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Dienstag, 29. Januar 2013

Beschiss im Discounter - Blog von Kiat Gorina


Heute Abend kamen wir bei Sachsen bei Ansbach vorbei. Da es dort einen Lidl gibt, bogen wir ab, um noch einiges einzukaufen. Morgen steht viel an, da bleibt zum Einkaufen wenig Zeit. An der Kasse erwartete uns eine Matrone - mehr breiter als hoch. Wie passte die bloß nur auf das Kassenstühlchen?

Nicht mein Problem - wenn sie nur korrekt arbeitet. Ich schmetterte mein Grüß Gott ihr entgegen, keine Reaktion - wahrscheinlich hatte die Dame Maulsperrentag! Dann schob sie gelangweilt die Waren über den Scanner. Bei der Schokolade piepste es zweimal kurz hintereinander. Komisch, dachte ich mir.

Dann packten wir alles wieder in den Einkaufswagen und wollten zum Parkplatz. Ich sagte zu meinem Bären: "Ob die uns beschissen hat?" Mein Bär sah den Kassenzettel durch: Aha, Edelsahneschokolade, zweimal. Kann nicht sein, ich hatte nur eine einzige Tafel in den Korb gelegt. 

Mit Kassenbon bewaffnet machte ich kehrt und marschierte zurück zur Kasse. Wegen des Matschwetters hatte ich Ofenrohre an, so nenne ich meine Armeestiefel aus NVA-Beständen. Sie sind unverwüstlich - haben jedoch einen Nachteil: Sie quietschen beim Laufen!

Das hörte ein älterer Mann und sagte zu seiner Begleiterin: "Hast du das gehört? Wie die quietscht?!"

Ich drehte mich um und musterte das Männlein von oben nach unten und legte meinen Kommandoton ein: "Das sind Armeestiefel, die quietschen eben!" Und ein "Haben Sie nicht gedient?" konnte ich mir nicht verkneifen. Das Männlein zuckte zusammen.

Dann stand ich an der Kasse - bei der Matrone. Ich wartete ab, bis sie der Kundin das Wechselgeld gegeben hatte. Dann hielt ich der Matrone den Kassenbon unter die Nase: "Sie haben sich vertippt! Da stehen zwei Schokoladetafeln auf dem Bon, im Einkaufswagen liegt jedoch nur eine!"

Die Matrone bekam hektische Flecken, wechselnd zwischen weiß und rot. Dann meinte sie: "Dann holen Sie sich eine zweite Schokolade!"

"Wieso sollte ich?"

"Aber dann muss ich stornieren und Sie müssen unterschreiben, dass Sie das Geld zurückbekommen haben!"

"Na und? Wo ist das Problem? Oder halten Sie mich für eine Analphabetin?"  Die Matrone stammelte: "Aber ich weiß nicht die Nummer, die ich stornieren muss. Ich brauche die Verpackung mit der Nummer."

"Kein Problem, ich hole eine neue Tafel", sprach es und sagte zu den Leuten in der Schlange: "Jetzt müssen wir uns alle etwas schlank machen" und quetschte mich an der Kassenschlange vorbei. Ich marschierte zum Regal mit der Schokolade und wieder zurück zur Kasse: "Da haben Sie Ihre Verpackung!"

Die Matrone hatte jetzt ihren Kopf ganz rot eingefärbt und machte sich ans Stornieren und knallte das Geld aufs Warenband. Mit einem lauten und knappen "Sehen Sie! Es geht doch!" verließ ich diesen Discounter.

Später überlegte ich: Was ist, wenn das kein Versehen war? Wenn diese Kassentante das öfters macht. Da kommen am Tag dann locker ein paar zusätzliche Euronen zusammen. Oder bezahlt Lidl seine Leute derart mies, dass sie auf solche Zusatzverdienste angewiesen sind?

Und an ein Versehen kann ich nicht glauben. Grund: Die Ware wird über das Scannerfenster gezogen. Und wenn die Ware ein zweites Mal eingegeben werden soll, dann muss doch die Ware wieder in die Hand genommen und erneut über das Scannerfenster gezogen werden. Aus Versehen?


Hochgeladen am 16.12.2010 von Paulilus

Donnerstag, 27. September 2012

GLOSSE: Wieso Bananen der Verpackungsindustrie ein Dorn im Auge sind - Blog von Kiat Gorina


Die Verpackungsindustrie hat es schwer! Sehr schwer! Da gibt es die Natur, die verpackt ihre Produkte bisweilen sehr perfekt! Und das noch umsonst! Das geht natürlich nicht. Das muss sich ändern. 

Also wurde der Globus gedreht und mit zusammengekniffenen Augen und mit dem Finger angehalten. Der Finger landete in Österreich. Wer verkauft dort Bananen? BILLA! Also wurde ein Feldversuch durchgeführt: 

Bananen wurden geschält und in Plastik verpackt. Und angeboten! Das Topmanagement der weltweiten Verpackungsindustrie war sehr zufrieden. Endlich ist diese Konkurrenz - auch Natur genannt - besiegt. Und die Manager der Kunststoffindustrie nickten beifällig. 

Dann passierte etwas, womit die Verpackungsindustrie nicht gerechnet hatte. Weltweit beschwerten sich Kunden - nicht nur in Österreich! Internationale Zeitungen schrieben darüber. 

Und viele Nutzer beteiligten sich an Diskussionen - vor allem in Facebook! Irgendwie leben wir in einer beschränkten Welt: Wenn den Europäern wegen ESM bald ihr letztes Hemd ausgezogen wird, dann interessiert das nur sehr wenige. Wenn dagegen ein Discounter geschälte Bananen - in Plastik verpackt - anbietet, dann gibt es einen Sturm der Entrüstung! 

Quelle: derStandard.at Billas geschälte Bananen lösen Social-Media-Sturm aus  

Da stellt sich doch die Frage. wie kommt Billa und damit REWE International auf diese hirnrissige Idee? Die Lösung ist: Billa und REWE haben einen neuen Berater engagiert - den Hausverstand.  
Überall steht: BILLA sagt der Hausverstand! 

Was oder wer ist jedoch der Hausverstand? Prof. Genser fand schließlich den Hausverstand:


Hochgeladen von IPUNKT88 am 17.03.2009

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