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Samstag, 10. August 2013

GLOSSE: Die Ausschneider - Wieso die CSU-Wahlkampfvideos immer kürzer werden

Ausschneider? Wer oder was soll das sein? Ja, Ausschneider ist ein neuer Beruf - vor allem in den Wahlkampfteams der CSU. Es gibt Überlegungen, diesen neuen Beruf EU-weit einzuführen! Das hört sich ja wie "Aufschneider" an. Ja, die phonetische Ähnlichkeit ist vorhanden. Aber das Aufschneiden ist der CSU vergangen. Täglich neue schlimme Nachrichten gegen die CSU. Wer will da noch Wahlkampf führen.

Deshalb haben die CSU-Granden die Ausschneider eingeführt. Und was macht ein solcher Ausschneider? Wie der Name schon sagt, er schneidet aus. Die CSU hat ja immer wieder Probleme - mit Prominenten, die mal prominent waren. Und die CSU-Granden ließen sich in Gegenwart dieser Prominenten filmen oder fotografieren.

Sie meinten, da fiele etwas vom Prominentenglanz auf sie ab. Leider häufen sich die Fälle, dass der Prominentenglanz bei manchen Prominenten erloschen ist. Oder sich gar ins Gegenteil verkehrt hat. Und da gibt es dann Videos und Fotos, auf denen die CSU-Granden mit dieser Prominenz zusammen zu sehen sind. Zum Beispiel mit dem Präsidenten des FC Bayern - dem Uli H.

Dann treten die Ausschneider in Aktion. Mit einer digitalen Schere bewaffnet schneiden sie beispielsweise den Uli H. aus - heraus aus einem Video, das für den Wahlkampf gedreht wurde. So ein Ausschneider hat es nicht leicht. Wenn er nicht aufpasst, dann ruckelt das Video, weil da etwas herausgeschnitten wurde. 

Und dann merken die Wählerinnen und Wähler, dass da etwas fehlt. Und sie erinnern sich gar: Ja, da war doch sonst der Uli H. zu sehen! Warum ist der verschwunden? Ja, der Horst S. will sich halt nicht mehr in Gegenwart des Uli H. zeigen. Auch nicht auf früheren Fotos und in alten Videos.

Jetzt wissen wir, wieso die Wahlkampfvideos der CSU immer kürzer werden - manchmal ist gar nichts mehr zu sehen. Diese Videos haben überhaupt keine Aussage mehr! Aber das macht nichts. Die Videos hatten auch vor dem Ausschneiden keine Aussage.

Dann gibt es Fälle, da können diese Ausschneider absolut nichts ausschneiden, wenn beispielsweise der Horst S. dem Uli H. ganz fest die Hand schüttelt. Das fällt doch auf, wenn die Wähler denken: Wieso ist der Horst S. plötzlich einarmig? Was ist denn passiert? Und dann soll es böse denkende Menschen geben, die bei "einarmig" gleich an "Banditen" denken ... Das sind dann solche Leute, die in den staatlichen Spielcasinos ihr Geld verspielen. Aber so schlimm ist das nicht.

Grund: Der bayerische Staat musste ja viele Schulden machen. Er hat ja mal eine komische österreichisches Bank gekauft - die hat fast zwei Milliarden gekostet. Aber später konnte Bayern sie wieder zurückverkaufen - an Österreich. Leider nur für einen symbolischen Euro. Die Schulden durften die Bayern resp. die Bayerische Landesbank behalten. Und sie müssen jetzt Zinsen dafür zahlen.

Gerüchte kursieren, dass das täglich ein Million Euronen sein sollen. Wenn das so ist, dann braucht Bayern noch mehr einarmige Banditen! In den Spielcasinos und anderswo.

Aber zurück zum eigentlichen Problem: Nicht alles lässt sich ausschneiden. Dann kommt ein alter Beruf wieder zu Ehren - der Doppelgänger. Manche Doppelgänger sind dem Publikum bereits aus dem Singspiel beim alljährlichen Auftrieb zum Nockherberg bekannt. Die Christine H. - bekannt geworden durch die extrem kurze Doktorarbeit ihres Göttergatten und dessen Vorliebe für extrem teuere Modellautos - hat ja auch eine Doppelgängerin: 


Veröffentlicht am 18.07.2013 von Grüne Fraktion

Denn wie da die grüne Ulrike G. über eine Christine H. herzieht, sie kann doch nur deren Doppelgängerin gemeint haben. Wie schaut diese Doppelgängerin aus? Wir haben im Archiv des BR gestöbert und wurden fündig! Im Video ab 6:20 ist diese Doppelgängerin zu sehen:


Hochgeladen am 25.03.2011 von anothar

Also, wenn wieder jemand die Wahrheit ausspricht, dann war es ganz bestimmt diese Doppelgängerin!

Wer nun immer noch meint, ich hätte mit dem Ausschneider nur aufgeschnitten, er irrt sich. Sogar die WELT berichtet:

Quelle: WELT Hoeneß aus CSU-Wahlkampfvideo herausgeschnitten?: Der geschasste CSU-Fraktionschef Schmid und Steuersünder Hoeneß tauchen nicht im CSU-Wahlkampf-Video auf.

Übernommen von Over-Blog

Sonntag, 5. Mai 2013

Wahlkampf in Bayern - Harakiri der Etablierten - Blog von Kiat Gorina


Begonnen hat die Pechsträhne für die CSU mit der Causa Schmid - auch Schüttel-Schorsch genannt. Dreiundzwanzig Jahre hatte er seine Frau in seinem Wahlbüro beschäftigt. Und nicht als Angestellte, sondern als selbständige Sekretärin - als Unternehmerin. Jetzt kam der Verdacht der Scheinselbständigkeit auf. Und hat da jemand gar Sozialabgaben unterschlagen? Jedenfalls liegen drei Strafanzeigen gegen den Schüttel-Schorsch und seine Frau vor.

Damit kam eine Lawine ins Rollen. Jetzt wurde eine Liste aller Abgeordneten veröffentlicht, die Verwandte beschäftigt hatten. Diese Liste ist sehr lang geraten. Darauf stehen nicht nur Abgeordnete, die kaum einer kennt, sondern auch Mitglieder der Bayerischen Staatsregierung - Minister und Staatssekretäre!

Heute traf ich einen Bauern und fragte ihn, was er von dieser CSU jetzt halte. Und was er das nächste Mal wählen werde. Er polterte gleich los: "Das sind alles Banditen! Ich wähle überhaupt nicht mehr! Da gehe ich lieber aufs Scheißhaus und les meine Zeitung. Da habe ich mehr davon!"

Er wrd nicht der einzige Nichtwähler sein! Was sich derzeit in Bayern abspielt, ist der GAU einer Demokratie, die eigentlich eine Filzokratie war! Und was dachten sich die "Täter"? Fanden sie das alles moralisch in Ordnung? Selbst die Bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk hat gleich das vom Landtagsamt erhaltene "Gehalt" für ihre Schwester zurücküberwiesen! 

Ob es damit genug ist, sei dahin gestellt.

Und wer von der Opposition zunächst frohlockte, wurde eines anderen bekehrt: Auch dort gibt es schwarze Schafe. Sogar eine spätere Bundesfamilienministerin Renate Schmidt konnte der Versuchung nicht widerstehen und beschäftigte Verwandte! Ich hielt bisher einiges von Frau Schmidt. Und jetzt das!

Oder der jetzige Bundestagsabgeordnete Josef Göppel. Von ihm hatte ich bislang eine hohe Meinung. Aber jetzt?!

Auch bei den Grünen gibt es schwarze Schafe. Und sogar bei den Freien! Der Chef Aiwanger ging mit schlechtem Beispiel voran!

Das ist alles Wasser auf die Mühlen der Piraten! Ich hoffe sehr, dass die bayerischen Piraten dies für denWahlkampf ausnützen! Und damit die absolute Mehrheit der CSU verhindern!

Von diesen etablierten Parteien ist doch keine mehr wählbar! Halten wir es deshalb wie die 5-Sterne-Bewegung des Beppe Grillo: Schicken wir sie nach Hause!

Quelle: BR Nachrichten Eine Liste und ihre Folgen


Veröffentlicht am 03.05.2013 von DonauTV