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Mittwoch, 28. August 2013

GLOSSE: Was ist ein "Seehofer"? - Der kürzeste Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen?

Da schrieb Leser Chris in einem Kommentar: "Ich habe gehört, "Seehofer" wird in den Duden aufgenommen und zum Unwort des Jahres erklärt: Ein "Seehofer" ist die kürzeste Strecke zwischen zwei Fettnäpfchen :-))" Was war der Grund? Und Leserin Christiane schreibt in ihrem Kommentar:

Was sich Seehofer in Facebook geleistet hat, ist unerhört! Da macht er sich über seinen Gegenspieler lustig, dessen Frau gerade eine schwierige Schwangerschaft hat! Seehofer hätte wohl nur eine SMS geschickt. So soll Seehofer seiner damaligen Freundin die Trennung mitgeteilt haben... Auch nicht die feine Art!

Quelle: GLOSSE: Die Spitzenkandidaten - ein Vergleich: Steinbrück - Merkel - Seehofer

Worauf beziehen sich die beiden? Auf einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung:

Quelle: Süddeutsche.de "Sie sollten sich schämen": Tags zuvor hatte Seehofer Al-Khatib auf Facebook noch mit Spott belegt: "Ich habe in meinem Stimmkreis noch gar nicht mit dem Wahlkampf begonnen und mein Gegenkandidat hat trotzdem schon aufgegeben. Das soll mir erst mal einer nachmachen." 

Wie finde ich das? Ekelhaft! Primitivstes Niveau! Und Dorothee Bär - Vize-Generalsekretärin der CSU - eiferte ihrem Ministerpräsidenten nach und schrieb in Twitter: Tja. Feige. RT.

Dabei hatte Al-Khatib sehr persönliche Gründe: Seine Frau hat gerade eine sehr problematische Schwangerschaft und ihr Mann wollte seiner Frau beistehen - Wahlkampf hin oder her! Und für diese persönliche Entscheidung musste er sich vom Ministerpräsident und von der Vize-Generalsekretärin verspotten lassen? 

Er schrieb dem Ministerpräsidenten: "Wer sind Sie noch mal, Herr Seehofer? Vorsitzender der Christlich Sozialen Union? Sie sollten sich schämen ..."

Entsetzt bin ich auch über die zustimmenden Nachrichten, die Seehofer erhielt. Aber auch empörte - wie: "da hilft kein Entschuldigen, da hilft nur Abwählen" - Dem kann ich nur zustimmen!

Ich frage mich auch: Wie christlich sind diese Politiker dieser Christlich Sozialen Union wirklich?

Denken wir nur an die derzeitige Sozialministerin Christine Haderthauer! Wie christlich und sozial hat sie sich in der Vergangenheit verhalten? Und damit sind wir bei der Asylpolitik! Al-Khatib war ja Personalleiter an der Universität Regensburg. Bereits im März hat er sich wegen der Risikoschwangerschaft aus der Politik verabschiedet. Aber er kritisierte weiterhin in Facebook die bayerische Staatsregierung, unter anderem: "Die restriktive Asylpolitik der Bayerischen Staatsregierung ist ohne Zweifel menschenverachtend."

Und was passierte? Die Universität Regensburg versetzte ihren Personalleiter kurzfristig ... Nachtigall, ick hör dir trapsen! 

So handhabt diese CSU das Recht auf freie Meinung! Ist diese CSU noch wählbar? Die Antwort liegt auf der Hand!

Quelle: Mittelbayerische Al-Khatib: Die Gerüchteküche brodelt: Die Juso-Hochschulgruppe forderte inzwischen in zwei Mitteilungen Aufklärung. „Dieser Personalfall schadet der Universität sehr“, heißt es darin.

Die Heute Show fand heraus: Seehofer hält sich für den bayerischen Obama:


Veröffentlicht am 05.09.2012 von MisterSirComedian

Übernommen von Over-Blog

Dienstag, 16. Oktober 2012

Prof. Dr. Annette Schavan: "Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt" - Und selbst? - Blog von Kiat Gorina


Erinnern wir uns, da gab es mal einen Verteidigungsminister in dieser Republik. Er hatte an der Universität Bayreuth promoviert, dann stellte sich heraus, dass seine Dissertation Plagiate enthielt. Ihm wurde der Doktortitel entzogen. Der Ex-Verteidigungsminister lebt jetzt im Exil in den USA - und arbeitet ehrenamtlich in einer Denkfabrik.

Diese Republik leistet sich auch eine Bundesforschungsministerin - Frau Prof. Dr. Annette Schavan. Sie sagte vor der Presse: "Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt. Und der Schutz geistigen Eigentums ist ein hohes Gut." Wie wahr, wie wahr. Und Frau Schavan sagte auch öffentlich, sie schäme sich "nicht nur heimlich" wegen des Ex-Verteidigungsministers.

Quellen:

  1. ZEIT ONLINE Scham und Entrüstung
  2. Süddeutsche.de "Ich schäme mich nicht nur heimlich"

Und dann tauchten Plagiatsvorwürfe gegen die Bundesbildungsministerin auf: Hat sie vor dreißig Jahren bei ihrer eigenen Dissertation plagiatiert?


Veröffentlicht am 06.06.2012 von VVRegioTV

Irgendwie geht es in dieser Bundesregierung zu wie im Tollhaus: Da gibt es eine Bundesforschungsministerin, der selbst vorgeworfen wird, bei ihrer eigenen Dissertation geschummelt zu haben. Wann hat es das schon gegeben?


Veröffentlicht am 10.05.2012 von ARD

Und was steht in schavanplag? Da lesen wir unter anderem: "Insgesamt gibt es 92 Seiten im Textteil der Dissertation von S. 11 bis 335, auf denen Übernahmen aus 44 Quellen nicht oder nicht ausreichend kenntlich gemacht werden." Und ferner ist zu lesen:

"Als Muster lässt sich erkennen, dass die Verfasserin oft vorgibt, Primärquellen zu rezipieren, während sie tatsächlich mit leichten Abwandlungen aus der Sekundärliteratur abschreibt. In vielen Fällen werden dabei auch Fehler bei Zitaten oder Literaturangaben mit übernommen bzw. – seltener – korrekte Literaturangaben fehlerhaft übertragen."

Quelle: schavanplag Dokumentation mutmaßlicher Plagiate in der Dissertation von Prof. Dr. Annette Schavan

Die ZEIT schreibt am 16.10.2012: Die Philosophische Fakultät der Universität Düsseldorf leitete daraufhin – auch auf Bitte der Politikerin – eine Prüfung ein. Inzwischen wurde bekannt, dass das entsprechende Gutachten des Vorsitzenden des zuständigen Promotionsausschusses der Universität Düsseldorf "eine leitende Täuschungsabsicht" feststellt. In Schavans Arbeit sei das "charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise" erkennbar.

Und was macht Frau Schavan? Sie besteht auf eine Anhörung. Und sie wird unterstützt: von der Bundeskanzlerin, vom Verteidigungsminister Thomas de Maizière, aber auch von ihrem Doktorvater - Pädagogikprofessor Gerhard Wehle. Er habe Schavan als "ehrlichen Menschen" kennengelernt. "Wie kann man eine Arbeit über das Gewissen schreiben und dabei täuschen?", fragte der 88-Jährige. Im Übrigen dürfte eine Doktorarbeit aus dem Jahr 1980 nicht ausschließlich nach heutigen Maßstäben bewertet werden.

Quelle: ZEIT ONLINE Hinter Schavan bauen sich zwei Fronten auf 

Und was meint ROB VEGAS dazu?


Veröffentlicht am 15.10.2012 von RobVegasSho