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Sonntag, 18. Mai 2014

Entwicklungsminister Gerd Müller - doch kein Plagiator?

Da behauptete ein fränkischer Plagiatsjäger, dass der derzeitige Entwicklungsminister Gerd Müller im Verdacht stehe, er habe abgeschrieben - bei seiner Doktorarbeit. Die Universität Regensburg schaltete ihren Ombudsmann ein, er kam nach einer Woche zu dem Ergebnis: Müller hat nicht abgeschrieben.

Quelle: SPIEGEL ONLINE Doktorarbeit von Entwicklungsminister Müller: Uni Regensburg stellt Plagiatsprüfung ein

Der Bericht allerdings wird nicht veröffentlicht. Wieso eigentlich nicht? Es bleibt ein Geschmäckle ....Es wird auch kein förmliches Verfahren eingeleitet. Müller hat zwar ab und an Anführungszeichen vergessen, aber er habe dies nicht absichtlich gemacht. 

Mit diesem Ergebnis sind Studenten an der Universität Regensburg nicht einverstanden. Da gibt es die "Bunte Liste". 

Quelle: Kreisbote Müllers Doktor weiter in der Kritik: „Bisher hätte ich mich nicht getraut, eine derart schlampige Arbeit als Hausarbeit abzugeben“, so Studierendenvertreter Daniel Gaittet.

Das ist ja ein hartes Urteil! Die Regensburger Studenten wollen Einspruch gegen die Entscheidung der Universität einlegen. Es ist ihnen nicht zu verdenken! Sie sprechen von zahlreichen "handwerklichen Fehlern"! 

Würde ein Student ohne CSU-Bonus eine solche Arbeit abliefern, was passiert dann? Die Leitung der Universität wäre gut beraten, die Doktorarbeit duch eine Kommission untersuchen zu lassen. 

Geschieht das nicht, dann gibt es ein falsches Signal an die Studenten. Und allzuleicht gelangt eine Universität zum zweifelhaften Ruf,  eine "Doktormühle" - vor allem für CSU-Mitglieder ? - zu sein. 

Was sollen die Studenten von heute davon halten, dass einem Entwicklungsminister "handwerkliche Fehler" nachgewiesen wurden und dass trotzdem die Arbeit nicht genau untersucht wurde.
Es kann natürlich auch sein, dass die Entscheidung der Regensburger Universität keine wissenschaftliche, sondern eine politische Entscheidung war. 


Veröffentlicht am 28.04.2014 von TVA Regensburg via Videovalis

Übernommen von OverBlog

Montag, 23. September 2013

Heiler - Hildegard - Hilfe!

Auch meine deutschen “Eltern” fielen am laufenden Band auf irgendwelche heilbringenden Gurus herein. Einmal war es ein angeblicher tibetischer Lama, der sich Lobsang Rampa nannte. Lobsang Rampa sagt dies, Lobsang Rampa macht das … seine Lehren und Traktate waren im Haus meiner Eltern das Evangelium! Zweifel oder gar Kritik galten als Gotteslästerung. Sie litten an akuter “Ramparitis”. 

Nein, davon wollte ich verschont bleiben und wagte einen Vorstoß: “Papa, dieser Lobsang Rampa ist doch gar kein Tibeter, der ist nicht einmal Mönch …” 

“Haacchchch! Was weißt Duu denn schon! Gar nichts! Du weißt gar nichts und du bist nichts! Hast du das noch immer nicht begriffen? ….” Das Gezeter ging noch eine ganze Weile weiter, aber irgendwann musste selbst Vatern mal Luft holen. 

“Dafür weiß ich aber, dass dein hoch gelobter Heilungslama ein Engländer ist. Er heißt in Wirklichkeit Cyril Hoskin und ist von Beruf Klempner …” 

Weiter kam ich nicht, weil ich jetzt selber dringend einen Klempner brauchte. Wofür? Meine Nase war einem von Vaterns berüchtigten Wutanfällen zum Opfer gefallen und sprudelte wie ein undichter Wasserhahn, allerdings in rot. 

Quelle: Wikipedia Lobsang Rampa: Als seine wahre Identität bekannt wurde, behauptete er, der Geist Lobsang Rampas sei jetzt im Körper Hoskins, der diesem Tausch zugestimmt habe. Allerdings konnte er nicht erklären, warum er Englisch sprach, aber nicht Tibetisch. 

Da blieb nur eines übrig, Eltern und Heilweisen aus dem Weg gehen. 

Gar nicht so leicht, weil ich dafür dringend eine Gasmaske gebraucht hätte. Gasmaske? Warum denn das?  Ganz einfach, dieser komische Klempner hatte irgendwo geschrieben, dass ein Mensch, um gesund zu bleiben, jeden Tag mindestens 30 (in Worten: dreißig!) mal furzen müsse. Die dabei entstehenden fürchterlich stinkenden Abgaswolken mag sich jeder selbst vorstellen … Die beiden taten alles, damit sie dieses Knall-Soll möglichst übertrafen. 

Sie hatten sogar in der Küche einen riesigen Wochenkalender aufgehängt, wo sie ihre Furz-Strichliste führten. Vatern links, Muttern rechts. 

Wenn ich von der Schule kam, holte ich erst mal tief Luft, hielt sie so lang wie es ging an und riss möglichst viele Fenster auf. In diesem Mief konnten Menschen doch unmöglich überleben. 

Diese Gaswolken mussten doch irgendwann auffallen. Im Stillen hoffte ich, dass einer der wenigen Besucher ausströmendes Gas - was ja auch stimmte - vermutete und einen Gasnotfall meldete. 

Die Rettung nahte - in Form des alten Grundlagen-Professors aus Hiddesen. Schon an der Haustür schnupperte er angewidert, sagte aber erstmal nichts. Seine Frau tupfte sich Parfüm unter die Nase. Man nahm im heiligen Wohnzimmer Platz und Just the same Procedure as every time. Nein, nicht ganz. Vatern entfuhr ein wahrhaft grässlicher Furz, die Besucher erbleichten und suchten die rettende Terrassentür zu erreichen. 

Vatern aber jubelte auf: “Das war der dreißigste heute”, und entschwand in die Küche, wo er seine Strichliste ergänzte. Was dann weiter im Wohnzimmer geschah, kann ich nur vermuten. 

Am nächsten Tag war die Strichliste verschwunden und die bejubelten Furzorgien hatten ein Ende. 

Bald danach kam ein schon älterer Heilpraktiker aus Schlangen in Mode. Wie meine Eltern an diesen Herrn geraten konnten, ist mir bis heute ein Rätsel. Herr Holweg hatte nämlich fundierte medizinische Kenntnisse, kannte seine Grenzen und was er sparsam verschrieb, half auch. 

Weil ich nicht wie erhofft “funktionierte”, schleppten meine Eltern mich auch dorthin. Erst verschwand Muttern hinter der gepolsterten Tür, eine halbe Stunde später war ich an der Reihe. 

Der alte Herr fragte erstmal nichts, offenbar hatte Muttern ihm schon ausführlich über meine Faulheit, Dummheit usw. berichtet. Dafür sah er intensiv meine Augen an, Irisdiagnose. 
“Da gefällt mir etwas mit deinem Herz nicht. Warst du schon mal beim Kardiologen?” 

Ich wusste nicht einmal, was das war, so bat er Vatern dazu. 

“Sie sollten das Herz Ihrer Tochter untersuchen lassen, sie könnte …” 

Hier kreischte, schrillte und brüllte Vatern los, dass die Fensterscheiben klirrten. Ich rannte entsetzt davon und ließ den armen Heilpraktiker mit Vatern zurück. “… wir sprechen uns noch! Sie sind ein Scharlatan!”, fauchte Vatern, bekam mich zu fassen und stopfte mich geradezu ins Auto. In seiner Hektik hatte er sogar Muttern vergessen, und wir mussten umkehren, um sie aufzusammeln. 

Der alte Herr war beileibe kein Scharlatan. Er hatte Recht, was meine “Pumpe” anging. Allerdings wurde mein angeborener Herzfehler erst dreißig Jahre später erfolgreich behoben. Zu diesem Heilpraktiker fuhren meine Eltern nicht mehr. 

Dann wurde eine Paderborner Heilpraktikerin das nächste Anbetungsobjekt. Frau Einhoff sagt, Frau Einhoff findet … siehe oben. Auch dorthin wurde ich zwangsweise geschleppt. Meine Schulnoten ließen zu wünschen übrig, ich putzte nicht sauber genug, und ich las lieber, statt etwas Nützliches zu tun.
So konnte das nicht weitergehen.Diese Krankheit musste weg. 

Diese dickliche, blasse Frau war mir auf Anhieb zuwider. Auch ihr hatte Muttern zuvor von mir berichtet. Mit dem Erfolg, dass sie mir als “Behandlung” ins Gewissen redete, doch mehr für die Schule  und im Haus zu tun. Sie attestierte mir eine Tierhaarallergie und eine panische Angst vor ihnen. Tiere würden bei mir hysterische Anfälle auslösen … 

Mit diesem Geschwafel konnte ich leben, schließlich hörte ich sie ja nicht den ganzen Tag. 

Sie gab Muttern den Rat, mich mit Bohnenschalentee abzufüllen, weil dieser Inulin enthalte. Was diese Heilpraktikerin meinen Eltern genau erzählt hat, weiß ich nicht. Tatsache ist aber, dass mich dieser verdammte Bohnenschalentee fast umgebracht hat. 

Wie das? 

Am nächsten Tag nahm Muttern mir mein Kurzzeitinsulin weg und schloss es im Kühlschrank ein, wo ich nicht mehr dran kam. Statt dessen stellte sie mir eine riesige Kanne mit Tee hin: “Du trinkst jetzt jeden Tag drei Liter Bohnenschalentee. Das Insulin brauchst du nicht mehr. Das ist schon da drin!” 

Mit diesen gewichtigen Worten ließ sie mich stehen. Und ich war ratlos. Wie sollte das funktionieren? Insulin ist ein Hormon, das auf der Bauchspeicheldrüse von den Langerhansschen Inseln gebildet wird. Bohnen haben aber keine Bauchspeicheldrüse. 

Außerdem wird Insulin von der Magensäure zersetzt. Darum gibt es ja auch kein Insulin in Tablettenform. 

Ich war ratlos. Das konnte ja nicht gut gehen. Tat es auch nicht. Ich konnte trinken so viel ich wollte, aber der schreckliche Durst ging nicht weg. Ich wurde immer schwächer und roch schon wie eine ganze Wagenladung überreifes Obst. 

Zwei Tage später, beim Abendbrot, sagte ich: “Ich muss morgen zum Arzt, so geht das nicht. Ich glaube, mein Zucker ist irrsinnig hoch. Ich brauche mein Insulin …” 

Grob fuhr Muttern mich an. “Das kommt, weil du dich immer mit Süßigkeiten vollstopfst! Glaubst du, ich weiß nicht Bescheid! Bestimmt stiehlst du sie bei Stecker - ein kleiner Lebensmittelladen! Morgen, wenn ich einkaufe, frage ich sie. Und dann kannst du was erleben! Dann kommst du endlich ins Heim!” 

Und Papa dozierte wichtig: "Bohnenschalen enthalten genug Insulin, um den menschlichen Körper ausreichend zu versorgen! Das schreibt schon Hildegard von Bingen! Lies dir ihr Buch genau durch, dann wirst du hoffentlich begreifen, wie ein gesundes Leben zu führen ist!” 

Dass jemand im elften Jahrhundert schon Insulin kannte oder gar von einer Bauchspeicheldrüse wusste, bezweifle ich heftig. 

Und Bohnenschalen können niemals den Zucker senken, weil sie nämlich Inulin enthalten. Das ist kein Hormon, sondern ein Gemisch aus langkettigen Polysacchariden. In der Lebensmittelindustrie wird es u. a. als Ballaststoff eingesetzt. 

Am Ende habe ich doch wieder mein Insulin bekommen.Weil ich als Notfall mit einer gefährlichen Acetonvergiftung beim Arzt gelandet bin. 

Viel fehlte nicht mehr, und meine Eltern hätten die auf meinen Tod abgeschlossene Lebensversicherung endlich kassieren können.


Hochgeladen am 13.01.2009 von 2Kaesekrainer

Übernommen von Over-Blog

Dienstag, 11. Juni 2013

GLOSSE: Wer "Mollath" schreibt oder ausspricht, ist gefährlich!

Das Heimatschutzministerium in den USA machte es vor: Da wurde eine Liste von Wörtern gesammelt und seitdem werden alle Nachrichten durchforstet, ob eines dieser hochgefährlichen Worte vorkommt. Und falls ja, werden Absender und Empfänger dieser Nachricht abgestempelt - als gefährlich! Gar als Terrorist!

Auch in Bayern wird offensichtlich diese Technologie zur Fahndung nach topgefährlichen Staatsfeinden eingesetzt. Auch ich wurde offensichtlich ein Opfer einer solchen Schnüffelliste. Erinnern wir uns, da wollte ein Wald- und Wiesendekan meine Lesung verhindern. Nicht nur, weil er mir Sterndeuterei vorwarf, auf der laut Bibel die Todesstrafe stehe. Heute weiß ich:

Ich bin verdächtig, eine Terroristin zu sein. Ja, wirklich:

Quelle: Mein Buch - Terroristisch - sagt das Heimatschutzministerium: Raus kam das, weil es in den USA einen Freedom of Information Act gibt, demzufolge diese Schnüffelliste veröffentlicht werden musste. Das geschah auch. Und viele reiben sich die Augen und prüfen ihre Texte und fallen vom Hocker! So auch ich. Ich eine Terroristin?! Wer hätte das gedacht! Ich zu allerletzt.

Doch, es stimmt schon: In meinem Buch steht das Wort "Wolke" ("cloud"). Wer mein Buch kennt, weiß, dass "Wolke" der Name meines Schimmelponys war. Dieses Wort "Wolke" kommt mehrmals vor - bestimmt ein sehr schwerer Fall von Terrorismus!

Die bayerischen Justizbehörden - an ihrer Spitze die Justizministerin Dr. Beate Merk - haben diese Schnüffelliste aktualisiert: Wer "Mollath" und "Merk" schreibt, fällt sofort als Staatsfeind auf! Ohne Ansehen der Person. Das gilt sogar für CSU-Mitglieder - beispielsweise für Frau Prof. Dr. Ursula Gresser. Sie hatte getwittert: 

"Wann Mollath freikommt? Diese Frage könnte man Frau Merk am Mo. 10.06.13 um 19 Uhr im Landgasthof Hofolding stellen." Klar, da schlugen die blauweißen Schnüffelcomputer gleich zweimal zu: einmal wegen "mollath" und dann wegen "merk"! Und was passierte? Frau Professor bekam Besuch - von zwei Polizisten. Der stern berichtet:

Quelle: stern.de "Sagt man Mollath, ist man Staatsfeind":  "Die taten mir schon fast leid, wie sie so rumdrucksten", sagt Gresser. Denn die Beamten wollen nicht so recht mit der Sprache herausrücken, warum sie eigentlich geklingelt haben. Also stellt sie Fragen: Ob diese Veranstaltung nicht öffentlich sei? Doch, doch, natürlich. Ob sie besser nicht zu der Veranstaltung hingehen solle? Nun ja. "Ein diskretes Nicken", so Gresser. Ob sie den Tweet löschen solle? Die Reaktion der Polizisten muss Gresser von deren Gesichtern ablesen. "Ich glaube, die wussten gar nicht, was ich meine", sagt sie. Also entfernt Gresser den Eintrag, und die Polizisten ziehen zufrieden ab.

Und Frau Professorin ging trotzdem zu dieser Merkschen Veranstaltung. Es ging um "Facebook & Co. – sicher surfen in sozialen Netzwerken, mit Staatsministerin Dr. Beate Merk" und Frau Professor ging hin. Ihr EIndruck: "Am Eingang standen drei große Herren, die wirkten wie eine ganze Mannschaft Männer", sagt die nur 1,58 Meter große Gresser. "Eigentlich traurig, dass Politiker mit drei Sicherheitsmännern auf eine Veranstaltung mit 20 Leuten kommen", sagt die Medizinerin. Sie wurde beäugt, die Herren begannen zu tuscheln, dann ein weiterer Blick – dann wurde sie in den Saal gelassen.

Was lernen wir daraus? Frau Justizministerin scheint sehr dünnhäutig geworden zu sein - kein Wunder, gibt es doch einen Untersuchungsausschuss zur Causa Mollath. Und Gustl Mollath durfßte heute selbst aussagen - im Landtag in München. Ursprünglich wollten ihn irgendwelche Leutchen nicht nach München reisen lassen, er sollte in der Forensik bleiben. Aber der mediale Druck war einfach zu groß!

Bisher kam bei diesem Untersucungsausschuss Erschütterndes ans Licht: So die Aussage des Richters Otto Brixners, der zugeben musste, dass er die über hundert Seiten der Mollathschen Verteidigung gar nicht gelesen hat. Aber er hat ihn in die geschlossene Psychiatrie wegsperren lassen.

Quelle: Süddeutsche.de Diese Situation wünsche ich nicht mal meinem ärgsten Feind: Immer wieder bezieht sich Mollath auf die 106 Seiten umfassende Verteidigungsschrift, in der er seine einzelnen Schritte detailliert beschrieben habe. Dabei handelt es sich um eben jene 106 Seiten, die zu lesen dem Vorsitzenden Richter Otto Brixner zuviel waren. Vor dem Untersuchungsausschuss darauf angesprochen sagte Brixner vor Kurzem: "Ich lese doch keine 110 Seiten." Bei der  zweiten Nachfrage präzisierte er auf verwirrende Weise: "Dieses Konvolut ist mir nicht bekannt."

Ja, die bayerischen Richter sind unabhängig, sie und nur sie allein entscheiden, was sie lesen und was nicht! Das gilt auch für Schriftsätze der Verteidigung - vor allem wenn schon vor dem Prozess feststeht, dass die Angeklagten schuldig zu sprechen sind ...

In wenigen Tagen wird die Justizministerin selbst vor dem Untersuchungsausschuss aussagen müssen. Mal sehen, was sie von sich gibt.

Dieser Untersuchungsausschuss brachte bereits Unglaubliches ans Licht - sogar der Bayerische Rundfunk musste darüber berichten:

Quelle: BR Mollath sagt aus

Und was macht der Ministerpräsident Horst Seehofer? Von ihm ist nichts zu hören! Hat es ihm die Sprache verschlagen? Irgendwie verständlich - hammerharte Schläge gab es bislang: Die noch nicht ausgestandene Affäre wegen der Familienbetriebe in den Wahlkreisbüros, dann die Affäre um die Haderthauers.

Es gab einmal einen Geheimrat von Goethe, der fragte: "Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, ...". Was schriebe er heute? Ganz bestimmt: "Kennst du das Land wo die Affären blühn!"

Aber jetzt muss ich Schluss machen, ich habe ja zu oft aus der Schnüffelliste zitiert. Sonst geht es mir wie Reinhard May:


Hochgeladen am 07.07.2009 von wolfmon42

Montag, 6. Mai 2013

Die Liste der Barbara Stamm - Was sind das für Leute? - Blog von Kiat Gorina


Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags, veröffentlichte eine Liste. Da stehen alle Abgeordnete drauf, die in den vergangenen Jahren Ehepartner, Kinder oder Eltern beschäftigt haben. Auch der Bayerische Rundfunk veröffentlichte diese Liste.

Quelle: BR Nachrichten Beschäftigungsaffäre Drei-Punkte-Plan zur Aufarbeitung

Wenn ich mir diese Liste so ansehe, da stehen ja auch bekannte Namen drauf. Ganz am Anfang Manfred Ach. Wikipedia schreibt über ihn: Manfred Ach (* 14. September 1940 in Ansbach, Mittelfranken) ist ein deutscher Politiker der CSU. Er war von 1994 bis 2008 Mitglied des Bayerischen Landtages.

Und er hat offensichtlich Verwandte beschäftigt! Wer in Wikipedia weiterblättert, findet eine Liste der Ehrungen und Auszeichnungen:

  • Bayerische Justizmedaille (2001)
  • Ehrenkommissar der Bayerischen Polizei (2002)
  • Dr. Johann Christian Eberle Medaille (2002)
  • Soldner-Medaille (2003)
  • Bayerischer Verdienstorden (2005)
  • Ludwig I.-Medaille (2005)
  • Silberner Wirbel (2007)
  • Steckkreuz des Feuerwehrehrenzeichens (2007)
  • Bayerische Verfassungsmedaille in Silber (2007)
  • Carl-Orff-Medaille (2008)
  • Landkreisplakette in Gold (2008)
  • Bayerische Finanzmedaille in Gold (2008)
  • Goldener Bocksbeutel (2008)
  • Ehrensenator der Universität Würzburg (2009)
  • Carl Caspar von Siebold-Medaille (2009)
  • Goldene Ehrenmedaille des Bayerischen Beamtenbundes (2009)
  • Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (2010)
  • Ritter des päpstlichen Silvesterordens (2010)
  • "Honoris Causa"-Orden der Faschingsgesellschaft Versbach (2011)

Manfred Ach wurde sogar das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen! Wofür? Macht aber nix! Manfred Ach ist bestimmt ein ehrenwerter Mann!

Hubert Aiwanger, Chef der Freien, ging ja auch mit schlechtem Beispiel voran: Er hat seinen heutigen Schwager seit Herbst 2009 angestellt, seit 2011 verschwägert. 

Größere Orden wurden an Aiwanger - noch nicht - verliehen, aber immerhin kam er dieses Jahr auf dem Nockherberger Singspiel vor - als Politiker "ohne Farbe":


Veröffentlicht am 27.02.2013 von BR

Und bei der SPD findet sich auch ein Abgeordneter, Dieter Appelt, auch er hatte einen Verwandten beschäftigt. In Wikipedia können wir lesen: Am 1. Juli 2000 rückte Appelt für den ausgeschiedenen Abgeordneten Albert Schmid in den Bayerischen Landtag nach. Er saß dort bis zum Ende der Wahlperiode 2003. 

Seitdem wurde nicht mehr allzu viel von ihm gehört - außer dass auch er Verwandte in seinem Wahlkreisbüro beschäftigte ...

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Sonntag, 6. Januar 2013

GLOSSE: Wer Israel kritisiert, gleich als Antisemit diffamiert - Blog von Kiat Gorina


Für das Jahr 2012 erschien wieder die Liste der zehn gefährlichsten Menschen - gefährlich für den Staat Israel. Schauen wir uns doch diese Liste an:

Quelle: Simon Wiesenthal Center 2012 Top Ten Anti-Semitic/Anti-Isael Slurs


  1. Die Muslim-Bruderschaft in Ägypten: Tja, da fällt mir Goethes Zauberlehrling ein. Wer hat denn in den US-amerikanischen Denkfabriken die Pläne zur Destabilisierung des Mittleren Ostens entwickelt? Dass Fundamentalisten als Nachfolger von Mubarak die Oberhand gewinnen, war doch klar. Und wieder bewahrheitet sich: "Die Geister, die ich rief ..."
  2. Der iranische Staat: Wenn ich mir die ausgewählten Zitate ansehe, wieso sind diese anti-semitisch? Sie stellen eine Kritik am Staat Israel dar. Und sie stellen Tatsachen fest, wie den globalen Einfluss von Israel.
  3. Carlos Latuff: Sind wir doch einmal ehrlich, wie viele kennen ihn überhaupt? Er zeichnet Karikaturen. Auch gegen die Spitzen der derzeitigen israelischen Regierung. Und deshalb wird er gleich als Anti-Semit abgestempelt?
  4. Der europäische Fußball: Ja, ihr habt richtig gelesen! Der europäische Fußball ist anti-semitisch! Das verstehe wer will - ich nicht! Da gibt es den Fußballverein Tottenham Hotspur - in einem traditionell jüdischen Viertel in London - sagen die Israelis. Und bei einem Spiel riefen wütende Fans Sprüche, in den die Worte "Hitler" und "vergasen" vorkamen. Gerufen haben das die Fans des Vereins West Ham United. So jetzt wissen wir es: Deshalb ist der gesamte europäische Fußball anti-semitisch! 
  5. Die Svoboda Partei in der Ukraine: Diese Partei setzt sich für die Befreiung ein, Befreiung vom Regime in Moskau! Und sie bezeichnet die Unterdrücker als "Moskauer jüdische Mafia". Also anti-semitisch?
  6. Jetzt eine griechische Partei: Deren Führer leugnet die Verbrennungsöfen in den Konzentrationslagern ...
  7. Und eine weitere Partei, diesmal aus Ungarn, die Jobbik-Partei, ziemlich rechts. 
  8. Ein Norweger, er warnt vor dem israelischen Einfluss - in Medien und politischen Vereinigungen, deshalb gilt für das Wiesenthal Center Trond Ali Lindstad anti-semitisch!
  9. Auf diesen Platz wurde Jakob Augstein gesetzt - der Verleger der Wochenzeitung derFreitag. Da musste sogar der deutsche Mainstream widersprechen! Irgendwie entpuppt sich diese Top Ten Liste als Rohrkrepierer oder als Schuss nach hinten!
  10. Louis Farrakhan, USA. Er behaupt unter anderem, dass die Israelis die Medien kontrollieren, und die US-amerikanische Regierung ...

Jetzt schauen wir uns Aussagen von Jakob Augstein an, die zur Begründung für den 9. Platz dienen sollen:

Mit der ganzen Rückendeckung aus den USA, wo ein Präsident sich vor den Wahlen immer noch die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen sichern muss, und aus Deutschland, wo Geschichtsbewältigung inzwischen eine militärische Komponente hat, führt die Regierung Netanjahu die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs: Was ist denn an dieser Aussage so schlimm? Weil sie vielleicht wahr ist?

Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: “Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.” Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen: Da tritt Jakob Augstein für Günther Grass ein - darf er das nicht? Weil Israel den Nobelpreisträger nicht mehr einreisen lässt?

Gaza solle “auf dem niedrigsten Level funktionieren, der gerade noch eine humanitäre Katastrophe” ausschließe. Selbst das ist gelogen. Die Katastrophe geschieht. Gaza ist ein Ort aus der Endzeit des Menschlichen. 1,7 Millionen Menschen hausen da, zusammengepfercht auf 360 Quadratkilometern. Gaza ist ein Gefängnis. Ein Lager. Israel brütet sich dort seine eigenen Gegner aus: Auch wieder eine wahre Aussage, die nicht öffentlich verbreitet werden darf?

Das Feuer brennt in Libyen, im Sudan, im Jemen, in Ländern, die zu den ärmsten der Welt gehören. Aber die Brandstifter sitzen anderswo. Die zornigen jungen Männer, die amerikanische – und neuerdings auch deutsche – Flaggen verbrennen, sind ebenso Opfer wie die Toten von Bengasi und Sanaa. Wem nützt solche Gewalt? Immer nur den Wahnsinnigen und den Skrupellosen. Und dieses Mal auch – wie nebenbei – den US-Republikanern und der israelischen Regierung: Jakob Augstein ist einer der wenigen Journalisten in Deutschland, der unbequeme Wahrheiten ausspricht, aber ist er deshalb gleich anti-semitisch?

Und was meinen prominente Juden dazu? Was sagt Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrates der Juden? Er distanziert sich vom Vorwurf des Anti-Semitismus und auch gleich auch vom Publizisten Henryk M. Broder: Man kann nicht immer alles wörtlich nehmen, was er sagt, und man kann auch nicht immer alles ernst nehmen, was er sagt.

Quelle: Tagesspiegel Zentralrat der Juden springt Augstein bei

Und was sagt der Münchner Historiker Michael Wolffsohn? Michael Wolffsohn allerdings hält derartige „schwarze Listen“ grundsätzlich für „unanständig und gefährlich“ – auch, weil dadurch die Maßstäbe verrutschten. „Augstein überschreitet zwar mit seiner Haltung gegenüber Israels Politik oft genug die Grenzen des guten Geschmacks. Doch in eine Reihe mit griechischen Hardcore-Nazis oder judenhassenden Islamisten gehört er keinesfalls“, betont der Münchener Historiker.

Quelle: Tagesspiegel "Augstein schuldet dem jüdischen Volk eine Entschuldigung"

Damit hat Wolffsohn einen sehr wunden Punkt berührt: Schwarze Listen sind wirklich sehr gefährlich! Sie können missbraucht werden, sie dienen nur allzu leicht, unbequemen Kritikern den Mund zu stopfen.

Und ich wundere mich, wieso Israelis sehr dünnhäutig reagieren, wenn an ihnen Kritik geübt wird? Ich erinnerne mich noch an die israelitischen Überreaktionen gegen dem Literaturnobelpreisträger Günther Grass. Das war doch seitens seiner israelischen Kritiker alles andere als menschenwürdig.

Das Simon Wiesenthal Center hat sich mit der Top Ten Liste 2012 wirklich keinen Gefallen getan. Mit einer solchen Liste wird der Antisemitismus gewiss nicht bekämpft. Eher im Gegenteil! Die wirklichen Antisemiten fühlen sich dann noch bestätgtit, ihren "Kampf" gegen die "Semiten" fortzusetzen und zu verstärken. 

Wie wäre es, wenn Israelis die vorgebrachten Vorwürfe gegen sie mit Fakten widerlegen?


Veröffentlicht von Heutigevideos am 05.01.2013
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Montag, 2. Juli 2012

Schwarzer Freitag für Deutschland: Abstimmung wegen ESM - Blog von Kiat Gorina

Freitag, der 25.Oktober 1929 ging in die Geschichte der amerikanischen Börse ein - als "schwarzer Freitag". Er leitete die Weltwirtschaftskrise ein. Der jüngste Freitag, der 29.06.2012 war wieder ein Schwarzer Freitag - speziell für die Demokratie in Deutschland: 
Da stimmte eine Zwei-Drittel-Mehrheit für die Einführung des Europäischen Stabilitätsmechanismus - ein hochtrabendes Wort. Und gefährlich, weil sich dahinter eine "Bank" verbirgt - nach Luxemburgischen Recht!
Mich erinnert diese Abstimmung fatal an die Abstimmung am 23.03.1933, da wurde ein Gesetz verabschiedet, das als "Ermächtigungsgesetz" in die deutsche Geschichte einging. Was dann folgte, sollten wir alle wissen. Dieses "Ermächtigungsgesetz" ermöglichte es den Nationalsozialisten, die Macht zu ergreifen - mit all den schrecklichen Folgen.
Zurück zum jüngsten Schwarzen Freitag: Wie stimmten die Bundestagsabgeordneten? Um das detailliert herauszufinden, gibt es abgeordnetenwatch. Da erscheint resp. erscheinen nach Eingabe der Postleitzahl die Bundestagsabgeordeten für den zugehörigen Wahlkreis und wie sie in Sachen ESM gestimmt haben.
Ich wohne im Wahlkreis Ansbach, bei der letzten Bundestagswahl wurden aus diesem Wahlkreis zwei Abgeornete nach Berlin geschickt:

  1. Rainer Erdel, FDP, stimmte für ESM und
  2. Josef Göppel, CSU, stimmte gegen ESM.

Ehrlich gesagt, das hätte ich von einem CSU-Politiker nicht erwartet. Umso erfreuter bin ich. Es gibt sie noch, die ehrlichen Abgeordneten, die nach ihrem Wissen und Gewissen abstimmen - auch bei der CSU! Ein Hoch auf Josef Göppel! Und ein PFUI für Rainer Erdel!
Rainer für und Josef Göppel gegen ESM gestimmt!
Und wer das Abstimm-verhalten insgesamt oder je nach Parteizu-gehörigkeit wissen möchte, wird HIER fündig. Und wer wissen möchte, wer die vernünftigen Abgeordneten waren, klickt in der rechten Spalte auf  "dagegen gestimmt" und schon erscheinen diese klugen Politikerinnen und Politiker auf dem Schirm - mit Bild und sonstigen Angaben. Ihr wisst dann, wie vernünftig entscheidende Abgeordnete ausschauen!
Macht fleißig Gebrauch von dieser Seite! Erkundigt euch, wer in eurem Wahlkreis gegen ESM gestimmt hat und schreibt diesen Abgeordneten einen lieben Gruß. Diese Abgeordneten werden es in ihren Fraktionen schwer haben - außer bei den LINKEN, sie können Zuspruch bestimmt brauchen!
Juliane schickte mir einen Link auf den Blog von Klaus Baum, da findet ihr eine Liste aller Abgeordneten, die gegen ESM gestimmt haben. Diese Liste basiert auf der SPIEGEL-Liste. Vielen Dank, Juliane!
Da hat der Nutzer NWOCheffe ein Video hochgeladen, es zeigt die Abstimmung im Bundesrat! Es zeigt, wie wenig ernst die Abgeordneten diese Abstimmung nehmen. Es geht ja nur um die allernächste Zukunft Deutschlands! Lest auch die Beschreibung zu diesem Video:
Veröffentlicht am 01.07.2012 von NWOCheffe

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Samstag, 31. Dezember 2011

Vorsätze von gewissen Döflern für 2012 - Blog von Kiat Gorina

So ist es jedes Mal: wir nehmen uns vor vor, was wir im kommenden Jahr errreichen wollen. Was dann daraus wird? Tja, da lächeln wir und schweigen. Und manche haben gar eine Liste, was sie auf keinen Fall tun oder lassen. Zum Beispiel, die zänkische Schwiegermutter - falls wir mit einem solchen Exemplar gesegnet sind - spätestens nach zwei Tagen vor die Tür zu setzen. Oder die Umsatzsteuervoranmeldung - das heißt wirklich so! - nicht mehr zu vergessen. Oder ... oder ... oder ...

Gewisse Dorfinsassen haben es gerade wieder vorgeführt. Sie haben das Pentagramm - das Symbol für die fünf Tugenden wieder mal umgeworfen. Pünktlich zum Jahreswechsel.

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