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Sonntag, 14. Juli 2013

GLOSSE: Die Doktorarbeit des Hubert H. - im Modellmaßstab 1:8

Da gibt es den "Bund für Geistesfreiheit", er hat sich auf seine Fahnen geschrieben: Wie erwischen wir die schwarzen Schafe unter den Doktoranden? Spätestens seit dem Fall - im wörtlichen Sinn des Wortes - des Freiherrn von und zu ist ja bundesweit bekannt, dass auch in Deutschland abgeschrieben wird, ja, auch bei der Erstellung einer Doktorarbeit.

Am 27. Juni 2013 veröffentlichte die Abendschau in München einen schier unglaublichen Artikel:

Quelle: Abendschau München Hubert Haderthauer: Doktorarbeit abgeschrieben?: Die Dissertation von Hubert Haderthauer, dem Mann der bayerischen Sozialministerin, ist nur zehn Seiten kurz. Die Universität Würzburg untersucht das Schriftstück jetzt.

Ich schaute zweimal hin, das kann doch nicht sein! Zehn Seiten und dafür den Doktortitel. Rafael - ein Kommentator meines Blogs - brachte es auf den Punkt: Der Haderthauer liebt doch Modellautos - im Maßstab 1:8 und voll funktionsfähig! Da hat sich Hubert H. wohl gedacht: Wenn meine in der Forensik gebauten Autos sich so gut und vor allem teuer verkaufen, dann liefere ich halt eine Dissertation im Modellmaßstab ab - 1:8. 

Wenn ein Doktorand im medizinischen Bereich heutzutage 80 Seiten zusammenbringt, dann gilt das als viel! Und 80 Seiten im Maßstab 1:8, das ergibt nach Adam Ries zehn Seiten. Also machte sich Hubert H. auf die Suche nach einem zehn Seiten langen Text. Und er erinnerte sich: Ach ja, er hatte ja einst mit Professor Peter K. einen zehn Seiten langen Artikel verfasst - in der "Zeitschrift für mikroskopisch-anatomische Forschung". Peter K. war da auch als zweiter Autor genannt.

Also wurde dieser Artikel als Dissertation eingereicht, der Name des zweiten Autors wurde weggelassen, aber nicht die originalen Seitenzahlen! Schließlich sollte das ja eine möglichst wirklichkeitsgetreue Modell-Doktorarbeit sein. Im Maßstab 1:8 - also zehn Seiten! Und Peter K. erschien dann als Doktorvater ... Und diese Modell-Doktorarbeit war und ist bis heute voll funktionsfähig!

Der Hubert H. ist heute Leitender Arzt am Landgericht - mit rechtsgültigem Doktortitel - verliehen von der  Universität Würzburg! Da sollen diese zehn Seiten sogar auf Plagiate untersucht werden. Dabei ist diese Modell-Doktorarbeit - buchbindermä0ig gesehen - ein edles Handwerksstück - so richtig in edlem braunen Karton gebunden - wie es sich für ein kostbares Modell gehört!

Und was meint Hubert H. zum Plagiatsvorwurf?

Der Donaukurier berichtete: „Es kann ja auch keinen geben. Das alles ist völliger Nonsens“, antwortet Hubert Haderthauer, als er gestern vom DK überhaupt erst von der Untersuchung erfährt. „Das war eine völlig neue Arbeit, da können sie nichts abschreiben.“ Er habe seinerzeit eineinhalb Jahre daran gearbeitet und zum Beispiel die Ratten selbst gezüchtet. „Das ist alles von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mitfinanziert worden.“ Haderthauer zeigte sich gestern angesichts der Untersuchung betont gelassen. Obwohl er nicht mit schneller Aufklärung rechnet: „Das wird sich ziehen.“

Quelle: donaukurier.de Haderthauer muss um Doktortitel bangen: Ingolstadt (DK) Wegen der Modellautoaffäre stand Hubert Haderthauer schon in den Schlagzeilen, nun wartet auf den Ehemann von Sozialministerin Christine Haderthauer der nächste Ärger. Der Leitende Landgerichtsarzt muss um seinen Doktortitel bangen.

Weitere Infos: Causa Haderthauer - Fragen für einen Untersuchungsausschuss: In der Causa Haderthauer tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf. Da verstehe ich die Oppositionsparteien nicht. Wieso stellen sie keinen Antrag auf einen Untersuchungsausschuss? Was bislang so tröpfchenweise über die Medien ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, macht doch neugierig. Oder haben auch die Oppositionsparteien Angst, mit in den forensischen Sumpf bayerischer Bezirkskliniken hineingezogen zu werden?

Wer da etwa meint, diese Fragen müssten im Landtag beantwortet werden, irrt sich - nicht im bayerischen Landtag: Da bestimmt derzeit noch eine Mehrheit von CSU und FDP, was beantwortet wird. Fragen zur Causa Haderthauer gehören nicht dazu!

Quelle: tagblatt.de CSU und FDP verhindern Diskussion im bayerischen Landtag zur Modellwagen-Affäre der Christine Haderthauer: Die sonst so redefreudige Ministerin gibt sich wortkarg, und auch CSU und FDP im Landtag sehen keinen Aufklärungsbedarf. Ein entsprechender Oppositionsantrag im Sozialausschuss wurde von der Regierungsmehrheit abgelehnt.

Derzeit kommt es schon es öfters vor, dass Frau Haderthauer ausgebuht wird - beispielsweise in Allershausen. Da ging es um die dritte Startbahn im Erdinger Moos. In einem Bürgerentscheid waren die Bürger eindeutig gegen eine dritte Startbahn:

Quellen: 

  1. Die Angst der Bayerischen Staatskanzlei vor einem "München 21": Wieso? Soll der Münchener Bahnhof doch verbuddelt werden? Wie in Stuttgart? Nein. das nicht! Aber die Bayerische Staatskanzlei hat Angst bei einem weiteren Großprojekt - der dritten Start- und Landebahn für den Flughafen Franz-Josef-Strauß im Erdinger Moos. Schon jetzt ist der Lärm der Flugzeuge für die Anwohner unerträglich. Und warum eine dritte Bahn? Nur damit der Flughafen vielleicht größer wird als der Frankfurter? Nur deswegen, damit sich der Ministerpräsident auf die Schulter klopfen kann, Bayern habe den größten Flughafen in Deutschland, ja in Europa! Es gibt eine Bürgerinitiative: "AufgeMUCkt". Sprecher dieser Initiative ist Hartmut Binner - wahrlich kein Grüner, also kein "Fortschrittsverweigerer"! Er ist gläubiger Katholik, war 40 Jahre lang bei der Polizei und ist gegen die dritte Startbahn, weil er und viele andere die Schöpfung bewahren wollen.
  2. Bürgerentscheid: 3. Startbahn für Flughafen München-Erding: Ein Drittel der Stimmen waren ausgezählt: fast 57 Prozent sind gegen diese dritte Startbahn - die Grünen jubilieren, die Schwarzen und Gelben sind sauer. Das Ergebnis gilt wie ein Stadtratsbeschluss, ist demnach für den Flughafen rechtlich bindend! Und es zeigte sich auch, was diese CSU von Demokratie hält: Seehofer und sein Adjutant Wirtschaftsminister Zeil haben vor dem Bürgerentscheid bereits verkündet: "Die 3. Startbahn muß kommen – mit oder ohne Bürgerentscheid."

Deshalb auch die Demonstration in Allershausen gegen Christine Haderthauer. Die CSU versucht trotz des Bürgerentscheids in München (und damit gegen eine demokratische Entscheidung) die dritte Startbahn politisch/gerichtlich durchzuboxen. Derzeit wird in der CSU überlegt, die Münchner Anteile abzukaufen um den Bürgerwillen aushebeln zu können - mit Steuermitteln versteht sich.


Veröffentlicht am 26.06.2013 von BIFahrenzhausen

Übernommen von Over-Blog

Mittwoch, 3. Juli 2013

GLOSSE: Die Wendemanöver einer Justizministerin - wie ein Fähnchen im Wind

Da veröffentlichte ich bereits am 21. März 2013 einen Artikel über den bayerischen Ministerpräsidenten, der ja für seine Entscheidungen nach dem Motto "Heute so - morgen so" bekannt ist. Die bayerische SPD produzierte dazu eigens eine Webseite
http://www.drehhofer.de in der so einige der Seehofernschen Wendemanöver aufgeführt sind.

Quelle: Bayern-SPD: Seehofer ist Drehhofer: Horst Seehofer reagiert sauer: Er wirft der SPD einen "schmutzigen" Wahlkampf vor. Schmutzig? Was ist daran schmutzig? Seehofer hat halt öfter seine Entscheidungen vom Vortag über Bord geworfen und dann anders entschieden. Wieso regt er sich auf? Damit erreicht er doch nur, dass sich Bürger diese Seite von der SPD ansehen und dann nicken: Stimmt!

Also, unter einem "schmutzigen" Wahlkampf stelle ich mir etwas anderes vor. Wobei gerade die CSU für solche fragwürdigen Methoden berüchtigt ist. Erinnern wir uns doch nur an Dr. Gabriele Pauli, wie sehr wurde da in ihrem Privatleben geschnüffelt. Und die CSU-Schnüffler fanden nichts. Und als sich Pauli mit überlangen Latexhandschuhen ablichten ließ, dann wurde dies hochgestachelt und behauptet, Pauli sei deshalb für die Bayern nicht wählbar.

Überhaupt, mit politisch aktiven Frauen hat die CSU immer wieder ihre Probleme. So auch mit der Josefa Schmid. Als sie - den CSU-Männern zum Trotz - als Einzelkämpferin für das Amt des Landrates in Regen kandidierte und respektable zehn Prozent Stimmen einfuhr, dann war das wieder einem CSU-Mann zuwider. Dem Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. 

Ja, genau der, der dieses Jahr über die "Verwandtenaffäre" gestolpert ist. In seinem Wahlkreisbüro beschäftigte er nicht nur seine Ehefrau, sondern auch seine beiden Töchter! Ja, die CSU förderte ja schon immer die Familienbetriebe. Wer weiß, vielleicht ist die gesamte CSU ein Familienbetrieb: Die CSU - eine große Familie!

Jetzt bin ich doch glatt vom Thema abgewichen - eigentlich wollte ich über Wendehälse schreiben: über Politikerinnen und Politiker, die ihr Fähnchen nach dem Wind richten. Aber, aber! Solche Wendehälse sind doch längst Geschichte! Sie gab es vielleicht in den Zeiten der früheren DDR und vielleicht ab und an nach der unmittelbaren Wiedervereinigung beider deutschen Staaten, die genau genommen keine Wiedervereinigung war, sondern die frühere DDR ist dem westlichen Deutschland lediglich beigetreten - und so wurde das Grundgesetz breit getreten - vor allem der Artikel 146. 

Quelle: Wikipedia Grundgesetz:  Die für den Fall der Wiedervereinigung in Frage gekommene Abstimmung über eine Verfassung gemäß Art. 146 fand jedoch angesichts des „Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland“[14] nicht statt.

In der Fußnote [14] stellt Wikipedia fest:  Zur auch gebräuchlichen Bezeichnung „Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“ anstatt „für die“ siehe Bekanntmachung des Schreibens der Präsidentin der Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik vom 25. August 1990 und des Beschlusses der Volkskammer vom 23. August 1990 über den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland (B. v. 19. September 1990, BGBl. I S. 2057; Geltung ab 28. September 1990)

Ja, eigentlich hätte es ja dazu eine Volksabstimmung geben müssen! Oder habe ich da etwas verpasst?

Jetzt bin ich schon wieder vom Thema abgewichen - was ist nur heute los? Eigentlich wollte ich auf die Wendemanöver der bayerischen Justizministerin Dr. Beate Merk hinaus - genau diese Frau, die sich vor dem Untersuchungsausschuss als "politische Spitze" bezeichnet hat:

Quelle: Merk und Mollath: Die politische Spitze sagt aus!: Gell, damit das allen klar ist, Frau Ministerin ist keine Sachberarbeiterin, das wollte Frau Ministerin gleich klarstellen! Und Frau Ministerin sagt auch, was sie in Wirklichkeit ist:

"Ich bin keine Sachbearbeiterin. Das sage ich jetzt ironiefrei. Ich bin die politische Spitze dieses Hauses."

Das ist doch ein Selbstverständnis, das sich gewaschen hat. Und Frau Ministerin versucht, alle ihre Spitzenbeamten reinzuwaschen - sie, die politische Spitze. Und außerdem sei der Mollath selbst schuld, weil er keinen neuen Gutachter nennen konnte. Aber, aber Frau Ministerin! Da sitzt der arme Mollath - abgesperrt vor der Öffentlichkeit, in der Psychiatrie und da soll er einen neuen Gutachter benennen?! Wie soll das gehen?

Dr. Beate Merk gab der Augsburger Allgemeinen ein Interview - Menschenskinder, da hat Frau Ministerin eine Kehrtwendung hingelegt! So richtig um 180 Grad! Das soll ihr jemand erst mal nachmachen. 

Quelle: Augsburger Allgemeine Beate Merk: Unterbringung von Mollath zunehmend "unverhältnismäßig": Gustl Mollath: Seine Unterbringung ist "mit zunehmender Dauer unverhältnismäßig". Das sagt Bayerns Justizministerin Beate Merk - und will dies auch beim Verfasssungsgericht vorbringen. 

Von "verhältnismäßig" zu "mit zunehmender Dauer unverhältnismäßig"! Dazu ist nur eine promovierte Juristin fähig. Mit der Dissertation der Dr. Beate Merk befasste sich auch der Honigmann:

Quelle: Der Honigmann sagt ... Was besagt die Doktorarbeit von Frau Beate Merk wirklich…?: Das ist die ganze wissenschaftliche Leistung der Frau Dr. Beate Merk und dafür hat sie noch eine Ehrenauszeichnung von einem kirchlichen Träger erhalten, in der ihr Doktorvater führendes Mitglied war und Spenden entgegengenommen hat.

Aber das ist gewiss nur die Meinung eines Einzenlnen und nicht die Meinung der CSU ... Es soll auch schon Plagiatsjäger geben:

Quelle: PlagiPedi Wiki Merk, Beate Maria: Legislative und judikative Einflussnahmen auf die Kommunen bei der abgabenrechtlichen Behandlung ihrer öffentlichen Einrichtungen (Dissertation): Ich komme jetzt nur nicht drauf, wie man mit einem derartigen Dissertationstitel einen "Dr. utriusque", einen Doktor beider Rechte, also (profanes) Recht und Kirchenrecht bekommt. Habe ich geglaubt, dass hierfür auch irgendein "Kirchenbezug" bereits im Dissertationstitel deutlich sein müsste.

Das hört sich doch beeindruckend an: Frau Doktor utriusque!

Übrigens, eine Liste der zur Überprüfung vorgeschlagenen Dissertationen gibt es auch:

Quelle: PlagiPedi Wiki Liste der zur Überprüfung vorgeschlagenen Arbeiten


Veröffentlicht am 11.11.2012 von LiveShotsBerlin


Samstag, 30. März 2013

Amerikanisierung des deutschen Trinkwassers - Blog von Kiat Gorina


Heute war ich noch einkaufen. Auf dem Parkplatz sah ich ein Paar, das mehrere Einkaufswägen mit Wasserflaschen zu ihrem Auto schob. Gleich schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: "Das werden doch nicht Opfer des hiesigen Trinkwasserversorgers sein?" Ich sprach sie an, es stellte sich heraus, sie waren wirklich Opfer eines kommunalen Zweckverbands zur Trinkwasserversorgung.

Ja, sie hatten früher einen Hausbrunnen. Dann wurden solange Wasserproben gezogen, bis eine Probe einen zu hohen Nitratgehalt aufwies. Die Hausbesitzer wollten einen Tiefbrunnen bauen. Aber der kommunale Trinkwasserversorger erlaubte ihnen nicht, ihren Brunnen zu bauen! Wieso eigentlich? Wenn ein privater Hausbesitzer auf eigene Kosten einen Tiefbrunnen bauen will, wieso muss sich da ein kommunaler Trinkwasserversorger einmischen?

Es ging sogar noch weiter: Der Trinkwasserversorger verlangte sogar, dass der eigene Brunnen zugeschüttet werden musste! Nicht einmal für Brauchwasser wie zum Blumengießen durfte das Wasser des eigenen Brunnens verwendet werden. In welchem Land leben wir eigentlich? Antwort: Im Freistaat Bayern!

Also wurde diese Familie zwangsweise dazu verdonnert, das Wasser von eben diesem Trinkwasserversorger zu nehmen. Aber dann gab es ein großes Problem. Die Leitung zu dem Haus der Familie war übermäßig dimensioniert. Folge: Das Wasser stand die meiste Zeit und gammelte vor sich hin! Diese Familie sah keinen anderen Ausweg, als ihr Wasser im Supermarkt zu holen. Das Wasser des kommunalen Trinkwasserlieferanten nahm sie nicht und weigert sich weiterhin, es zu trinken!

Sie nimmt die Doppelkosten in Kauf - der Gesundheit zu Liebe! Doppelkosten deshalb, weil sie die monatliche Grundgebühr an den kommunalen Zweckverband entrichten muss. Und dann die Kosten für das Trinkwasser aus dem Supermark!

So weit ist es in Bayern schon gekommen! Wer gesund leben will, muss für fragwürdiges "Trinkwasser" vom kommunalen Zweckverband bezahlen, aber sein Trinkwasser aus dem Supermarkt holen, wenn ihm seine eigene Gesundheit etwas wert ist!

Aus den USA ist uns ja bekannt: Da ist es Usus, sein Trinkwasser aus dem Supermarkt kanisterweise nach Hause zu schleppen. Selbst Thomas Gottschalk schleppt diese Trinkwasserkanister nach Hause. Grund: Leitungswasser ist in den USA sehr stark gechlort und das ist nicht jedermanns Geschmack. Und oft enthält Leitungswasser mehr Arsen als der Körper verträgt!

So, sind jetzt auch im Freistaat amerikanische Verhältnisse eingekehrt, was das Trinkwasser angeht?! Offensichtlich ja! Es ist ein Trauerspiel, wenn ein kommunaler Trinkwasserversorger sich aufführt wie ein Halbgott! 

Diese CSU macht sich damit keine Freunde! Im Herbst wird ein neuer Landtag gewählt. Und ein neuer Ministerpräsident! Wegen Problemen mit der kommunalen Wasserversorgung kracht es immer öfter! Die Bürgerinnen und Bürger lassen sich nicht mehr alles gefallen! Immer mehr haben erkannt, dass die Bürgermeister und Landräte gewählt wurden, um für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen. 

Und wenn ein Bürgermeister oder ein Landrat und seine Untergebenen nur arrogant agieren, ohne die berechtigten Forderungen der Wähler zu berücksichtigen, dann werden sie abgewählt. Soviel ist sicher! Die Zeiten der einstigen Platzhirsche sind vorbei.

Gerade beim Thema Trinkwasser: Wenn ein kommunaler Zweckverband nicht in der Lage ist, einwandfreies Trinkwasser zu liefern, dann werden die dafür Verantwortlichen demnächst abgewählt. Oder wenn in bestimmten Gebieten von den Fernwasserversorgern derart viel Trinkwasser abgepumpt wird, dass der Grundwasserspiegel eklatant sinkt, dass immense Bauschäden entstehen, dann schließen sich immer mehr Betroffene zusammen. 

Nach dem Motto: "Gemeinsam sind wir stark!" Und wenn die zuständigen Behörden weitermachen wollen wie bisher, wenn eben diese Behörden die berechtigten Forderungen und Einwände der Betroffenen einfach vom Tisch fegen wollen, dann werden sich diese Betroffenen und in vielen Fällen Geschädigten von der CSU abwenden! Wollen das Seehofer und Co. wirklich riskieren?

Wie sagt der Volksmund: "Beim Geld hört die Freundschaft auf!" Angesichts der grassierenden Probleme mit der Wasserversorgung heißt es immer öfter: "Beim Trinkwasser hört die Freundschaft auf!"

Vor allem wenn Mitglieder der selbsternannten Elite auf einen Landratsposten gehievt werden:

Was soll ich von diesen Eliten halten? Nicht viel! Da bekam ich beispielsweise eine Doktorarbeit zu lesen - mit dem langen Titel "Neue Planungskultur in der Regionalentwicklung - Erarbeitungsverfahren und Strategien Regionaler Entwicklungskonzepte in Bayern"

Da habe ich - zielsicher die Seite 158 aufgeschlagen und finde These I: "Regionale Entwicklungskonzepte finden in der Praxis der Regionalentwicklung breite Anwendung". 

Wohlgemerkt, das ist eine These. Und diese These wird verteidigt! In einer Doktorarbeit. Und für eine solche These wurde ein Doktortitel verliehen. Ein Dr. rer. nat. Also der Naturwissenschaften - das lässt kein Schwafelfach vermuten.

Also, kann eine Hausfrau dann auch eine ähnliche These aufstellen wie "Plätzchenrezepte finden in der Praxis des Plätzchenbackens breite Anwendung." Und kann sie dann darüber eine Dissertation verfassen und kriegt sie dafür einen Doktortitel? Wohl eher eine Narrenkappe - es ist ja bald Fasching.

Doch zurück zu dieser Doktorarbeit:

Auf Seite 160 finde ich eine These III: "Planungsstrategien werden in der Praxis der Regionalentwicklung im Sinne des Perspektivischen Inkrementalismus, der Projektorientierten Planung oder der Strategischen Planung entwickelt."

Was für eine tolle These? Und was soll Inkrementalismus sein? Also suchen wir doch mal. Und ich wurde fündig, da gibt es ein Dokument von H. Blotevogel - aus dem Jahr 1998. Ein sehr aufschlussreiches Dokument, erklärt es doch "Inkrementalismus" kurz und knapp, was das ist: "kurzatmiges Krisenmanagement (Inkrementalismus)"!

Da schaute ich doch gleich im Verzeichnis der in dieser Dissertation zitierten Quellen: Ja, Blotevogel ist zweimal genannt, einmal ein Text aus dem Jahr 1994 und dann 1999. Und was ist mit dem Text aus dem Jahr 1998? Ach was, dieser Text ist ja kontraproduktiv - so einen Text kann ja jeder verstehen!

Und außerdem ist Dr. Jürgen Ludwig - der Verfasser der Dissertation - heute Landrat des flächengrößten Landkreises in Bayern. Stellen wir uns doch vor, der Landrat muss einen seiner Mitarbeiter kritisieren. Was wirkt dann besser? "Was Sie da machen, ist kurzatmiges Krisenmanagement!" Oder "Das ist Inkrementalismus!" 

Die erstere Kritik sitzt! Aber bei der zweiten wird der Betroffene allenfalls grübeln. "Inkrement ...? Was meint er nur? Vielleicht Exkrement? So eine Scheiße!"

Quelle: Wowi - Rücktritt - alles Paletti? - Wer fliegt noch?


Wasser macht dick, dumm und krank
Hochgeladen am 31.01.2011 von Hans-Jürgen Saum

Sonntag, 24. März 2013

GLOSSE: Annette lässt das Mausen nicht? - Blog von Kiat Gorina


Diese Republik ist immer für Überraschungen gut! Da gab es eine Bundesbildungsministerin, die vor Jahrzehnten eine Doktorarbeit verfasst hatte. Und es gibt einen Plagiatsjäger, der sich Robert Schmidt nennt, aber anonym bleiben will. Er hatte akribisch diese Dissertation nach plagiierten Stellen durchsucht und wurde fündig. 

Da blieb der philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf nichts anderes übrig, als der Ministerin den Doktortitel abzuerkennen. Welch eine Blamage! Für die ehemalige Ministerin und für die Kanzlerin! Denken wir nur an ihr Verhalten in der Causa Guttenberg. Ist diese Bundesregierung ein Magnet für plagiierende Minister? Es scheint so.


Veröffentlicht am 09.02.2013 von Hetzenjagd

Und diese Ex-Ministerin ist anscheinend bei einem weiteren Plagiat ertappt worden: Jetzt hat sich der Plagiatsjäger Schavans zehnseitigen Aufsatz „Die Frage nach Gott und dem Menschen. Theologie in der Universität“ vorgenommen, der 2008 im Herder-Verlag in einer Festschrift für Kardinal Walter Kasper zum 75. Geburtstag erschienen ist. Aus Peter Walters Aufsatz „Universität und Theologie im Mittelalter“, 2007 publiziert im Herder-Sammelband „Universität ohne Gott? Theologie im Haus der Wissenschaft“ habe Schavan im Umfang von etwa einer Textseite Passagen einer Darstellung zur Geschichte der europäischen Universität abgeschrieben, ohne diese Stellen als Zitate zu kennzeichnen.

Quelle: TAGESSPIEGEL Neuer Plagiatsvorwurf gegen Schavan

Und der Plagiatsjäger kommt zum Schluss: Die Verfasserin präsentiert ihre Ausführungen zur Geschichte der europäischen Universität so, als stammten sie von ihr. Tatsächlich übernimmt sie diese aber von Walter (2007), strukturiert sie neu und schreibt sie mehr oder weniger stark um; ein substanzieller eigener Beitrag ist nicht erkennbar. Walter wird in dem vorliegenden Aufsatz an keiner Stelle erwähnt. Aus Walters (2007) "ersten Jahrhunderten" werden bei der Verfasserin "erste[n] Jahre[n] und Jahrzehnte[n]". Lediglich der abschließende Relativsatz "das zu einer gewissen inneren Fragilität beitrug" stammt originär von ihr.

Soso, diese Plagiatorin macht aus Jahrhunderten dann Jahrzehnte und faselt von einem "Fragilitätsbeitrag ... Das ist ihre Eigenleistung. Und so etwas war für die Bildung und Forschung dieser Republik zuständig! Und sie wurde ja so über den grünen Klee gelobt! Wofür eigentlich?

Vielleicht dafür, dass sie im Interview Kinder angelogen hat?!


Veröffentlicht am 25.02.2013 von clipcubede


Übernommen aus Over-Blog

Samstag, 9. Februar 2013

Schavan geht - Pension bleibt - 13.000 Euronen - wofür? - Blog von Kiat Gorina


Frau Schavan ist heute zurückgetreten - vom Amt der Bundesbildungsministerin. Endlich! Sagen die einen. Leider! Meinen andere. Was bleibt, sind Schavans Pensionsansprüche. Über 13.000 Euronen. Ich frage mich, wofür? Dafür, dass sie vor dreißig Jahren bei ihrer Doktorarbeit abgeschrieben hat?

Und sich damit zu Unrecht mit einem Doktortitel geschmückt hat? Seien wir doch ehrlich, mit ihrem Doktortitel wurde ihre politische Karriere wesentlich beschleunigt. Nach wie vor werden Kandidaten mit einem Doktortitel bevorzugt gewählt. Wieso eigentlich?

Und jetzt? Müssen sich da die Bürger und Bürgerinnen nicht veräppelt vorkommen, die einst für Schavan wegen ihres Doktortitels gestimmt haben? Also hat Schavan auch ihre Wählerinnen und Wähler getäuscht. Wie andere Politiker auch, denen der Doktortitel entzogen wurde. 

Und wieder hat sich gezeigt, wem Frau Merkel ihr "volles Vertrauen" ausspricht, steht vor dem Rücktritt. Vor vier Tagen ließ die Kanzlerin von ihrem Pressesprecher den Bürgern ausrichten, dass Schavan das volle Vertrauen der Kanzlerin besitze - als Bildungsministerin. Ganze vier Tage hielt das Kanzlervertrauen.

Lassen wir doch mal Revue passieren, wieviele und welche Politiker das Handtuch warfen oder zurücktreten mussten:


Veröffentlicht am 09.02.2013 von Steve Butcher

Die Liste ist lang:

  • Franz Josef Jung
  • Roland Koch
  • Horst Köhler
  • Jürgen Rüttgers
  • Peter Müller
  • Norbert Röttgen
  • Christian Wullf
  • Karl-Theodor von und zu Guttenberg
  • Ole von Beust
  • Annette Schavan

All diese Politiker ließen die Kanzlerin im Stich resp. mussten sie im Stich lassen! Wie fühlt sich eine Kanzlerin, der die Mitregierenden abhanden kommen? Woran liegt es? 

Wenn diese Entwicklung so weiter geht, dann gehen der Kanzlerin die Politiker und Politikerinnen aus. Mit wem will die Kanzlerin dann regieren? Oder macht sie dann alles alleine.

Allein, was die Kanzlerin in der Pressekonferenz sagte:


Veröffentlicht am 09.02.2013 von wertghao0

Die Kanzlerin lobte Frau Schavan als "anerkannteste und profilierteste Bildungspolitikerin" dieser Republik! Um Himmels willen, wie sind dann erst die anderen? Die Kanzlerin: "Das sucht seinesgleichen!" Wie wahr, wie wahr! Und "Ihre Leistung ist außerordentlich!" Welche Leistung?

Schavan behauptet immer noch: "Ich habe weder abgeschrieben, noch getäuscht!" Also, wer war es dann? Waren das die Mainzelmännchen? Oder was? Und Schavan will sich "auf ihr Bundestagsmandat konzentrieren!" Was soll das heißen? Will sie weiterhin im Bundestag bleiben? Oder will sie gar wiedergewählt werden?

Und was wissen wir von Schavans Nachfolgerin? Frau Johanna Wanka? Sie ist für Studiengebühren! Und deshalb hat auch die CDU in Niedersachsen bei der Landtagswahl verloren. Halten wir fest: Nur noch in Bayern und in Niedersachsen gibt es Studiengebühren. Und in Bayern wurde das Quorum mit 14,4 % für eine Volksabstimmung locker erreicht. Das zeigt doch, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger keine Studiengebühren wollen. 

Wieso tritt dann Johanna Wanka für Studiengebühren ein? Als frühere Mitbegründerin des Neuen Forums in der damaligen DDR? 

Es war ja angeblich auch der Noch-Ministerpräsident David McAllister als Bundesbildungsminister vorgesehen. Doch dieser Kelch ging an dieser Republik vorüber. Die Kanzlerin hat es sehr schwer: in den letzten Landtagswahlen verlor ihre CDU, sie muss deshalb nach ABM-Stellen für schwarze amtslose Politiker suchen ...

Samstag, 19. Januar 2013

Düsseldorf: Knickt Universität vor Schavan ein? - Blog von Kiat Gorina


Ist die Universität Düsseldorf bereits eingeknickt? Vor der derzeitigen Bildungsministerin Annette Schavan? Es scheint so. Erinnern wir uns: Oktober 2012 warf ihr Professor Stefan Rohrbacher eine leitende Täuschungsabsicht vor. Das heißt doch, Schavan hat absichtlich abgeschrieben.

Quelle: Süddeutsche.de Kleine Ehrenrettung für Schavan

Ich fasse es wieder einmal nicht! Da wird eine Dissertation geprüft und geprüft und von den Prüfenden traut sich keiner die offensichtliche Wahrheit zu verkünden: Werfen wir doch einen Blick in SPIEGEL ONLINE, da ist ein beispielhafter Vergleich zwischen Textstellen Schavans und fremden Quellen veröffentlicht:

Originalquelle (Jacobi 1971, S. 50):

Der Schatten wächst parallel mit dem Ich, gleichsam als dessen "Spiegelbild", und setzt sich zusammen aus den teils verdrängten, teils wenig oder gar nicht gelebten psychischen Zügen des Menschen, die von Anfang an aus moralischen, sozialen, erzieherischen oder sonstigen Gründen weitgehend vom Mitleben ausgeschlossen wurden. [...] Außer einem "persönlichen Schatten" gibt es nach Jung auch einen "kollektiven Schatten", in dem das allgemein Böse enthalten ist [...]. Dann finden Inhalte ihren Ausdruck, die [...] den scharfen Gegensatz im Zeitgeist darstellen [...].

So, und jetzt vergleicht mal, was in Schavans Dissertation auf Seiten 102/103 steht:

Dieser Schatten wächst gleichsam als der Spiegel des Ich und setzt sich aus verdrängten, wenig oder gar nicht gelebten Zügen des Menschen zusammen, die aus moralischen, sozialen, erzieherischen oder sonstigen Gründen aus dem Leben ausgeschlossen wurden. Neben diesem "persönlichen Schatten" gibt es nach Jung auch einen "kollektiven Schatten", in dem das allgemein Böse, d. h. im scharfen Gegensatz im Zeitgeist stehende enthalten ist.

Wer diese beiden Textstellen miteinandr vergleicht, wird feststellen, dass Schavan nur ein paar Worte umgestellt oder gar weggelassen, aber keine einzige neue Idee von ihr beigesteuert hat! Und sie hat an dieser Stelle in ihrer Dissertation die Quelle nicht genannt!

Blättert mal im vorgenannten SPIEGEL-Artikel alle Stellen durch - es ist haarsträubend, was die heutige Bildungsministerin zusammengeschrieben hatte. Und eine solche "Doktorarbeit" wurde mit "magna cum laude" benotet!

In Wikipedia sind die sechs üblichen Benotungen von Dissertationen genannt: 
  1. summa cum laude, mit höchstem Lob, mit Auszeichnung, ausgezeichnet (eine hervorragende Leistung),
  2. magna cum laude, mit großem Lob, sehr gut (eine besonders anzuerkennende Leistung),
  3. cum laude, mit Lob, gut (eine den Durchschnitt übertreffende Leistung),
  4. satis bene‚ genügend, befriedigend (eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht),
  5. rite, ausreichend (eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt),
  6. non probatum, non sufficit, non rite, insufficienter, ungenügend, nicht bestanden (eine an erheblichen Mängeln leidende, insgesamt unbrauchbare Leistung).
Und ich fasse es wieder nicht, diese Sammlung von Schavanschen Texten wurde mit "magna cium laude" benotet - also eine besonders anzuerkennende Leistung!

Wenn nun die Universität Düsseldorf einknickt oder bereits eingeknickt ist, bleibt es an dieser Benotung? Möglich ist in dieser Republik inzwischen alles.

Weitere Quellen:
  1. SPIEGEL ONLINE Plagiatsaffären von Schavan und Guttenberg: Die Ungleichen
  2. Schavan und immer noch kein Ende?
  3. Nachlese: Prof. Dr. Annette Schavan - Plagiate ()
  4. Plagiatsverdacht? - Dissertation von Annette Schavan
  5. Schavan macht es spannend - tritt sie nun oder tritt sie nicht - zurück?
  6. GLOSSE: "Elite" schreibt ab - Google deckt auf



Veröffentlicht am 18.10.2012 von ARD


Veröffentlicht am 21.10.2012 von MisterSirComedian


Veröffentlicht am 09.11.2012 von Peak Doku

Dienstag, 8. Januar 2013

Wowi - Rücktritt - alles Paletti? - Wer fliegt noch? - Blog von Kiat Gorina

Berlin baut ja einen Flughafen - einen ganz großen! Nur dieser Flughafen ist etwas störrisch - da gibt es immer Probleme und die Eröffnung musste mehrmals verschoben werden. Dann wurde wieder festgelegt: Am 27. Oktober 2013 soll endlich eröffnet werden. 

Aber dazu wird es nicht kommen. Grund: Auch bis dahin ist der Flughafen nicht fertig. Das stellte sich - wieder einmal heraus, als sich Bosch und Siemens auf der Baustelle trafen, da ging es um die Installation der Brandschutzanlage - am 18. Dezember 2012.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit war ja Vorsitzender des Aufsichtsrat, also hätte er die Öffentlichkeit informieren müssen, dass es mit der Eröffnung wieder nichts wird! Aber er flog erst mal in Urlaub. Und die Berliner erfuhren aus der Zeitung, dass im neuen Flughafen so schnell noch nicht abgeflogen wird und auch nicht gelandet. 


Veröffentlicht von N24de am 07.01.2013

Wowereit kündigte seinen Posten im Aufsichtsrat. Vielleicht meint er, das gehe ihn jetzt nichts mehr an! Aber Regierender Bürgermeister von Berlin, das will er weiterhin bleiben. Also soll ein anderer fliegen - Rainer Schwarz, der Flughafenchef. 

Und dann gibt es den Technikchef vom Flughafen, Horst Amann. Er selbst nennt die Probleme "grauenhaft"! Aber hallo! Warum erst jetzt?

Quelle: n-tv BER-Probleme sind "grauenhaft"


Veröffentlicht von Bananenrepublik1 am 07.01.2013

Was ist eigentlich los in Deutschland? Sind die "Eliten" nicht mehr in der Lage, ein Großprojekt zu stemmen? Es scheint so. Schauen wir doch nach Stuttgart - da soll der unterirdische Monsterbahnhof S21 gebaut werden. Und was tut sich derzeit? Nicht viel, wie Fotos von Juliane zeigen:


Foto von Juliane
Mehr findet ihr auf Julianes Homepage

Aber auch bei anderen Projekten, bei denen Politiker mitmischen, gibt und gab es Probleme. Ich kam zu dem Schluss: "Politiker in der Provinz handeln provinziell und verbrennen Steuergelder"

Ob es der Nürburgring ist oder eine Klärschlammverbrennungsanlage bei Ansbach - allein in Waldeck wurden innerhalb weniger Jahre fast 40 Millionen Steuergelder verbrannt, die Verantwortlichen werfen mit Geld um sich - es ist ja nicht deren Geld, sondern das der Steuerzahler. 

Was soll ich von diesen Eliten halten? Nicht viel! Da bekam ich beispielsweise eine Doktorarbeit zu lesen - mit dem langen Titel "Neue Planungskultur in der Regionalentwicklung - Erarbeitungsverfahren und Strategien Regionaler Entwicklungskonzepte in Bayern"

Da habe ich - zielsicher - die Seite 158 aufgeschlagen und finde These I: "Regionale Entwicklungskonzepte finden in der Praxis der Regionalentwicklung breite Anwendung". 

Wohlgemekrt, das ist eine These. Und diese These wird verteidigt! In einer Doktorarbeit. Und für eine solche These wurde ein Doktortitel verliehen. Ein Dr. rer. nat. Also der Naturwissenschaften - das lässt kein Schwafelfach vermuten.

Also, kann eine Hausfrau dann auch eine ähnliche These aufstellen wie "Plätzchenrezepte finden in der Praxis des Plätzchenbackens breite Anwendung." Und kann sie dann darüber eine Dissertation verfassen und kriegt sie dafür einen Doktortitel? Wohl eher eine Narrenkappe - es ist ja bald Fasching.

Doch zurück zu dieser Doktorarbeit:

Auf Seite 160 finde ich eine These III: "Planungsstrategien werden in der Praxis der Regionalentwicklung im Sinne des Perspektivischen Inkrementalismus, der Projektorientierten Planung oder der Strategischen Planung entwickelt."

Was für eine tolle These? Und was soll Inkrementalismus sein? Also suchen wir doch mal. Und ich wurde fündig, da gibt es ein Dokument von H. Blotevogel - aus dem Jahr 1998. Ein sehr aufschlussreiches Dokument, erklärt es doch "Inkrementalismus" kurz und knapp, was das ist: "kurzatmiges Krisenmanagement (Inkrementalismus)"!

Da schaute ich doch gleich im Verzeichnis der in dieser Dissertation zitierten Quellen: Ja, Blotevogel ist zweimal genannt, einmal ein Text aus dem Jahr 1994 und dann 1999. Und was ist mit dem Text aus dem Jahr 1998? Ach was, dieser Text ist ja kontraproduktiv - so einen Text kann ja jeder verstehen!

Und außerdem ist Dr. Jürgen Ludwig - der Verfasser der Dissertation - heute Landrat des flächengrößten Landkreises in Bayern. Stellen wir uns doch vor, der Landrat muss einen seiner Mitarbeiter kritisieren. Was wirkt dann besser? "Was Sie da machen, ist kurzatmiges Krisenmanagement!" Oder "Das ist Inkrementalismus!" 

Die erstere Kritik sitzt! Aber bei der zweiten wird der Betroffene allenfalls grübeln. "Inkrement ...? Was meint er nur? Vielleicht Exkrement? So eine Scheiße!"

Und zurück zu Berlin und den auf sich warten lassenden Flughafen: Was ist die Ursache für die ständigen Verzögerungen? Klar, das ist angewandter perspektivischer Inkrementalismus, also kurzatmiges Krisenmanagement! Und Wowi hat offensichtlich keine Puste mehr dafür. Also trennte er sich vom Vorsitz im Aufsichtsrat. 

Bei diesen Geschichten fällt mir eine Episode ein - von Douglas Adams:


Veröffentlicht von Frank Hartmann am 01.07.2012
besucherzhler

Dienstag, 25. Dezember 2012

Fallstudie: Borreliose bei Pferden

Patient: Lady, eine sechs Jahre alte Painthorse-Stute

Lebensbedingungen: Die Stute wuchs zusammen mit ihrer Mutter auf einer Wiese mit Offenstall auf, die nur von Bauplätzen umgrenzt war. Als Fohlen hatte dieses Stute nie Kontakt mit anderen Fohlen und damit keine sozialen Kontakte mit gleichaltrigen Pferden. 

Wir empfehlen jedem Pferdezüchter, Fohlen nur im Verband aufzuziehen. Sollte dies nicht möglich sein, dann sollte das Einzelfohlen für einen Sommer auf eine Fohlenweide gebracht werden. Wichtig ist dabei, dass ein solches Fohlen nur mit den allernotwendigsten Impfungen versorgt wird, um den Aufbau eines gesunden Immunsystems nicht zu behindern. 

Unsere Erfahrung ist, dass solche Fohlen zu sehr gesunden und robusten Pferden heranwachsen. 

Lady wuchs leider auf ihrer Einzelwiese auf und hatte deshalb ein schwaches Abwehrsystem. Mit drei Jahren wurde Lady an eine Reiterin verkauft, die sie zum Therapiepferd ausbilden wollte. 

Lady fing sofort an zu kränkeln, bekam Fieberschübe, und die Augen tränten immer öfter. Der behandelnde Tierarzt griff dann immer wieder in seine Antibiotika-Kiste und Lady ging es für ein paar Wochen wieder gut. 

Dann ging das Theater wieder von vorne los. Von Jahr zu Jahr wurden die Fieberschübe schlimmer. Im letzten Frühjahr war es besonders arg: die Stute lahmte und hatte starke Augenprobleme. Der behandelnde Tierarzt meinte, dass Lady in einer Tierklinik operiert werden müsste. So geschah es: die Stute wurde an einem Auge operiert. 

Es half alles nichts, im Gegenteil: die Stute verfiel zusehends, sie fraß und trank kaum noch und bewegte sich sehr wenig.

Die Besitzerin war verzweifelt und wollte schon den Schlachter holen. Wie kam der erste Kontakt zustande? Die Besitzerin kannte eine Reiterin, deren Pferd immer wieder lahmte. Wir hatten diesen Wallach mit Tiefenmassage der Stresspunkte und individuell angepasster Magnetfeldtherapie behandelt. Danach lief der Wallach wieder „wie ein junger Gott“, wie uns seine Reiterin erfreut berichtete. Das hatte die Besitzerin von Lady gehört und rief bei uns an. 

Anamnese: Als wir Lady das erste Mal sahen, hatte sie Fieber und konnte oder wollte sich kaum bewegen. Sie aß und trank sehr wenig. Wir untersuchten ihren gesamten Körper mit einem berührungslosen Infrarotthermometer. Dabei stellten wir fest, dass ihr Körper von sog. „hot spots“ übersät war. Das sind kleine scharf begrenzte Stellen mit stark erhöhter Körpertemperatur. 

Wir setzen bei Pferden oft solche berührungslose Thermometer ein. Wichtig ist dabei ein großes D:S-Verhältnis, d. h. die Entfernung (D = distance) sollte gegenüber dem Durchmesser der Messfläche (S = size) möglichst groß sein. Beträgt z. B. das D:S-Verhältnis 8, dann bedeutet das, dass aus 8 cm Entfernung die ausgemessene Fläche einen Durchmesser von 1 cm hat. 

Wegen der „hot spots“, der Lahmheit und der Augenerkrankung tippten wir auf „Borreliose“. Mit einem Bioresonanzgerät bestätigte sich dieser Verdacht. 

Ladys Besitzerin teilte dies ihrem Tierarzt mit. Der meinte nur hämisch: „Pferde kriegen keine Borreliose!“ und sagte im gleichen Atemzug, dass die vom ihm gespritzten Antibiotika auch bei Borreliose helfen. 

Therapie: Die Schulmedizin hat heute immer noch Schwierigkeiten, Lyme-Borreliose beim Pferd zuverlässig festzustellen, wie in der Zeitschrift „Praktischer Tierarzt 83: 12, 1064-1068 (2002)“ veröffentlicht wurde. 

Da sind wir mit unseren alternativen Naturheilmethoden besser dran: wir können testen, ob Erreger Borreliose burgdorferi et al. vorhanden sind. Dieser Tierarzt hat uns deshalb als Scharlatane beschimpft. Das macht uns jedoch nichts aus, für uns gilt: „Wer heilt, hat recht!“ 

Wir setzen die Bioresonanz nicht nur zur Diagnose, sondern auch zur Behandlung ein. Dabei gibt es einen gleitenden Übergang. Die Besitzerin war erstaunt, dass Lady plötzlich abzukauen begann und sich sichtlich entspannte. Sie begann noch während der Behandlung, Heu vom Boden zu fressen. 

Diese chronische Borreliose wurde mit einigen Gaben einer speziellen Nosode als Hochpotenz behandelt: Borrelia Nos. SDF D 200 Globuli (Staufen-Pharma Göppingen). Bereits am zweiten Tag fand die Besitzerin abends um elf Uhr ihre Stute friedlich schnarchend auf der Seite in der Box liegend. 

Die Fieberschübe wurden ebenfalls mit homöopathischen Gaben in einer hohen Potenz bekämpft: 

Belladonna C 30 Globuli. Die durch die Antibiotika gestörte Darmflora wurde mit Naturheilmitteln saniert. Zur Unterstützung des Heilungsprozesses setzten wir noch pulsierende Magnetfelder ein, wobei wir ein eigens für die Stute erstelltes Programm verwendeten. 

Ist einmal ein Pferd an chronischer Borreliose erkrankt, dann kann es immer wieder zu Schüben kommen. Mit den von uns empfohlenen speziellen Nosoden können solche Ausbrüche ganz leicht bekämpft werden, einige wenige Globuli genügen! Ein an chronischer Borreliose erkranktes Pferd muss deshalb noch lange nicht zum Schlachter. 

Wer sein Pferd gut beobachtet und gleich bei den ersten Anzeichen die richtigen Gaben verabreicht, hat auch die sonst so gefürchtete Borreliose im Griff. Wer ganz sicher gehen will, kann bei Verdacht von uns auf Vorliegen eines Borreliose-Schubs mit Bioresonanz testen lassen. Nach unserer Erfahrung ist eine Kombination einer bioenergetischen Harmonisierung mit der vorgenannten Nosode besonders effizient. 

Anmerkung:

Wer sich über „Borreliose bei Pferden“ informieren möchte, sei auf folgenden Artikel verwiesen: Yvonne Gall und K. Pfister: „Antworten zur Lyme-Borreliose beim Pferd“, Praktischer Tierarzt 87: 3, 188–197 (2006) Wer sich über die von der konventionellen Veterinärmedizin derzeit verwendeten Nachweismethoden von Lyme-Borreliose informieren will, sollte in folgende Dissertation schauen: Susanne Schönert: „Untersuchungen zum direkten und indirekten Nachweis des Erregers der Lyme-Borreliose beim Pferd unter qualitätssichernden Aspekten“, Inaugural-Dissertation an der Freien Universität Berlin, Berlin 2004, Journal-Nr. 2818

Wer noch Fragen hat, kann sich direkt an mich wenden: Telefonnummer steht im Impressum.

Die EU-Behörden sorgten dafür, dass der Hersteller der Nosode die Produktion und den Vertrieb einstellen musste. Absurde Begründung: Dieses Mittel sei zu selten eingesetzt worden! Es gibt jedoch Mittel und Wege, diese Nosode zu bekommen - Informationen bei mir.




Hochgeladen von reiterrevue am 17.06.2010
besucherzhler

Samstag, 22. Dezember 2012

Schavan macht es spannend - tritt sie nun oder tritt sie nicht - zurück? - Blog von Kiat Gorina


Als ob die bundesweiten Tageszeitungen sich abgesprochen hätten: Sie berichteten, Frau Schavan denke über einen Rücktritt nach! Genau genommen, ist so eine Meldung nicht viel wert!

Und prompt kamen auch einige Dementi - natürlich auch aus dem Schavanschen Ministerium - ihr Sprecher Robin Mishra dementiert, da sei nichts dran an solchen Gerüchten!

Und einer der Plagiatsjäger fährt ein neues Geschütz auf - Eigenplagiate! Dieser Vorwurf kommt von Martin Heidingsfelder:

Quelle: n-tv Schavan recycelt Hausarbeiten

Heidingsfelder wirft Schavan vor, sie habe nicht nur auf 65 Seiten von anderen Autoren abgeschrieben und nicht korrekt zitiert, sondern unerlaubterweise auch alte eigene, bereits veröffentlichte Texte übernommen, ohne dies kenntlich zu machen. Heidingsfelder kritisiert dies als "Eigenplagiate auf 55 Seiten der Dissertation". Insgesamt seien damit auf 110 Seiten der Arbeit Plagiate enthalten.

Das bedeutet ja, dass jede dritte Seite ein Plagiat enthält. Die Dissertation von Schavan umfasst ja 351 Seiten - irgendwie müssen die gefüllt werden. Vor allem bei einem Titel wie "Person und Gewissen - Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung" - so ein Thema lädt ja direkt zum Labern ein. Da kann frau schon mal vergessen, dass sie woanders auch schon mal dazu gelabert hat!

Quellen:

  1. Hamburger Abendblatt Spekulationen um Rücktritt von Bildungsministerin Schavan
  2. Süddeutsche.de Schavan soll Rücktritt erwägen
  3. Frankfurter Allgemeine Schavan denkt offenbar über Rücktritt nach



Veröffentlicht von RobVegasShow am 15.10.2012
besucherzhler

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Schavan und immer noch kein Ende? - Blog von Kiat Gorina


Einige Monate wurde bundesweit geschwiegen - über die Bildungsministerin Prof. Dr. Schavan. Früher gab es Jäger und Sammler, heute gibt es andere Jäger. Die jagen kein Wild mehr, sondern Plagiatoren. Auch Frau Schavan wurde von solchen Plagiatsjägern gejagt.

Quelle: Plagiatsverdacht? - Dissertation von Annette Schavan 

Wer sich meinen Artikel durchliest - vor allem den Auszug eines Plagiatsjägers - wird auch zu dem Schluss kommen, dass hier abgekupfert wurde - nicht wortwörtlich, sondern es wurden einige Worte umgestellt, andere Worte weggelassen, manchmal auch Worte hinzugefügt.

Nun hat diese Republik ein Problem: Frau Schavan ist ja die Vertraute der Kanzlerin! Ist das vielleicht der Grund, dass die Springer-Presse versucht, sich auf die Plagiatsjäger einzuschießen? Und auf die Universität, an der Schavan vor dreißig Jahren ihre Doktorarbeit vorgelegt hat.

Quelle: DIE WELT Das Prominentenproblem der Ministerin Schavan

Also, eine fundierte Verteidigung schaut anders aus! Nur, auch die Redaktion der WELT hat ein Problem, wenn die Fakten für eine Täuschungsabsicht sprechen, dann gibt es eben nicht mehr viel zu verteidigen. Da wird versucht, auf Vertreter der Universität verbal einzuprügeln, aber die Redaktion der WELT ist sich zu fein, Textpassagen aus der Schavanschen Doktorarbeit mit anderen Quellen, die von Schavan nicht angegeben wurden, zu vergleichen! Warum wohl?

Weil solche Vergleiche zu ungunsten von Schavan ausgehen!

Und dann gibt es noch andere Veröffentlichungen, die quasi zur Entschuldigung anführen, das sei ja schon lange her, als Schavan ihre Doktorarbeit ablieferte.

Quelle: Asenta News Annette Schavan: Doktortitel und Ministeramt weg?:

Was jedoch in jedem Fall beachtet werden sollte, ist die Tatsache, dass die Arbeit von Annette Schavan aus dem Jahr 1980 stammt und insofern hinsichtlich der Zitierweise und der Arbeitsweise von der heutigen Zeit zum Teil abweicht.

Ich finde eine solche "Entschuldigung" als einen Schlag ins Gesicht der früheren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die korrekt gearbeitet haben. Und ein solcher Satz bedeutet ja, dass vor dreißig Jahren Wissenschaftler "anders" gearbeitet haben.

Das jedoch stimmt nicht. Das korrekte Zitieren von fremden Texten in einer wissenschaftlichen Arbeit wurde nicht erst neulich erfunden, das ist schon lange ein fester Bestand einer wissenschaftlichen Arbeitsweise!

Nicht die Arbeitsweise hat sich geändert, sondern die Verfügbarkeit von Textquellen. Und zwar nicht nur für Plagiatoren, sondern auch für Plagiatsjäger! Gäbe es das Internet nicht und damit den Zugriff auf viele Texte, wäre mancher "Doktor" nicht überführt worden.

Nehmen wir beispielsweise Dominic Stoiber, der von der Arbeit eines Drittsemesters abgeschrieben hat! So etwas ist doch oberpeinlich!

Und so gesehen, ist es sehr gut, dass es das Internet gibt. 

Was ist eigentlich eine Dissertation?

Schauen wir doch in Wikipedia nach: "Im Gegensatz zu einer Examens-, Magister- oder Diplomarbeit, die unter Anleitung von Hochschullehrern entsteht und im Regelfall nur den aktuellen Forschungsstand wiedergeben soll, ist die Dissertation oder Dissertationsschrift eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit, die in der Regel einen Wissenszuwachs beinhalten soll. Sie wird meistens unter Betreuung eines Professors oder Dozenten (traditionell Doktorvater, manchmal auch Doktormutter, eher „Mentor(in)“ oder „Betreuer(in)“) an einem Institut durchgeführt, kann aber auch „außerhalb“ der Universität angefertigt und extern eingereicht werden."

Halten wir fest: Eine Doktorarbeit ist eine wissenschaftliche Arbeit, die einen Wissenszuwachs beinhalten soll - auf den Punkt gebracht: Es geht um neue wissenschaftliche Erkenntnisse!

Und weiter schreibt Wikipédia: "Eine Dissertation soll belegen, dass der Kandidat selbständig wissenschaftlich zu arbeiten versteht. Sie muss im Regelfall neue Erkenntnisse zu dem gewählten Gegenstand enthalten und methodisch einwandfrei sein. Eine Dissertation ist im Normalfall also eine Forschungsarbeit. Wichtig zum Nachweis der Fähigkeit zum eigenverantwortlichen wissenschaftlichen Arbeiten sind auch die Kenntnis der relevanten Forschungsliteratur, der üblichen Arbeitsweise des Fachgebiets, das Ziehen belastbarer Rückschlüsse sowie die Einbettung der eigenen Arbeiten in den wissenschaftlichen Kontext."

Halten wir fest: Eine Dissertation ist der Nachweis dafür, dass der Doktorand selbständig forschen  kann. Und nicht Texte von anderen nachlabern kann und solche Textquellen dann verschweigt! Und gar noch beim Nachlabern verfälscht!

Ich denke, es brechen für manche Universitäten schwere Zeiten an: Die Zeiten, in Laberfächen einen Doktortitel nur mit Nachlabern zu ergattern, dürften vorbei sein. Künftig muss wirklich geforscht werden - und das ist gut so!


Veröffentlicht von MeineSchwesterGunter am 19.10.2012
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Mittwoch, 12. Dezember 2012

ABDA - Spionage - Gesundheitsministerium - Dissertation - Blog von Kiat Gorina


Wer ist ABDA? Das steht für "Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker".  Mitglieder sind alle Landesapothekerkammern und alle Landesapothekerverbände. Und die ABDA scheint auch freiberufliche Berater resp. Lobbyisten zu beschäftigen.

Derzeit wird ja ein Spionagefall hochgekocht. Ausgelöst hat ihn die Süddeutsche mit einem Vorabbericht. Auf diesen Zug sprang gleich BILD auf und meldet, dass der Gesundheitsminister "sauer" ist. Ja, er habe "getobt"!

Quelle: BILD Minister Bahr: "Ich bin stinksauer!": Der Mitarbeiter, der über die IT-Firma im Ministerium zur „Datenpflege“ tätig war, soll demnach regelmäßig Mails, Beschlüsse, Gesetzesentwürfe und andere geheime Daten übermittelt und dafür Geld kassiert haben.

Das Handelsblatt meldete, dass dieser IT-Mensch mit einem Lobbyisten der Apotheken zusammengearbeitet hat. 

Quelle: Handelsblatt Angeblicher Apotheken-Spion im Gesundheitsministerium

Da steht doch die Frage im Raum: Wer hat diesen Lobbyisten beauftragt, wer hat ihn bezahlt? Umsonst arbeiten Lobbyisten nämlich nicht!

Der Tagesspiegel schreibt: Laut [Berliner] Staatsanwaltschaft soll der freiberufliche Lobbyist der Apothekerschaft mit einem Mitarbeiter des Unternehmens zusammen gearbeitet haben, das für die IT-Struktur des Ministeriums zuständig ist. Dieser habe ihm E-Mails, Beschlüsse, Gesetzesentwürfe und andere Daten übermittelt und dafür Geld kassiert. Die Apotheker-Vertretung Abda nahm zunächst keine Stellung. (AFP, dpa)

Quelle: Der Tagesspiegel Gesundheitsminister Bahr "stinksauer" über mutmaßlichen Datenklau

Jetzt ist die Empörung groß! Aber Leute, jetzt spielt ihr die Erschrockenen! Und dabei wird ignoriert, dass bereits Doktorarbeiten den Lobbyismus zum Thema haben! Wenn also bereits Studenten sich mit dem Lobbyismus befassen müssen, wenn sie einen Doktortitel ergattern wollen. Da läuft in dieser Republik doch etwas falsch!

Ich habe eine Dissertation von Marina Greven ausgewählt: Sie hat 2009 der Philosophischen Falkultät an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn eine Dissertation vorgelegt:

Quelle: Inaugural-Dissertation Public Affairs – Wie strategische Unternehmenskommunikation den Dialog zwischen Wirtschaft und Politik fördert

In dieser Arbeit steht unter anderem: "Lobbying: Die Königsdisziplin der Public Affairs" und Die Beeinflussung politischer Entscheidungen - „Lobbying zu betreiben kann teuer sein – Kein Lobbying zu betreiben ist in jedem Fall teurer.“

Diese Arbeit schließt mit einer "Toolbox für Public Affairs Manager" ab: Eines der Instrumente aus der Werkzeugkiste für Lobbyisten ist demnach:

Monitoring: Erfolgreiche Public Affairs Arbeit setzt voraus, dass eine Organisation die Issues und Stakeholder kennt, die Einfluss auf ihre Ziele und Tätigkeit haben können. Monitoring bezeichnet die kontinuierliche und zielgerichtete Beobachtung und Aufarbeitung eines Issues oder der Aktivitäten von Stakeholdern.

Also, wieso die gesamte Aufregung? In einer Dissertation steht ja so etwas. Und auf dem Deckblatt dieser Dissertation stehen die Namen von mehreren Professoren, die diese Dissertation beurteilt haben. Also ist diese Form des Lobbyismus in der philosophischen Forschung angekommen!

Also können wir davon ausgehen, dass diese Form der Spionage des Gesundheitsministeriums kein Einzelfall ist. Wahrscheinlich haben sich beim Gesundheitsministerium einige Leutchen derart dämlich angestellt, so dass sie auffallen mussten!

Und noch etwas: Deser Bundesminister Bahr informiert sich selbst in den Apotheken vor Ort! Nicht über die Lobbyisten der Apotheker! Das macht doch verdächtig! Was bleibt da den armen übergangenen Lobbyisten anderes übrig, als sich Informationen über des Ministers Pläne anderweitig zu besorgen ...


Veröffentlicht von ApothekeAdhoc am 11.10.2012

besucherzhler

Samstag, 24. November 2012

Nachlese: Prof. Dr. Annette Schavan - Plagiate - Blog von Kiat Gorina


Im Blog Schavanplag schreibt Goalgetter über die derzeitige Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan, dass sie angeblich nicht nur in ihrer Dissertation plagiiert hat, sondern auch in ihrem Buch "Schule der Zukunft":

Quelle: Schavanplag Wiki

Ihr Buch mit dem Titel "Schule der Zukunft. Bildungsperspektiven für das 21. Jahrhundert" erschien 1998 im Herder Verlag in Freiburg. Brisanterweise soll Schavan in diesem Buch von ihrem einstigen Doktorvater - Prof. Gerhard Wehle - abgeschrieben haben - natürlich ohne ausreichende Kennzeichnung der Quelle.

1980 veröffentlichte Prof. Gerhard Wehle eine Forschungsarbeit "Erziehung als Humantechnologie":

Wehle, Gerhard: Erziehung als Humantechnologie? : Personalität als Grenze und Herausforderung erzieherischen Handelns / Gerhard Wehle, 1980.
In: Person und Verantwortung : zur Bedeutung und Begründung von Personalität / hrsg. von Annette Schavan und Bernhard Welte. Mit Beitr. von Alfons Auer ; Alois Hahn ; Hans-Joachim Klimkeit. - 1. Aufl. - Düsseldorf : Patmos-Verl., (1980). - (Patmos-Paperback). - ISBN 3-491-77381-4. - S. 128-144
05.08 SCHA 1980.01

Quelle: drze Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Geisteswissenschaften List of new acquisitions (Februar 2008)

Interessanterweise ist Annette Schavan eine der Herausgeberinnen. Und für ihr Buch, das viel später - 1998 - erscheint, zitiert sie aus Wehles Beitrag - ohne ihren Doktorvater Wehle als Quelle zu nennen. Und sie verfälscht bei Umformulieren der Quelle noch den Sinn:

Wehle schreibt "geisteswissenschaftliche Pädagogik der zwanziger Jahre" und bei Schavan steht "geisteswissenschaftliche Pädagogik seit den 20er Jahren". Die Quelle ist eindeutig erkennbar, jedoch der Sinn ist bei Schavan entstellt.

Dieses Beispiel zeigt hier die Vorgehensweise von Schavan deutlich auf: Sie entnimmt aus einer Quelle einen Text, stellt die Worte etwas um und schon fließen diese umgemodelten Sätze in ihr Buch resp. in ihre Dissertation. Und sie nennt ihre Quelle nicht!

Bei einem Buch wird eine solche Vorgehensweise als Plagiat bezeichnet. Und es ist Aufgabe des Verlages, die Konsequenzen zu ziehen. Meist ist ein solcher abschreibender Autor weg vom Fenster!

Die meisten Verlage lassen sich von ihren Autoren bestätigen, dass außer dem Autor keine anderen Personen Urheberanspüche stellen können.

Bei einer Doktorarbeit müssen die Doktoranden meist eine eidesstattliche Erklärung abgeben, dass sie ihre Arbeit allein und ohne fremde Hilfe erstellt haben. Und im Umkehrschluss müssen alle fremden Texte genau gekennzeichnet werden.

Über fehlende Fußnoten stolperte einst der frühere Verteidigungsminister zu Guttenberg. Er trat freiwillig zurück! 

Und was ist mit der derzeitigen Bildungsministerin? Wann tritt sie zurück?


Veröffentlicht am 21.10.2012 von MisterSirComedian

Folgendes Video wurde "zensiert"!

Veröffentlicht am 09.11.2012 von Peak Doku

Wie ich das finde? - Bescheuert!