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Freitag, 4. Juli 2014

GLOSSE: "Wir dürfen unsere Meinung nicht sagen, aber wir können sie anklicken!"


Das sagte mir ein Beamter eines bayerischen Amtes. Er hatte mir erzählt, dass der Artikel über mich und meine Probleme mit einem Wasserversorger und bayerischen Behörden in der SBZ in seinem Amt sehr eifrg gelesen wurde!  

Ich erzählte ihm, dass dieser Artikel in Facebook weit über 100 Likes bekommen hat. Da meinte er sarkastisch und traurig: 


Wir dürfen unsere Meinung nicht sagen, aber wir können sie anklicken!

Ist das nicht traurig? Da erhalten offensichtlich bayerische Beamte einen Maulkorb verpasst. Wieso eigentlich? Muss jeder Beamte, wenn er seinen Dienst antritt, seinen gesunden Menschenverstand in die Ecke stellen? 

Oder hatte Erich Kästner doch Recht, als er dichtete: Wem Gott ein Amt gibt, dem raubt er den Verstand!

Was passiert, wenn ein Exemplar des Donaukuriers in die Amtsuben gelangt - vor allem der Artikel Frust in Absurdistan

Der Amtsschimmel wiehert nicht nur in Bayern, sondern auch in Sachsen. Da gibt es eine Klinik, auf deren Dach sollen Rettungshubschrauber landen. Aber das durften sie nicht: Da waren angeblich Bäume im Weg. Das war "schwierig": 


Veröffentlicht am 19.01.2014 von cinderella0307

Übernommen von OverBlog

Dienstag, 29. Januar 2013

Beschiss im Discounter - Blog von Kiat Gorina


Heute Abend kamen wir bei Sachsen bei Ansbach vorbei. Da es dort einen Lidl gibt, bogen wir ab, um noch einiges einzukaufen. Morgen steht viel an, da bleibt zum Einkaufen wenig Zeit. An der Kasse erwartete uns eine Matrone - mehr breiter als hoch. Wie passte die bloß nur auf das Kassenstühlchen?

Nicht mein Problem - wenn sie nur korrekt arbeitet. Ich schmetterte mein Grüß Gott ihr entgegen, keine Reaktion - wahrscheinlich hatte die Dame Maulsperrentag! Dann schob sie gelangweilt die Waren über den Scanner. Bei der Schokolade piepste es zweimal kurz hintereinander. Komisch, dachte ich mir.

Dann packten wir alles wieder in den Einkaufswagen und wollten zum Parkplatz. Ich sagte zu meinem Bären: "Ob die uns beschissen hat?" Mein Bär sah den Kassenzettel durch: Aha, Edelsahneschokolade, zweimal. Kann nicht sein, ich hatte nur eine einzige Tafel in den Korb gelegt. 

Mit Kassenbon bewaffnet machte ich kehrt und marschierte zurück zur Kasse. Wegen des Matschwetters hatte ich Ofenrohre an, so nenne ich meine Armeestiefel aus NVA-Beständen. Sie sind unverwüstlich - haben jedoch einen Nachteil: Sie quietschen beim Laufen!

Das hörte ein älterer Mann und sagte zu seiner Begleiterin: "Hast du das gehört? Wie die quietscht?!"

Ich drehte mich um und musterte das Männlein von oben nach unten und legte meinen Kommandoton ein: "Das sind Armeestiefel, die quietschen eben!" Und ein "Haben Sie nicht gedient?" konnte ich mir nicht verkneifen. Das Männlein zuckte zusammen.

Dann stand ich an der Kasse - bei der Matrone. Ich wartete ab, bis sie der Kundin das Wechselgeld gegeben hatte. Dann hielt ich der Matrone den Kassenbon unter die Nase: "Sie haben sich vertippt! Da stehen zwei Schokoladetafeln auf dem Bon, im Einkaufswagen liegt jedoch nur eine!"

Die Matrone bekam hektische Flecken, wechselnd zwischen weiß und rot. Dann meinte sie: "Dann holen Sie sich eine zweite Schokolade!"

"Wieso sollte ich?"

"Aber dann muss ich stornieren und Sie müssen unterschreiben, dass Sie das Geld zurückbekommen haben!"

"Na und? Wo ist das Problem? Oder halten Sie mich für eine Analphabetin?"  Die Matrone stammelte: "Aber ich weiß nicht die Nummer, die ich stornieren muss. Ich brauche die Verpackung mit der Nummer."

"Kein Problem, ich hole eine neue Tafel", sprach es und sagte zu den Leuten in der Schlange: "Jetzt müssen wir uns alle etwas schlank machen" und quetschte mich an der Kassenschlange vorbei. Ich marschierte zum Regal mit der Schokolade und wieder zurück zur Kasse: "Da haben Sie Ihre Verpackung!"

Die Matrone hatte jetzt ihren Kopf ganz rot eingefärbt und machte sich ans Stornieren und knallte das Geld aufs Warenband. Mit einem lauten und knappen "Sehen Sie! Es geht doch!" verließ ich diesen Discounter.

Später überlegte ich: Was ist, wenn das kein Versehen war? Wenn diese Kassentante das öfters macht. Da kommen am Tag dann locker ein paar zusätzliche Euronen zusammen. Oder bezahlt Lidl seine Leute derart mies, dass sie auf solche Zusatzverdienste angewiesen sind?

Und an ein Versehen kann ich nicht glauben. Grund: Die Ware wird über das Scannerfenster gezogen. Und wenn die Ware ein zweites Mal eingegeben werden soll, dann muss doch die Ware wieder in die Hand genommen und erneut über das Scannerfenster gezogen werden. Aus Versehen?


Hochgeladen am 16.12.2010 von Paulilus

Mittwoch, 8. August 2012

GLOSSE: Sachsen und Stasi 2.0 - Blog von Kiat Gorina


Den schwarz.gelben Regierungskoalitionen laufen die Wählerinnen und Wähler davon. Das hat auch die Landesregierung in Sachsen mit dem Ministerpräsident Tillich gemerkt. Was tun, sprach Zeus? 

Wir müssen beobachten! Wir müssen dem Volk aufs Maul schauen! Das sagte schon Dr. Martin Luder, der sich dann in Luther umbenannte. Und wie machen wir das nur? Stasi-Methoden dürfen wir nicht mehr einsetzen - das soll doch undemokratisch sein! 

Aber da gibt es ja die sozialen Netze - wie Facebook beispielsweise. Aber das geht doch nicht! Da dürfen die Nutzerinnen und Nutzer nur reale Namen verwenden. Was glaubt ihr, was da los ist, wenn wir wir bei den Diskussionen mitlesen und alles aufschreiben? 

Tja, wir könnten ja da uns ein Programm basteln lassen - das macht das alles anonym. So ein Programm liest natürlich alles, speichert alles - aber alles nur anonym. Niemand weiß, dass da ein Programm mitläuft, das ist ja das Schöne an Programmen! Das arbeitet anonym! 

Und die Staatskanzlei zweigte gleich 390.000 Euronen für so ein Programm ab. Die Erstellung eines solchen Programmes gehört zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der sächsischen Staatskanzlei. Sagt die Landesregierung. 

Was hat das mit Pressearbeit zu tun? Normalerweise veröffentlicht die Staatskanzlei Texte, die dann von der Presse gedruckt werden. Aber hier sollen ja Daten gesammelt werden! Tja, "Presse" ist hier etwas anders zu verstehen: Wir "pressen" die Daten bei Facebook und anderen  sozialen Netzen aus wie eine Zitrone, bis wir wissen, was die Wähler so denken. 

Und das macht eine Menge Arbeit - also ist das "Pressearbeit". Und wieso ist das auch "Öffentlichkeitsarbeit"? 

Tja, wir vergeben doch öffentlich Gelder aus dem Staatshaushalt für die Programmierung, das machen wir nicht heimlich, sondern öffentlich. Also ist das richtige Öffentlichkeitsarbeit! 

Aber ist so eine programmgesteuerte Lauschaktion nicht mit den einstigen Abhöraktionen der Stasi geleichzusetzen? Auf keinen Fall, das war doch nur Stasi 0.0 - jetzt setzen wir das Web ein, die Stasi-Mitarbeiter mussten alles manuell machen, die mussten sogar ihre Berichte selbst mit der Schreibmaschine tippen. 
Nein das ist überhaupt nicht vergleichbar!

Also doch Stasi 2.0!

Quelle: teltarif.de Regierung will Wähler über Facebook ausspionieren - für die Politik


Veröffentlicht am 15.06.2012 von Broemmelkamp

besucherzhler

Dienstag, 24. Juli 2012

Strahlender Stahl aus Indien und China - Blog von Kiat Gorina


Jetzt ist es soweit: Strahlender Edelstahl taucht immer öfter auch hierzulande auf. Dieser Edelstahl wurde hergestellt, indem radioaktives Cobalt 60 "beigemischt" wurde. Cobalt-60 wird zur Bestrahlung von Lebensmittel und auch in der Medizin eingesetzt. Und es wird offensichtlich bei der Herstellung von Edelstahl "entsorgt". 
Quelle: sachsen.de Strahlenschutz Aktuelle Informationen zu mit Co - 60 kontaminierten Edelstählen aus Indien 


Von dieser Strahlenbelastung sind auch Fertigprodukte betroffen! Auch in Deutschland.  Was heißt das für uns Verbraucherinnen? Müssen wir uns einen Geigerzähler anschaffen, den wir bei unseren Einkäufen mitnehmen? 


Es scheint so! Ist das die neue Endlagerung von radioaktiven Materialien? Wir - die Endverbraucher?! In welch einer Welt leben wir denn! 


Wie gewissenlos können Menschen sein, wenn es darum geht, radioaktive Stoffe zu "entsorgen"! Wer das als Hersteller macht, hat überhaupt kein Gewissen! 


Bedeutet das für uns Verbraucherinnen, dass wir Produkte aus Edelstahl meiden müssen, wenn sie aus Indien oder aus China stammen? Ja, darauf wird es hinauslaufen. 


Vorausgesetzt - wir erfahren überhaupt bei unserem Händler, woher der Edelstahl kommt. 


Hochgeladen von ndtv am 29.04.2010


Wenn wir so weitermachen, dann werden unsere Küchen bald zu Strahlungslaboratorien mutieren - ausgestattet mit Roboterarmen. 


Wir haben so viele Behörden und Ämter, aber worauf es wirklich ankommt, dafür gibt es offensichtlich kein Amt. Wie sonst kann das Land Sachsen die Untersuchungen auf die Hersteller und Recycler abwälzen. In welch einem Land leben wir denn? 


Und die Empfehlungen des Landes Sachsen an die Firmen, die Edelstahl importieren, sind geradezu lächerlich: "Prüfen Sie anhand Ihrer Unterlagen bzw. durch Rücksprache mit Ihrem Lieferanten oder Großhändler, ob Sie direkt oder indirekt Lieferungen von Halbzeugen oder Fertigprodukten aus Edelstahl aus dem indisch-chinesischen Raum erhalten und verarbeiten." 


Als ob sich Unterlagen nicht gefälscht werden könnten?! Papier ist geduldig, sagt der Volksmund! 


Da werden dann Thermosflaschen aus Billig-Edelstahl auf den Markt geworfen - hergestellt aus strahlendem Edelstahl! Und wir wundern uns, weshalb immer mehr Menschen schwer erkranken.


besucherzähler

Samstag, 30. Juni 2012

Schwalbe gerettet - Das war knapp! - Blog von Kiat Gorina

Dass die kleine Schwalbe noch lebt, hat im weitesten Sinn etwas mit meiner schrappigen  - übersetzt: raffgierigen - Studienkollegin zu tun. Nein, keine Sorge, die wollte das Schwälbchen nicht fressen. Aber diese Frau arbeitet in der Schweiz. Und sie hatte die fatale Idee, mich für drei oder vier Tage heimzusuchen, ach nein besuchen muss das heißen. 
Dass ich die Gute dann über zwei Wochen nicht mehr los wurde, war heftig. Sicher, ich war vorgewarnt. Schon nach dem Studium pflegte sie mich an den Wochenenden heimzusuchen. Da hatte ich einen stressigen Job als Staplerfahrerin in einer Futterfabrik. 
Wenn ich Glück hatte, musste ich nur bis Samstag Mittag arbeiten. Den Rest vom Wochenende wollte ich mich um Tigers Vorgänger "Dackel" und meinen Hund Dobbi kümmern. Ich träumte von schönen langen Ausritten in die Senne. Von wegen! 
Wer mich schon ab Freitag abend belagerte, war die liebe Studienkollegin, nennen wir sie mal Schrapphild. Dummerweise wohnte ich noch bei meinen "Eltern", und die waren begeistert von Schrapphild. Nichts war es da mit rauswerfen. 
Jedes - aber auch wirklich jedes Wochenende hatte ich sie auf dem Hals, nichts war es mit Ausreiten. Und die Gute quasselt ununterbrochen. Keine Ahnung, wann die mal Luft holt. 
Und diese Tante rückte mir auf den Pelz, freudestrahlend stand sie da - und ich verfluchte meine asiatische Erziehung. Die verbietet mir mämlich, so ein "lästiges Möbel" einfach raus zu schmeißen ... 
"Hallo, da bin ich! Sicher freust du dich! Wir haben uns ja so lange nicht mehr gesehen! Du ahnst nicht, was ich dir alles zu erzählen habe!", jubelte sie. 
"Doch", seufzte ich, mir ahnte Schlimmes. 
Da hatten es die Tiere besser. Tiger und Knopfi suchten einfach das Weite und Riffel ging unter meinem Sofa in Deckung. So erwischte es nur den Bären und mich. Der Bär ist schwerhörig, und ohne Hörgerät war es halbwegs erträglich. 
Dazu kam, dass Schrapphild schon immer einen extravaganten Geschmack hatte. Nur das Beste und Teuerste ist ihr gut genug. 
Normalerweise lädt man sich nicht einfach irgendwo ein. Und wenn man ein paar Tage oder nur eine Nacht bei Freunden bleibt, bringt man auch etwas zu essen mit. 
Klar, auch Schrapphild brachte mit. Es war sogar so viel, dass wir für ihr Zeug den zweiten Kühlschrank anwerfen mussten. Auch kaufte sie ungeahnte Herrlichkeiten ein, in speziellen Läden und eben auch im Discounter in Sachsen  - Ort bei Ansbach. 
Wir teilten unser Zeug mit ihr. Aber wehe, wenn wir nach etwas langten, was sie bezahlt hatte. Beim ersten Frühstück hielt sie die ganze Zeit ihre Zwiebelmettwurst fest. Die esse ich auch ganz gern. Schrapphild hatte eine ganze Reihe davon gekauft und schnitt die erste davon an. Das gute Stück lag direkt vor meiner Nase - und ich wollte arglos auch davon nehmen. Du liebe Zeit! Das schrille "NICHCHCHT!" tat mir richtig in den Ohren weh. 
Danach hielt Schrapphild sich krampfhaft an ihrer Zwiebelwurst fest. Wahrscheinlich hatte sie Angst, diese könnte verdunsten. 
Zurück zum kleinen Schwälbchen. Durch Schrapphild hatte ich Schoko-Reiswaffeln kennen gelernt - eine konnte ich ihr nämlich doch ablisten! Und ich hatte mir für den Sonntagskaffee eben diese Waffeln in den Kopf gesetzt. Milch hatte ich auch zu wenig. So bin ich, was ich noch nie gemacht habe, heute um 15 Uhr nach Sachsen zum Einkaufen gefahren. Nicht Windsbach, nicht Wolframs-Eschenbach. Nein, es musste Sachsen sein.
Und jetzt weiss ich, warum. Der Bär war auch mit, schnell hatten wir unsere paar Sachen zusammen gesucht und standen in der Schlange an der Kasse. Von der Steppe habe ich noch immer diesen schweifenden Rundum-Blick. 
Zwar kann man im Discounter nicht weit schweifen - aber - da draußen, unter der Jalousie, da flappte doch was! Von den anderen Kunden hatte es keiner auch nur bemerkt. 
Jalousien flappen aber nicht. Das sah doch aus wie - oh nein! Da klemmte einen junge Schwalbe mit einem Flügel hinter einer Lamelle fest. Ab und zu flatterte sie noch mit dem anderen Flügel, dann hing sie wieder schlaff da. 
Hoffentlicht war es noch nicht zu spät für das kleine Kerlchen! Wer weiß, wie lange es da schon unbemerkt in der prallen Sonne hing? So schnell es ging, zwängte ich mich durch die schwitzenden Leute und rannte nach draußen. 
So, jetzt schnell ... haalt! Bevor man einen kleinen Vogel anfast, sollte man irgendwo an Metall langen, um die elektrostatische Aufladung weg zu kriegen. Die kann so einen kleinen Vogel nämlich töten! 
Irgendwie habe ich es geschafft, den Kleinen aus der Jalousie zu holen, ohne ihm den Flügel zu verletzen. Pumpend saß das Schwälbchen auf meiner Hand. War es schon zu spät? Nein, es hatte noch einmal Glück gehabt. Nach einer kurzen Erholungspause flog es davon, Richtung Rezat. Es brauchte jetzt dringend Wasser.
Ich mag Schwalben - auch ihren Gesang! Ich habe ein Video gefunden, da singt eine Schwalbe - das könnte auch bei mir vor dem Stall sein ...
Hochgeladen von andiniadotcom am 24.01.2011


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Mittwoch, 2. März 2011