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Freitag, 2. August 2013

Lammerts Doktorarbeit: Plagiat - Ja oder Nein? Ist das eine Frage?

Da fallen jetzt viele her - über das Pseudonym Robert Schmidt! Weil er anonym bleiben will! Ist das nicht sein gutes Recht? Was hat er denn gemacht? Er hat sich akribisch die Doktorarbeit des Herrn Lammert angesehen. Und er hat Stellen gefunden, die seiner Meinung nach für ein "Fehlverhalten" sprechen.

Aber nein! Es werden jetzt nicht diese angeprangerten Stellen untersucht, sondern es wird auf diesem Plagiatsjäger herumgehackt: Wieso bleibt der anonym? Ja, wieso denn? Er wird schon seine Gründe haben. Und im übrigen dürfte die NSA bestimmt wissen, wer sich hinter Robert Schmidt versteckt. Oder die Briten. Oder - wer weiß das sonst!

Und gerade bei Lammert ist ja Vorsicht angebracht: Erinnern wir uns nur an den Fall von Journalisten und deren Zeugnisverweigerungsrecht. Sogar Wikipedia nahm das auf. 

Quelle: Wikipedia Norbert Lammert: In mediale Kritik geriet Lammert im August 2007, weil er Strafanzeigen und Strafverfolgungsermächtigungen an Staatsanwaltschaften weiterleitete, ohne die von Siegfried Kauder und Max Stadler schriftlich formulierten Befürchtungen, die Pressefreiheit könnte durch Verfahren gegen Journalisten beeinträchtigt werden, mitzuversenden. Bei den Verfahren der Staatsanwaltschaften in Berlin, Frankfurt am Main, München und Hamburg gegen Journalisten ging es um die Veröffentlichung von angeblich geheimen Akten aus dem Ausschuss zur Untersuchung zur angeblichen Bespitzelung von Journalisten durch den BND. Kritiker von Lammert äußerten die Befürchtung, durch die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen (u. a. des Berliner Oberstaatsanwalts Karlheinz Dalheimer) werde das Journalisten zustehende Zeugnisverweigerungsrecht entwertet.

Schützenhilfe erhält der anonyme Blogger vom österreichischen Plagiatsexperten Stefan Weber.

Quelle: RuhrNachrichten.de Experte über Lammerts Doktorarbeit: „Eindeutig ein Plagiat“: Für den österreichischen Plagiatsexperten Stefan Weber ist bei der Doktorarbeit von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) eindeutig wissenschaftliches Fehlverhalten feststellbar. „Das ist ein Plagiat. Daran gibt es nichts zu rütteln“, sagte Weber. Zugleich erhält Lammert Unterstützung von Wissenschaftlern, bei denen er sich bedient haben soll.

Es gibt ja auch Wissenschaftler, die Lammert die Stange halten - wie beispielsweise  der Politologe Jäger. Der anonyme Blogger wirft ja Lammert vor, er habe aus einem Buch zitiert, das es überhaupt nicht gibt.

Zu eben diesem "Buch" sagt der zitierte Politologe Jäger: Der im Internet veröffentlichten Aufstellung zufolge soll sich Lammert bei dem Politikwissenschaftler Jäger bedient und aus einem Buch zitiert haben, das es gar nicht gibt. Dies sei falsch, betonte Jäger. Er habe damals den Titel fehlerhaft wiedergegeben, das Buch existiere jedoch.

Das wird ja immer schöner: Da nennt der Politologe in einer Arbeit ein Buch - jedoch mit falschem Titel! Und Lammert zitiert aus eben diesem Buch und verwendet den falschen Titel! Das ist doch oberpeinlich! Wir sollten doch davon ausgehen können: Zitiert jemand aus einem Buch, dann sollte der Zitierende die Stellen im Buch selbst gelesen haben. Und dann müsste er auch den genauen Titel des Buches kennen. Oder irre ich mich da?

Für das Kabinett Merkel kommt es knüppeldick! 

Quelle: RuhrNachrichten.de Politiker und ihre Doktorarbeiten: Plagiatsvorwürfe und entzogene Doktortitel haben schon so manchen Politiker in Bedrängnis gebracht. Eine Übersicht mit den prominentesten Beispielen.

Das ist ja kein Ruhmesblatt für die Regierung Merkel, für diese schwarzgelbe Koalition! Merkel stellte sich hin und behauptete, ihre Regierung sei die erfolgreichste Regierung - seit der Wiedervereinigung:


Veröffentlicht am 23.11.2012 von MisterSirComedian

Und so etwas will die Wahlen gewinnen?!
Übernommen von Over-Blog

Sonntag, 24. März 2013

GLOSSE: Annette lässt das Mausen nicht? - Blog von Kiat Gorina


Diese Republik ist immer für Überraschungen gut! Da gab es eine Bundesbildungsministerin, die vor Jahrzehnten eine Doktorarbeit verfasst hatte. Und es gibt einen Plagiatsjäger, der sich Robert Schmidt nennt, aber anonym bleiben will. Er hatte akribisch diese Dissertation nach plagiierten Stellen durchsucht und wurde fündig. 

Da blieb der philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf nichts anderes übrig, als der Ministerin den Doktortitel abzuerkennen. Welch eine Blamage! Für die ehemalige Ministerin und für die Kanzlerin! Denken wir nur an ihr Verhalten in der Causa Guttenberg. Ist diese Bundesregierung ein Magnet für plagiierende Minister? Es scheint so.


Veröffentlicht am 09.02.2013 von Hetzenjagd

Und diese Ex-Ministerin ist anscheinend bei einem weiteren Plagiat ertappt worden: Jetzt hat sich der Plagiatsjäger Schavans zehnseitigen Aufsatz „Die Frage nach Gott und dem Menschen. Theologie in der Universität“ vorgenommen, der 2008 im Herder-Verlag in einer Festschrift für Kardinal Walter Kasper zum 75. Geburtstag erschienen ist. Aus Peter Walters Aufsatz „Universität und Theologie im Mittelalter“, 2007 publiziert im Herder-Sammelband „Universität ohne Gott? Theologie im Haus der Wissenschaft“ habe Schavan im Umfang von etwa einer Textseite Passagen einer Darstellung zur Geschichte der europäischen Universität abgeschrieben, ohne diese Stellen als Zitate zu kennzeichnen.

Quelle: TAGESSPIEGEL Neuer Plagiatsvorwurf gegen Schavan

Und der Plagiatsjäger kommt zum Schluss: Die Verfasserin präsentiert ihre Ausführungen zur Geschichte der europäischen Universität so, als stammten sie von ihr. Tatsächlich übernimmt sie diese aber von Walter (2007), strukturiert sie neu und schreibt sie mehr oder weniger stark um; ein substanzieller eigener Beitrag ist nicht erkennbar. Walter wird in dem vorliegenden Aufsatz an keiner Stelle erwähnt. Aus Walters (2007) "ersten Jahrhunderten" werden bei der Verfasserin "erste[n] Jahre[n] und Jahrzehnte[n]". Lediglich der abschließende Relativsatz "das zu einer gewissen inneren Fragilität beitrug" stammt originär von ihr.

Soso, diese Plagiatorin macht aus Jahrhunderten dann Jahrzehnte und faselt von einem "Fragilitätsbeitrag ... Das ist ihre Eigenleistung. Und so etwas war für die Bildung und Forschung dieser Republik zuständig! Und sie wurde ja so über den grünen Klee gelobt! Wofür eigentlich?

Vielleicht dafür, dass sie im Interview Kinder angelogen hat?!


Veröffentlicht am 25.02.2013 von clipcubede


Übernommen aus Over-Blog