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Samstag, 21. September 2013

SuperGAU! Die Fälscher sind unter uns: Bilanzen, Zahlen, Wahlen - alles nur gefälscht?

Da sang einst die EAV "Alles nur geklaut" - heute müssten sie ihren Text ändern: "Alles nur gefälscht!". Erinnern wir uns: 2001, als der größte Energie-Handelskonzern ENRON pleite ging. WIe kann ein Konzern, der mit Energie handelt, pleite gehen? Weil man ihm auf die Schliche gekommen ist. ENRON hatte eine sogenannte "kreative Buchhaltung" - will heißen: Die Bilanzzahlen entsprachen nicht der Realität, sondern wurden in kreativen Sitzungen erfunden.

In Misskredit kam auch die Prüfungsgesellschaft Andersen, sie sollte ja die Buchhaltung von ENRON überprüfen. Aber aufgefallen ist ihr nichts ...

Quelle: n-tv Kreative Buchhaltung Enron am Rand der Bilanzkunst: Enron musste Insolvenz anmelden. Die Schuld dafür hat sich der Energiehändler selbst zuzuschreiben. Mit einer so genannten kreativen Buchhaltung hat das Unternehmen die Bilanzregeln bis auf Äußerste ausgereizt und sich damit selbst ins Abseits manövriert. 

Ein Jahr später gab es den nächsten Bilanzskandal - bei WORLDCOM - damals das größte Telekommunikationsunternehmen. Da wurden auch Bilanzen gefälscht: Aus Ausgaben wurden Investitionen und so die Gewinne in die Höhe gejubelt. Und die Bilanzen geschönt!

Quelle: SPIEGEL ONLINE Bilanzskandal bei WorldCom: Schlimmer als Enron: Der Bilanzskandal beim US-Telekommunikationskonzern WorldCom schockt die Märkte. Das Unternehmen hat seine Gewinne offenbar um 3,8 Milliarden Dollar aufgebläht. Den Wirtschaftsprüfern von Andersen war das nicht aufgefallen.

Aha, wieder Andersen. Haben die Tomaten auf den Augen?

Was beide Presseberichte nicht melden, ist, wie kamen Prüfer auf die Idee, die Zahlen können nicht stimmen?! Die Zahlen in den Bilanzen von ENRON und WORLDCOM wurden überprüft, ob sie dem Benfordschen Gesetz gehorchen?

Wer ist Frank Benford? Eigentlich müssten wir dann auch fragen, wer ist Simon Newcomb? Newcomb war Mathematiker und Astronom. 1881 machte er eine Entdeckung: Damals gab es ja keine Computer, da wurde mit Logarithmentafeln gearbeitet, und Newcomb fiel auf, dass die ersten Seiten verschmutzter waren als die folgenden. Er folgerte daraus messerscharf: die vorderen Seiten werden öfters benutzt. Und er schloss daraus, dass es eine mathematische Gesetzmäßigkeit gibt, der zufolge die Eins häufiger vorkommt als die Zwei. 

Dies veröffentlichte er in American Journal of Mathematics. Er hatte auch eine Formel dazu gefunden. Dann schlummerte diese Erkenntnis fast ein halbes Jahrhundert, bis Frank Benford kam, ein Physiker, der auch den Laserpointer erfunden hat. Er untersuchte viel statistisches Zahlenmaterial und kam immer auf das Ergebnis: Die Eins kam als erste Ziffer am häufigsten vor! Daraus wurde das Benfordsche Gesetz. 

Eigentlich müsste es Newcomb-Benfordsches Gesetz heißen. Dieses Gesetz lässt sich auch bei Bilanzen anwenden. Und Mark Nigrini von der Universität Kansas schrieb ein Computerprogramm, das braucht nur mit den Bilanzzahlen gefüttert werden und dann wird geprüft, ob die Zahlen dem Newcomb-Benfordschen Gesetz folgen. Falls nicht, gibt es einen Verdacht: Die Bilanz ist gefälscht!

So kam man den Bilanzfälschern bei ENRON und WORLDCOM auf die Schliche. Wohlgemerkt, mit so einem Programm kann nur getestet werden, ob die Bilanz sauber ist. Wo und wie gefälscht wurde, das kann dieses Programm nicht ermitteln!

Quelle: DER TAGESSPIEGEL Benfords Gesetz Eins gewinnt: Benford-basierte Studien haben Abweichungen bei den mexikanischen Präsidentschaftswahlen 2006 bewiesen. Auch das Ergebnis der Wahl George W. Bushs zum Präsidenten der USA 2000 passt nicht in Benfords Muster, vor allem nicht in Florida. Dort war das Resultat umstritten und musste neu ausgezählt werden.

Ja, und dieses Gesetz lässt sich auch bei Wahlen anwenden! Und jetzt kommt der Hammer: Da gibt es zwei Forscher - Christian Breunig an der Universität Totonto in Kanada und Achim Goerres an der Universität Köln. Diese beiden untersuchten die Bundestagswahlen von 1998 bis 2005. Ergebnis: GEFÄLSCHT!

Nur Cicero wagte es, dieses niederschmetternde Ergebnis zu veröffentlichen:

Quelle: CICERO WAHLHELFER UNTER VERDACHT Manipulation bei Bundestagswahlen?: Bei rund 1500 Tests auf Wahlkreisebene stießen sie vereinzelt auf signifikante Unregelmäßigkeiten. 190 Tests auf Landesebene ergaben 51 kritische Fälle. Jedes vierte Landesergebnis bei Bundestagswahlen gibt somit nicht den exakten Wählerwillen wieder. Und es kann nicht sein, dass sich die Wahlhelfer einfach und zufällig verzählt haben, denn auch dies wären natürliche Prozesse. Die Verteilung der Ziffern müsste dem Benfordschen Gesetz entsprechen.

Fakt ist, die Wahlhelfer haben sich nicht verzählt, denn dann müssten diese Irrtümer auch dem Benfordschen Gesetz gehorchen. Fakt ist: Es wurde absichtlich gefälscht!


Das ist der SuperGAU für die Demokratie in Deutschland!

Was können wir gegen diese Fälscher in den Wahllokalen unternehmen? Da gibt es sofortige Möglichkeiten:

  • Wir sind als Zuschauer bei der öffentlichen Auszählung der Stimmen dabei
  • Wir ernennen unabhängige Beobachter, die ständig als Zuschauer in den Wahllokalen anwesend sind und den Wahlhelfern auf die Finger schauen

Mittelfristig sollten wir uns als Wahlhelfer bewerben, nicht um auch zu fälschen, sondern um das Fälschen zu verhindern!

Und Studierende der Politikwissenschaften oder der Mathematik, die promovieren wollen, sollten sich einen Doktorvater suchen, der Untersuchungen der jüngsten Wahlen analysieren lässt! Mit dem Newcomb-Benfordschen Gesetz haben wir einen unumstößlichen Beweis in der Hand, ob Wahlergebnisse gefälscht wurden oder nicht. 

Quellen

  • Searching for electoral irregularities in an established democracy: Applying Benford’s Law tests to Bundestag elections in Unified Germany
  • monopoli Bewiesen – Wahlfälschung im vereintem Deutschland normal: Schlagzeilen über Wahlbetrug kennen die Deutschen bislang nur aus Ländern wie Usbekistan. Nie sind die Wähler, die Parteien oder der Bundeswahlleiter auf die Idee gekommen, einmal nachzuzählen oder nachzuprüfen. Nun haben erstmals zwei Politikwissenschaftler Christian Breunig und Achim Goerres der Universitäten Köln und Toronto die Ergebnisse der Bundestagswahlen zwischen 1990 und 2005 nachgerechnet. Und sieh an, auch bei Bundestagswahlen gibt es massive Unregelmäßigkeiten, die  auf systematische Manipulationen aber auch auf Schlamperei hindeuten, wobei die Übergänge fließend sein können. Aus Sicht der Demokratie ist dies äußerst bedenklich.



Hochgeladen am 30.09.2008 von DieseWoche

Übernommen von Over-Blog

Donnerstag, 4. April 2013

Lotto-Panne und Tricksereien bei Deutscher Bank - Blog von Kiat Gorina


Seit fast sechs Jahrzehnten wird die Ziehung der Lottozahlen im Fernsehen übertragen. Bei der letzten Ziehung des Mittwochslotto passierte es: Zwei Zahlen - die 45 und 47 - waren hängengeblieben.  Keiner hatte das gemerkt! Und die Zahlen wurden gezogen. Statt aus 49 nur aus 47 Kugeln. Und die gezogenen Zahlen wurden verkündet.

Bei einigen Spielern kam Freude auf! Gewonnen! Aber denkste! Nachdem diese "Ziehung" übertragen war, stellte man fest, dass nur aus 47 Kugeln gezogen wurde. Also war diese Ziehung ungültig. Und musste wiederholt werden! Mit 49 Zahlenkugeln - wie immer!

Und für die sich schon freuenden Gewinner hieß es: Wie gewonnen, so zerronnen!

Vielleicht dachten sich einige: Was klappt in dieser Republik eigentlich noch? Dass die "Macher" mit Großprojekten wie dem Bau von unterirdischen Bahnhöfen in Stuttgart, mit einer U-Bahn in Köln und einem Großflughafen in Berlin ihre Probleme haben, hat sich ja schon herumgesprochen. Aber das Ziehen der Lottozahlen? Das hat doch bisher immer geklappt?

Was ist die Ursache? Wurden bei der Reparatur der Lottomaschinen etwa chinesische Lottozahlen-Ersatzteile verwendet? Oder werden die Ziehungsmaschinen gar in China überprüft und gewartet? Aus Kostengründen? Wer weiß!

Eine Blamage ist es doch!

Quelle: Bild.de RIESENPANNE BEI ZIEHUNG VOM MITTWOCHS-LOTTO - Hier hängen die beiden Lotto-Kugeln fest


Veröffentlicht am 03.04.2013 von GermanDokuLab

Bei dem Video von BILD ist eindeutig zu sehen, dass zwei Kugeln hängen blieben. Sie fielen nicht in die Trommel! Wozu gibt es einen Aufsichtsbeamten? Wo hat er nur hingeschaut? Er hätte doch gleich  sehen müssen, dass nicht alle Kugeln in die Lottokugel gerollt waren. Und er hätte sofort die Ziehung abbrechen müssen!

Tja, erst beim Einsammeln der Kugeln wurde bemerkt, dass zwei Kugeln nicht in die Kugel gefallen waren! Sie waren im "Schlitten" hängengeblieben! Vielleicht waren das grundehrliche Lottokugeln, sie wollten nicht Schlitten fahren :-))

Jetzt wird sich mancher Leser fragen, was diese Lotto-Panne mit der Deutschen Bank zu tun hat?

In den Jahren von 2006 bis 2009 - da war Josef Ackermann oberster Chef der Deutschen Bank - ist offenbar auch etwas hängengeblieben. Ziemlich schwere Vorwürfe: Drei frühere Mitarbeiter der Deutschen Bank behaupten, es seien die Bilanzen gefälscht worden. Grund: Die Verantwortlichen wollten wohl staatliche Hilfen vermeiden.

Quelle: hintergrund.de Deutsche Bank: Bundesbank prüft Vorwurf der Bilanzfälschung: Einer der Hauptbelastungszeugen, der frühere Analyst Eric Ben-Artzi, hatte bereits im Oktober 2012 in einem ausführlichen Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Institut beschuldigt, während der Krisenjahre 2008/2009 Verluste nicht korrekt ausgewiesen zu haben: „Ich werfe der Deutschen Bank vor, ihr Portfolio von Kreditderivaten zu hoch bewertet zu haben. Konkret geht es um die Bewertung von sogenannten 'Leveraged Super Senior Tranches' - das sind Teile von komplexen Finanzinstrumenten, mit denen die Ausfallrisiken von Anleihen gehandelt werden können, eine Art Kreditversicherung. (…) Die Deutsche Bank bewertete die Papiere während der Kreditkrise - zwischen Mitte 2007 und 2010 - wie reguläre Tranchen, also zu hoch.“

Ein schwerer Vorwurf - sollte er sich erhärten! Hat Josef Ackermann etwa verbrannte Erde bei der Deutschen Bank hinterlassen? Ackermann war ja schließlich ein Berater der Kanzlerin? Jedenfalls haben sich diese Drei von der Deutschen Bank - nicht von der Tankstelle - an die amerikanische Börsenaufsicht SEC gewandt. Also müssen ihre Anschuldigen schon schwerwiegend sein.

Gefälschte Bilanzen? Bei der größten deutschen Bank? Unfassbar! Was klappt denn in Deutschland überhaupt noch? 

Da freuten sich viele deutsche Bürger, dass Zypern mit seiner Bankenkrise weit weg ist und dann so etwas! Die Deutsche Bank soll ihre Bilanzen gefälscht haben! Wer kann einer solchen Bank noch vertrauen?

Wenn sogar die ARD dazu eine Meldung bringt?

Quelle: boerse.ARD.de Hat die Deutsche Bank doch getrickst?: Dadurch habe sich die Bank schöngerechnet. Der deutsche Branchenprimus war unter seinem damaligen Chef Josef Ackermann ohne Staatshilfe durch die Krise gekommen. Ackermann hatte einmal gesagt, es wäre eine Schande, wenn die Deutsche Bank Gelder des Staates in Anspruch nehmen müsste.

Soso, Herr Ackermann! Was ist eine größere Schande: Staatshilfe zu beanspruchen oder Bilanzen zu fälschen?

Antwort:Nach deutschem Strafrecht ist Bilanzfälschung ein strafrelevantes Delikt! So steht in Wikipedia: Nach § 331 Nr. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) als einer Norm des Nebenstrafrechts macht sich strafbar, wer als Mitglied des vertretungsberechtigten Organs oder des Aufsichtsrates einer Kapitalgesellschaft die Verhältnisse der Kapitalgesellschaft in der Eröffnungsbilanz, im Jahresabschluss oder im Lagebericht unrichtig wiedergibt oder verschleiert. Für Handlungen dieser Art können Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen verhängt werden.

Quelle: Wikipedia Bilanzfälschung

Sollte die Deutsche Bank wirklich die Bilanzen gefälscht haben, dann bedeutet das doch, dass die Kanzlerin von einem Bilanzfälscher "beraten" wurde! Auch wenn die ARD das mit der Wortwahl "tricksen" verniedlichen will: Das Fälschen von Bilanzen ist keine Trickserei, sondern eine Straftat! 


Veröffentlicht am 21.11.2012 von Recht auf Durchblick

Habt ihr richtig hingeschaut? Diese Republik schafft sich ab! Da werden einfach die Bilanzregeln klammheimlich geändert! Und die Banken rechnen sich schön! Wer verarscht hier wen? Deutschland - die ganz große Verarsche!

Da redet die Lobby der Banken auf die Politiker ein, dass die Bilanzregeln geändert werden, dass sich diese eitlen Pfauen von Bankmanagern mit Gewinnzahlen schmücken und damit ihre Boni in die Höhe treiben, die in Wirklichkeit Verluste sind! Und wer finanziert beim nächsten Crash diese Potemkinschen Gewinne? Wir - die Steuerzahler!

Was machen wir mit solchen Politikern, die über solche Gesetze abstimmen und zustimmen und damit das Fälschen von Bilanzen legalisieren? Wir schicken sie bei den nächsten Wahlen nach Hause!


Übernommen von Over-Blog