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Freitag, 31. August 2012

Glosse: Der einfache Weg zu einem Doktortitel - Blog von Kiat Gorina


Es soll ja Menschen geben, die unbedingt einen Doktortitel benötigen oder meinen, dass sie solch einen Titel brauchen. Und um einen Doktortitel zu erwerben, bedarf es einiger Anstrengungen und Voraussetzungen - oft ein steiniger Weg. 

Da eröffnet sich natürlich ein Eldorado für Menschen, die ohne große Anstrengungen solche einen Titel erwerben wollen. Da gibt es beispielsweise die von einigen Insidern abfällig als "Doktormühle" bezeichnete Freie Universität Teufen Schweiz, Postfach 213, CH-9053 Teufen

Wer nun meint, das sei ein besonders großes Postfach und da stehe eine richtige Universität drin, wird enttäuscht sein. Diese Freie Universität ist so frei, dass sie sich die Freiheit nimmt, keine real existierende Universität zu sein, aber sie verkauft jede Menge von akademischen Titeln:
Quelle: BPB Freie Universität Teufen 

Wer nun meint, er brauche für den Verkauf von Doktortiteln unbedingt eine Universität, der irrt sich. In den USA, beispielsweise im Staat Florida, genügt eine Kirche. Und wer gerade keine eigene Kirche zur Hand hat, der gründet halt seine eigene Kirche. 

Da wurde mir doch wirklich ein Link auf eine Homepage zugeschickt. Da wird gegen Zahlung von ein paar hundert Euronen angeboten, bei der Gründung einer Kirche behilflich zu sein. Und es wird darauf extra hingewiesen, dass so eine Kirche befugt ist, Titel wie Dr. h. c. - honoris causa - zu vergeben. Natürlich gegen eine gewisse Spende für die Kirche. 
Quelle: Gründung einer Kirche in Florida 

Da steht doch wirklich: Die Gründung einer Kirche ist den USA ist nichts außergewöhnliches und ist eher mit einer nomalen Firmengründung in den USA zu vergleichen. Der Unternehmensgegenstand "Führung einer kirchlichen Glaubensgemeinschaft" sollte in den Articles of Incorporation vermerkt sein. 

Tja, irgendwie ist das ehrlich. Wenn ich mir manche Glaubensgemeinschaften hierzulande ansehe, da geht es auch in erster Linie um das Geld der Mitglieder und weniger um Religion.
Quelle: ems Kirche in den USA gründen


Veröffentlicht am 28.06.2012 von diewebag

besucherzhler

Samstag, 21. Juli 2012

Mutterns Küchengerät rettet internationale Firma - Blog von Kiat Gorina


Was? Wie denn das? Nein, das ist keine Ente, sondern wirklich passiert:
Mein Halbbruder Wotan hat in Florida eine Firma, die deutsche Schrauben, Muttern etc. für deutsche Autos verkauft. Wer im Internet bei "overatlantic" nachschaut, wird unter anderem lesen:
Jahreseinkommen 2,5 bis 9 millionen US-Dollar, 5 bis 9 Mitarbeiter. 
Ein florierendes Unternehmen also. 
Dann lud Wotan unseren Vater nach Miami ein. Mein alter Herr verschwand also nach Florida.  
Nun bekam Muttern wie jedes Jahr Forellen geschenkt, weil der Pivitsheider Forellenhof ein großes Werbeschild in ihren Garten gesetzt hatte.
So, wohin mit den Fischen? Tot und ausgenommen waren sie schon, also einfrieren. Muttern zückte die Gefriertüten, tütete die glitschigen Gesellen ein und ... jetzt wusste sie endlich, was in der Küche fehlte! Die ganze Zeit hatte sie sich schon gewundert. Irgendwas sah anders aus als sonst. Aber was? Aha! Nun war alles klar! 
Das Tütenschweißgerät fehlte. Wo konnte das gute Stück nur sein? Alles Suchen half nichts. Das Ding blieb verschollen. So rief sie bei mir an: "Weißt du zufällig, wo mein Tütenschweißgerät steckt? Immer stand es auf dem Büffet, und jetzt, wo ich es brauche, kann ich es nirgends finden."
Ich überlegte. "Hast du schon bei Papa in der Werkstatt geschaut? Der kann doch alles brauchen. Vielleicht hat er es weggetragen." 


"Meinst du?" Muttern klang verzagt, "da gehe ich gar nicht gerne rein. Weißt du noch, was mir beim letzten Mal passiert ist?"


Stimmt, da hatte Muttern sich eine derbe Platzwunde am Kopf geholt. Weil einer von Papas babylonischen Gerümpeltürmen eingestürzt war.


"Dann setzt du eben diesen alten Wehrmachtshelm auf, der neben der Tür hängt. Außerdem, das Teil ist doch knallig orange, wenn ich mich richtig erinnere? Das müsstest du auf einen Blick entdecken ..."


So weit reichte Mutterns Mut denn doch nicht. Dafür aß sie mehrere Tage nacheinander immer nur Forelle. Wo aber war das Tütenschweißgerät abgeblieben?


Das Rätsel löste sich kurz darauf. Mein Vater rief aus Florida an, er platzte fast vor Stolz: "Wotan hat so viel zu tun, das Geschäft floriert! Er ist eben doch ein richtig erfolgreicher Geschäftsmann!" Ach ja, diesen Lobgesang auf meinen Halbbruder kannte ich schon auswendig.


" ... greife ich ihm kräftig unter die Arme! Sonst kommt er mit der Auslieferung der bestellten Waren nicht mehr nach!  Wir schicken dir mit dem Computer ein Bild, da kannst du mit eigenen Augen sehen, wie erfolgreich Wotan ist!"


Später kam die angekündigte Mail mit dem angehängten Bild. Ah ja, genau so hatte ich mir eine Firma mit fünf Millionen Dollar Jahresumstz vorgestellt: da saß Vatern offenbar am Tisch in einer Küche, neben sich einen Haufen kleiner Tütchen mit Schrauben. 


Und vor ihm stand - Mutterns lang vermisstes Folienschweißgerät!
Na, dann wird es wohl nicht mehr lange dauern, dann macht er zehn Millionen Umsatz im Jahr, bei so einer "hochtechnologischen"  Firmenausstattung.


Hochgeladen von TheXxMatzexX am 17.07.2009


besucherzähler

Dienstag, 3. Juli 2012

Volle Deckung! Papa hat wieder was repariert! - Blog von Kiat Gorina


Mein Vater war im zweiten Weltkrieg Oberfeuerwerker. Und danach graduierter Ingenieur. Sicher, das waren andere auch. Aber wenn die Wehrmacht lauter so Experten wie meinen Vater gehabt hätte, wäre der Krieg schon vor Beginn verloren gewesen.
Auch zu Hause reparierte er oft Sachen, die danach entweder nicht mehr zu gebrauchen waren oder aber - ganz schlimm: die Dinger wurden mit jeder Menge zusätzlicher neuer Kabel, Knöpfe, Hebel und Schaltern ausstaffiert. 
Meine "Mutter" hatte irgendwie gelernt, mit diesem Tick umzugehen. So bekamen wir schon Ende der 1980-er Jahre ein Fernsehgerät. Schauen durfte aber nur mein Vater als Herr des Hauses. Wahrscheinlich hatte er Angst, dass sich der Bildschirm abnutzt oder so, wenn ich auch mitschauen wollte. Muttern wurde dann auch zugelassen. Meinem Vater war nämlich eingefallen, dass, wenn Muttern im Nebenraum saß, dort ebenfalls eine Glühbirne brannte, damit sie nicht ganz im Dustern saß. Und im Dunkeln konnte sie wohl kaum seine Socken stopfen.
Gut, auch sie kam in den Genuss der Glotzkiste. Weil das ja Strom sparte. Und die Glühbirne nebenan würde dann ja auch länger halten.
Irgendwann Mitte der 1990-er befiel Vatern anscheinend ein Kaufrausch. Eine Satellitenschüssel wurde angeschafft.
Als ich zu Besuch nach Detmold kam und Vatern nicht in Sichtweite war, führte Muttern mir stolz die Neuanschaffung vor. 
Ich hatte mich schon gewundert, ob Papa im Fernsehraum eine Art Raumschiffzentrale installiert hatte. Mehrere Schalt- und andere Blechkästen wurden durch ein Gewirr von dicken und dünneren, glatten und gedrehten Kabeln miteinander verbunden. 
Einen Moment lang befiel mich der Schreckgedanke, das Ganze sei vielleicht eine Zeitbombe. Schon öfter hatte Vatern im Keller mit Schwarzpulver und diversen anderen feuergefährlichen Dingen experimentiert. Nicht nur einmal rummste es fürchterlich  - wir ahnten Schlimmes und rasten in den Keller, aus dem dicke Rauchwolken quollen. 
Hatte es Vatern jetzt erwischt ... nein, stahlend tauchte er auf, mit einer Art Trafo in der Hand. Er hatte von außen gezündet.
Uff, also keine Zeitbombe. Das Ganze war seine Art, den Satellitenempfänger in Gang zu bringen. Ratlos stand ich vor dem Aufbau: "Und, wie kriegt man das jetzt an?", fragte ich - ich wurde aus dem Gewirr nicht schlau.
Muttern lachte. "Da bist du nicht allein. Papa vertut sich selbst auch immer wieder. Aber guck mal, hier" , damit schlug sie die Tischdecke zurück und ein vollgeschriebener Zettel kam zum Vorschein! Darauf hatte sie sich notiert, was in welcher Reihenfolge wie zu tun war. Also ein Kochrezept für Fernseher.
Dann flog mein Vater nach Miami, Florida. Mein Bruder Wotan hatte ihn eingeladen. Immer wieder schwärmte mein Vater davon, was für ein erfolgreicher Geschäftsmann mein Bruder doch sei. Ich hingegen ...
"Wotan hat da richtig was auf die Beine gestellt! Er fährt die freien Werkstätten ab und beliefert sie mit Schrauben im metrischen System für die deutschen Autos! Stell dir vor, er ist jetzt schon Millionär! Er hat so viel zu tun, dass ich ihm sogar helfen musste, die Schrauben abzuzählen und einzutüten!" Papa quoll fast aus dem Hemd vor Stolz.
"Was? Schraubenmillionär? Und da habt ihr am Tisch gesessen und die Schrauben einzeln abgezählt? Irgendwas stimmt da doch nicht. Bist du sicher, dass Wotans Firma wirklich Millionen erwirtschaftet!?" Mich befielen heftige Zweifel an der Erzählung!
"Wotan ist sehr erfolgreich! Und das Abzählen von Hand hat auch ein Ende. Ich bin nämlich dabei, ein Schraubenabfüllgerät mit eingebautem Zähler zu konstruieren. Was mir noch Probleme bereitet ist, dass sich die Schrauben immer im Auslass verkanten ... Und so ganz billig wird die Herstellung dann auch nicht, weil das ja ein Einzelstück wird, wo man immer die verschiedenen Auslassquerschnitte einsetzen muss."
"Papa, du bist doch Ingenieur, da müsste das doch eigentlich ganz einfach für dich sein ..." So, weiter reichte meine Selbstbeherrrschung nicht. Ich schaffte es gerade noch durch die Tür, dann brüllte ich vor Lachen. 
Wieso wogen diese Spezialisten nicht einfach immer zehn Teile ab, dann konnten sie doch ausrechnen, welches Gewicht dann 100, 200 oder sonst wie viele Schrauben haben. Tja, dem Ingenieur ist nichts zu schwör. 
Bleibt zu hoffen, dass Vatern mir nichts von seinen Umständlichkeitsgenen vererbt hat. Ich bin nämlich auch Ingenieur...
Hochgeladen von Padde86 am 07.12.2007


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Sonntag, 26. Februar 2012

VOLKER HANNEMANN WANTED! URGENT!


I am looking for my brother Volker Hannemann. He wrote: "It would be a relief to not have to fight every day to earn an income." I want to help him, that he at least can buy enough to eat.
For that purpose I need to send him a document urgently, which he has to sign.
But I do not have his new address. He lived in Miami, Florida. There is his company OVER ATLANTIC Inc. But he could not receive my letter. Maybe he is in California now.
Volker is about 2 m (6.5 ft) tall and very slim. His right arm is paralyzed and always hangs limp. Please help me! It is urgent! Who knows his new address?