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Freitag, 26. Oktober 2012

Die Antikarriere des Hans Michael Strepp - Blog von Kiat Gorina


Wer ist Hans Michael Strepp? Noch nie von ihm gehört? Aber Strepp war bereits beim früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber Pressesprecher der Staatskanzlei. Und vorher hatte Strepp den Beginn einer Karriere hingelegt:

Zunächst studierte Strepp Jura und promovierte. Über das Thema "Irreführung und Verwechslungsgefahr: Einige dogmatische Aspekte des Verhältnisses von Wettbewerbs- und Markenrecht." Dann war er Staatsanwalt und später Richter. Und dann wie gesagt Pressesprecher der Staatskanzlei. 

Am 1. Mai 2006 war Horst Seehofer - der heutige Ministerpräsident - auf der Suche nach einem Pressesprecher in der Landesleitung der CSU.

Quelle: Abendzeitung Kurzporträt: Hans Michael Strepp

Ja, und dann kam der 21. Oktober 2012. Strepp packte die Wut - über das ZDF! Dieses ZDF als öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt ist so frech! Ja, so frech, dass sie über die SPD berichtet! Da platzte Strepp der Kragen! Er ruft direkt beim ZDF an - und beschwert sich!

Worüber? Weswegen? Da wollte das ZDF zur besten Sendezeit um 19 Uhr über Christian Ude berichten, dem Spitzenkandidaten der SPD für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten. 2013 ist Landtagswahl in Bayern.

Das war natürlich ein gefundenes Fressen für die Opposition, vor allem für die SPD. 

Quelle: Süddeutsche.de Ude: "Dermaßen trottelhaft"

Da müssen wir uns schon wundern, was Strepp getrieben hat, welcher Teufel ihn geritten hat? Er - gerade als promovierter Jurist - sollte doch wissen, dass Meinungs- und Pressefreiheit ein Grundrecht der Deutschen ist. Auch für die Opposition der CSU!

Oder glauben diese CSU-Politiker immer noch, dass sie immer und überall das Sagen haben? Es hat schon Fälle gegeben, da hat ein Abgeordneter eine Jungbäuerin geohrfeigt! Das waren dann wohl schlagende Argumente:

Quelle: Eine Milchbäuerin protestiert

Das hätte doch den CSU-Granden zu denken geben müssen, dass immer mehr Widerstand gegen diese CSU wächst?! Und wenn diese CSU nicht einmal vor versuchter Wahlfälschung zurückschreckt? So geschehen in Ohrenbach:

Quelle: Geheime Wahlen - Nicht in Ohrenbach

So etwas spricht sich halt herum! Und verprellt Wählerinnen und Wähler!

Und wenn dann noch mit seltsamen Projekten wie einer Klärschlammaufbereitung innerhalb weniger Jahre über 38 Millionen Euronen Steuergelder verbrannt werden - dieses Geld fehlt dann anderswo!

Quelle: GLOSSE: Mittelfranken wird umbenannt - in Schilda

Oder die Verluste eines Bezirkskrankenhauses, das in nur einem Geschäftsjahr über sieben Millionen Euron Verlust erwirtschaftete. Im Vorjahr gab es noch Gewinne:

Quelle: Chef der Bezirkkliniken gefeuert - Wegen "handwerklicher Fehler" 

Und wer ist bei den Verantwortlichen für solche Fehlleistungen zu finden? CSU-Politiker! Wen wundert es, wenn sich immer mehr mit Abscheu von dieser Partei abwenden?! 

Aber das ist noch lange kein Grund, gleich die Pressefreiheit zu verbieten und einem öffentlich-rechtlichen Sender vorschreiben zu wollen, was er senden und nicht senden darf! Oder soll wieder ein Schwarzer Kanal eingeführt werden? Es hat ja mal früher eine DDR gegeben, da gab es so etwas bereits!

Und immer mehr stöhnt die bayerische Bevölkerung über die Arroganz vieler Beamter - vor allem in den Landratsämtern und den Bezirksregierungen! Geradem Bezirksregierungen?! Wer braucht die eigentlich? Selbst Seehofer hat einmal angedeutet, dass deren Tage gezählt sind:

Quelle: Aus für Bezirksregierungen in Bayern?

Aber es gibt die Bezirksregierungen immer noch! Und Breitbandanschlüsse für ganz Bayern gibt es immer noch nicht! Und wird es auch nicht geben. Für ein Thema wie Breitbandanschlüsse müsse Fachleute her, keine Verwaltungsjuristen!

Die Nervosität, die die CSU angesichts solcher Fehlleistungen an den Tag legt, ist nachvollziehbar und begründet. Nur schadet sich die CSU damit selbst - zum Vorteil der anderen! Aber das scheint ja das neue Motto dieser CSU zu sein - wie der Fall Josefa Schmid zeigte:

Quelle: CSU "bestraft" Josefa Schmid - Nein, CSU bestraft sich selbst


Veröffentlicht am 25.10.2012 von TomstahMusic


Veröffentlicht am 25.10.2012 von Hetzenjagd
besucherzhler

Freitag, 13. April 2012

GLOSSE:Mittelfranken wird umbenannt - In Schilda - Blog von Kiat Gorina


Erinnern wie uns: Dinkelsbühl, März 2008. Die Klärschlammverwertungsanlage geht in Betrieb. Das soll sozusagen ein Perpetuum Mobile der Klärschlammbeseitigung werden: Klärschlamm wird von mit Biomasse erzeugter Wärme getrocknet und mit dem getrockneten Klärschlamm wird eine Biomasseanlage beheizt, die die Wärme zur Trocknung des Klärschlamms liefert etc.
Nun haben alle bisher bekannten Perpetuum Mobile einen schweren Nachteil: Sie laufen nicht alleine und auch nicht immer, da muss nicht nur Energie zugeführt werden - im Falle dieser anfangs hochgelobten Gesellschaft auch Millionen von Euronen. Aber das hat Politiker trotzdem anfangs veranlasst, dieses Projekt über den grünen Klee zu loben. Wie der damals amtierende Umweltminister Sigmar Gabriel von sich gab:
"Hier ist eine Kombination geschehen aus einer Biomasseanlage, einer Klärschlammtrocknung und -verwertung. Das ist einmalig in Europa. Das gibt es nicht nochmal."
Ja, das ist wirklich einmalig, denn vor ein paar Tagen musste diese Gesellschaft Insolvenz anmelden. Soviel zum Weitblick des damaligen Umweltministers.
Aber auch der immer noch amtierende Oberbürgermeister von Dinkelsbühl, sagte 2008 in seiner Eröffnungsrede: "Beim Klärschlamm werden wir das gleiche erleben, wie beim Gas. Wenn wir abhängig sind von wenigen Betrieben, dann werden die uns irgendwann einmal die Preise diktieren. Das wollten wir nicht, wir haben gesagt, wir nehmen die Sache selber in die Hand. Wir haben die eigene Anlage jetzt, das heißt: Wir diktieren unsere Preise zur Klärschlammverwertung in Zukunft selber und zweitens produzieren wir Strom. Das Ding rechnet sich wirtschaftlich."
Ja, wo ist die Wirtschaftlichkeit geblieben? Hier zeigt sich wieder einmal, woran unsere Behörden und Verwaltungen kranken. An den fehlenden Fachleuten. Überall, wohin die Bürgerinnen und Bürger in den Verwaltungen und Behörden auch schauen, sie sehen Juristen, aber keine technisch ausgebildete Fachleute. Und die wurden auch nicht gefragt. Denn Fachleute hätten von Anfang auf die Mängel des Konzeptes hingewiesen. 
Diese Anlage konnte nie mit Gewinn - nicht einmal mit einer schwarzen Null betrieben werden!
Jetzt ist der Jammer groß: 27 Kommunen haben viele Millionen gebürgt, die betroffenen Gemeinden dürfen diese Millionen in den sprichwörtlichen Schornstein schreiben! Dieses Geld ist das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Und dieses Geld wird fehlen, wenn es um andere kommunale Projekte geht. Die werden dann zwangsweise zurückgestellt werden.
Und was passiert mit den Verantwortlichen? Wahrscheinlich nichts! Sie zucken mit den Schultern und stellen sich bei den nächsten Wahlen wieder zur Wahl! Sie vertrauen auf das Kurzzeitgedächtnis der Wählerinnen und Wähler, die dann die Pleite dieser Gesellschaft bis zu den nächsten Wahlen vergessen haben. 
Da hoffe ich sehr, dass die Verantwortlichen sich täuschen und bei den nächsten Wahlen ihre Quittung erhalten - einen Fußtritt in den Orkus der Vergessenen!
Quelle: BR Studio Franken Millionenprojekt rutscht in Insolvenz
Hochgeladen von DonauTV am 17.06.2011
Hochgeladen von Reinhalteverband am 14.09.2011


Hochgeladen von Reinhalteverband am 14.09.2011