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Donnerstag, 13. Februar 2014

GLOSSE: Hat das Finanzministerium Probleme mit langen Zahlen?

Erinnern wir uns: 2007 wurde sie eingeführt - die Steueridentifikations-nummer! Bestehend aus elf Ziffern. Jeder Bürger sollte eine solche Nummer erhalten, sie gilt von der Geburt bis zum Lebensende. Und sie gibt es nur einmal! Jetzt - acht Jahre nach der Einführung stellten Bürger fest: Einunddieselbe Nummer wurden mehrfach vergeben! 

Ja, wirklich! Manche Bürger erhielten gleich mehrere Nummern zugeteilt. Sitzen die jetzt in der Tinte? Müssen sie jetzt mehrfach Steuern zahlen? So weit kommt es noch! Wenn das Finanzministerium nicht einmal in der Lage ist, jedem Bürger eine einzige eindeutige Nummer zuzuteilen? 

Es kam auch vor, dass einundieselbe Nummer mehreren Bürgern zugeteilt wurde. Das gibt ja ein riesiges Tohuwabo! 

Was ist die Ursache? Die Diskalkulie! Das ist eine Krankheit! Es gibt Menschen, die haben Schwierigkeiten mit langen Zahlen! Das bedeutet jedoch für die Betroffenen nicht, dass sie blöd sind. Es ist eine Krankheit. Manche bringen es gar zu hohen politischen Ämtern:


Hochgeladen am 12.12.2010 von retsamikit

Wir dürfen also nicht schlussfolgern, dass im Bundesfinanzinisterium übermäßig dumme Menschen sitzen und arbeiten. Sondern offensichtlich kranke Menschen. Was verursacht diese Krankheit? Da gehen die Meinungen weit auseinander. Sind es psychosoziale Belastungen? 

Zwischenzeitlich ist eine der Ursachen bekannt: das Trinkwasser. Wie aufwändige Recherchen ergeben haben, haben böse Menschen das Trinkwasser im Ministerium manipuliert. Sie wollten verhindern, dass die wahren Schulden dieser Republik bekannt werden. Und vor allem der Zuwachs der Schulden: 


Veröffentlicht am 17.03.2013 von Rob White

Übernommen von OverBlog

Mittwoch, 29. Januar 2014

GLOSSE: Kardinal Meisner bewertet Familien ...

Wer hat denn da den Kardinal Meisner geritten? Er stellt sich vor seine gläubigen Schäfchen - alles kinderreiche Familien - und lobt sie: "Eine katholische Familie ersetzt mir drei muslimische!" Leute, das hat der Kardinal wirklich gesagt. Wer es nicht glaubt, schaue ich sich den Ausschnitt an:


Veröffentlicht am 29.01.2014 von TVReports

Wer da den Kardinal geritten hat, ist für die Astrologen völlig klar: An diesem Tag stand der Mond im Zeichen des Steinbocks. Und der Steinbock wird im Tarot der Figur des Teufels zugeordnet. Ja, jetzt wissen wir es! Es war nicht der Kardinal persönlich, der diesen Satz gesagt hat, sondern Pssst... 

Und die Bibel der Christen bestätigt dies. Da gibt es im Neuen Testament das letzte Buch - das Buch der Offenbarung! Da ist auch von einer Zahl die Rede, ja, alle Menschen müssen eine Zahl als Kennzeichen besitzen. Das ist das Zeichen dafür, dass die Apokalypse anbricht. Und haben wir nicht eine Zeit, in der ein Mensch ohne Zahl - ohne Kontonummer - kein Mensch ist? 

Ja, und ein Kardinal hat sich ja besonders mit der Apokalypse befasst. Und ihm fehlten einige Zahlen. Zum Beispiel: Was ist eine Familie wert? Das muss mit einer Zahl bewertet werden. Das meint auch McKinsey, die einige Kirchen in Sachen Finanzen beraten. 

Als ersten Schritt legte der Kardinal fest, was eine katholische Familie im Vergleich zu einer muslimischen wert sein soll. Ja, und der Kardinal kam zu dem Schluss, dass eine katholische Familie soviel wert ist wie drei muslimische! 

Aha, und, wozu und wann brauchen wir das? Ja, wenn die Apokalypse beginnt, dann gibt es auch wieder Kreuzzüge. Und wenn dann die muslimischen Krieger eine katholische Familie erschlagen, dann müssen die katholischen Ritter drei muslimische Familien erschlagen. Wenigstens das ist jetzt geregelt - dank diesem Kardinal! 

Ja, er hat ja noch viel vor sich, zum Beispiel die Frage nach dem Wert einer protestantischen Familie! Oder einer buddhistischen. Oder einer agnostischen! 

Da ist es doch schön zu hören, dass der Mond den Steinbock verlässt und damit den Teufel und in den Wassermann umzieht. Und dem ist der Stern zugeordnet, der gilt allgemein für "Erleuchtung"! 

Da können wir ja richtig gespannt sein, welche Erleuchtung diesem Kardinal widerfahren wird. 

Und wieder hat sich gezeigt: Die Sterne lügen nicht!

Übernommen von OverBlog

Freitag, 17. Januar 2014

GLOSSE: Frau Ilse Aigner erklärt - die Energiewende

Frau Ilse Aigner war bis vor nicht allzu langer Zeit die Bundesverbraucher-ministerin. Aber dann bekam sie Sehnsucht nach ihrem Bayern und kehrte heim in ihre weißblaue Heimat. 

Sie wurde zur Suppenministerin - pardon Superministerin gekürt. Ja, neben der Wirtschaft ist  sie auch für die Energiewende zuständig. 

Ja, und dann passierte es: Sie überwarf sich mit Horst dem Ersten - de jure Ministerpräsident, de facto König von Bayern. Frau Aigner machte sich Gedanken - über die Finanzierung dieser Energiewende. Ja, irgendjemand muss diese Wende doch bezahlen. Pssst, hatte Horst der Erste verordnet, übers Zahlen wird nicht geredet. Und über große Zahlen erst recht nicht. König Horst ist kein Freund der großen Zahlen: 


Hochgeladen am 12.12.2010 von retsamikit

Deshalb gibt es auch keine Zahlen. Genauso wie auch keine Schulden gemacht werden - wegen der Energiewende! Energiewende kommt ohne Zahlen aus! Das ist ein Befehl - war die Devise von König Horst. 

Auwei, da saß Frau Aigner in der Klemme. Sie fragte ihre Beraterin: "Was soll ich da bloß  sagen? Bei der Klausur, im Wildbad Kreuth?" Ihr war bewusst, bei dieser Klausur musste  sie was sagen - zur Energiewende. Ohne Zahlen! 

Da ging ihre Beraterin erst mal selbst in Klausur und dachte und dachte. Heraus kam folgende Anwort auf die Frage: "Was ist das Ziel der Energiewende?" 

"Eine Bremse, was die Dynamik im Kostenausbau betrifft. Hier geht die Zielrichtung für eine Reform der erneuerbaren Energien, die eine deutliche Deckelung der Dynamik bringen soll" 

Dieser Satz ist derart bedeutungsvoll, dass ihn Christoph Süß in seine Sendung quer im Bayerischen Rundfunk zitierte! Und für Normalsterbliche ins Umgangbayerisch übersetzte: "BILLIG STATT BIO!" 


Veröffentlicht am 16.01.2014 von quer

Denn soviel haben diese Politiker ja schon erkannt: Diese Energiewende wird sehr teuer! Nehmen wir als Beispiel den Abbruch des Atomkraftwerkes Mülheim-Kärlich. Das ist ein ganz besonderes Atomkraftwerk, dieses Atomkraftwerk lief nur 13 Monate. Dann wurde es abgeschaltet - aufgrund einer Verfügung des Bundesverwaltungsgerichtes. Grund: unter dem Gelände verläuft eine Verwerfungslinie. Bereits 1988 wurde dieser Atommeiler abgeschaltet.  

Weit sind die Rückbauer nicht gekommen. Grund: Sie wissen nicht wohin mit dem radioaktiven Müll!  

Quelle: SWR Rückbau des Alt-Meilers ist ein zähes Stück Arbeit: Seit Juli 2004 läuft bereits der Rückbau des Atomkraftwerks Mülheim-Kärlich bei Koblenz. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Bisher fielen nach neuen Angaben 30 Tonnen radioaktiver Abfall an. Und mit weit mehr als tausend weiteren Tonnen ist noch zu rechnen. Und wo der einmal hin soll, ist offen. 

Und wenn jemand fragt, wieso das solange dauert? Dann sprechen die Politiker von einer "Bremse", von "Dynamik", von "Kostenausbau", von "Reform", von "Zielrichtung", von "Deckelung" und wieder von "Dynamik" und von ... 

Und wenn sie nicht weiter wissen, dann fangen sie von vorne an. 

Jetzt wissen wir auch, wieso es mit der Energiewende nicht so recht voran geht. Grund:  Wir müssen erst die deutsche Sprache an die Dynamik der Energiewende anpassen! Und das kann dauern! 

Übernommen von OverBlog

Samstag, 21. September 2013

SuperGAU! Die Fälscher sind unter uns: Bilanzen, Zahlen, Wahlen - alles nur gefälscht?

Da sang einst die EAV "Alles nur geklaut" - heute müssten sie ihren Text ändern: "Alles nur gefälscht!". Erinnern wir uns: 2001, als der größte Energie-Handelskonzern ENRON pleite ging. WIe kann ein Konzern, der mit Energie handelt, pleite gehen? Weil man ihm auf die Schliche gekommen ist. ENRON hatte eine sogenannte "kreative Buchhaltung" - will heißen: Die Bilanzzahlen entsprachen nicht der Realität, sondern wurden in kreativen Sitzungen erfunden.

In Misskredit kam auch die Prüfungsgesellschaft Andersen, sie sollte ja die Buchhaltung von ENRON überprüfen. Aber aufgefallen ist ihr nichts ...

Quelle: n-tv Kreative Buchhaltung Enron am Rand der Bilanzkunst: Enron musste Insolvenz anmelden. Die Schuld dafür hat sich der Energiehändler selbst zuzuschreiben. Mit einer so genannten kreativen Buchhaltung hat das Unternehmen die Bilanzregeln bis auf Äußerste ausgereizt und sich damit selbst ins Abseits manövriert. 

Ein Jahr später gab es den nächsten Bilanzskandal - bei WORLDCOM - damals das größte Telekommunikationsunternehmen. Da wurden auch Bilanzen gefälscht: Aus Ausgaben wurden Investitionen und so die Gewinne in die Höhe gejubelt. Und die Bilanzen geschönt!

Quelle: SPIEGEL ONLINE Bilanzskandal bei WorldCom: Schlimmer als Enron: Der Bilanzskandal beim US-Telekommunikationskonzern WorldCom schockt die Märkte. Das Unternehmen hat seine Gewinne offenbar um 3,8 Milliarden Dollar aufgebläht. Den Wirtschaftsprüfern von Andersen war das nicht aufgefallen.

Aha, wieder Andersen. Haben die Tomaten auf den Augen?

Was beide Presseberichte nicht melden, ist, wie kamen Prüfer auf die Idee, die Zahlen können nicht stimmen?! Die Zahlen in den Bilanzen von ENRON und WORLDCOM wurden überprüft, ob sie dem Benfordschen Gesetz gehorchen?

Wer ist Frank Benford? Eigentlich müssten wir dann auch fragen, wer ist Simon Newcomb? Newcomb war Mathematiker und Astronom. 1881 machte er eine Entdeckung: Damals gab es ja keine Computer, da wurde mit Logarithmentafeln gearbeitet, und Newcomb fiel auf, dass die ersten Seiten verschmutzter waren als die folgenden. Er folgerte daraus messerscharf: die vorderen Seiten werden öfters benutzt. Und er schloss daraus, dass es eine mathematische Gesetzmäßigkeit gibt, der zufolge die Eins häufiger vorkommt als die Zwei. 

Dies veröffentlichte er in American Journal of Mathematics. Er hatte auch eine Formel dazu gefunden. Dann schlummerte diese Erkenntnis fast ein halbes Jahrhundert, bis Frank Benford kam, ein Physiker, der auch den Laserpointer erfunden hat. Er untersuchte viel statistisches Zahlenmaterial und kam immer auf das Ergebnis: Die Eins kam als erste Ziffer am häufigsten vor! Daraus wurde das Benfordsche Gesetz. 

Eigentlich müsste es Newcomb-Benfordsches Gesetz heißen. Dieses Gesetz lässt sich auch bei Bilanzen anwenden. Und Mark Nigrini von der Universität Kansas schrieb ein Computerprogramm, das braucht nur mit den Bilanzzahlen gefüttert werden und dann wird geprüft, ob die Zahlen dem Newcomb-Benfordschen Gesetz folgen. Falls nicht, gibt es einen Verdacht: Die Bilanz ist gefälscht!

So kam man den Bilanzfälschern bei ENRON und WORLDCOM auf die Schliche. Wohlgemerkt, mit so einem Programm kann nur getestet werden, ob die Bilanz sauber ist. Wo und wie gefälscht wurde, das kann dieses Programm nicht ermitteln!

Quelle: DER TAGESSPIEGEL Benfords Gesetz Eins gewinnt: Benford-basierte Studien haben Abweichungen bei den mexikanischen Präsidentschaftswahlen 2006 bewiesen. Auch das Ergebnis der Wahl George W. Bushs zum Präsidenten der USA 2000 passt nicht in Benfords Muster, vor allem nicht in Florida. Dort war das Resultat umstritten und musste neu ausgezählt werden.

Ja, und dieses Gesetz lässt sich auch bei Wahlen anwenden! Und jetzt kommt der Hammer: Da gibt es zwei Forscher - Christian Breunig an der Universität Totonto in Kanada und Achim Goerres an der Universität Köln. Diese beiden untersuchten die Bundestagswahlen von 1998 bis 2005. Ergebnis: GEFÄLSCHT!

Nur Cicero wagte es, dieses niederschmetternde Ergebnis zu veröffentlichen:

Quelle: CICERO WAHLHELFER UNTER VERDACHT Manipulation bei Bundestagswahlen?: Bei rund 1500 Tests auf Wahlkreisebene stießen sie vereinzelt auf signifikante Unregelmäßigkeiten. 190 Tests auf Landesebene ergaben 51 kritische Fälle. Jedes vierte Landesergebnis bei Bundestagswahlen gibt somit nicht den exakten Wählerwillen wieder. Und es kann nicht sein, dass sich die Wahlhelfer einfach und zufällig verzählt haben, denn auch dies wären natürliche Prozesse. Die Verteilung der Ziffern müsste dem Benfordschen Gesetz entsprechen.

Fakt ist, die Wahlhelfer haben sich nicht verzählt, denn dann müssten diese Irrtümer auch dem Benfordschen Gesetz gehorchen. Fakt ist: Es wurde absichtlich gefälscht!


Das ist der SuperGAU für die Demokratie in Deutschland!

Was können wir gegen diese Fälscher in den Wahllokalen unternehmen? Da gibt es sofortige Möglichkeiten:

  • Wir sind als Zuschauer bei der öffentlichen Auszählung der Stimmen dabei
  • Wir ernennen unabhängige Beobachter, die ständig als Zuschauer in den Wahllokalen anwesend sind und den Wahlhelfern auf die Finger schauen

Mittelfristig sollten wir uns als Wahlhelfer bewerben, nicht um auch zu fälschen, sondern um das Fälschen zu verhindern!

Und Studierende der Politikwissenschaften oder der Mathematik, die promovieren wollen, sollten sich einen Doktorvater suchen, der Untersuchungen der jüngsten Wahlen analysieren lässt! Mit dem Newcomb-Benfordschen Gesetz haben wir einen unumstößlichen Beweis in der Hand, ob Wahlergebnisse gefälscht wurden oder nicht. 

Quellen

  • Searching for electoral irregularities in an established democracy: Applying Benford’s Law tests to Bundestag elections in Unified Germany
  • monopoli Bewiesen – Wahlfälschung im vereintem Deutschland normal: Schlagzeilen über Wahlbetrug kennen die Deutschen bislang nur aus Ländern wie Usbekistan. Nie sind die Wähler, die Parteien oder der Bundeswahlleiter auf die Idee gekommen, einmal nachzuzählen oder nachzuprüfen. Nun haben erstmals zwei Politikwissenschaftler Christian Breunig und Achim Goerres der Universitäten Köln und Toronto die Ergebnisse der Bundestagswahlen zwischen 1990 und 2005 nachgerechnet. Und sieh an, auch bei Bundestagswahlen gibt es massive Unregelmäßigkeiten, die  auf systematische Manipulationen aber auch auf Schlamperei hindeuten, wobei die Übergänge fließend sein können. Aus Sicht der Demokratie ist dies äußerst bedenklich.



Hochgeladen am 30.09.2008 von DieseWoche

Übernommen von Over-Blog

Dienstag, 15. Mai 2012

GLOSSE: Das Kind im Manne - Bagger fahren - Blog von Kiat Gorina


Was sind die Freuden eines bayerischen Innenministers? Ganz klar! Spatenstiche! Ja, das ist immer toll: Mit dem Spaten in der Hand wandert der Minister durchs ganze Land! Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann wollte höher hinaus - schließlich muss er seinen Wählerinnen und Wählern etwas bieten!
Also legte er den Spaten beiseite und setzte sich in die Kabine eines Baggers! 40 Tonnen schwer! Schließlich spielt sich ja mit einem Bagger viel schöner als mit einem normalen Spaten! Und so spielte der Innenminister mit den diversen Hebeln.
Es kam wie es kommen musste: Der Bagger fiel um und der Innenminister wurde verletzt. Ja, er musste von seinen Leibwächtern aus dem demolierten Bagger gezogen werden, der Bagger war hin. Nicht der Minister. Er war zwar verletzt, aber er konnte zum nächsten Termin fahren. 
Quelle: N24 CSU-Innenminister kippt mit Bagger um
Ja, bayerische Innenminister haben es sehr schwer! Vor allem mit so schweren Baggern - so ein schwerer Bagger ist halt sehr groß - da kann schon mal so etwas passieren. Irgendwie passt das zur bayerischen Staatsregierung: Der Innenmister hat Probleme mit großen Baggern und sein Chef, der Ministerpräsident hat Probleme mit großen Zahlen:
Hochgeladen von retsamikit am 12.12.2010