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Dienstag, 12. März 2013

Lebenslüge dieser Republik: Alle Hartz IV Bezieher sind dumm und faul! - Blog von Kiat Gorina


Die für den deutschen Arbeitsmarkt Verantwortlichen pflegen eine Lebenslüge: Alle Hartz-IV-Bezieher sind dumm, alle haben keine Ausbildung, alle sind deshalb unqualifiziert. Deshalb können sie nur im Niedriglohnsektor arbeiten! Solche und ähnliche Lügen verbreitet auch der mediale Mainstream - allen voran die Springer-Presse - ganz besonders BILD.

Schauen wir uns doch mal die Schlagzeilen von BILD an - da lief ja 2008 eine regelrechte Hetzkampagne gegen Hartz-IV-Bezieher:

Datum      Schlagzeile
========== ===================================================
05.02.2008 85% der Arbeitslosen würden für Job nicht umziehen!
11.02.2008 Viele Arbeitnehmer bekommen weniger Geld als Hartz 
           IV-Empfänger
12.02.2008 Wozu Arbeiten? Hartz IV reicht doch!
30.08.2008 Hartz-IV-Betrüger
01.09.2008 So einfach ist es den Staat zu bescheißen
02.09.2008 Hartz-IV-Abzocke
22.01.2010 Für viele lohnt sich Arbeit kaum noch
08.02.2010 In diesen Branchen lohnt sich Arbeit nicht mehr
13.02.2010 Sieben bittere Wahrheiten über Hartz IV

Und diese Hetzkampagne gipfelte in einer Stimmungsmache für den Arbeitszwang von Hartz-IV-Beziehern: BILD vom 18.01.2010!

Genau genommen sind solche Artikel meiner bescheidenen Meinung nach geeignet, als strafrechtlich relevantes Delikt nach § 130 StGB (Volksverhetzung) bewertet zu werden:

Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

  1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
  2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Ob Friede Springer - Vorstandsvorsitzende der Axel Springer Stiftung und Freundin der Kanzlerin - das weiß? Und für die CDU wählte sie in den letzten vier Bundesversammlungen den jeweiligen Bundespräsidenten mit. Und 2008 erhielt sie das große Bundesverdienstkreuz mit Stern! Wofür? Doch wohl nicht für diese Hetzkampagne in der BILD?!

Und wie schaut es wirklich aus? Da schrieb scharf links am 05.12.2012: Ungeschminkt: Hartz-IV-Aufstocken als Methode zur Lohnunterschlagung: 1,32 Millionen Menschen in Deutschland müssen trotz Arbeit ihr Gehalt durch Hartz-IV-Leistungen aufstocken. Der DGB kritisiert, dass ergänzende Leistungen für NiedrigverdienerInnen mittlerweile ein wesentlicher Teil des Hartz-IV-Systems sind. Hauptursache ist der boomende profitable Niedriglohnsektor.

Und: Acht Stunden Arbeit am Tag, fünfmal die Woche und trotzdem reicht der Lohn am Ende des Monats nicht zum Leben. So sieht die Realität für rund 350 000 vollzeitbeschäftigte Menschen in Deutschland aus.

Und: Neue Berechnungen des DGB zeigen zudem, dass auch immer mehr Vollzeitbeschäftigte mit Berufsausbildung zu Niedriglöhnen arbeiten. So lag deren Niedriglohnquote 2010 bei etwa einem Fünftel. Rund 2,4 Millionen Vollzeitbeschäftigte mit beruflicher Ausbildung zählen zu den Geringverdienern.

So schaut die Wirklichkeit aus: Wieder einmal hat dieses Deutschland unter der Regentschaft der Kanzlerin eine "Errungenschaft" der USA importiert: WORKING POOR! Arbeiten bis zum Umfallen und dennoch arm! 


Hochgeladen am 26.05.2009 von Schnitzel39

Eine der Branchen, bei der besonders viele Arbeitnehmer sich als Hartz-IV-Aufstocker melden müssen, sind die Callcenter! SPIEGEL ONLINE meldete gestern: Die umstrittene Callcenter-Branche wächst - auch dank großzügiger Subventionen der Bundesregierung: 2011 flossen rund 36 Millionen Euro in den Sektor. Der Großteil waren Hartz-IV-Leistungen an Beschäftigte, deren Lohn nicht zum Leben reicht.

Quelle: SPIEGEL ONLINE Aufstocker: Callcenter kosten den Staat jährlich 36 Millionen Euro

Das hat sich SPIEGEL nicht aus den Fingern gesogen, sondern das stand in einer Antwort des Arbeitsministeriums - die LINKE hatte eine Kleine Anfrage im Bundestag gestellt!

Diese Kanzlerin und ihre Regierung fördert regelrecht die Callcenter: Neben den Hartz-IV-Leistungen bezuschusst der Staat die Callcenter zusätzlich. So gingen in den Jahren 2011/2012 noch mal rund fünf Millionen Euro als Fördermittel an die Branche, davon allein 3,4 Millionen Euro im Jahr 2011. In der Summe subventionierte der Staat die Firmen also in einem Jahr mit 36,1 Millionen Euro.

Die Fördergelder stammen aus Töpfen von Bund und Ländern zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Größte Profiteure waren die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Zu den geförderten Unternehmen zählen auch Callcenter großer deutscher Konzerne.

Eine Kanzlerin, die mit staatlichen Mitteln eine Branche unterstützt, die Menschen menschenunwürdig ausbeutet, ist nie und nimmer wählbar! Ein Staat, der es zulässt, dass Menschen für ihre Vollzeitarbeit so wenig Lohn erhalten, dass sie auf Hartz IV angewiesen sind, ein solcher Staat verstößt tagtäglich gegen die Menschenwürde! Ein solcher Staat tritt das Grundgesetz tagtäglixh mit den Füßen! Und Politiker, die solche schlimmen Zustände zu verantworten haben, sind ebenfalls nie und nimmer wählbar!

Das Video zeigt besonders schlimme Sauereien im der Callcenter-Branche auf:


Hochgeladen am 02.02.2012 von Rüdiger Steinbeck

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Wer hat das Gold der Deutschen? - Blog von Kiat Gorina


Erinnern wir uns, am 5. August 2012 schrieb ich einen Artikel "Nach Golde drängt, / Am Golde hängt / Doch alles. Ach wir Armen!" und stellte die Frage, wo lagert eigentlich das Gold der Deutschen? Immerhin handelt es sich um 3.401,8 Tonnen Gold!

Heute schrieb BILD, dass bis 2015 immerhin 150 Tonnen zurück nach Deutschland geholt werden sollen. Zur Überprüfung. Und wo bleibt der Rest?

Quelle: BILD.de Schützen Soldaten den Gold-Transport?

Wir haben es dem Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler zu verdanken, dass sich in Sachen Goldreserven überhaupt etwas tut. Gauweiler hatte nicht locker gelassen und ein Gutachten in Auftrag gegeben. Und der Bundesrechnungshof hat gefordert, dass die Goldreserven regelmäßig überprüft werden müssen.

Aber die Amerikaner kamen mit faulen Ausreden wie, das sei kompliziert und aufwändig. Was ist am Zählen von Goldbarren aufwändig? Vorausgesetzt, die deutschen Goldbarren gibt es überhaupt noch?

BILD.de berichtet: "Tatsächlich liegen die Barren ungeordnet in den Tresorabteilungen der US-Fed, zum Teil ganz hinten an der Wand."

Hoppla, herrscht da eine Unordnung wie im Atomlager Asse? Ich denke mal, die ganze Sache stinkt ganz gewaltig.

BILD.de hat auch deutsche Politiker gefragt: "Ist es richtig, dass die Bundesbank nur einen Teil des Goldes nach Deutschland holt?"

Nein, sagen Politiker. Philipp Mißfelder zu BILD: „Die Bundesbank muss sich an das Bilanzrecht halten. Entweder regelmäßig kontrollieren oder das Gold zurückholen.“ FDP-Fachmann Heinz-Peter Haustein: „Das ganze Gold muss zurück. Gerade in der Krise brauchen wir Sicherheit über unsere Goldreserven.“

Das ist ja hochinteressant! Frau Merkel verkündet ja immer, dass es für Deutschland keine Krise gibt. Und da spricht Haustein ganz offen von einer Krise ...

Da weiß Dirk Müller doch etwas mehr:


Veröffentlicht am 24.10.2012 von Bananenrepublik1

Was passiert eigentlich, wenn die USA die Siegermächte herauskehren und das Gold behalten. Oder zugeben, dass das deutsche Gold längst verbraucht ist? Und außerdem stehe ihnen das als Siegermächte zu. Schließlich gibt es bis heute keinen Friedensvertrag!
besucherzhler

Donnerstag, 8. April 2010

Dumme Lehrlinge? - Blog von Kiat Gorina

Als ich heute in der Stadt war, begegnete ich einer Kundin, sie und ihr Mann haben einen Handwerkerbetrieb und hatten letztes Jahr einen Lehrling eingestellt. Sie war am Schimpfen:

"So eine dumme Socke habe ich noch nie gesehen! Den habe ich heute ins Lager geschickt, er sollte mir die gelagerten Farbeimer zusammenrechnen, je nach Farbe. Wir haben da einen unerklärlichen Schwund."

"Na und. Was ist schwierig daran?"

"Er kann das nicht machen. Er hat seinen Taschenrechner nicht dabei."

"Das ist vieleicht eine blöde Ausrede! Er braucht ja nur je Farbe zu zählen."

"Wir haben da Paletten mit mehreren Eimern drauf, da musst du dann multiplizieren!"

"Ja, wo ist das Problem?"

"Der beherrscht nicht einmal das einfachste Kopfrechnen! Und dann kommt er regelmäßig zu spät in die Berufsschule, manchmal gar nicht."

"Hast du schon mit den Eltern gesprochen?"

"Klar, aber zu denen ist er rotzfrech! Und die lassen sich das gefallen."

"Und ist er zu dir auch frech?"

"Das soll er mal versuchen! Wenn ich wieder einen Anruf von der Berufsschule bekomme, dann schmeiß ich ihn raus!"

"Ich glaube, du musst ihn dann vorher abmahnen. Aber erkundige dich vorher bei der IHK."

"Ach, geh mir doch mit diesen Heinis! Die haben uns vorgeworfen, dass wir unserem Lehrling keine Nachhilfe geben, wenn er in der Berufschule so schlecht ist."

"Wirklich? Das ist ja unglaublich!"

"Der meinte, die großen Firmen machen das auch. Aber dafür haben wir keine Zeit. Der Kerl hat sogar einen Quali! Ich frage mich nur, wie er den geschafft hat! Jedenfalls, dieses Schulsystem kannst du in der Pfeife rauchen!"

"Stimmt! Das höre ich von anderen auch immer wieder!"
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