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Freitag, 28. März 2014

GLOSSE: Ansbach, Bischof Meiser, eine Straße und ein OB-Kandidat

Ansbach - der Sitz der Regierung von Mittelfranken - hat auch eine Straße. Eine Straße, die im Laufe der Geschichte immer wieder umbenannt wurde. Anfangs hieß diese Straße die Jägergasse. Benannt nach der Jägerkaserne, da hatte einst der Markgraf seine Truppen. Dann wurde der Markgraf Geschichte und diese Straße wurde umbenannt - in Theresienstraße. Zu Ehren der Königin Therese von Bayern. Das war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 

Aber auch Königin Therese wurde Geschichte. Und 1933 wurde diese Straße braun eingefärbt und erhielt den zweifelhaften Namen Julius-Streicher-Straße. Zu Ehren ... Nein, da sträubt sich meine Feder, zu Ehren kann ich da nicht schreiben. Schließlich gab es einen Julius Streicher - seinerzeit NSDAP-Gauleiter von Mittelfranken. Aber auch die NSDAP wurde Geschichte. Und nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Straße wieder umbenannt oder rückbenannt - in Jägergasse. 

Das hatten wir doch schon einmal. Wer nun meint, dadurch wurde diese braune Einfärbung abgewaschen, irrt gewaltig. Dieser Braunton kam immer wieder durch, faschistisches Gedankengut lässt sich so leicht nicht übertünchen: 1958 war es so weit: Diese Straße erhielt einen neuen Namen: Bischof-Meiser-Straße. 

Wer war Bischof Meiser? Ein Kirchenmann der evangelischen Kirche. Dieser Kirchenmann schrieb in der Zeit der Naziterros von 1933 bis 1945 unter anderem: "Aber das ändert nichts an der Tatsache, daß der jüdische Geist für uns etwas Wesensfremdes hat und daß sein Umsichgreifen zum allergrößten Schaden für unser Volk wäre."             

Quelle: Wikipedia

Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis diese Zitatstelle von neonazistischen PR-Beratern aus Wikipedia verschwindet ;-)

Wieso schreibe ich das? Weil es bayerische Städte wie München und Nürnberg gibt, die auch Straßen nach diesem Bischof Meiser benannt haben. Aber die Stadträte dieser Städte kamen zur Einsicht und benannten die Straßen um. Eine Bischof-Meiser-Straße gibt es in diesen Städten nicht mehr. 

Zwei bayerische Städte gibt es noch: Bayreuth und Ansbach! Gerade Ansbach - der Sitz der Regierung von Mittelfranken - ziert sich mit einer solchen Straßenbezeichnung. Und will sich weiterhin damit schmücken. 

2013 stellte der einzige Linke im Ansbacher Stadtrat einen Antrag: Die Bischof-Meiser-Straße solle umbenannt werden. Dieser Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Dennoch wurde dieser Antrag öffentlich heftig diskutiert.  Einer der Gegner der Abschaffung der Bischof-Meister-Straße war ein Vertreter der CSU, der übermorgen als Kandidat zur Oberbürgermeisterwahl in Ansbach antritt. 

Sollte er wider aller Vernunft dennoch gewählt werden, dann darf sich Ansbach mit einem Oberbürgermeister schmücken, der für die Beibehaltung des Straßennamens "Bischof-Meiser-Straße" eintritt! Und was ist mit den antisemitischen Äußerungen dieses Bischofs von einst? 

Irgendwie passt das ja. Es gibt ja immer noch genügend Nazigesetze, die zwischen 1933 und 1945 erlassen wurden - von einer "Regierung" ohne jegliche demokratische Legitimation und deren Gesetze auch heute noch fröhliche Urständ feiern: 


Veröffentlicht am 26.02.2014 von Kiat Gorina

Übernommen von OverBlog

Sonntag, 23. März 2014

Ansbacher Behörden - zum Kopfschütteln!

Ein Juwelierladen in Fürth wurde von zwei Männern überfallen. Der Überfall  wurde von einer Überwachungskamera aufgenommen. Darauf ist zu sehen, wie die beiden Verkäuferinnen bedroht werden, wie die Täter Uhren mitnehmen. Was macht der Juwelier? Er veröffentlichte das Video mit den Tätern  in Facebook. 

Natürlich wurde sofort die Polizei verständigt, die Täter konnten nicht gefasst werden - bis heute. Ein Angestellter verfolgte die Täter - bis zum Stadtpark - dann verliefen sich die Spuren. Die Polizei setzte sogar einen Hubschrauber ein - ohne Erfolg. Bitter für den Juwelier. Seit dem Überfall hält sich ein Wachmann im Geschäft auf. 

Und der Juwelier bekommt einen Behördenbrief - aus Ansbach. Da befindet sich das Bayerische Landesamt für Datenschutzsicherheit. Dieses Landesamt hat nichts anderes zu tun, als den Juwelier zu rügen. Grund: Er dürfe das Tätervideo nicht veröffentlichen! 

Ja, wieso nicht? Weil auch Täter ein Recht auf informelle Selbstbestimmung hätten! Wiklich! Ja, wenn der Juwelier die Täter vor der Veröffentlichung gefragt hätte, ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden seien, ja, dann hätte er das Video veröffentlichen dürfen! 

Da frage ich mich, in welchem Staat leben wir denn? Was hier abläuft, ist Absurdistan hoch drei! Da gewinne ich doch den Eindruck: Wollen die Behörden gar nicht, dass die Täter gefasst werden? Was läuft hier eigentlich ab? 

Nur die Polizei dürfe Tätervideos veröffentlichen! Vorher muss ein Richter dazu befragt werden ... 

Mir will das nicht in den Kopf! Da begehen Verbrecher eine schwere Straftat - Raubüberfall ist eine schwere Straftat - und das Video darf nicht veröffentlicht werden - weil die Zustimmung der Täter fehlt! 

Der arme Juwelier musste wirklich sein Video in Facebook wieder löschen! 


Veröffentlicht am 17.03.2014 von VVFrankenfernsehen·

Da frage ich mich, welche Gesetze haben wir in diesem Staat? Da tummeln sich in den Parlamenten und Ministerien fast nur Juristen - und was kommt heraus? Nichts als Lachnummern! Und dafür sollen wir weiterhin Steuern bezahlen? 

Übernommen von OverBlog

Samstag, 19. Oktober 2013

Bayerischer Rundfunk - Ausländerfeindlich?

Das frage ich mich wirklich. Wieso das? Ganz einfach. Ich habe keinen Fernseher, aber abends höre ich meist Radio. Im Sommer gab es auf Bayern 1 so eine Aktion, da konnten Hörer sich etwas wünschen.

Und ich wollte gern wieder mal  500 miles von den Hooters hören. Das ist schon seit 1990 mein Ohrwurm. Im dem Jahr bin ich von Detmold nach Bayern gezogen. Genauer gesagt nach Ansbach, Mittelfranken. Weil ich bei den Schafft Fleischwerken einen Job als Ingenieurin gefunden hatte.

Dann ging alles ganz schnell. Ich musste schon wenige Tage nach dem Vorstellungsgespräch im Februar in Ansbach anfangen. Zwei Reisetaschen und die Hoffnung auf ein besseres Leben waren mein einziges Gepäck.

Ein Zimmer in einem abgelegenen Gasthof und die neuen Arbeitskollegen mit ihrem kaum verständlichen Dialekt - es konnte nur besser werden. Irgendwann.

Auf eine Sache freute ich mich immer ganz besonders. Der  Ansbacher Reitverein hatte eine kleine Reiterklause. Von dort konnte man dem Reitunterricht zusehen.

Die Tische waren adrett und sauber gedeckt, und die Wirtin, Frau Urban, zauberte in ihrer winzigen Küche die herrlichsten Sachen. Die ganze Woche freute ich mich auf das gute Essen. Was würde diesmal auf der Speisekarte stehen? Vorfreude ist eine famose Sache.

Ich habe später noch in verschiedenen Nobelrestaurants gegessen. Aber so liebevoll und gut zubereitete Mahlzeiten habe ich nirgends mehr bekommen.
Was hat das jetzt mit dem Bayerischen Rundfunk zu tun?

In dem Jahr lief oft “500 Miles” im Radio. Und wenn ich nach Ansbach zur Reiterklause fuhr, kam es wirklich jedes Mal! 500 miles away fom home … und schon wieder lief mir eine dicke Träne über die Wange.

Nicht etwa wegen home, also zu Hause. So etwas hatte ich in Detmold nie gehabt. Aber meine Hündin Dobbi und Pony Dackel vermisste ich schmerzlich.

Wenn ich Feierabend hatte, wurde es schon dunkel. Kneipenbummel und Ausgehen ist nicht so mein Ding. So blieb nur das triste Wirtshauszimmer und mein mitgebrachtes Buch.
500 miles …
Trotzdem liebe ich diesen Song. Dann kam die Sommer-Aktion, wo sich Bayern1-Hörer etwas wünschen konnten. Hoffnungsvoll schickte ich eine Mail: 500 miles,  bitte.

Nichts. Aber bei so vielen Hörerwünschen ist das ja kein Wunder. Jeden Abend kamen Aufrufe an die Hörer, sich etwas zu wünschen. Also: noch eine Email.

Drei oder sogar vier Anrufe auf den Bayern 1 Anrufbeantworter.
Nichts. Nur die Sprecher forderten ihre Hörer immer wieder auf, sich etwas zu wünschen.

Ohne mich! Der bayerische Rundfunk kann mir jetzt gestohlen bleiben.
Mit einer guten Antenne bekomme ich weitaus bessere Sender herein.
Und die 500 miles brauche ich nicht mehr aus dem Radio. Eine Kundin brachte mir eine CD von den Hooters mit. Mit 500 miles. Die Kundin meinte: “Lass dich doch von denen nicht ärgern, du hast halt einen fremd klingenden Namen. Und so etwas mögen die wohl nicht …”


The Hooters live - 500 miles (HQ)

Veröffentlicht am 01.03.2012 von samsoni2000

Übernommen von Over-Blog

Mittwoch, 25. September 2013

Bayern - Landtagswahl vorbei - Affäre Haderthauer schwelt weiter und lodert immer heftiger!

In diesem Jahr gab es in Bayern viele Affären und Skandale, vor der Landtagswahl wurden sie totgeschwiegen. Aber eine Affäre ist derart heftig, sie lässt sich nicht totschweigen. Nicht einmal bei den Vorstandswahlen der CSU in Oberbayern. Haderthauer wurde nur vierte Stellvertreterin. Und musste sich mit kümmerlichen 71,1 Prozenten zufrieden geben. Ihre anderen Mitbewerber lagen alle weit über 90 Prozent. 

Quelle: stattzeitung.in CSU Oberbayern: Haderthauer nur 71,1 %: Nicht recht erklärbar ist das schlechte Wahlergebnis für Christine Haderthauer; sie kam als 4. Stellvertreterin nur auf 71,1 %, während die anderen Stellvertreter deutlich besser abschnitten: Gaby Bauer ((Rosenheim): 95,4%, Martin Bayersdorfer (Erding) 95,4 % und Staatsminister Georg Fahrenschon 96,5%.

Erklärbar ist das Ergebnis schon. Das "geniale Team" Christine und Hubert Haderthauer hat es halt zu toll getrieben - auch für bayerische Verhältnisse! Und es gibt einen Anwalt - Adam Ahmed aus München, er hat einen sehr merkwürdigen Vorfall aus dem Jahr 2009 ans Licht der Öffentlichkeit gefördert:

Da gibt es einen Dreifach-Mörder, der die sündteueren Modellautos zusammenbaute und sowohl im Bezirkskrankenhaus Ansbach als auch Straubing ungeheuerliche Freiheiten genoss! Und 2009 gab es ein positives Gutachten für diesen Dreifachmörder, er "wohnte" derzeit in Straubing, und wegen der guten Begutachtung sollte er in den normalen Vollzug nach Ansbach verlegt werden. 

Da wäre natürlich die gesamte Modellautoproduktion in Straubing zusammengebrochen! In allerletzter Minute wurde die Verlegung von Straubing nach Ansbach abgeblasen. Irgendjemand im Sozialministerium hatte interveniert. Erinnern wir uns: 2009 war Christine Haderthauer bereits Sozialministerin und zuständig für den Maßregelvollzug ... Ein Schelm, der Böses dabei denkt ...

Ach ja, und noch etwas kam in Ingolstadt ans Licht der Öffentlichkeit: Frau Haderthauer behauptet ja, sie habe mit der Firma "Sapor Modelltechnik" nie etwas zu tun gehabt. Aber der Ministerpräsident Horst Seehofer hat einen Bruder, er leitet die Ingolstädter Sparkasse. Und bei dieser Sparkasse gab es bis Ende 2008 ein Konto, da wurden Geschäftsvorgänge für diese "Sapor Modelltechnik" abgewickelt. Und wer war Inhaber dieses Kontos? Frau Sozialministerin Christine Haderthauer!

Wenn da kein Aufklärungsbedarf besteht?!

Quelle: Abendzeitung München Haderthauer: Mit einem Dreifach-Mörder per Du: In der „Modellauto-Affäre“ bleiben weiterhin viele Fragen offen: Wie eng war das Verhältnis der Haderthauers zum Kapitalverbrecher? Ein Münchner Anwalt bohrt jetzt nach

Auch wenn Frau Haderthauer im Stimmkreis Ingolstadt gewann! Vielleicht war das eine falsch verstandene Solidariät der Ingolstädter CSU-Wähler ...


Veröffentlicht am 18.07.2013 von Grüne Fraktion

Übernommen von Over-Blog

Sonntag, 1. September 2013

Demografischer Trend stark nach unten - Sterben die Franken aus?

Da gibt es einen demografischen Trend für Bayern - für Nordbayern ist er wenig erfreulich: Die Bevölkerung wird schrumpfen - bisweilen um 7,5 Prozent. Das bedeutet, dass bis 2031 jeder 13-te Bürger nicht mehr in Nordbayern leben wird. In den betroffenen Kommunen und den Bezirksregierungen geht ein Alarmschrei um. 

Wer das nicht glaubt, kann sich ja selbst die statistischen Daten anschauen:

Quelle: Freistaat Bayern Demographisches Profil: Wer sich die Bevökerungsskizen von 2011 mit 2031 vergleicht, muss leider feststellen: "2011 waren die meisten Bürger so um die 50 Jahre alt. 20 Jahre später werden die meisten Bürger zwischen 60 und 70 Jahre alt sein!

Und in diesem Bereich liegt auch der Landkreis Ansbach: bis zu 7,5 % wird die Bevölkerungszahl schrumpfen. Wieso ich das schreibe? Gerade im flächengrößten Landkreis Ansbach gibt es viele Fernwasserversorgungsunternehmen. Und damit bekommen diese Wasserversorger immer mehr Probleme mit diesem demografischen Schrumpfprozess!

Grund: Je weniger Verbraucher am Ende der langen Trinkwasserleitungen hängen, desto länger steht das Wasser in den oft überdimensionierten Rohren. Und es gibt einen Grenzwert, der nicht unterschritten werden darf. Wird er unterschritten, dann wird aus dem Trinkwasser stehendes Wasser - auch Stagnationswasser - genannt! Und wenn Stagnationswasser vorliegt, dann muss dieses Wasser vor dem Verbrauch abgelassen und dann die Leitung gespült werden. Das steht in einer Norm - DIN EN 1717.

Das ist eine Kombination aus Deutscher Industrienorm (DIN) und Europäischer Norm (EN). Und diese Norm ist verbindlich. Auch wenn Richter eines Verwaltungsgerichtes davon nichts wissen wollen!

Quelle: GLOSSE: Wassersauerei? - In Bayern gerichtlich erlaubt!: “Tja, das Verwaltungsgericht Ansbach sieht das anders. Da gibt es das Urteil AN 1K 11.01339. Darin wird eine Bürgerin gezwungen, dauerhaft stagnierendes Wasser vom Zweckverband Reckenberggruppe abzunehmen. Laut Gerichtsurteil würde das Wasser nicht stagnieren. Auf die technische Regel in der DIN EN 1717 sind die gar nicht eingegangen.” Der Wasserfachmann war natürlich entsetzt. “So etwas darf einfach nicht vorkommen!” 

Dieser Trend wird sich immer stärker von Jahr zu Jahr fortsetzen. Irgendwann wird der Druck auf die Wasserversorger derart groß werden, dass sie mit dem Rückbau der Leitungen beginnen müssen. Sollten sie sich wie bisher weigern, dann werden noch mehr Bürger aus diesem Landkreis wegziehen! Oder Bürger werden erkranken oder gar wegsterben - weil sie von einem Verwaltungsgericht verdonnert werden, Stagnationswasser zu saufen! 

Somit beschleunigt das Verwaltungsgerichtsurteil diese negative demografische Entwicklung! 

Ich wundere mich, wieso die Politiker in Bayern, speziell in Nordbayern diese tickende Zeitbombe nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Da werden statistische Landesämter unterhalten, die solche Entwicklungen aufzeigen und die politischen Entscheider hören nicht hin! Dann wird es immer öfters heißen: 
Wasser macht dick, dumm und krank!


Hochgeladen am 31.01.2011 von Hans-Jürgen Saum

Können wir solche dummen Politiker am 15. September wählen? Bestimmt nicht! Wie heißt es?
WAHLTAG IST ZAHLTAG!

Übernommen von Over-Blog

Donnerstag, 8. August 2013

GLOSSE: Gustl Mollaths Fernseher und Receiver

Nur wenige Stunden hatte Gustl Mollath Zeit zum Packen. Und er wollte seinen Fernseher und seinen Receiver mitnehmen. Das wurde ihm verweigert. Wieso denn das? Keine Begründung! Wo gibt es denn so etwas, dass das Klinkpersonal gegenüber Weggeschlossenen irgendetwas irgendwann begründen muss! Wo kämen wir denn hin? Das dachten sich wohl die Mitarbeiter der Forensik bis zum Chefarzt Klaus L. 

Quelle: FOCUS ONLINE Anwältin: Mollath sollte sein Zimmer bis 15 Uhr räumen – ohne Hilfe: Dann wurde das Auto vollgeladen, der Fernseher sollte Herrn Mollath zunächst kostenpflichtig nachgeschickt werden. Herr Mollath bat darum, den Fernseher sofort mitnehmen zu dürfen. Ich kenne es nur, dass technische Geräte vor Einbringung in eine Haftanstalt untersucht werden müssen. Wo lag hier das Problem, den Fernseher erst freigeben zu müssen?

Aber das ist doch klar! In der Forensik muss alles kontrolliert werden! Nur nicht in Ansbach! Wenn ein Patient für einen Gerichtsarzt sündteuere Automodelle baut, die dann Herr Gerichtsarzt versteigert, dann wird so ein Patient nicht kontrolliert. Wenn er Post bekommt, dann wird die durchgewunken. Ja, mehr noch, dieser Patient besaß sogar einen Generalschlüssel für alle vergitterten Fenster. Und er durfte auf Messen gehen, um sich Automodelle anzuschauen. Obwohl er im Wahn drei Menschen getötet hat!

Ja, und sein Therapeut ging sogar mit ihm in ein Wirtshaus! Ob das möglich war, weil seine Frau heute Sozialministerin ist - ja, die Christine H. Ich meine ja nur ...

Für Gustl Mollath gab es keine Sonderbestimmungen, da wurde alles kontrolliert! Egal, ob es in die Klinik hineingetragen oder ob es herausgetragen wird! Kontrolle muss sein. Die Klinikleitung hat bei Lenin gelesen: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Also wird kontrolliert. Ein sehr guter Spruch! Aber Lenin war Kommunist? Was? Trotzdem wird kontrolliert.

Wurde wirklich nur wegen der Kontrolle kontrolliert? Oder musste gar nicht kontrolliert werden? Musste gar ein Apparatchen entfernt werden. Da könnte ja Mollath in seiner neuen Freiheit auf die Idee kommen, mal nachzuschauen. Und er könnte etwas finden?! O nein, das muss unbedingt verhindert werden!

Da gibt es ja so kleine Gerätchen, mit denen kann gespeichert werden, welche Sendungen geschaut wurden! Da gibt es sogar Marktforschungsinstitute, die das auswerten! Und wie gesagt, alles muss kontrolliert werden - die Therapeuten müssen wissen, was hat er geschaut? Wie hat das seine "Therapie" beeinflusst? 

Ja, und wenn ein Fernseher oder ein Receiver zu einem Weggeschlossenen in die Forensik gebracht wird, dann wird da so ein Gerätchen eingebaut - ganz versteckt, ganz unauffällig - so dass der Weggeschlossene es nicht entdecken kann! So geschah es auch bei Mollath. 

Und dann geschah es: Mollath muss sofort entlassen weren! Das Personal in der Forensik fiel in eine Schockstarre! Einschließlich des Chefarztes Klaus L. Er war derart steif, dass er nicht persönlich seinen prominenten Patienten verabschiedete und ihm alles Gute wünschte! Und seine Mitarbeiter blieben auch steif - keiner half ihm beim Packen!

Und dann erinnerte sich jemand vom Klinikpersonal an die zusätzlichen Einbauten in Fernseher und Receiver! Um Gottes willen! Wenn das bekannt wird! Dann wird die Bayreuther Forensik gleich mit dem amerikanischen Geheimdienst NSA verglichen! Der hat doch auch alle Informationen abgesaugt.

Was nicht stimmt! Abgesaugt hat der deutsche Geheimdienst - der BND. Und er liefert das Gesaugte brav an die NSA-Freunde. Die Kanzlerin hat damit kein Problem: Für sie ist alles Neuland! Sie kann ja nicht alles wissen. Und außerdem, zu DDR-Zeiten gab es noch kein Internet ...

Aber zurück zu Mollath und seinem Fernseher und Receiver. Diese beiden Geräte werden jetzt in der Forensikwerkstatt zurückgebaut und dann dem Mollath kostenpflichtig zugestellt! Für den Einsatz der Lauschteile wird keine Benutzungsgebühr gefordert. Grund: Mollath wurde ja vorher nicht gefragt, ob er mit dem Einsatz dieser Lauschspeicher einverstanden sei.

Wie kam es eigentlich soweit, dass Mollath in die Forensik weggesperrt wurde, sieben Jahre lang? Erwin Pelzig brachte Licht in den Justiz- und Bankendschungel:


Veröffentlicht am 25.06.2013 von michi2005

Übernommen von Over-Blog

Dienstag, 6. August 2013

GLOSSE: Die Angst des Chefarztes Klaus L. vor Mollaths Freunden

Da sitzt seit sieben Jahren ein offensichtlich Unschuldiger in der bayerischen Forensik - nennen wir ihn Gustl M. - er ist vielen Prominenten ein Dorn im Auge. Grund: Er verfügt über Insiderwissen. Über Wissen, wie schwarzes Geld in Richtung Schweiz verschoben wurde. Und diese Prominenten hatten Angst: Der Gustl M. könne sein Insiderwissen zu Geld machen. Also wurde er verurteilt.

Nicht wegen angeblicher Sachbeschädigung, auch nicht wegen Körperverletzung! Wäre er dafür verurteilt worden, dann hätte er seine Strafe abgesessen. Also musste er weggesperrt werden - in die bayerische Forensik. Einigen ging es in der Forensik gar nicht schlecht. So einem Mann, der im Wahn drei Menschen umbrachte. Er durfte in der Ansbacher Forensik sündteuere Modellautos bauen. Ein findiger Gerichtsarzt hatte dafür extra eine neue Therapieform erfunden - die Therapiemodellwerkstatt. 

Und extra eine Firma, um diese Modellautos zu versteigern. Er hatte auch eine geschäftstüchtige Frau, sie kümmerte sich um die Abrechnungen. Heute ist sie Sozialministerin! Wie das passt! Und ihr Mann ist besonders findig: Er reichte einen Text ein - mit nur zehn Seiten. Als Dissertation! Und er bekam dafür den begehrten Doktortitel!

Solche Karrieren sind nicht in allen Bundesländern möglich. Das gibt es nur in Bayern! Da regiert seit 56 Jahren die CSU, der Filz quillt aus allen Ecken! Da arbeiten gerade im forensischen Sektor Justiz und Gutachterunwesen Hand in Hand! Schließlich müssen die wenigen Prominenten vor einem Gustl. M. geschützt werden!

Auch ein Chefarzt - nennen wir ihn Klaus L. - ist der Meinung, dass der Gustl M. weiterhin in der Forensik bleiben muss. Auf jeden Fall, bis der letzte Prominente unter den damaligen Schwarzgeldverschiebern verstorben ist. Mindestens!

Dieser Chefarzt Klaus L. ist auch ein findiger Mensch: Er kann sogar Gutachten über Patienten erstellen, ohne mit ihnen sprechen zu müssen! Zum Beispiel über den Gustl M. Und sein Gutachten fiel so detailliert aus, dass die Richter gar nicht anders konnten, als den Gustl M. in die Forensik wegzuschließen. Und dieser Chefarzt setzte sich ein, dass dieser Gustl M. in seine Klinik verlegt wurde. Schließlich kannte Klaus L. den Gustl, aus seinem eigenen Ferngutachten.

Aber in letzter Zeit hat es Klaus L. sehr schwer. Grund: Dieser Gustl M. hat immer noch Freunde, die setzen sich für ihn ein. Ja, sie fordern: 



Immer mehr Menschen unterschreiben! Ja, angeblich schreiben sie dem Klaus L. Drohbriefe und drohen ihm böse Sachen an! Dabei ist doch dieser Klaus L. so zart besaitet, ja er war so zart besaitet, dass er sich nicht zumuten konnte, mit seinem Patienten persönlich zu sprechen. Aus der Not heraus musste er ein Ferngutachten erstellen.

Was blieb dem Klaus L. anderes übrig, als zu versuchen, seinen Patienten Gustl M. nach Ansbach wegzuschieben. Sollen sich die Ansbacher mit ihm und seinen bösen Freunden herumärgern! Die Ansbacher haben sogar einen Werner S. überstanden, der in nur einem Jahr Millionen von Schulden angehäuft hatte. Ja, zu diesen Ansbachern passt der Gustl M.

Aber diese Verlegung ging schief. Und der Gustl M. "lebt" immer noch in der Klinik des Klaus L. Und der Gustl M. bekommt immer mehr Freunde, die seine Freilassung fordern. Das geht sogar so weit, dass der Ministerpräsident und der Bundespräsident aushandeln, wer von ihnen einen Gnadenakt erlässt, damit der Gustl M. endlich frei wird! Zur Zeit diskutieren die beiden darüber, wie sie zu einem Ergebnis kommen wollen. Bayerns Ministerpräsident schlug ein Duell vor - im Fingerhakeln. 

Der Bundespräsident aber hält nichts davon! Aber die Zeit drängt: Bald sind Wahlen! Und wenn der Gustl M. immer mehr Freunde gewinnt, das ist schlecht für die Schwarzen!

Und einige von Gustls Freunden sind gar Piraten. Da gibt es einen - nennen wir ihn Martin H. - der jagt Plagiatoren. Er und seine Leute waren in der Vergangenheit sehr erfolgreich.

Dem Chefarzt Klaus L. schlottern schon die Knie - uas Angst! Vor diesen Piraten! Die haben doch glatt seine Doktorarbeit gelesen. Nicht nur den überlangen Titel. Der ist so lang geraten. Das war pure Absicht: Wer diesen langen Titel sieht, der verliert doch ganz bestimmt die Lust, die Doktorarbeit zu lesen. Aber diese Piraten haben Erfahrung: Sie wissen: Je länger der Titel einer Doktorarbeit, umso fragwürdiger die Arbeit:


Leipziger, Klaus: 
Forensische Psychiatrie am Bezirkskrankenhaus Bayreuth. Beschreibung und Untersuchung der Rahmenbedingungen, Konzepte und Behandlungsergebnisse bei nach § 63 Strafgesetzbuch im Maßregelvollzug untergebrachten Patienten im Bezirkskrankenhaus Bayreuth, unter besonderer Berücksichtigung der Gruppe Sexualstraftäter. 
Regensburg, 2000

Also, wer bei einem solchen Titel nicht gleich aufgibt! Der Pirat Martin H. und seine Leute gaben nicht auf, sie fanden Stellen, die nach Plagiaten riechen:

Quelle: PolitPlag Free-Gustl-Molath

Da ist doch verständlich, dass Klaus L. von Angst ergriffen wird - Angst vor Mollaths Freunden! Der Chefarzt überlegt: Dann kommt ihm eine Idee: Auch diese Piraten stellen eine Gefahr dar - für den bayerischen Frei- und Rechtsstaat! Da hilft nur die Methode Mollath - wegsperren in die Forensik. Klaus L. überprüft schon gar, welche Räumlichkeiten für eine neu zu schaffende piratische Forensik in Frage kommen.

Und ein Ferngutachten ist leicht erstellt, da braucht er nur auf frühere Gutachten zu verweisen. Früher hieß es, der zu Untersuchende bildet sich ein, dass es Schwarzgeldgeschäfte gibt. Und die Richter haben gelacht!

Jetzt wird es heißen: Diese Piraten bilden sich ein, dass ein Chefarzt Klaus L. in seiner Doktorarbeit abgeschrieben hat! Da werden die Richter erst lachen. Ihr Urteil ist klar: Ab in die Forensik!

Aber eins ist sicher: Es kommt die Zeit, dass einigen Leuten das Lachen gründlich vergehen wird.


Gustl Mollath Prof Leipziger unter Plagiatsverdacht
Veröffentlicht am 03.08.2013 von Verfassung1871

Samstag, 13. Juli 2013

Mollath und die Schikanen bayerischer Behörden

Am 16. Jänner 2013 meldete der Bayerische Rundfunk: "Laut Klaus Leipziger, Leiter der forensischen Psychiatrie des Bezirkskrankenhauses Bayreuth, wird derzeit eine Verlegung von Gustl Mollath nach Ansbach überprüft. Mollath selbst und dessen Anwalt sind strikt gegen die Verlegung." Wenn das keine Schikane sein sollte:


Veröffentlicht am 16.01.2013 von BR

Und wieso gerade nach Ansbach? Das Bezirksklinikum Ansbach geriet ja wegen eines anderen Falls ins Gerede - wegen der Causa Haderthauer:

Quelle: Causa Haderthauer - Fragen für einen Untersuchungsausschuss: In der Causa Haderthauer tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf. Da verstehe ich die Oppositionsparteien nicht. Wieso stellen sie keinen Antrag auf einen Untersuchungsausschuss? Was bislang so tröpfchenweise über die Medien ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, macht doch neugierig. Oder haben auch die Oppositionsparteien Angst, mit in den forensischen Sumpf bayerischer Bezirkskliniken hineingezogen zu werden?

Da geht es um den Patienten - Roland S. - der im Wahn drei Menschen umgebracht hat. Welche Sonderbehandlung wurde ihm in der Ansbacher Forensik zuteil?

Zurück zu Gustl Mollath! Wieso sollte er mir nichts, dir nichts von Bayreuth abgeschoben werden? Das sollte doch nur eine Schikane sein! In Ansbach hätten sie den armen Mollath wieder in ein Mehrbettzimmer gesteckt! Wie alle "Neuankömmlinge"!

Dabei kam heraus, dass Dr. Leipziger - Chef der Bayreuther Klink - behauptet hatte, Mollaths Anwältin habe der Verlegung zugestimmt. Die Anwältin widersprach. Dazu äußerte sich Dr. Leipziger nicht!

Quelle: Süddeutsche.de Verlegung nach Ansbach wird erwogen: Mollaths Anwältin Erika Lorenz-Löblein kritisierte Klinikchef Leipziger scharf. Dieser soll behauptet haben, sie habe einer Verlegung Mollaths zugestimmt. Dies sei falsch. Leipziger äußerte sich dazu nicht.

Wer verdreht hier die Tatsachen? Ein interner Untersuchungsbericht der Hypovereinsbank bestätigte, dass die Behauptungen Mollaths wegen illegaler Geldgeschäfte sich als wahr erwiesen hatten! Trotzdem wurde Mollath in die Forensik gesteckt und sitzt dort immer noch! Anstatt ihn endlich frei zu lassen, wird er zusätzlich schikaniert! Und was ist mit diesem Dr. Leipziger? Wie kann er behaupten, Mollaths Anwältin habe der Verlegung zugestimmt? 

Jetzt, nachdem die Causa Mollath für Dr. Leipziger eine extreme Belastung wurde, soll er aus seinen Augen verschwinden?!

Am 24. Jänner 2013 meldete der Bayerische Rundfunk, dass Mollath nun doch nicht verlegt werde:

Quelle: BR Verlegung verworfen - Mollath wird nicht nach Ansbach verlegt: Bestrebungen, Gustl Mollath von Bayreuth in eine Ansbacher Klinik zu verlegen, sind nun offiziell verworfen. Mollath und seine Anwälte waren von vornherein dagegen, der Bezirk Oberfranken hatte die Maßnahme aber verteidigt.

Lest den gesamten Artikel, da ist auch zu lesen: Mollaths Chefarzt Klaus Leipziger hatte sich Anfang des Jahres über Drohungen angeblicher Mollath-Unterstützer beschwert.

Ob es diese Drohungen wirklich gegeben hat? Gab es sie wie die von Mollaths Verteidigerin abgestrittene Zustimmung?

Übernommen von Over-Blog

Sonntag, 26. Mai 2013

Causa Haderthauer - Fragen für einen Untersuchungsausschuss - Blog von Kiat Gorina

In der Causa Haderthauer tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf. Da verstehe ich die Oppositionsparteien nicht. Wieso stellen sie keinen Antrag auf einen Untersuchungsausschuss? Was bislang so tröpfchenweise über die Medien ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, macht doch neugierig. Oder haben auch die Oppositionsparteien Angst, mit in den forensischen Sumpf bayerischer Bezirkskliniken hineingezogen zu werden?

Da geht es um den Patienten - Roland S. - der im Wahn drei Menschen umgebracht hat. Welche Sonderbehandlung wurde ihm in der Ansbacher Forensik zuteil?

Quelle: Augsburger Allgemeine Die Firma Haderthauer und der Dreifachmörder: Außerdem gibt es unterschiedliche Aussagen darüber, ob Roland S. auf Grund seiner Modellbau-Tätigkeit größere Freiheiten im Maßregelvollzug genossen haben soll als andere Patienten. Trotz Sicherheitsstufe eins, die für ihn galt. Bei S. soll nach Informationen unserer Redaktion 1998 ein „Generalfensterschlüssel“ für alle Fenster des Krankenhauses im „Modellbaubereich“ sichergestellt worden sein. Er soll zudem einen Schlüssel zum Büro der Arbeitstherapiegruppe gehabt haben. Pakete für S. sollen von der Kontrolle ausgenommen gewesen sein. 

Das müssen wir uns einmal vorstellen: Ein wegen dreifachen Mordes in die Forensik gesteckter Mensch besitzt einen Generalschlüssel für die Fenster der Forensik! Wie kam Roland S. in den Besitz dieses Generalschlüssels? Wurde das in Ansbach je aufgeklärt?

Und wieso konnte Roland S. Pakete empfangen, die nicht kontroliert wurden? Wer hat diese Ausnahmeregelung veranlasst?

Und dann lesen wir: Darüber hinaus soll S. Freigang zu Modellbau-Recherchen gehabt haben, etwa in Museen. Hubert Haderthauer sagt: „Nach meiner Erinnerung konnte er in Begleitung raus, konnte mal einkaufen.“ Auch er, so Haderthauer, sei mit ihm unterwegs gewesen: „in irgendeiner Wirtschaft, mit Begleitperson“

Wer hat die Erlaubnis zum Freigang gegeben? Schließlich handelt es sich bei Roland S. um einen gefährlichen Menschen! Was ist, wenn ihn beim Freigang wieder der Wahn befällt und er dann einen vierten Menschen umbringt?

Wer war zu dieser Zeit für die Sicherheit in der Ansbacher Forensik verantwortlich?

Interessant ist auch die Klärung der Eigentümerverhältnisse der Firma SAPOR. Vor allem: Von wann bis wann war auch die heutige Sozialministerin Christine Haderthauer Mitbesitzerin der Firma? Wer hat die Verträge mit den Bezirkskliniken Ansbach und Straubing ausgehandelt? Wer hat unterzeichnet?

Zu welchen Ergebnissen kamen die Ermittlungen im Bezirkskrankenhaus Straubing?

Wie die Abendzeitung schreibt, sind Ermittlungen im Laufen:

Quelle: Abendzeitung Nach dem Fall Haderthauer: Ermittlungen im Bezirkskrankenhaus: Der zuständige Landshuter Oberstaatsanwalt Klaus Dieter Fiedler bestätigte der AZ, dass es sich um Vorwürfe der Unterschlagung, Untreue und Vorteilsannahme dreht. Auch hier führt die Spur in den Bereich der Arbeitstherapie, die der Gatte der Ministerin für seine Zwecke nutzte.

Da geht es also um Unterschlagung, Untreue und Vorteilsnahme! Alles keine Kavaliersdelikte! Und wer hatte die Aufsicht über  den Maßregelvollzug? Das Sozialministerium - da stellt sich doch die Frage: Was weiß die Chefin dieses Ministeriums? Was weiß Christine Haderthauer?

Zum einen geht es um Werkzeugmaschinen, die für die Metallbearbeitung gebraucht werden. In den Büchern wurde der Kaufpreis allem Anschein nach heftig nach oben getrimmt. Das fiel den Rechnungsprüfern des Bezirks Niederbayern auf, die auch die Staatsanwaltschaft einschalteten. Wo die Differenz zwischen tatsächlichem und dann verbuchtem Kaufpreis landete, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Wurden für die Buchhaltung höhere Anschaffungskosten angegeben - höher als die wirklichen Anschaffungskosten? Wo blieben die Differenzbeträge? Wer ist für diese fragwürdige "Buchhaltung" verantwortlich?

Ein anderer Aspekt, der den Prüfern nicht gefiel: Mit den angeschafften Maschinen wurden dann im Bezirkskrankenhaus Teile gefertigt, die offensichtlich zu Dumpingpreisen an eine Firma außerhalb der Firma verkauft wurden. Bei dem gleichermaßen profitablen wie kriminellen Geschäftsabläufen deutet der Umstand, dass die Staatsanwaltschaft auch dem Verdacht auf Vorteilsnahme nachgeht, darauf hin, dass Schmiergelder geflossen sind.

Auch das noch: Bestechung! Gibt es keine Revision in der Bezirksklinik? Wer war Nutznießer dieser Bestechung? Wer war für diesen Saustall verantwortlich? Und wie schaut es in anderen Bezirkskliniken aus? Werden diese Kliniken überhaupt nicht überprüft? Falls nein, wieso nicht?

Da leistet sich dieser Freistaat einen aufgeblähten Beamten- und Verwaltungsapparat! Was macht der den ganzen Tag?

Quelle: WAZ Haderthauer-Ehemann beschert CSU noch eine Familienaffäre: Wie seine Ministerin muss sich auch Horst Seehofer unangenehme Fragen gefallen lassen. Wie kann es sein, dass er von den verwandtschaftlichen Beschäftigungsverhältnissen der Abgeordneten bis zur Aufdeckung nichts gewusst haben will?

Ja, auch diese Fragen werden sich Wählerinnen und Wähler stellen! Was wusste der Ministerpräsident von dieser Art von "Familienbetrieben"? Und was hat er dagegen unternommen?

Quelle: Augsburger Allgemeine Grüne: Fall Haderthauer hat „ein Gschmäckle“: Für Gote hat die Beteiligung der Sozialministerin an einer Firma, die mit Erzeugnissen aus einer psychiatrischen Therapiewerkstatt handelt, „ein Gschmäckle“. 

Das ist ja wohl eine Untertreibung. Nach dem, was bislang durchsickerte, ist das alles eine Stinksauerei! Hinzu kommt, dass Frau Ministerin ausrichten lässt, dass sie sich dazu nicht äußern wird! Warum wohl? Hat sie Dreck am Stecken? Wieso stellt sie nichts klar? Wieso äußert sie sich nicht zu den Vorwürfen? Oder gibt es noch mehr zu verheimlichen?

Quelle: neues deutschland Modellautos à la Haderthauer - Bayerns Sozialministerin beschert der CSU noch eine Affäre: Das »neue deutschland« hätte die Ministerin zum Sachverhalt gerne detaillierter befragt. Doch aus dem Ministerium kam nur eine knappe Antwort von Pressesprecher Maximilian Griebl: »Frau Haderthauer hat zu dem gesamten Sachverhalt bisher keine Stellungnahme abgegeben und wird dies auch künftig nicht tun.«

Das ist also die Auffassung der derzeitigen Sozialministerin von Transparenz! Éinfach schweigen! Genau genommen ist dieses Schweigen transparent genug, um eine solche Sozialministerin bei der Landagswahl im Herbst nicht mehr zu wählen!


Veröffentlicht am 22.05.2013 von VVDonauTV

Dienstag, 21. Mai 2013

GLOSSE: Bayern - seine Amigos und seine Affären - Blog von Kiat Gorina

Sind die Worte "Bayern", "CSU" und "Amigos" Synonyme für "Affären"? Es scheint so. Diesmal spielt das Ehepaar Christine und Hubert Haderthauer eine Rolle - eine etwas unrühmliche. Ich schrieb ja bereits darüber:

Quelle: Wieder ein neuer Skandal in Bayern?: Und außerdem hat der Mann der Ministerin 2008 seinen "Firmenanteil" verkauft, an den oben genannten Sandner! Und auch ein 100%-iger Anteil ist auch ein Anteil. Das muss einfach gesagt werden! Und dem Stern verriet Haderthauer, dass er im Jahr nur 7.000 Euronen damit verdient. Deshalb hat er seinem Arbeitgeber, dem Bayerischen Staat, auch seinen kleinen Nebenjob nicht gemeldet. Das müssen wir schon verstehen. Wer wird denn schon wegen 7.000 lumpiger Euro ein Aufheben machen. Das sind doch nur "Peanuts"!

Und außerdem waren die Herstellkosten für ein Modell sehr hoch: für jedes Modell erhielt das Bezirksklinikum 5.000 Euronen, und die speziellen Einzelteile kosteten auch noch mal 5.000 Euronen. Und dann noch der hohe Stundenlohn für die Arbeiter, die die Modelle zusammenbauten. Das war ja schließlich eine "therapeutische Modellbauwerkstatt"! Da erhält ein Patient in der Forensik so zwischen acht und vierzehn Euronen täglich - streng nach dem bayerischen Strafvollzuggesetz! Schließlich muss alles seine Ordnung haben. 

Ja, der FOCUS weiß noch mehr: Dr. Hubert Haderthauer betätigte sich nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Talentesucher: Unter den Insassen der Forensik des Bezirkskrankenhaus Ansbach in Mittelfranken fand er ein ausgesprochenes Talent mit großer Fingerfertigkeit:

Quelle: FOCUS ONLINE Haderthauer handelte mit Knast-Produkten - Ehemann von Bayerns Sozialministerin verdiente an Mörder: Die Amigo-Affäre der CSU ist noch nicht vergessen, jetzt droht neuer Ärger: Der Ehemann der bayerischen Sozialministerin, Hubert Haderthauer, verdiente einem Medienbericht zufolge an einem Insassen der Psychiatrie viel Geld. Hubert Haderthauer, Ehemann der bayerischen Sozialministerin Christine Haderthauer, habe private Geschäftsverbindungen mit bayerischen Bezirkskrankenhäusern unterhalten, schreibt der „Spiegel“. Nach Informationen des Magazins hatte Haderthauer als Arzt in der Forensik in Ansbach den wegen Mordes inhaftierten Bauschlosser Roland S. betreut – und sein Talent erkannt.

Ob Dr. Hubert Haderthauer seinen reichen Kunden erzählt hat, dass die teuren Automodelle von einem wegen dreifachen Mordes verurteilen Menschen zusammengebaut wurden? Oder war das gerade der Knaller, bei diesen Automodellen? Erzeugte das Berühren und Anfassen dieser Modelle ein besonderes Gruselgefühl? Wer weiß, es soll ja Menschen geben, die auf solche Gefühle ganz besonders abfahren.

Und dass die "Arbeitstherapie Modellbau" gerade in der Bezirksklinik Ansbach erfunden wurde, das wundert mich gar nicht. Erinnern wir uns: Diese Bezirksklinik Ansbach hatte mal einen Chef, der zum Rücktritt gezwungen wurde. Wieso? Weil er von einem Jahr zum andern Miese erwirtschaftete. Gleich mehrere Millionen!

Quelle: GLOSSE: Provinzposse - Verlust erwirtschaftet - Keiner kennt die Ursache: die Forensik machte einen "Gewinn" von 3,7 Millionen Euro und die anderen Bereiche schon damals einen Verlust von 3,35 Millionen Euro. Nun wird jedoch die Forensik aus ganz anderen Geldtöpfen finanziert als die übrigen Bereiche

Klar, da erwirtschaftete die Ansbacher Forensik Millionengewinne! Mit dem Bau von Modellautos. Und dann wurde der Modellbau in die Forensik in Straubing verlegt. Und die Ansbacher machten Verlust! Und der Chef Werner Siemon musste seinen Hut nehmen! Wieso eigentlich?

Wieso nicht Dr. Hubert Haderthauer? Schließlich hat er seinen Nebenjob mit vermuteten Millionenumsätzen nicht seinem Dienstherrn - oder in seinem Fall - der Dienstherrin - seiner Ehefrau gemeldet?! Schließlich ist sie seit 2008 Sozialministerin und zuständig für die Fachaufsicht über den Maßregelvollzug!

Ja, und weiß Frau Sozialministerin Christine H. von den Geschäften mit dem Modellbau in der Forensik? Der SPIEGEL vermutet einen Millionenumsatz - allein mit Modellautos aus der Forensik!

Und was sagt der Ministerpräsident dazu? Er schweigt! Dabei ist er jetzt gefragt! 

Und Frau Sozialministerin Christine S. besuchte mittelfränkische Kleinstädtchen wie Merkendorf und Wolframs-Eschenbach. Das waren ja für die lokalen CSU-Mitglieder geradezu Pflichtbesuche. Was denken jetzt die CSU-Freunde über die Sozialministerin? Ist eine solche Frau noch immer wählbar?

Beim Singspiel auf dem Nockherberg 2012 wurde gesungen: Wer hat so viel Pinke Pinke, wer hat so viel Geld? Das war schon prophetisch. Damals wusste noch keiner von den Geschäften des Hubert Haderthauer. Und seine Frau, die Sozialministerin konnte noch lachen - ab der 3. Minute lacht Frau Haderthauer - noch. Ob ihr heute das Lachen vergangen ist?


Veröffentlicht am 08.03.2012 von fritz51279

Übernommen von Over-Blog

Donnerstag, 14. Februar 2013

Meuterei: Piraten gegen Piraten - Blog von Kiat Gorina


Was ist mit den Piraten los? Seit einem Jahr? Seit einem Jahr sinken die Umfrageergebnisse wie im Tiefflug. Und die Landtagswahl in Niedersachsen präsentierte die niederschmetternde Tatsache: Innerhalb eines Jahres fielen die Piraten von zweistelligen Ergebnissen in den Zwei-Prozent-Raum - also in den Orkus der Sonstigen!

Da muss natürlich jemand schuld sein! Klar, dass mus der politische Geschäftsführer - Johannes Ponader - sein! Und alle, die sich auf ihn einschießen um ihn abzuschießen, übersehen, dass auch andere Piraten große Fehler gemacht haben. Fehler, die der mediale Mainstream ausnützt um die Piraten als Lachnummer darzustellen.


Veröffentlicht am 07.09.2012 von Zeruyu

So etwas stößt natürlich potentielle Wählerinnen und Wähler vor den Kopf! Und eines hat sich auch gezeigt, vor allem bei der Person des Johannes Ponader: Es geht um Geld! Politischer Geschäftsführer ist keine Feierabendbeschäftigung, sondern ein Vollzeitjob! Und in dieser derzeitigen Gesellschaft braucht jemand Geld um zu leben und zu überleben.

Spätestens nach der Wahl von Johannes Ponader hätte die Piratenpartei dafür sorgen müssen, dass Ponader ein Gehalt von der Piratenpartei erhält. Dann wären alle Angriffe des Mainstreams gegen Ponader ins Leere gelaufen.

Stellt euch vor, Günther Jauch hätte ihm vorgeworfen, dass er Kunde bei einem Berliner Jobcenter ist. Und Ponader hätte antworten können: "Herr Jauch, Sie sind falsch informiert!" 

Und wenn ich bei der Parteispitze bin, wie ist das eigentlich mit dem Vorsitzenden Bernd Schlömer? In Wikipedia steht: Seit 2010 ist er in der Berliner Julius-Leber-Kaserne als Referent bei P I 5 (Bezeichnung seit 1. April 2012) der Abteilung Personal des Bundesverteidigungsministeriums mit Zuständigkeit für die akademische Bildung an den Universitäten der Bundeswehr tätig:

Ich will beileibe Bernd Schlömer nicht vorwerfen, dass er Mitarbeiter des Bundesverteidigungsministeriums ist. Aber eine Pressemeldung machte mich einst stutzig: Da wurde gemeldet, dass sein oberster Dienstherr - Verteidigungsminister Thomas de Maizière - ihm untersagt hat, im Dienst für die Piratenpartei zu twittern und zu mailen!

Und Schlömer sagte selbst, dass da gewisse Leutchen nur darauf warten ihn dabei zu erwischen! 

Quelle: golem.de Twittern und Mailen für die Piratenpartei im Dienst verboten

Das erinnert mich stark an die Überwachung eines Schulrates durch die Bezirksregierung im Ansbacher Schloss: Das war noch zu der Zeit als die Straußtochter Monika die bayerische Kultusministerin gab - heute sitzt sie im EU-Parlament. Dieser Schulrat war auch für einen Verein tätig, der sich für bessere Schulen einsetzte. Also war dieser Schulrat ein Feind für die Bürokratie im bayerischen Kultusministeriums.

Da wurden zwei Mitarbeiter der Bezirksregierung abgestellt, die den Schulrat überwachen sollten. Und dieser Schulrat wurde angeblich erwischt, wie er während der Dienstzeit mit seinen Vereinskollegen telefonierte. Das wurde dann als Privattelefonat betrachtet, dem Schulrat wurde eine Dienstverletzung vorgeworfen - er musste eine vierstellige Summe Euronen Strafe zahlen!

Zurück zum Chef der Piratenpartei. Vorher war Schlömer Schatzmeister. In Wikipedia steht: 

Kurz nach seiner Aufnahme in die Piratenpartei kandidierte Schlömer auf dem Bundesparteitag in Hamburg erfolgreich für das Amt des Schatzmeisters im Bundesvorstand. Als er im Juli 2009 das Amt antrat, fand er nach eigenen Angaben als Parteikasse nur eine Kiste mit Zetteln vor. Die Bundesschatzmeister bis zu Schlömers Wahl waren noch während ihrer offiziellen Amtszeit einfach verschwunden und monatelang nicht auffindbar. Es fehlten etliche Belege und Spendenquittungen, von denen das Nachrichtenportal Spiegel Online glaubte, dass sie „vermutlich gar nicht erst ausgestellt wurden“. 

Schlömer räumte ein, dass die Piratenpartei seit ihrer Gründung 2006 sehr leichtfertig mit ihren Finanzen umgegangen sei. Da Spenden zum Beispiel über Bezahlungssysteme wie Paypal entgegengenommen wurden, blieben die Spender anonym und konnten keine Quittung erhalten. Nach Schätzungen Schlömers fehlten für 30 Prozent der Gesamteinnahmen Belege und Angaben über die Spender. 

Das nicht ordnungsgemäß verbuchte Geld konnte nicht im Rechenschaftsbericht 2009 aufgeführt werden und wurde auch nicht auf die staatliche Teilfinanzierung angerechnet. Schlömer musste sich in seiner Arbeit als Schatzmeister mit der eigenen Partei-Ideologie auseinandersetzen, da die Partei kommerziell lizenzierte, nicht freie Software ablehnt und Programme zur Abrechnung teilweise erst selbst entwickelt wurden.

Wie sagt der Volksmund: "Bei Geld hört die Freundschaft auf!" Die potentiellen Wählerinnen und Wähler erwarten von einer Partei, dass Spenden korrekt und nachvollziehbar verbucht werden! Das ist das Mindeste, was von einer Partei erwartet wird.

Zurück zu Schlömer: Er ist also ein Parteivorsitzender nur für den Feierabend! Kann er dann eine neue Partei führen? Ich denke, das kann niemand. Normalerweise müsste Schlömer unbezahlten Urlaub nehmen und dann natürlich von der Piratenpartei ein Gehalt erhalten. Oder sein Dienstherr kommt ihm entgegen, und stellt ihn stundenweise frei, so dass er dann ehrenamtlich für die Piratenpartei arbeitet.

Ob allerdings eine rein ehrenamtliche Tätigkeit ausreicht, um eine Partei bundesweit zu führen, bezweifle ich.

Wieso hatten die Piraten anfangs großen Erfolg? Weil sie den Nerv der Wählerinnen und Wähler trafen. Weil sie auf die landesspezifische Mentalität eingingen: Bei der Wahl in Schleswig-Holstein wurde ein sehr überzeugendes Video verwendet:


Veröffentlicht am 11.04.2012 von PiratenSH

Dieses Video spricht viele kritische Wähler an! Und das ist gut so! Wenn ich mir dagegen einen Wahlspot für die Wahl in Niedersachsen ansehe, dann bin ich enttäuscht:


Veröffentlicht am 21.11.2012 von Piratenpartei

Dieses Video hat keinen Biss, es ist viel zu wachsweich formuliert! Piraten müssen kämpferisch sein! Niedersachsen ist ein landwirtschaftlich geprägtes Land - da liegen doch die Problempunkte auf der Hand:

  • Massentierhaltung
  • Genmanipulierte Monokulturen
  • Grundwasserprobleme wegen Fracking
  • Endlagerung von radioaktiven Abfällen: Asse, Schacht Konrad, Gorleben etc.

Aber auch die Versäumnisse und Fehler der McAllister-Regierung wurden nicht genannt. 

Eine junge Partei wie die Piraten kann nicht alle politischen Punkte abdecken, da fehlt es an Wissen und Personal. Aber sie kann sich umhören, was treibt die Bürgerinnen und Bürger um. Wo sind die Probleme? Wenn die Piraten sich um konkrete Probleme kümmern und überzeugende Lösungen anbieten, dann kommen auch die Wähler (wieder).

Was Wähler vertreibt, ist die Egomanie einiger Piraten. Und parteiinterne Auseinandersetzungen via Twitter und dabei geht es weniger um Politik, sondern um persönliche Rangeleien. Ganz schlimm wird es, wenn solche "Botschaften" im Mainstream abgedruckt werden. 

Wenn ich mir beispielsweise die Ansbacher Piraten anschaue, die kümmern sich nicht um die Probleme, die von einer CSU-Administration in den vergangenen Jahrzehnten angehäuft wurden:

  • Bau einer überdimensionierten Klärschlammtrocknung, die nach wenigen Jahren pleite ging und den Kommunen über 38 Millionen kostete! Und die Verantwortlichen stellen sich wieder zu Wahl, so als wäre nichts gewesen. Und von den Piraten bläst ihnen keine steife Brise entgegen
  • Die Bezirkskrankenhäuser erwirtschafteten einen Verlust von vielen Millionen - wieviele es genau sind, wurde nicht veröffentlicht! Und wo bleibt der Protest der Piraten?
  • Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Da werden Tiefbrunnen gebaut, die den Grundwasserspiegel absinken lassen! Was zu Schäden an den Wohnhäusern führt! Ein Thema für Piraten? Bisher leider nicht!

Das ist nur ein Beispiel, wie ich mir das Engagement einer neuen Partei vorstelle. Die Piratenpartei muss sich erst vor Ort eine solide Basis bei den Wählern erarbeiten. Ich halte zwar nicht viel von Martin Luther, aber einen Spruch finde ich gut: "Schaut dem Volk aufs Maul!"

Ja, redet mit den Leuten vor Ort, merkt auf, wenn von Missständen erzählt wird, prüft nach und nehmt euch der Sache an! So gewinnt ihr Wähler!

Dienstag, 29. Januar 2013

Beschiss im Discounter - Blog von Kiat Gorina


Heute Abend kamen wir bei Sachsen bei Ansbach vorbei. Da es dort einen Lidl gibt, bogen wir ab, um noch einiges einzukaufen. Morgen steht viel an, da bleibt zum Einkaufen wenig Zeit. An der Kasse erwartete uns eine Matrone - mehr breiter als hoch. Wie passte die bloß nur auf das Kassenstühlchen?

Nicht mein Problem - wenn sie nur korrekt arbeitet. Ich schmetterte mein Grüß Gott ihr entgegen, keine Reaktion - wahrscheinlich hatte die Dame Maulsperrentag! Dann schob sie gelangweilt die Waren über den Scanner. Bei der Schokolade piepste es zweimal kurz hintereinander. Komisch, dachte ich mir.

Dann packten wir alles wieder in den Einkaufswagen und wollten zum Parkplatz. Ich sagte zu meinem Bären: "Ob die uns beschissen hat?" Mein Bär sah den Kassenzettel durch: Aha, Edelsahneschokolade, zweimal. Kann nicht sein, ich hatte nur eine einzige Tafel in den Korb gelegt. 

Mit Kassenbon bewaffnet machte ich kehrt und marschierte zurück zur Kasse. Wegen des Matschwetters hatte ich Ofenrohre an, so nenne ich meine Armeestiefel aus NVA-Beständen. Sie sind unverwüstlich - haben jedoch einen Nachteil: Sie quietschen beim Laufen!

Das hörte ein älterer Mann und sagte zu seiner Begleiterin: "Hast du das gehört? Wie die quietscht?!"

Ich drehte mich um und musterte das Männlein von oben nach unten und legte meinen Kommandoton ein: "Das sind Armeestiefel, die quietschen eben!" Und ein "Haben Sie nicht gedient?" konnte ich mir nicht verkneifen. Das Männlein zuckte zusammen.

Dann stand ich an der Kasse - bei der Matrone. Ich wartete ab, bis sie der Kundin das Wechselgeld gegeben hatte. Dann hielt ich der Matrone den Kassenbon unter die Nase: "Sie haben sich vertippt! Da stehen zwei Schokoladetafeln auf dem Bon, im Einkaufswagen liegt jedoch nur eine!"

Die Matrone bekam hektische Flecken, wechselnd zwischen weiß und rot. Dann meinte sie: "Dann holen Sie sich eine zweite Schokolade!"

"Wieso sollte ich?"

"Aber dann muss ich stornieren und Sie müssen unterschreiben, dass Sie das Geld zurückbekommen haben!"

"Na und? Wo ist das Problem? Oder halten Sie mich für eine Analphabetin?"  Die Matrone stammelte: "Aber ich weiß nicht die Nummer, die ich stornieren muss. Ich brauche die Verpackung mit der Nummer."

"Kein Problem, ich hole eine neue Tafel", sprach es und sagte zu den Leuten in der Schlange: "Jetzt müssen wir uns alle etwas schlank machen" und quetschte mich an der Kassenschlange vorbei. Ich marschierte zum Regal mit der Schokolade und wieder zurück zur Kasse: "Da haben Sie Ihre Verpackung!"

Die Matrone hatte jetzt ihren Kopf ganz rot eingefärbt und machte sich ans Stornieren und knallte das Geld aufs Warenband. Mit einem lauten und knappen "Sehen Sie! Es geht doch!" verließ ich diesen Discounter.

Später überlegte ich: Was ist, wenn das kein Versehen war? Wenn diese Kassentante das öfters macht. Da kommen am Tag dann locker ein paar zusätzliche Euronen zusammen. Oder bezahlt Lidl seine Leute derart mies, dass sie auf solche Zusatzverdienste angewiesen sind?

Und an ein Versehen kann ich nicht glauben. Grund: Die Ware wird über das Scannerfenster gezogen. Und wenn die Ware ein zweites Mal eingegeben werden soll, dann muss doch die Ware wieder in die Hand genommen und erneut über das Scannerfenster gezogen werden. Aus Versehen?


Hochgeladen am 16.12.2010 von Paulilus

Freitag, 16. November 2012

Heute ist Tag der Toleranz - ob das auch gewisse Dörfler wissen? - Blog von Kiat Gorina



Heute, am 16. November wurde ein internationaler Tag ausgerufen - der Tag der Toleranz! Im heutigen Newsletter der UNO wurde diesem Tag ein kleines Kapitelchen gewidmet:

Quelle: UNRIC Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa Internationaler Tag der Toleranz

Da steht u. a.: „Toleranz ist die Basis für gegenseitiges Verständnis und Respekt. Sie ist eine Lebenseinstellung, die die Vielfalt der Kulturen fördert. Zudem ist Toleranz die Grundlage für unsere Bestrebungen, weltweit Frieden zu schaffen. Wie in der Erklärung von Prinzipien der Toleranz der UNESCO von 1995 dargelegt, ist Toleranz „eine Tugend, die den Frieden ermöglicht, und dazu beiträgt, die Kultur des Krieges durch eine Kultur des Friedens zu überwinden.“

Das sind hehre Worte - wie schaut es jedoch im Alltag aus? Wenn ich da an den kommenden Montag, den 19. Novemder denke, da hat der Bürgermeister von Windsbach im benachbarten Dorf eine Bürgerversammlung angekündigt. Und weil es keine gemeindeeigenen Räume gibt, findet diese Bürgerversammlung im einzigen Wirtshaus im Dorf statt.

Der Wirt hatte uns ein Hausverbot ausgesprochen - wieso eigentlich? Vielleicht deshalb, weil wir es gewagt hatten, angebratene Wurstzipfelreste in einem "vegetarischen" Salat zu monieren? Oder weil ich angeblich eine Hexe bin? Das durch den Wirt ausgesprochene Hausverbot ist seine persönliche Entscheidung. 

In der näheren Umgebung gibt es andere Wirtshäuser! Wenn allerdings in diesem Wirtshaus eine Bürgerversammlung stattfindet, dann sollten wir nicht ausgesperrt bleiben. Also schrieb ich dem Windsbacher Bürgermeister, der schrieb zurück, dass er während der Bürgerversammlung das Hausrecht habe und wenn er die Versammlung schließe, gehe das Hausrecht wieder an den Wirt über.

Aber: Wenn der Bürgermeister die Bürgerversammlung schließt und der Wirt wieder sein Hausrecht ausüben kann, dann sitzen wir noch in seinem Saal. Der Wirt kann dann gleich von seinem Hausrecht Gebrauch machen und sofort die Polizei rufen, weil wir uns trotz ausgesprochenem Hausverbot in seinem Wirtshaus aufhalten. Er ist da voll im Recht.

Ich habe zu diesem Sachverhalt einen befreundeten Rechtsanwalt befragt, er bestätigte meine Befürchtungen. Ich wandte mich an das Landratsamt Ansbach - mehrmals. 

Keine Reaktion! Das ist wieder einmal typisch. Übrigens, ein Mitarbeiter dieses Landratsamtes war auch beim Skandal mit der EU-Wahl in Ohrenbach beteiligt - da wurde gegen das Grundprinzip einer geheimen Wahl eklatant verstoßen:

Quelle: EU-Wahl: Geheime Wahlen? Nicht in Ohrenbach!

Hinzu kommt, dass meine Beschwerde beim Landratsamt offensichtlich einigen Dorfbewohnern "mitgeteilt" wurde. Ich erhielt mehrere Anrufe - anonym natürlich. Ich wurde gewarnt, mich ja nicht bei der Bürgerversammlung blicken zu lassen!

Das ist dann wohl die Art und Weise, was in einem mittelfränkischen kleinen Dorf unter "Demokratie" verstanden wird! Von "Toleranz" ganz zu schweigen ...


Hochgeladen von derkleineSmutje am 27.10.2010


Robert Long Tolerant
Hochgeladen von taxmanmartin am 30.10.2009
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