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Dienstag, 21. Januar 2014

GLOSSE: Großflughafen Berlin wird trotz aller Peinlichkeiten und Pannen noch in diesem Jahr erföffnet

Was? Das geht doch gar nicht! Die haben doch viel zu viele Kabel in einen einzigen Schacht gequetscht.  Und ein TÜV-Mensch hat den Kopf geschüttelt und gesagt: "Die Inbetriebnahme des Kabelkanals ist eine grob fahrlässige Handlung!" (Quelle: BERLINER MORGENPOST Kabeltrassen am Flughafen BER werden zum Risiko). Da kann sich der Master of Disaster auf den Kopf stellen - in diesem Jahr läuft da nichts mit einer Eröffnung. 

Doch Hartmut Mehdorn - ja der, der die Deutsche Bahn kaputtgespart hatte, so dass sie nicht an die Börse gehen konnte, ja, eben dieser Mensch hat einen Plan B: Der Flughafen wird eröffnet, mit der Abfertigung von täglich sechs Flugzeugen am Tag! Das kann aber im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte noch gesteigert werden! Schließlich handelt es sich um ein "Jahrhundertprojekt", da muss in anderen Dimensionen geplant werden! 

Aber dieser verdammte Kabelschacht - über 700 Meter lang! Der wird eben gekühlt! Mit einer speziell zu planenden Klimaanlage. Für das Wirtschaftswunderland Deutschland ist das die Chance! Die längste Klimaanlage der Welt - geplant von deutschen Ingenieuren! Und gebaut? Von wem? 

Das wissen wir noch nicht, das sind doch belanglose Kleinigkeiten! Da müssen erst noch Angebote eingeholt werden. 

Und außerdem hat der Master of Disaster noch einen Joker im Ärmel. Wenn er den herausschüttelt, dann wird es in Berlin krachen. Wegen der Böllerschüsse und Freudenfeuerwerke über die Genialität der Planer! 

Insider ahnen bereits, wohin der Hase läuft: Heimlich werden derzeit bestimmte Flugzeugtypen des playmobil-Herstellers aufgekauft. Ja, darauf läuft es hinaus: Das ist der Plan BB der genialen Planer: 

Der Berliner Großflughafen wird umgeplant - in einen Simulationshafen. Mit speziell angefertigten Sonderflugzeugtypen von playmobil! Das hat viele Vorteile: Dann ist auch der berüchtigte Kabelschacht viel kürzer, also besteht keine Brandgefahr mehr. Und die überdimensionale Klimaanlage entfällt. 

Der Hersteller playmobil hat auch die Zeichen der Zeit erkannt und eine riesige Logistikhalle bei Herrieden - das liegt in Bayern - aus dem Boden stampfen lassen. 

Die Mitbewerber werden staunen: Dieser Simuationshafen ist unschlagbar! Ja, dieser Großflughafen wird noch dieses Jahr eröffnet werden - als Spielzeugsimulation! 

Und was passiert mit dem freiwerdenden Bauland? Ganz einfach! Dasselbe wie in Stuttgart: Das werden alles Einkaufstempel - genau wie bei Stuttgart 21. Und im Endausbau verschwindet der Simulationshafen in den Untergrund! 

Ja, und wenn sich dann bei der Simulation herausstellt, dass ein einziges Rettungsfahrzeug für 100.000 Menschen zu wenig ist, dann genügt ein Anruf bei playmobil und die legen Sonderschichten ein und schicken Paletten mit Rettungsfahrzeugen: 


Veröffentlicht am 18.01.2014 von 90fLxK

Ja, wenn das alles stimmt, dann wird ja in Berlin nie mehr richtig geflogen! Doch einige fliegen bald: Alle Planer! 

Übernommen von OverBlog

Montag, 28. Januar 2013

Professor und Playmobil? - Blog von Kiat Gorina


Was haben ein alter Professor und Playmobil miteinander zu tun? Eine ganze Menge sogar. Dieser alte Professor, Grundlagenforscher der Physik, war ganz und gar kein weltfremder eingestaubter Gelehrter. Das sah man allein schon an der Schar seiner Kinder und Enkelkinder. 

Es war am dritten Weihnachtstag, sämtliche Familienmitglieder - und das waren viele - trafen sich in seinem Haus in Hiddesen. Natürlich lockte das auch ältere kinderliebe Tanten an. Und meinen Vater. Weil sämtliche Kinder auch Doktortitel hatten, wollte Vatern sich im Glanze so vieler Doktoren sonnen, um später mit seinen vielen promovierten Bekannten prahlen zu können. 

Ich hatte mich schon gewundert, weshalb er mit mir am Herrmannsdenkmal spazieren gehen wollte. Sonst war er doch nicht so unternehmend zu mir. 

Aha, auf dem Rückweg kam mir die Erleuchtung. Die Doktorensammlung! Schon bogen wir in die professorliche Einfahrt ein. 

Gerade kommandierte Vatern: “So, du wartest im Auto! Du blamierst dich doch sowieso nur wieder!” Fehlte nur noch, dass er “Platz! und Bleib!” kommandiert hätte. Aber man hatte uns schon gesehen, der alte Professor begrüßte Vatern und wollte uns ins Haus komplimentieren. Er erspähte mich mit seinen scharfen Augen im Auto, dann spießte sein Blick Vatern auf: “Soll Ihre Tochter wieder mal im Wagen bleiben? Sie ist doch kein Hund!” 

“Du brauchst dich wirklich nicht verstecken zu lassen. Bloß weil du immer den einfachsten Weg findest, bist du doch nicht dumm. Denk nur an diese Aufgabe in Verfahrenstechnik. Deine Methode hat dir drei Seiten Rechnerei erspart …” Er blinzelte mir zu und ich fühlte mich etwas wohler in meiner Haut. 

Drinnen quoll es vor lauter Leuten fast über. Die Erwachsenen saßen dicht gedrängt um den langen Wohnzimmertisch. Der alte Professor saß, seiner langen Beine wegen, am Tischende. 

Und ich landete bei den Enkeln. Auf dem Fußboden. Egal, da war es wenigstens nicht so eng. 

Nur als eine alte Tante mit malzbonbonmilder Stimme zu den Kindern sagte: “Nun zeigt doch dem kleinen Mädchen mal, was ihr Feines zu Weihnachten bekommen habt. Damit könnt ihr doch so schön spielen.” 

Huh, dieses zuckrige Gesäusel! Allein davon konnte man ja schon Karies bekommen. Den Enkeln ging es offenbar nicht anders. Sie stießen sich nur kichernd an, dann schoben sie ab - und kamen mit Playmobil zurück. Donnerwetter, so etwas kannte ich auch noch nicht. Da gab es Figuren, die Arme und Beine bwegen konnten. Und in ihre Hände konnte man alle möglichen kleinen Sachen stecken: Gewehre, Pistolen, Tomahawks, Bauarbeiterwerkzeug, und - das war ja klar Suppenlöffel, Staubsauger und Regenschirme für die wenigen weiblichen Männchen. 

Ich sah mir das Sammelsurium genauer an. Klar, die Jungensachen sahen gut aus, aber an Mädchen-Playmobil gab es eine Putzfrau, Reisende mit Hütchen und Regenschirm, Krankenschwestern usw. 

Oje! Da hatten die alten Tanten wohl wieder ihr Rollenverständnis in Geschenkpapier gepackt. 

Die kleine Anne sah meinen Blick und seufzte abgrundtief “Und damit sollen wir spielen! Putzen und Küche? Das ist doch stinklangweilig!” Wie wahr. 

Im Jungenkasten sah es schon spannender aus: Cowboys, Indianer, Bankräuber, Sanitätsstation, Pferde. Damit ließ sich schon eher etwas anfangen. 

“Wie sollen wir denn damit etwas zusammen spielen?”, fragte Rolf ratlos,  “das passt doch gar nicht zusammen.” 

Ich betrachtete die Sammlung und überlegte: “Die ‘Deckel’ kann man doch abmachen, oder?” 

Anne nickte und skalpierte gleich ihre Puzfrau und die Krankenschwester. Rolf nahm sich den Indianerhäuptling, den Bankräuber und den Arzt vor. 

“Und was nun?” 

“Jetzt bauen wir die ganzen Männchen etwas um, guckt mal, so vielleicht: der Bankräuber kriegt das Puzfrauenkopftuch auf, er hat statt Geld diese ganzen Töpfe und Teller geklaut, der Sheriff hat Indianerfedern auf dem Kopf und hält ihn mit der riesigen Spritze in Schach …” 

Die Augen der Kinder glänzten, und wir machten uns gemeinsam an den Umbau:
Da bekämpften sich der Indianerhäuptling (mit Schwesternhaube) und ein Kavallerist (mit Damenhütchen) ganz heftig. Sie waren mit Staubsauger und Teppichklopfer bewaffnet. 

Dafür klaute die Reisende (mit Indianerhaube) den mit dem geklauten Schatz beladenen Rollstuhl. Davor hatten wir mit Gummiband das Indianerpferd gespannt. Die Krankenschwestern (mit Medizinmannkopfputz und Sheriffhut) machten unter Professors Sessel einen wilden Kriegstanz um den zum Totempfahl umfunktionierten Kaktus. 

Da entstanden die tollsten Kreationen! Wir mussten so lachen, dass schließlich sogar der alte Professor mit seinen Adleraugen erst zusah, und dann vergnügt mit seinen langen Armen hinlangte und mitbaute. 

“So stelle ich mir Gleichberechtigung vor”, murmelte er glücklich.


Veröffentlicht am 19.03.2012 von weitze45

Samstag, 7. Februar 2009

In Memoriam Hans Beck

Hans Beck, der Erfinder der Playmobil-Figuren ist tot. Mit seinen Figuren hat er sich selbst ein Denkmal gesetzt, nicht nur bei Kindern, sondern auch bei den Familienaufstellern.

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