die Italiener haben von ihren etablierten Parteien die Schnauze gestrichen voll! Dass bei Neuwahlen die Fünf-Sterne-Bewegung des Beppe Grillo gewinnt, ist nicht unmöglich. Was dann? Verkündet dann Merkel für alle Politiker der abgewählten italienischen Parteien Asyl, weil sie als politisch Verfolgte gelten?


Veröffentlicht am 02.03.2013 von johndoe3k5

Freitag, 11. Mai 2012

Was hat Günther Jauch gegen Johannes Ponader? - Blog von Kiat Gorina


Erinnern wir uns, da stellte ich einmal die ketzerische Frage "Was tut ein TV-Moderator für Geld?". Und ich nannte eine Summe von 10,5 Millionen Euronen.
Das soll angeblich Günther Jauch pro Jahr erhalten! Und was bringt er dafür als Gegenleistung? Eine Spaltung! Eine Spaltung? Ist Jauch jetzt ins Lager der atomaren Lobby gelaufen? Nein - viel schlimmer: Günther Jauch treibt die Spaltung der Bevölkerung voran. 
Wie seine letzte Sendung gezeigt hat, missbraucht er seine Sendung dazu, die Leibeigenen unter König Hartz dem Vierten gegenüber den anderen Bürgern zu diffamieren.
Wie denn das? Tja, einer seiner Gäste war Johannes Ponader - der neue Geschäftsführer der Piratenpartei. Offenbar gleich ein doppeltes rotes Tuch für Jauch: Einmal weil er Geschäftsführer der Piraten ist. Und zum andern - Ponader bezieht manchmal Arbeitslosengeld II.
Aber Jauch bestand darauf, dass Ponader "Sozialleistungen" bezieht! Na und? Ist er deshalb ein schlechterer Mensch als Jauch? Wovon bezieht denn Jauch seine über zehn Millionen Euronen pro Jahr?
Von der GEZ - da müssen alle Fernsehteilnehmer einzahlen und ab 2013 alle Haushalte! Ob sie wollen oder nicht! Ob sie sich die Talkshow des Günther Jauch antun oder nicht! Also wovon lebt Günther Jauch - abgesehen von seinem Weinberg? 
Von den GEZ-Gebühren der Massen! Und da wagt es ein Günther Jauch, gegen den poltischen Geschäftsführer der Piraten anzustänkern! Jauch gehört wohl auch zu den Stammtischbrüdern, die der Meinung sind, wer unter der Knute von König Hartz dem Vierten lebt, hat die Schnauze zu halten - ja er darf sich nicht politisch betätigen!
Jauch sollte sich an seine Anfangszeit erinnern - zusammen mit Thomas Gottschalk. Gottschalk besaß auch einmal die Frechheit, über die Untertanen von König Hartz dem Vierten herzuziehen - und wo ist er heute? Abgestürzt mit seiner "Live"-Sendung - bald verschwunden im Orkus der Vergessenen!
Quelle: Thomas Gottschalk und die Krokodilstränen
Dieses Schindluder, das Jauch mit Ponader getrieben hat, hat nicht nur mich geärgert, sondern jemand, der dazu einen Offenen Brief an Günther Jauch geschrieben hat. Dieser offene Brief ist es wert zu lesen - ob Jauch ihn lesen wird, wer weiß?
Hochgeladen von KiekeMaFilmBerlin am 31.08.2011


Ja, Günther Jauch! Es gibt ein Grundgesetz der Deutschen. Im Artikel 1 steht: "Die Würde des Menschen ist unantastbar!" Haben Sie schon davon gehört? Falls ja, wieso halten Sie sich nicht daran? Oder gilt das Grundgesetz nicht für Sie? Weil Sie sich für die selbsternannte Elite zählen? Dann lassen Sie sich gesagt sein: "Hochmut kommt vor dem Fall!"
Notabene: Den Linkj auf den Offenen Brief an Günther Jauch schickte mir Juliane. Vielen Dank!

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