Posts mit dem Label tausch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label tausch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 28. Januar 2013

Professor und Playmobil? - Blog von Kiat Gorina


Was haben ein alter Professor und Playmobil miteinander zu tun? Eine ganze Menge sogar. Dieser alte Professor, Grundlagenforscher der Physik, war ganz und gar kein weltfremder eingestaubter Gelehrter. Das sah man allein schon an der Schar seiner Kinder und Enkelkinder. 

Es war am dritten Weihnachtstag, sämtliche Familienmitglieder - und das waren viele - trafen sich in seinem Haus in Hiddesen. Natürlich lockte das auch ältere kinderliebe Tanten an. Und meinen Vater. Weil sämtliche Kinder auch Doktortitel hatten, wollte Vatern sich im Glanze so vieler Doktoren sonnen, um später mit seinen vielen promovierten Bekannten prahlen zu können. 

Ich hatte mich schon gewundert, weshalb er mit mir am Herrmannsdenkmal spazieren gehen wollte. Sonst war er doch nicht so unternehmend zu mir. 

Aha, auf dem Rückweg kam mir die Erleuchtung. Die Doktorensammlung! Schon bogen wir in die professorliche Einfahrt ein. 

Gerade kommandierte Vatern: “So, du wartest im Auto! Du blamierst dich doch sowieso nur wieder!” Fehlte nur noch, dass er “Platz! und Bleib!” kommandiert hätte. Aber man hatte uns schon gesehen, der alte Professor begrüßte Vatern und wollte uns ins Haus komplimentieren. Er erspähte mich mit seinen scharfen Augen im Auto, dann spießte sein Blick Vatern auf: “Soll Ihre Tochter wieder mal im Wagen bleiben? Sie ist doch kein Hund!” 

“Du brauchst dich wirklich nicht verstecken zu lassen. Bloß weil du immer den einfachsten Weg findest, bist du doch nicht dumm. Denk nur an diese Aufgabe in Verfahrenstechnik. Deine Methode hat dir drei Seiten Rechnerei erspart …” Er blinzelte mir zu und ich fühlte mich etwas wohler in meiner Haut. 

Drinnen quoll es vor lauter Leuten fast über. Die Erwachsenen saßen dicht gedrängt um den langen Wohnzimmertisch. Der alte Professor saß, seiner langen Beine wegen, am Tischende. 

Und ich landete bei den Enkeln. Auf dem Fußboden. Egal, da war es wenigstens nicht so eng. 

Nur als eine alte Tante mit malzbonbonmilder Stimme zu den Kindern sagte: “Nun zeigt doch dem kleinen Mädchen mal, was ihr Feines zu Weihnachten bekommen habt. Damit könnt ihr doch so schön spielen.” 

Huh, dieses zuckrige Gesäusel! Allein davon konnte man ja schon Karies bekommen. Den Enkeln ging es offenbar nicht anders. Sie stießen sich nur kichernd an, dann schoben sie ab - und kamen mit Playmobil zurück. Donnerwetter, so etwas kannte ich auch noch nicht. Da gab es Figuren, die Arme und Beine bwegen konnten. Und in ihre Hände konnte man alle möglichen kleinen Sachen stecken: Gewehre, Pistolen, Tomahawks, Bauarbeiterwerkzeug, und - das war ja klar Suppenlöffel, Staubsauger und Regenschirme für die wenigen weiblichen Männchen. 

Ich sah mir das Sammelsurium genauer an. Klar, die Jungensachen sahen gut aus, aber an Mädchen-Playmobil gab es eine Putzfrau, Reisende mit Hütchen und Regenschirm, Krankenschwestern usw. 

Oje! Da hatten die alten Tanten wohl wieder ihr Rollenverständnis in Geschenkpapier gepackt. 

Die kleine Anne sah meinen Blick und seufzte abgrundtief “Und damit sollen wir spielen! Putzen und Küche? Das ist doch stinklangweilig!” Wie wahr. 

Im Jungenkasten sah es schon spannender aus: Cowboys, Indianer, Bankräuber, Sanitätsstation, Pferde. Damit ließ sich schon eher etwas anfangen. 

“Wie sollen wir denn damit etwas zusammen spielen?”, fragte Rolf ratlos,  “das passt doch gar nicht zusammen.” 

Ich betrachtete die Sammlung und überlegte: “Die ‘Deckel’ kann man doch abmachen, oder?” 

Anne nickte und skalpierte gleich ihre Puzfrau und die Krankenschwester. Rolf nahm sich den Indianerhäuptling, den Bankräuber und den Arzt vor. 

“Und was nun?” 

“Jetzt bauen wir die ganzen Männchen etwas um, guckt mal, so vielleicht: der Bankräuber kriegt das Puzfrauenkopftuch auf, er hat statt Geld diese ganzen Töpfe und Teller geklaut, der Sheriff hat Indianerfedern auf dem Kopf und hält ihn mit der riesigen Spritze in Schach …” 

Die Augen der Kinder glänzten, und wir machten uns gemeinsam an den Umbau:
Da bekämpften sich der Indianerhäuptling (mit Schwesternhaube) und ein Kavallerist (mit Damenhütchen) ganz heftig. Sie waren mit Staubsauger und Teppichklopfer bewaffnet. 

Dafür klaute die Reisende (mit Indianerhaube) den mit dem geklauten Schatz beladenen Rollstuhl. Davor hatten wir mit Gummiband das Indianerpferd gespannt. Die Krankenschwestern (mit Medizinmannkopfputz und Sheriffhut) machten unter Professors Sessel einen wilden Kriegstanz um den zum Totempfahl umfunktionierten Kaktus. 

Da entstanden die tollsten Kreationen! Wir mussten so lachen, dass schließlich sogar der alte Professor mit seinen Adleraugen erst zusah, und dann vergnügt mit seinen langen Armen hinlangte und mitbaute. 

“So stelle ich mir Gleichberechtigung vor”, murmelte er glücklich.


Veröffentlicht am 19.03.2012 von weitze45

Samstag, 29. Dezember 2012

Griechenland: Die große Angst der Banken - vor der Solidarität - Blog von Kiat Gorina


Wer sich mit älteren Menschen in Deutschland unterhält, die noch schwere Nachkriegszeiten des Zweiten Weltkrieges mit- und überlebten, erfährt oft, dass da getauscht wurde - an der Geldwährung vorbei.

Da fuhren Städter hinaus aufs Land - zu den Bauern und das Wenige, was sie noch hatten, bei den Bauern in Lebensmittel einzutauschen. Oder Handwerker bastelten Geräte wie bespielsweise eine einfache Pfanne zum Rösten von Getreide auf dem Herd. Die Bäuerin konnte dann wieder Getreide rösten - für den Kaffee, der Handwerker erhielt ein Stück Schinken für seine Familie - beide Seiten profitierten.

Eine alte Bäuerin zeigte mir einmal diese alte "Kaffeerösterei" - sie hat sie als Andenken aufgehoben. In den ersten Nachkriegsjahren musste diese "Schattenwirtschaft" enorme Ausmaße angenommen haben - sehr zum Leidwesen der Administration. Also wurde deshalb eine Währungsreform durchgezogen ...

Geschichte wiederholt sich: Heute in Griechenland - da gibt es immer mehr Tauschsysteme - vorbei an den gierigen Banken. Ja, es gibt eine neue Art von Bank, die Zeitbank:

Quelle: arte Generation Solidarität Die Zeitbank

So versuchen die Menschen in Griechenland zu überleben - aus eigener Hilfe, sie helfen sich gegenseitig! Und die Solidarität wächst! Sie wächst zu einem Bollwerk gegen die bestehenden unterdrückenden Systeme aus!

Und nicht nur in Griechenland, auch in Italien, in Portugal. Immer mehr Menschen stellen fest, dass sie die gierigen Banken nicht mehr brauchen, sie tauschen direkt mit ihren Mitmenschen! Diese Banken bleiben außen vor!

So geschah es einst in den 1930-er Jahren in Wörgl, bis das österreichische Heer einschreiten musste - auf Geheiß der Banken!

Ist das nicht ein Treppenwitz der Geschichte? Da wollen diese Raubritterbanken alles an sich reißen - und das Volk stellt fest: Diese Raubritterbanken brauchen wir nicht mehr!

Quelle: Generation Solidarität TAUSCHEN IN SPANIEN UND GRIECHENLAND


Hochgeladen von wakeman449 am 08.01.2012

Befällt da die Banken nicht eine große Angst, Angst davor, dass immer mehr Menschen erkennen, dass diese Banken überflüssig, ja sogar gefährlich sind! Also werden diese Banken ignoriert, sie werden nicht mehr gebraucht! Sie können ihr Phantasiegeld selbst essen.

Die heute Show entlarvt unsere Volksvertreter als die absoluten Deppen, die über etwas abstimmen, und dabei nicht wissen, worüber sie abstimmen! Leute, eines ist sicher, auch in Deutschland zieht bald der Tauschhandel ein: Aber mit euch Volksvertretern wird dann niemand tauschen wollen!


Veröffentlicht von MisterSirComedian am 13.08.2012

Ich hatte einen Träum: Da wurde Lloyd Blankfein in einen Raum geführt, auf einem Stuhl aus Eisen gefesselt und dann wurde er gefüttert: Mit Papiergeld, das vorher durch Sch ... gezogen wurde! Ja, es war wirklich der derzeitige Chef von Goldman Sachs, der ja in der Bronx aufgewachsen sein soll ... Was dieser Traum nur bedeuten soll?
besucherzhler