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Donnerstag, 6. Dezember 2012

Jobcenter - Raucherentwöhnung - Schrittzähler - welch eine Qualifizierung? - Blog von Kiat Gorina


In Brandenburg an der Havel gibt es auch ein Jobcenter. Das ist aber kein Center, das Jobs anbietet. Das ist auch keine Behörde, die Langzeitarbeitslose vermitteln soll. Dieses Jobcenter in Brandenburg sieht offensichtlich seine Aufgabe als verlängerter Arm der Gesundheitsbehörden.

Da sollen sich Hartz-IV-Bezieher bei Kursen anmelden, um sich das Rauchen abzugewöhnen:

Quelle: GLOSSE: Wie Jobcenter mit ihren Kunden umgehen

Was solche Kurse mit qualifizierenden Maßnahmen zu tun haben sollen, das ist mir schleierhaft! Soll der Hartz-IV-Bezieher etwa in seinem Lebenslauf schreiben, dass er erfolgreich sich das Rauchen abgewöhnt hat. Auch wenn er sich bei bei einem Zigarettenhersteller bewirbt?

Also, Leute vom Jobcenter, das habt ihr nicht zu Ende gedacht!

Und die Jobcenter lassen sich eine neue Schikane für Hartz-IV-Bezieher einfallen: den Schrittzähler! Ja, sie wollen ihren Kunden Beine machen! Wirklich! Da wurden Schrittzähler an Hartz-IV-Bezieher verteilt! 

Und wozu sollen sich diese Hartz-IV-Bezieher damit qualifzieren? Was schreibt dann ein Bewerber in seinem Lebenslauf? Träger eines Schrittzählers von Jobcenters Gnaden? Und der Leiter des Jobcenters an der Havel - Christian Gärtner - tönt gleich in der Presse: "Notfalls werden wir bei qualifizierungsunwilligen Leuten aber sanktionieren, bis sie raus sind aus dem Leistungsbezug."

Er hat sich damit verraten: Es geht nicht um Qualifizierung der Hartz-IV-Bezieher. Es geht auch weniger um Schikane. Sondern es geht einfach darum, die Zahl der Hartz-IV-Bezieher zu senken! 

Deshalb denken sich die Jobcenter solche irrsinnigen Maßnahmen aus - in der Hoffnung, dass ein Bezieher total sanktioniert werden kann, also überhaupt keine Grundsicherung bekommt. Da mag das Bundesverfassungsgericht geurteilt haben, dass an den Beträgen für die Grundsicherung nicht gerüttelt weden darf, das stört das Jobcenter und seinen Leiter nicht das Geringste.

Da mag das Auswärtige Amt dieser Republik in einem Bericht über Folterstaaten Essensentzug als Folter angepangert haben, aber wenn Jobcenter total sanktionieren, was bedeutet das für die Betroffenen? Essensentzug - total! Was schließen wir daraus? 

Solche Maßnahmer der Jobcenter sind brutale Foltermethoden! Christian Gärtner, eine Frage: Wie fühlt man(n) sich als Folterknecht?

Quellen: 

  1. Märkische Allgemeine Strenge Strafen für Weiterbildungsmuffel - Jobcenter fährt harte Linie gegen Verweigerer: Liebe Redaktion, wo sind denn die Weiterbildungsmaßnahmen? Raucherentwöhnung und Tragen eines Schrittzählers stellen doch wohl keine Weiterbildung dar! Also, wenn ihr solche Töne spuckt, dann informiert euch erst und recherchiert! Und Recherchieren solltet ihr gelernt haben!
  2. gegen-hartz.de: SCHRITTZÄHLER FÜR HARTZ IV BEZIEHER
  3. scharf links Schrittzähler für Hartz IV Bezieher

Es wird allerhöchste Zeit, dass die LINKE im Bundestag eine Anfrage stellt: Hält die Bundesregierung solche Maßnahmen wie Raucherentwöhnung und Schrittzähler für Hartz-IV-Bezieher für eine sinnvolle Weiterbildungsmaßnahme? Und auf welcher Rechtsgrundlage greift ein Jobcenter zu solchen Maßnahmen?


Veröffentlicht am 04.12.2012 von Der Honigmann
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Freitag, 24. August 2012

GLOSSE: Schwarzgelbe Transparenz - Hartz IV hinter Glas - Blog von Kiat Gorina


Da gibt es eine neue Partei - die Piratenpartei, sie liegt den etablierten Parteien schwer im Magen. Auch der Regierungskoalition. Diese Piraten sind ja für Transparenz - unglaublich! Was glauben die wohl, was los ist, wenn die Wähler erfahren, was wirklich los ist?! 

Aber da gibt es eine adelige Ministerin im Kabinett, ihr gefällt Transparenz, hat ihr schon immer gefallen, so sehr, dass sie unerwünschte Seiten im Internet sperren wollte, mit einem STOP-Schild - ganz transparent! Diese Ministerin ist ja auch für das wachsende Heer von Langzeitarbeitslosen zuständig. Und da hat sie eine Idee: 

Genau genommen hatte ihr Zoohändler die Idee: Er stellte in seinen Schaufenstern lebende Hundewelpen aus. Ach, wie die Kinder vor den Schaufenstern sich die Nasen plattdrückten, lauter lebende kleine Hundis! 

Und da hatte die Ministerin die Idee: Das können wir mit den Hartz IV Beziehern auch machen! Hinter Glasscheiben - das ist dann total transparent! Da können diese Piraten nicht mithalten. Eine solche Transparenz können nur die Schwarzen präsentieren. 

Also müssen die Details ausgearbeitet werden. Frau Ministerin lässt ein Schwadron von McKinsey-Beratern anrollen, die dann einen war-room einrichten. Ja, ihr habt richtig gelesen, diese Regierung führt Krieg gegen ihre Bürgerinnen und Bürger, vor allem, wenn sie Langzeitarbeitslose sind und die Frechheit besitzen, Geld zu brauchen. 

Und dann sprudelt es nur so von Ideen.

  1. Da gab es mal einen gelben Witze- pardon Vizekanzler, der warf den Hartz IV Beziehern vor, sie lebten in spätrömischer Dekadenz! Nur glaubten ihm die wenigen, nicht einmal die Leser des Buches von Thilo S. Aber das lässt sich ändern: Im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme räkeln sich Langzeitarbeitslose in einer Hängematte im Schaufenster. Und sie bekommen Sixpacks spendiert - das sind Werbegeschenke einer Brauerei, aber das wird den Beziehern vom Tagessatz abgezogen - ist doch klar. Nur das mit den spätrömischen Orgien - das geht leider nicht - wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.
  2. Ein anderer Vorschlag: Frauen können ja die Schaufenster putzen, damit die Menschen vor den Schaufenstern sehen, wie gut diese Langzeitarbeitslosen schon Putzen gelernt haben. 
  3. Und für besonders schwer vermittelbare Personen gibt es dann einen Schlussverkauf - da legt dann das Ministerium noch etwas drauf, wenn ein Arbeitgeber solch einen Langzeitarbeitslosen aus dem Fenster holt.
  4. Und die Langzeitarbeitslosen lassen sich auch als Werbeträger gebrauchen, zum Beispiel für Computerspiele. "Und Pornofilme!" wirft ein Juniorberater ein. Ein strafender Blick der Ministerin trifft ihn und sie wirft mit ihrem STOPP-Schild nach ihm. Ja, sie hat ja die Frau des entgelten Freiherrn von Connecticut einfliegen lassen, diese Freifrau unterstützt die Ministerin im Kampf gegen Pornographie im Internet. So bleibt der Adel unter sich.

Einige melden Bedenken an: "Damit verstoßen wir in vielen Punkten gegen das Grundgesetz!" Die gerade anwesende Kanzlerin schmunzelt: "Das machen wir doch schon die ganze Zeit, und ist etwas passiert?"


Hochgeladen von Tierschutzvideo am 30.07.2011


Hochgeladen von ttzimmermann am 14.06.2010

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