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Dienstag, 9. April 2013

GLOSSE: Fukushima - Die Wahrheit - Blog von Kiat Gorina


Ein Reporter darf einen Sprecher des Konzerns befragen, der für den Betrieb der sechs Unglücksreaktoren in Fukushima verantwortlich ist. Anlass ist ein weiterer Zwischenfall: radioaktiv verseuchtes Wasser ist aus einem Tank ausgetreten.

Reporter: Im März war das Kühlsystem für ein Abklingbecken ausgefallen - dreißig Stunden lang! Was war die Ursache?

Sprecher: Eine Ratte hatte ein Kabel angeknabbert, es gab einen Kurzschluss!

Reporter: Wieso dauerte es solange, bis die Ursache für den Kurzschluss gefunden und behoben wurde?

Sprecher: Gefunden haben unsere Arbeiter die Ursache sehr schnell. Aber wir mussten dann bei der Beschaffung von Ersatzteilen improvisieren.

Reporter: Wieso mussten Sie improvisieren?

Sprecher: Bedenken Sie, diese Reaktoren sind bereits über dreißig Jahre alt! Wenn irgendetwas defekt wird, müssen die Ersatzteile in mühsamer Handarbeit bereitgestellt werden. Vor allem im elektrischen Bereich!

Reporter: Sie meinen wohl den elektronischen Bereich?

Sprecher: Nein, den elektrischen Bereich. Anfangs der 1970-er Jahre gab es kaum Elektroniki. Und wenn, dann waren das alles individuell entwickelte Unikate, also Einzelstücke! Genau nach den Plänen von General Electric entwickelt und zusammengesetzt. Wir haben kaum noch Wissensträger über diese alte Technologie!

Reporter: Wenn es kaum noch Wissensträger über die eingesetzte Technologie mehr gibt, ist das nicht sehr gefährlich?

Sprecher: Japan ist eine Nation, die seine Alten sehr ehrt und verehrt. Deshalb gibt es noch hier und da alte Ingenieure und Techniker, die sich an den Einbau der Komponenten 1971 erinnern können. Wobei da immer häufiger Erinnerungslücken auftauchen.

Reporter: Aber Sie verfügen doch gewiss über detaillierte Beschreibungen und Handbücher?

Sprecher: Ja, es gibt sehr große Pläne - mehrere Quadratmeter groß - alles handgezeichnet! Darauf sind wir sehr stolz - eben die alte Kunst der japanischen Kalligraphie!

Reporter: Es gibt Gerüchte, dass radioaktives Wasser aus diesen Tanks geflossen sein soll. Stimmt das?

Sprecher: Es handelt sich um unterirdische Tanks, die im Erdreich eingegraben wurden. Deshalb kann da nichts austreten. Diese Tanks sind vollständig von Erdreich umgeben!

Reporter: Es sollen in unmittelbarer Nähe dieser Tanks hohe radioaktive Werte gemessen worden sein.

Sprecher: Hohe Werte gibt es nicht bei uns! Wir haben extra besondere Messinstrumente verteilt, die nur die letzte Ziffer des gemessenen Wertes anzeigen.

Reporter: Ja, aber! Um Himmels willen! Wieso das?

Sprecher: Wir wollen unsere Arbeiter nicht beunruhigen. Und auch nicht irritieren! Sie sollen nur ihrer Arbeit nachgehen.

Reporter: Und wenn die Arbeiter dann verstrahlt werden? Macht Ihnen das nichts aus?

Sprecher: Wieso sollte uns das etwas ausmachen? Wir setzen an den besonders prekären Stellen nur Wegwerfarbeiter ein!

Reporter: Wegwerfarbeiter? 

Sprecher: Ja, darüber hat sogar das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland berichtet.

Quelle: Japan und seine "Wegwerfarbeiter" - Der Lack ist ab!

Reporter: Macht es Ihnen nichts aus, wenn Menschen schwer verstrahlt werden?

Sprecher: Nein, es handelt sich doch nur um Minderjährige und oft um Obdachlose. Sie erhalten eine Gelegenheit, Japan zu dienen und sich zu opfern! Welch eine Ehre wird ihnen zuteil?! Und außerdem gibt es überall auf dieser Erde Nuklear-Nomaden - in allen Atomkraftwerken auf dieser Erde!

Quelle: Areva, Siemens und die Nuklear-Nomaden

Reporter: Haben Sie keine Bedenken, dass große Teile der Bevölkerung an Strahlenkrankheiten sterben?

Sprecher: Unsere Studien haben festgestellt, dass erst nach drei Generationen mit Folgen der Radioaktivität zu rechnen ist. Bei Lebewesen mit einer kurzen Lebensdauer einer Generation - beispielsweise Insekten - ist es anders. Da können wir schon jetzt Mutationen beobachten. Aber nicht bei Menschen! Wie gesagt, frühestens nach drei Generationen, also frühestens in neunzig Jahren!

Reporter: Es soll ja auch hochgiftiges Plutonium in die Atmossphäre gelangt sein? Um wieviel Plutonium handelt es sich?

Sprecher: Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Wir haben sechs Reaktoren, in jedem lagerte 50 kg Plutonium. Also handelt es sich drei Doppelzentner Plutonium!

Reporter: Und diess gesamte Plutonium gelangte in die Atmossphäre?

Sprecher: Ja, und wurde über den gesamten Globus verteilt! Stellen Sie sich vor: Der iranische Präsident schickte uns sogar ein Telegramm, da bedankte er sich für diese Mengen Plutonium in der Atmosphäre. Wie wir eruieren konnten, schaltete der Iran alle seine Zentrifugen ab und spannte riesige Regenschirme auf - noch größer als die Rettungsschirme der Europäer. Wenn es regnet, bekommen so die Iraner genügend Plutonium! Da sehen Sie, was für ein Segen unsere Atomkraftwerke für andere Länder sind. Aber ich sehe, dass ich das Gespräch beenden muss. Ich hoffe, ich habe Sie vom Vorteil der Atomenergie überzeugt!



Veröffentlicht am 2013.04.08 von NTDTV


übernommen von Over-Blog

Dienstag, 19. März 2013

Passend zum Fukushima-GAU vor zwei Jahren - Kühlsysteme fallen aus - Blog von Kiat Gorina


Bin ich die einzige, die sich an den GAU in Fukushima vor zwei Jahren erinnert? Es scheint so. Dieses für General Electric & Co. unangenehme Thema soll wohl verdrängt werden! Nur, dieses Thema lässt sich nicht verdrängen. Passend zum traurigen zweijährigen Jubiläum fiel der Strom aus.

Und diese Notsituation ließ sich diesmal nicht verheimlichen. Grund: Journalisten besichtigen gerade die Atomruinen in Fukushima. Da fiel der Strom aus und damit die Kühlsysteme. Es gibt Abkühlbecken  für die Reaktorfossile 1 bis 4. Darin befinden sich jede Menge von Brennstäben. Die müssen ständig gekühlt werden. 

Steigt deren Temperatur über 60 Grad, dann kommt es zu einer höllischen Reaktion, wie sie diese Menschheit noch nie erlebt hat! Also müssen täglich Hunderttausende Liter von Wasser in diese Abklingbecken eingeleitet werden. Und was passiert dann mit diesem Kühlwasser?

Angeblich wird es in ausgemusterte Schiffe geleitet. Und dann? Werden diese Schiffe hinaus aufs Meer geschleppt und dort "entsorgt"? Aus den Augen, aus dem Sinn! Und wie steht es mit der Gesundheit von Arbeitern, die in Fukushima mit der "Entsorgung" beschäftigt sind?

Der Betreiber Tepco beruhigt, diese Arbeiter trügen alle Schutzanzüge. Sollen wir alle verarscht werden? Als ob eine weiße oder orangene Farbe Radioaktivität abschirmen könne!

Fukushima wird für mehr als eine Generation zum Dauerproblem bleiben: Es wird mindestens 30 bis 40 Jahre dauern, bis die Atomruinen abgebaut und das strahlende Material gesichert werden kann. Die meisten Japaner wollen nicht daran denken, was bei einem schweren Erdbeben noch passieren könnte.

Quelle: kurier.at Stromausfall in Fukushima

Und was passiert eigentlich mit den über 11.000 Brennstäben in den maroden Abklingbecken? Darüber schrieb ich mehrmals - Antworten gab es keine:

Quelle: Was passierte am 4. August 2012 in Fukushima?: Diese Frage stellte ich mir, weil ich bei Recherchen in Sachen Fukushima auf ein Video stieß. "Fukushima Explosion? Aug. 4, 2012" In der Beschreibung zu diesem Video steht: "I'm outraged!! Are you? Why isn't this on the news?"

Weitere Artikel über Fukushima


Veröffentlicht am 19.03.2013 von spiegeltv

Dieses Video zeigt die ganze Hilflosigkeit der Betreiber, der Verantwortlichen, der Leutchen von General Electric, der Politiker! Da wird ein bisschen in den Mindmaps herumgekritzelt! Soll das alles gewesen sein?

Mittwoch, 25. April 2012

Ende des Gigantismus für Stromgiganten - Schlaraffenland ist abgebrannt - Blog von Kiat Gorina


General Electric - der große Konkurrent zu Siemens - meldete einen erheblichen Rückgang des Umsatzes: Im Vorjahr lag der Umsatz noch bei 41,4 Milliarden US-$ - jetzt nur noch auf 38 Milliarden US-$. 

Und dabei hatten doch die Spekulanten mit ihren Tabellenkalkulatonen mit einem Umsatz von 40,03 Milliarden US-$ gerechnet. Also bricht unter den Spekulanten Panik aus! Beginnt eine Flucht - weg von General Electric - hin zu Siemens? 

Quelle: n-tv Siemens-Gewinn drückt Kurs

Aber bei Siemens sieht es auch nicht mehr rosig aus: n-tv meldet: "Ein Gewinneinbruch und ein nahezu stagnierender Umsatz sind nicht die einzigen Probleme des Dax-Konzerns." Ja, was machen jetzt die Spekulanten? Das Wachstum muss weitergehen! 

Meinen diese Leute. Allein, ein Blick auf die Natur zeigt doch, dass es ein ständiges Wachstum nicht gibt. Sehen wir die Giraffe an: Auch deren Hals wächst nicht in den Himmel! Und so auch diese Wachstumsforderungen in der Wirtschaft! 

Auch wenn Siemens-Chef Löscher verbissen an den von ihm vorgegebenen Wachstumszahlen festhält, er wird sie nicht erreichen! Das kapitalistische System mit seinem Wachstumswahn neigt sich dem Ende entgegen! 

Die auf Wachstumssprünge geilen "Finanzexperten" können ihre Computer abschalten! Wachstumsträume sind vorbei! Totales Umdenken ist angesagt! Das "Ende des Wachstums" ist da! 

Schlaraffenland ist abgebrannt - Welche Zukunft hat der Kapitalismus?Veröffentlicht am 04.04.2012 von Antiinfokrieger02 besucherzähler

Mittwoch, 6. April 2011

Atomarer GAU - Ausrottung der Menschheit - Blog von Kiat Gorina

Die TAZ schrieb am 5. April 2011: "Das Meer ist stärker verseucht als angenommen. Die Reaktoren strahlen so stark, dass sich die Helfer nicht mehr herantrauen. Und die Wetterbehörde hält Daten zurück."