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Dienstag, 22. April 2014

GLOSSE: Nackte Frau legt Eier - Ist das Kunst?

Da gibt es die Performance-Künstlerin Milo Moiré aus der Schweiz. Sie hatte ihren großen Auftritt in Köln. Ihr Spektakel nannte sie
The PlopEgg Painting– A birth of a Picture
Milo hatte bunte Eier mit Farbe gefüllt, steckte diese Eier in ihre Vagina. Dann zog sie sich splitterfasernackt aus - ihr Markenzeichen. Sie stellte sich breitbeinig auf ein Gerüst und ließ Ei für Ei auf ein großes Papier plumpsen. Die Eier zersprangen, Farbe verlief auf dem Karton, Fertig war das Bild. Sozusagen ein Plumpsbild. 

Das Schweizer Tageblatt befragte seine Leser, 11.000 nahmen teil: 

Quelle: Tageblatt Nackte Frau legt Eier: Laut einer Umfrage, an der über 11.000 20-Minuten-Leser teilnahmen, sind 9 Prozent der Meinung, das sei Kunst, für 62 Prozent ist es "pure Provokation". 18 Prozent finden, es sei beides, 11 Prozent wissen gar nicht, was sie davon halten sollen.

Manche der Zuseher machten sich Sorgen um die Gesundheit der Künstlerin. Ob sie keine Schmerzen habe? Wegen der vielen Eier in ihrer Vagina? Nein, sie habe keine Schmerzen gehabt, meinte die Künstlerin. Sie wollte damit den weiblichen Schöpfungsakt symbolisieren!

Ob eine solche Aktion Kunst ist oder nicht,  darüber lässt sich lange streiten. Was mich persönlich wieder erstaunt hat, ist der Wirbel um diese Aktion. Und wieder sorgte ein nackter Frauenkörper für Aufsehen. Wieso eigentlich? Ein nackter Frauenkörper ist doch das Natürlichste auf der Welt. Wieso erregt er immer noch Aufsehen?


Veröffentlicht am 16.04.2014 von HansDeNotenboom

Übernommen von OverBlog

Montag, 6. Mai 2013

Die Liste der Barbara Stamm - Was sind das für Leute? - Blog von Kiat Gorina


Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags, veröffentlichte eine Liste. Da stehen alle Abgeordnete drauf, die in den vergangenen Jahren Ehepartner, Kinder oder Eltern beschäftigt haben. Auch der Bayerische Rundfunk veröffentlichte diese Liste.

Quelle: BR Nachrichten Beschäftigungsaffäre Drei-Punkte-Plan zur Aufarbeitung

Wenn ich mir diese Liste so ansehe, da stehen ja auch bekannte Namen drauf. Ganz am Anfang Manfred Ach. Wikipedia schreibt über ihn: Manfred Ach (* 14. September 1940 in Ansbach, Mittelfranken) ist ein deutscher Politiker der CSU. Er war von 1994 bis 2008 Mitglied des Bayerischen Landtages.

Und er hat offensichtlich Verwandte beschäftigt! Wer in Wikipedia weiterblättert, findet eine Liste der Ehrungen und Auszeichnungen:

  • Bayerische Justizmedaille (2001)
  • Ehrenkommissar der Bayerischen Polizei (2002)
  • Dr. Johann Christian Eberle Medaille (2002)
  • Soldner-Medaille (2003)
  • Bayerischer Verdienstorden (2005)
  • Ludwig I.-Medaille (2005)
  • Silberner Wirbel (2007)
  • Steckkreuz des Feuerwehrehrenzeichens (2007)
  • Bayerische Verfassungsmedaille in Silber (2007)
  • Carl-Orff-Medaille (2008)
  • Landkreisplakette in Gold (2008)
  • Bayerische Finanzmedaille in Gold (2008)
  • Goldener Bocksbeutel (2008)
  • Ehrensenator der Universität Würzburg (2009)
  • Carl Caspar von Siebold-Medaille (2009)
  • Goldene Ehrenmedaille des Bayerischen Beamtenbundes (2009)
  • Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (2010)
  • Ritter des päpstlichen Silvesterordens (2010)
  • "Honoris Causa"-Orden der Faschingsgesellschaft Versbach (2011)

Manfred Ach wurde sogar das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen! Wofür? Macht aber nix! Manfred Ach ist bestimmt ein ehrenwerter Mann!

Hubert Aiwanger, Chef der Freien, ging ja auch mit schlechtem Beispiel voran: Er hat seinen heutigen Schwager seit Herbst 2009 angestellt, seit 2011 verschwägert. 

Größere Orden wurden an Aiwanger - noch nicht - verliehen, aber immerhin kam er dieses Jahr auf dem Nockherberger Singspiel vor - als Politiker "ohne Farbe":


Veröffentlicht am 27.02.2013 von BR

Und bei der SPD findet sich auch ein Abgeordneter, Dieter Appelt, auch er hatte einen Verwandten beschäftigt. In Wikipedia können wir lesen: Am 1. Juli 2000 rückte Appelt für den ausgeschiedenen Abgeordneten Albert Schmid in den Bayerischen Landtag nach. Er saß dort bis zum Ende der Wahlperiode 2003. 

Seitdem wurde nicht mehr allzu viel von ihm gehört - außer dass auch er Verwandte in seinem Wahlkreisbüro beschäftigte ...

Übernimmen von Over-Blog

Montag, 24. September 2012

Wolken in brennender Glut - Blog von Kiat Gorina


Als ich heute gegen abend aus meinem Fenster in meinem Büro in Richtung Norden schaute, sah ich eine sehr beeindruckende Wolkenformation. Mit einem fulminanten Farbenspiel:


Peitschender Westwind jagt WOlken
Der Westwind peitschte die Bäume und Sträucher in abgehackten Stößen - so als ab gleich ein Unwetter kommt. Dann nahm ich meine Kamera und ging vors Haus. Im Nordosten bauten sich glutrote Wolken aufeinander:

Mein Bär kam dazu und meinte erschrocken: "In dieser Suppe möchte ich nicht fliegen!" 


Glutrote und schwefelgelbe Wolken
Gebannt schauten wir beide dem Schauspiel zu. In wenigen Minuten änderte sich das Bild. Es schien, als senkte sich die Wolkenwand auf die Erde:

Beim Anblick dieser Wolken erinnerte ich mich schlagartig an meine erste Reise durch die Gobi. Da hatten die Kameltreiber öfters Pech. Und ich sollte der Unglücksbringer sein. Ihr Aberglauben peitschte ihnen ein, dass sie mich den Dämonen opfern wollten. 


Wolken in der Gobi waren sonst recht selten. Wer mein Buch gelesen hat, weiß, dass Gewitter und Sturm damals mein Leben retteten ... 
Der damals schwefelgelbe Himmel erinnerte mich fatal an die heutigen Wolken.
Daran erinnerten mich heute diese Wolken ...

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Sonntag, 22. April 2012

Blondes Haar, nur sechzehn Jahr - Blog von Kiat Gorina


Letzte Woche war ich bei einer Kundin - wegen ihres Pferdes. Als ich ankam, führten Mutter und Tochter ein ernstes Gespräch. Es ging darum, dass die Tochter sehr oft sich die Haare färben ließ.
Da fragte mich die Mutter: "Was hältst du vom Haare färben?" - "Nicht viel - und wenn, dann nur mit Naturfärbemitteln, Chemie kommt mir nicht aufs Haupt!" Sprach es und wollte zum Pferdestall. 

Da hielt mich die Tochter auf und bat mich, mal ihren Kopf genauer anzusehen. Ihre Kopfhaut sei so komisch rötlich bis orange. "Ist das schlimm?" fragte sie mich. 

Ich schaute mir ihre Kopfhaut an und wirklich: sie war ziemlich entzündet. Ich warnte sie: "Du hast wahrscheinlich zu oft gefärbt, das verträgt keine Haut! Und du bist ja noch so jung. Wieso willst du dir deine Haare überhaupt färben? Ich weiß doch, dass du früher schönes volles dunkelbrauenes Haar hattest." 

"Aber fast alle in meiner Klasse sind blond! Und die meisten Stars auch!" protestierte sie - sie weinte fast. Aber ich ließ mich nicht erweichen und sagte trocken: "Wenn du mit der Färberei weitermachst, dann bekommst du große Probleme mit deiner Kopfhaut und irgendwann fallen dir die Haare aus und ..." 

Weiter kam ich nicht, ich wollte noch "... du brauchst eine Perücke!" sagen. Die Tochter schluckte und fragte dann leise: "Wie lange soll ich nicht färben?" 

"Am besten mindestens ein Jahr lang, und lass deine Haare wachsen und lass sie vom Frisör schneiden, wenn sie sich aufspalten. Und vielleicht machst du manchmal eine Hennakur, am besten eine farblose. Da gibt es eine Firma, die verwendet nur Naturmittel. Vielleicht wird dein Haar wieder voller und deine leichten natürlichen Locken kommen wieder." 

Geknickt ging sie auf ihr Zimmer. Ich kümmerte mich um das lahmende Pferd. Als ich später wegfahren wollte, kam die Tochter zum Stall, hatte Kugelschreiber und Papier in der Hand und fragte: "Wie heißt die Firma mit dem Henna?" Ich buchstabierte es ihr.
Ich wünschte ihr noch viel Glück mit ihren Haaren und fuhr weg.
Hochgeladen von fritz51119 am 12.05.2008
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