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Samstag, 15. März 2014

Und täglich wiehert der Amtsschimmel ...

Das hört sich wie der Titel der Filmkomödie Und täglich grüßt das Murmeltier an:






Veröffentlicht am 21.03.2013 von schnubbel76

Im derzeitigen Deutschland grüßt ein anderes Tier - oder viemehr es wiehert - der Amtsschimmel! Besonders wiehert der Atsschimmel in Bayern - in Oberfranken. Da gibt es eine ganz besondere Brücke. Diese Brücke dient keinem besonderen Zweck - sie steht nu so da. Deshalb heißt diese Brücke die So-Da-Brücke: 


Veröffentlicht am 13.07.2012 von ARD

Dafür wurden viele Millionen Euronen verbrannt - alles Steuergelder. Wenn das kein Schildbürgerstreich ist! 

Franken scheint ja ein Eldorado für solche Schildbürgerstreiche sein, denken wir nur an die Klärschlammverbrennungsanlage in Waldeck - Mittelfranken. Da wurden fast 40 Millionen Euronen verbrannt: 

Quelle: GLOSSE: Mittelfranken wird umbenannt - in Schilda

Und die Macher von einst - was geschah mit ihnen? Nichts! Einige von ihnen wollen  morgen wieder gewählt werden - so als wäre nichts gewesen. Wann scicken die Wähler solche Politiker endlich nach Hause? 

Ja, dann gibt es noch eine andere Ar von Amtsschimmel-Auswüchsen. Da bezahlen nicht die Steuerzahler, sondern der einzelne Bürger. Ich wurde ja auch Opfer eines solchen Tritts eines Amtsschimmels: Ich soll doch tatsächlich täglich mindestens ein Pfund Zucker ins Klo schütten und mit mindestens 400 Litern Trinkwasser nachspülen. Ich berichtete darüber: 

Quelle: Zwangsgeld oder ein Pfund Zucker ins Klo ...

Ich weigere mich. Grund: Lebensmittel täglich ins Klo zu schütten, das lässt sich nicht mit meinem religiösen Gewissen vereinbaren! 

Auch wenn der Amtsschimmel wiehert und Bescheide scheißt, die mich zur Zahlung eines Zwangsgeldes auffordern! Wo gibt es denn so etwas? Ich weiger mich, gegen meine religiöse Überzeugung zu verstoßen und soll mit Zwangsgeldern gezwungen werden, gegen meinen Glauben zu verstoßen? Ja, ich soll gezwungen werden, jeden Tag eine Todsünde zu begehen? Nur damit der Amtsschimmel weiter wiehern kann? 


Veröffentlicht am 26.02.2014 von Kiat Gorina

Übernommen von OverBlog

Mittwoch, 12. März 2014

Abgeordnetenwatch - Reine Strom- und Zeitverschwendung? - Instrument einer Postdemokratie?

Heute probierte ich einmal abgeordnetenwatch.de - ein Portal, mit dem Fragen an Abgeordnete geschickt werden können. Und dann wird verfolgt, ob die Abgeordneten antworten oder nicht. Die Idee an sich ist ja nicht schlecht - zunächst einmal. Und was war meine Frage? 

Die erste Hürde war, einen komplexen Sachverhalt in maximal 2.000 Zeichen zu quetschen! Der erste Minuspunkt! Ich wollte nämlich Abgeordnete fragen, was sie davon halten, dass ich von Behörden gezwungen werden soll, täglich mindestens ein Pfund Zucker ins Klo zu schütten und mit mindestens 400 Liter Trinkwasser nachzuspülen! Darüber hatte ich ja in einem Artikel berichtet: 

Quelle: Zwangsgeld oder ein Pfund Zucker ins Klo ...

Also versuchte ich, diesen etwas komplexen Sachverhalt in 2.000 Zeichen zu quetschen. Und ich schickte den Text ab, an einen Abgeordneten. 

Es dauerte nicht lange, dann fand ich in meinem Posteingang eine Mail von abgeordnetenwatch. Mit dem Betreff "Vielen Dank für Ihre Frage". Im Text stand eine Kopie meines Textes! Ein Pluspunkt.

Aber dann kam die Ernüchterung. Ich erhielt wiwder eine Mail - von einer Moderatorin bei abgeordnetenwatch. Da wurde mir mitgeteilt, ich könne meine Aussage nicht beweisen und sie sei unglaubwürdig. Für mich ein Riesen-Minuspunkt!

Was lerne ich daraus?

  • abgeordnetenwatch lässt keine kritischen Fragen zu! Das Eingabefenstzer lässt nur 2.000 Zeichen zu - kein Raum für Beweise.  Aber mir dann vorwerfen, ich könne meine Aussage nicht beweisen. 
  • Ist das echte praktizierte Demokratie? Nein, das ist wieder einmal das Vortäuschen von Demokratie - also irgendeine Form von Postdemokratie! Also ein politisches System, in dem eine Beteiligung der Bürger nicht erwünscht ist. Sie werden nur als Marionetten für quasidemokratische Rituale benötigt. 
  • abgeordnetenwatch ist in meinen Augen überflüssig - ja sogar schädlich! Es gaukelt dem Fragesteller vor, es gehe demokratisch zu! Was offensichtlich nicht der Fall ist! 
  • Ferner ist das Verhalten von abgeodnetenwatch meiner bescheidenen Meinung nach geeignet, als der untaugliche Versuch einer Zensur bewertet zu werden. 

Mein Fazit: Ich brauche abgeordnetenwatch nicht. Da wende ich mich direkt an den jeweiligen Abgeordneten! Ohne eine Umweg über abgeordnetenwatch. 

Aber abgeordnetenwatch führt ja Statistiken darüber, wieviele Fragen ein Abgeordneter auch beantwortet hat. 

Da habe ich meine ernsten Zweifel, wie aussagekräftig solche Statistiken sind. Gründe: 

  • offensichtlich werden unangenehme Fragen im Vorfeld von den Moderatoren aussortiert - damit ist eine Statistik bereits verfälscht
  • Da die Statistik nur die Anzahl der Fragen und Antworten berücksichtigt, jedoch nicht deren Qualität, werden hier Äpfel mit Birnen verglichen! Ein Abgeordneter, der sich wirklich Mühe gibt mit der Beantwortung, wird womöglich schlechter bewertet als sein Kollege, der nur rumlabert, nur um eine Antwort abzugeben!

Ich bleibe deshalb bei meinem Resümee:


abgeordnetenwatch.de ist völlig überflüssig!

Ich stehe ja nicht allein mit dieser schlechten Erfahrung - DIE FREIHEIT spricht gar von Betrug: 


Hochgeladen am 22.08.2011 von FreiheitSaarland

Übernommen von OverBlog

Sonntag, 2. März 2014

Fukushima in Deutschland - Behörden hilflos!

Vor drei Jahren fand in Japan eine gewaltige Katastrophe statt - der sechsfache GAU in Fukushima. Und auch heute noch wird nur stümperhaft herumlaboriert. Japan hat diese Katastrophe nicht im Griff. Und wird sie nie in den Griff bekommen! Da hat diese Menschheit die Büchse der Pandora geöffnet und kann sie nicht mehr schließen! 

Ja, und es hat drei Jahre lang gedauert, bis der mediale Mainstream - Süddeutsche Zeitung und FOCUS ONLINE - sich Gedanken machten: Was ist eigentlich los, wenn in Deutschland ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt? Das ist nicht möglich? Genau das hat die japanische Atomlobby behauptet. Und heute? Sie behauptet das nicht mehr, trotz der Katastrophe will Japan neue Atomkraftwerke bauen. 

In Deutschland  gab es ein Moratorium - ein paar uralte Atomkraftwerke wurden stillgelegt. Die restlichen sollen stillgelegt werden. Angeblich wurde eine Energiewende eingeläutet! Für die Verbraucher macht sich diese Energiewende nur im steigenden - ja explodierenden - Strompreis bemerkbar. Manche sprechen ja sogar schon von Energiearmut. Will heißen, dass arme Haushalte über zehn Prozent des Nettoeinkommens für Strom aufbringen müssen: 

Quelle: SPIEGEL ONLINE Kostenexplosion bei Strom, Öl, Gas: Energiearmut in Deutschland nimmt drastisch zu

Andererseits fallen die Strompreise für die einkaufenden Energiekonzerne! Grund: Es gibt immer mehr alternativ erzeugten Strom! Trotzdem steigen die Strompreise für den kleinen Mann - jedoch nicht für die Giganten unter den Stromverbrauchern. Die erhalten riesige Rabatte - so riesig, dass sogar die EU-Behörden unruhig werden. 

Die Energiellobby jedoch will immer mehr Geld für ihren Strom verlangen. Da stellen wir doch mal die Frage: Was will diese Energielobby im Gegenzug liefern? Teuren Strom! 

Und wie sieht es mit der Sicherheit der verbleibenden Atomkraftwerke in Deutschland aus? Gibt es aktuelle Katastrophenpläne? 

Das Ergebnis ist mehr als ernüchternd: Die Pläne für eine atomare Katastrophe sind selbst eine Katastrophe. Die Verantwortlichen betreiben seit Jahrzehnten Vogelstraußpolitik! Nichts ist geregelt: 

Quelle: FOCUS ONLINE Experten schlagen Alarm: Deutschland mangelhaft auf Atomunfall vorbereitet

Da ist in Deutschland vieles behördlich geregelt, da gibt es sogar Vorschriften, dass ich täglich ein Pfund Zucker ins Klo werfen und mit mindestens 400 Liter Trinkwasser nachspülen soll ... 

Quelle: Zwangsgeld oder ein Pfund Zucker ins Klo ...

Diesen Schildbürgerstreich gibt es wirklich - im Landkreis Ansbach in Bayern! 

Aber wenn es um die Sicherheit des gesamten deutschen Volkes geht, dann schlafen die verantwortlichen Behörden! Wieso eigentlich? Weil sie überfordert sind! Weil nicht Experten, sondern Verwaltungstypen bestimmen sollen, was bei einem deutschen GAU zu tun ist! 

Armes Deutschland! Sollte es wirklich zu einem deutschen GAU kommen, dann gibt es einen Trost: Die Verantwortlichen werden auch krepieren - hilflos! 


Veröffentlicht am 09.08.2012 von WBNachrichten

Ach ja, Grohnde soll mindestens bis Ende 2021 laufen ...

Übernommen von OverBlog

Samstag, 22. Februar 2014

Zwangsgeld oder ein Pfund Zucker ins Klo ...

Es gibt in Hessen eine evangelische Gemeinde, sie hat auch einen Kindergarten. Und da gibt es einen evangelischen Pfarrer. Der nimmt es sehr genau! Ja, womit? Mit den Faschingskostümen der Kinder! Ihm ist es ein Greuel, wenn Kinder sich als Zauberer oder Hexen verkleiden. 

Quelle: n-tv Zauberer und Hexen "für Gott ein Gräuel" - Pfarrer zensiert Kinderkostüme:  Als Tiere oder Bauarbeiter verkleidet dürfen die Kleinen aber kommen. 

Und warum das alles. Weil in der Bibel der Christen vor Zauberen und Hexen gewarnt wird. Die seien auch dem Gott der Christen ein Greuel - also auch dem Pfarrer. Die armen Kinder, die in Bauarbeiterkostüme gesteckt werden. So etwas von langwilig! 

Aber der Pfarrer denkt ja weiter - in die Zukunft. Schon früh sollen die Kleinen lernen, dass sie arbeiten müssen. Um die Kirchensteuer und das Kirchgeld zu bezahlen. Und Menschen, die als Zauberer und Hexen tätig sind, die sind meist keine Mitglieder der Kirche, zahlen deshalb auch keine Kirchensteuer. Und das ist dem Herrn Pfarrer auch ein Greuel. 

Gern hätte ich diesen Pfarrer gefragt, was er von der Bitte des Vaterunser hält: "Unser täglich Brot gib uns heute!" Daran hat er bestimmt nichts auszusetzen. Was aber ist, wenn er erfährt, dass es im christlichen Bayern einen Landkreis gibt, da muss eine Schriftstellerin Zwangsgeld zahlen, weil sie sich weigert, täglich ein Pfund Zucker ins Klo zu kipppen und mit mindestens 400 Liter Trinkwasser nachzuspülen! 

Ich bin nicht besoffen, das ist kein Witz! Das ist dem Oberinspektor in diesem Landratsamt voller Ernst. Und auch der Herr Landrat stellte fest, dass sein Mitarbeiter völlig korrekt arbeitet. 

Wie kam es dazu? Die Schriftstellerin wohnt auf einem Einzelhof. Zuammen zwei Personen. Auch sie produzieren Fäkalien. Und dafür hat sie eine Dreikammerklärgrube, die so groß ist, dass sie nur einmal im Jahr den Inhalt auf eine Wiese ausbringt. Wie es andere Landwirte auch machen. 

Und für entlegene Landwirtschaftsbetriebe gibt es sogar einen Paragraphen 41 der Bayerischen Bauordnung. Da steht etwas von Ausnahmegenehmigung für solche Fälle. Aber nein, dieser Oberinspektor bestand darauf, dass die Schriftstellerin eine Kleinkläranlage baut - für zwei Personen. 

Die Schriftstellerin wollte bauen, sie ist ja keine Spielverderberin. Aber es gibt ein kleines Problem: Auf dem Markt gibt es keine einzige funktionierende Kleinkläranlage für nur zwei Personen. 

Macht nichts, sagte der Gutachter: Machen wir vier Personen daraus. Aber damit funktioniert die Kläranlage trotzdem nicht. Die Biologie vertrocknet, die Bakterien bekommen zu wenig Nahrung. 

Das macht nichts, Hauptsache, die weltfremden Vorschriften sind erfüllt. Ja, aber die Kläranlage wird überprüft, ob die Messwerte stimmen. Und wenn die Bakterien tot sind - mangels Nahrung, dann sind die Werte im Keller. Sie fragt die Hersteller. Ja, das Problem kennen wir. Dann müssen Sie jeden Tag mindestens ein Pfund Zucker ins Klo kippen und mindestens mit 400 Liter Trinkwasser nachspülen. Jeden Tag! 

Wie stellt sich das der Hersteller vor? 

Das brauchen Sie doch nur sechs Wochen vor dem Prüftermin zu machen. Aber ich weiß doch nicht, wann dem Oberinspktor einfällt zu prüfen. Also muss ich die ganze Zeit Zucker ins Klo kippen und nachspülen. 400 Liter! Da muss ich ja mindestens 40-mal die Klospülung betätigen. Und der viele Zucker verstopft die Rohre, sagte mir ein Brunnenbauer. 

Und dann kommt das größte Problem: Die Schriftstellerin hat ein karge Kindheit erlebt - mit viel Hunger. Sie hat sich angewöhnt, keine Lebensmittel wegzuwerfen. Und auch heute noch, wirft sie keine Lebensmittel weg. Angesichts der Tatsache, dass alle zwei Sekunden irgendwo auf diesem Planeten ein Kind unter fünf Jahren verhungert! Und da soll die Schriftstellerin täglich ein Pfund Zucker ins Klo kippen und mit mindestens 400 Liter Trinkwasser nachspülen. Wieviele Menschen verdursten während dieser Zeit? 

Nein, das kann sie nicht mit ihrem Gewissen und mit ihrer religiösen Weltanschauung vereinbaren! Das ist Sünde! Das findet auch die Augsburger Allgemeine: 

Quelle: Brot wegwerfen ist eine Sünde

Der Oberinspektor bleibt hart: Wenn die Schriftstellerin keine Kläranlage baut und kein Pfund Zucker täglich ins Klo kippt und nicht mit mindestens 400 Liter nachspült, dann muss sie Zwangsgeld zahlen! 

Also zwingt dieser Oberinspektor und damit der Landrat die Schriftstellerin zur täglichen Sünde! Wieso eigentlich? Sie hat einen Verdacht: Die beiden wollen verhindern, dass sie in den weiß-blauen Himmel kommt! Eine Halbmongolin dort! Das muss verhindert werden! 


Film hungernde kinder
Veröffentlicht am 19.11.2012 von Kerl Blödmann

Und dieser Landrat ist Mitglied der Christlich Sozialen Union!

Übernommen von OverBlog

Sonntag, 7. Oktober 2012

Das Dorf - Einbruch in Toilettenwagen - Blog von Kiat Gorina


Gestern befielen mich wieder mal heftige Zweifel. Zweifel, ob ich in Bayern oder im Komödienstadel wohne. Ich war im Stall und streute Knopfis Box ein, da hörte ich es draußen an der Tür schaben. Riffel? 

Nein, eher nicht. Was da so breit in der Tür steckte, war ein schon älterer Jungbauer aus dem Dorf. Ich musste mir - wieder mal - das Lachen verkneifen. Da stand er, stramm wie eine Urwaldtrommel in seine Latzhose gezwängt. Auf dem Kopf thronte das unvermeidliche Kochtopfhütchen vom Futterhändler. 

"Grüß dich", quetschte ich heraus, was wollte die Trommel hier? Er hatte seit 2006 kein Wort mit uns gewechselt, obwohl sein Acker mit der Feldscheune direkt an meinen Hof grenzt. 

Also? 

Schon ging es los: "Seit ein paar Jahren wird es hier immer krimineller! Man kann sich gar nicht mehr sicher fühlen!" 

"?" 

"Ja, unten am Waschplatz, die Hütte vom Schnupfclub und der Toilettenwagen - er hat sich wirklich so "vürnöhm" ausgedrückt! - sind aufgebrochen worden! Mit einem Brecheisen!" 

"Ja und? Ist bei dir auch eingebrochen worden, in die Scheune?" 

"Naa, des is unde om Woschblotz. Dei hom de ganze Woar higmocht! Weils nix gfunne hom!" Aha, Dialekt.Jetzt ist er ganz von der Rolle. 

"Was sollte denn da drin sein?", kam meine verblüffte Frage. 

"Na Geld natürlich!", krähte er empört, "und wir wissen noch gar nicht, was da alles geklaut wurde!" 

"Geld? Im Klowagen?" Ich schnupperte unauffällig: Komisch, keine Fahne, der meint das ernst. 

Und dann kam seine große Drohung: "Wir rufen jetzt die Polizei! Dann werdet ihr sehen, was ihr davon habt!" 

Damit stiefelte er davon. 

Und ich überlegte, was man denn aus einem Lokuswagen klaut. Die Klobrille vielleicht? 

Kein Fremder würde einen Klowagen aufbrechen, weil er schon von weitem riechen kann, was da drin ist. 

Oder war der Sammler wieder am Werk?

Sammler-Geschichten:




Hochgeladen von SennaRossiFan46 am 12.04.2011
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Montag, 16. Juli 2012

Murrli - der Ritter vom aufgeplusterten Schwanz - Blog von Kiat Gorina

Heute fing der Tag schon so verdreht an, weil ich eine Menge Bürokram aufarbeiten musste. Der erledigt sich ja nicht von selbst. Im Gegenteil! Ich habe den fatalen Verdacht, dass Akten sich von selbst vermehren. Immer, wenn sie unbeobachtet sind, scheinen diese Biester einen ganzen Haufen Junge zu bekommen - Ungeschlechtliche Vermehrung. 


Das sieht man ja auch in Ämtern. Habe ich selbst erlebt, im LEJ - Landesamt für Ernährung und Jagd - in Düsseldorf. Da blähte sich ein Dreizeiler zu ganzen prall gefüllten Aktenordnern aus.


Da half nur eins. Erst mal mit Riffel eine Runde drehen, um den Kopf wieder frei zu kriegen.


Murrli, der Wildkater, hatte auch schon gemerkt, dass bei mir "Kriegszustand" herrschte. Dagegen hilft seiner Meinung nach nur ein Mittel: Frische Mäuse essen. Die hatte er sorgsam unter meinem Fenster aufgereiht. Bewundert habe ich seine Jagdstrecke, aber essen sollte er sie lieber selbst. 


Also, nichts wie raus! Riffel lief begeistert voraus, Rute hochgestellt und Nase in den Wind. Murrli hopste neben mir her und haschte nach den surrenden Insekten.


Wir bogen auf den Asphaltweg ab, da entdeckte Murrli eine Dörflerin mit ihrem Hund. Iiieeh, ein fremder Mensch! Nichts wie ab ins Getreidefeld. Meine Kater sind Fremden gegenüber höchst misstrauisch. Das ist in dieser bleihaltigen Gegend auch nötig. Woher sollen sie auch wissen, dass hier nicht alle Leute an "Morbus Dorfii" leiden?


Kurz, Murrli saß im Getreide, von hinten kam die Frau mit Hund. Und Riffel streikte! "Halt! Murrli fehlt noch! Ich komme erst mit, wenn er da ist." Auf ihre Art kann Riffel genau so stur sein wie ich. Und sie hatte recht! Man läßt kein Mitglied des Rudels allein zurück!


So, was nun? Riffel ist ziemlich  schwer. Da sieht es reichlich doof aus, wenn ich sie hinterher ziehe. 


Gerade  rief die Frau - eine der normalen Einwohnerinnen: "Ich biege hier gleich ab!" Das war wirklich nett von ihr. 


Da sprang Murrli mitten auf den Weg!


Moment mal? War das wirklich Murrli? Ich kenne zwar so bunte Schwimmtiere zum Aufpusten, aber dass das auch bei Katzen geht, habe ich nicht gewusst. Auf das Dreifache aufgeblasen stand er da, mit einem gewaltigen Buckel. Und sein Schwanz ähnelte einer überlangen Klobürste! Dazu sein grollendes : "Ooaoouu! Urr-ooaoo!" Hörte sich ziemlich gefährlich an.Wollte er uns beschützen?


Die Frau war inzwischen samt Hund vom Weg abgebogen. Und Murrli kam stolzgeschwellt in hohen Sätzen angesprungen. Bestimmt glaubte er, dass er die Frau in die Flucht geschlagen hat.


Dann liefen Riffel und Murrli Schulter an Schulter mit erhobenen Köpfen und hoch aufgestellten Schwänzen heimwärts: Wir sind eben doch die Größten!




Murrli und Wähli wollte ich auch mal so beim Klettern auf Video aufnehmen - allein, bis ich dann die Videokamera und das Stativ geholt habe, sind dann meist ganz woanders ...


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