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Donnerstag, 5. September 2013

Peggy - Polizeiliche Vorurteile und ihre Folgen

Das Verschwinden der damals neunjährigen Peggy Knobloch bewegte viele Menschen. Und schnell wurde ein Verdächtiger ausgemacht, so lange verhört, bis er ein Geständnis ablegte, er widerrief dann später sein Geständnis. Macht nichts, er wurde verdächtigt und wurde verteilt - wegen eines Mordes, den er nicht begangen hatte. Er ist ja geistig behindert, da muss nicht weiter groß ermittelt werden.

So als ob es keine anderen Verdächtigen gäbe?! Da gab es einen Freund der Familie - nennen wir ihn Holger E. Jetzt wurde er verurteilt - zu sechs Jahren Gefängnis, weil er in diesem Jahr seine dreijährige Tochter sexuell missbraucht hatte. Er ist für die Ermittlungsbehörden kein Unbekannter. Bereits zwei Jahre nach dem Verschwinden von Peggy wurde er verdächtigt: Er gab der Polizei ein falsches Alibi an. Ermittelte die Polizei weiter? Nö, sie hatte ja den geistig behinderten "Täter".

Auch als sie bei Holger E. Fotos von Peggy fanden, wurde niemand von der Ermittlern stutzig. Und wenn heute Journalisten die Staatsanwälte in Bayreuth fragen, dann haben die eine Aussrede: Sie seien erst seit 2012 für den Fall Peggy zuständig. Und wer war vorher zuständig? Staatsanwälte in Hof. Wer diese zu Peggy fragt, erfährt nichts. Die Hofer Staatsanwälte winken auch ab, sie seinen nicht mehr zuständig!

Geht es noch? Da geht es um einen unschuldig wegen Mord verurteilten Menschen, der zudem geistig behindert ist, sich also nicht wehren kann! Gerade solche Menschen sind auf die Hilfe ihre Umwelt angewiesen! Gerade bei solchen Menschen müssen die Staatsanwälte nach allen Seiten ermitteln. Aber nein, da gab es wohl eine Vorverurteilung: Das war der Blöde! Und andere Ermittlungen wurden unterlassen!

Mir scheint es, dass gerade die bayerische Justiz sehr von Vorurteilen befallen ist. Denken wir an Gustl Mollath: Da galt der Angeklagte Mollath von Anfang an als "Spinner", der eine Räuberpistole erzählt wegen Schwarzgeld und so. Ein Richter Brixner empört sich sogar vor dem Untersuchungsausschuss: "Ich lese doch keine hundert Seiten!", als er gefragt wurde, wieso er die Schriftsätze des Gustl Mollath nicht gelesen habe, in denen sich Mollath verteidigte.

Wie wir heute wissen, hatte Mollath keine Chance. Er wurde über sieben Jahre in die Forensik gesteckt! Und hätte er keine Freunde gehabt, die für ihn kämpften, säße er noch immer in der Forensik - als Unschuldiger!

Und so ging und geht es den armen Ulvi: Zwölf Jahre seines Lebens sitzt er in der Psychiatrie in Bayreuth! Gäbe es keine Bürgerinitiative, Journalisten und Verteidiger, die seine Verurteilung anzweifeln, säße er in Bayreuth wohl bis zum Sankt Nimmerleinstag!

Wieviele solche Fälle von unschuldig Verurteilten gibt es noch? Wieviele gibt es, die unschuldig verurteilt wurden, aber kein Mensch kümmert sich um sie? Wie sieht es mit dem bayerischen Gerichtswesen aus? Was läuft hier falsch?

Können unbescholtene Bürgerinnen und Bürger noch Vertrauen zu einer solchen Justiz haben? Nein, einer solcher Justiz kann niemand mehr vertrauen! Immer mehr Bürgerinnen und Bürger haben regelrecht Angst vor einer solchen Justiz!

Und nur ganz wenige Politiker stellen Fragen: Woran liegt das? Was läuft da falsch?

Die Mehrzahl der verantwortlichen Politiker interessiert sich nicht dafür! Sie interessieren sich nur für die Höhe ihrer Diäten, für die Möglichkeit von Beraterverträgen, für Lobbyarbeit etc. Im Gegenteil, an einer gerecht arbeitenden Justiz sind sie nicht interessiert ...


Veröffentlicht am 03.09.2013 von TVBayernTV

Hinzu kommt noch der über 56 Jahre gewachsene Filz einer CSU-Herrschaft! Wollen wir sie weiter dulden? Am 15. September haben können wir diese Alleinherrschaft beenden!

Übernommen von Over-Blog

Samstag, 24. August 2013

Kerners Kombo - Der Gostenhofer Blues wurde Wirklichkeit - Sexueller Missbrauch in Kirche

Da gab es mal Kerners Kombo, eine legendäre Band. Eines meiner Lieblingsstücke ist der "Gostenhofer Blues". Da sang Maximilian Kerner u. a.: "... Sakristei, aus der Sakristei da hört mans manchmal stöhne, mitm Ministranten spielt er bisslä der Kaplan, Gott sei Dank woar der Kaplan a Italiener, sonst ..." Diese Worte waren direkt prophetisch. Jüngst brachte der Bayerische Rundfunk eine Meldung:

Quelle: BR Missbrauchsverdacht - Pfarrer aus Mittelfranken in Untersuchungshaft: Pfarrer von Heideck in Untersuchungshaft: Der heute 48-Jährige soll sich zwischen 1998 und 2001 mehrmals an einem Jungen vergangen haben, der zum Tatzeitpunkt noch keine 14 Jahre alt war. Dies soll sich in seiner damaligen Pfarrei in der Oberpfalz zugetragen haben. Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks handelt es sich dabei offenbar um ein Dorf in der Gemeinde Sengenthal im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Und der BR kann es sich nicht verkneifen: "Offenbar stammt der Mann ursprünglich aus Schwaben." Ja, Gott sei Dank, die Welt der Franken ist gerettet - der verdächtige Täter ist kein Franke, sondern ein Schwabe. In welch einer Welt leben wir denn? Da missbraucht ein katholischer Pfarrer einen ihm anvertrauten Schützling - in einem kleinen Dorf mit nur 300 Einwohnern. 

Wenn ich mir so die Meldungen der Presse ansehe, kein Journalist verliert Worte über das damalige Opfer. Was geht in einem nicht mal Vierzehnjährigen vor, wenn eine quasi "Amtsperson" ihn befummelt oder Schlimmeres mit ihm anstellt? Wem kann sich das Kind - er war damals noch ein Kind! - denn anvertrauen? Vermutlich niemand! Hätte er darüber geredet, er hätte ganz sicher Prügel angeboten bekommen: 
"Waos? Der Herr Pfarrer?! Du spinnst! Ich geb dir gleich a Drumm Schelln!" 
Zu der damaligen Zeit war der Pfarrer in einem kleinen Dorf respektiert, ja, er bekam von der Hausschlachtung stets das beste Stück Fleisch - das war so Brauch! Schließlich muss die Pfarrersköchin ihren Herrn Pfarrer gut bekochen können.

Und wieder hat sich ein altes Sprichwort bewährt: 
Gottes Mühlen mahlen langsam aber trefflich fein!
Ich weiß nicht, wieso erst jetzt das schlimme Verbrechen dieses Pfarrers ruchbar wurde, aber wichtig ist, dass es aufgedeckt wurde! Und wie reagiert die amtliche Kirche?

Sie sagt nichts. Ausrede: Das liegt alles bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg! Macht es sich diese Kirche nicht zu einfach? Ganz gewiss. Und der Beschuldigte? Er schweigt. Das ist sein Recht. Er  kann nicht zu einer Aussage gezwungen werden. Wie fühlt sich dieser Beschuldigte? Denkt er daran, was er seinem Schützling angetan hat?

Vielleicht erleuchtet ihm der GOTT, an den er angeblich glaubt, doch dahingehend, dass er gesteht und seinem Opfer von damals eine Aussage vor Gericht erspart! Das ist ja wohl das Mindeste.

So, hört euch den prophetischen Gostenhofer Blues an, ab  2:40 kommt die bewusste Stelle.


Hochgeladen am 20.10.2011 von TheFrankenfan

Sexualität war ja schon immer ein Problem - nicht nur - in der katholischen Kirche. Da gab es mal eine Gruppe DIe Biermösl Blosn - zu Zeiten des Franz-Josef-Strauß durfte diese Gruppe nicht vom Bayerischen Rundfunk gesendet werden:

Für die Nichtbayern eine kurze Zusammenfassung: Da geht es um die Probleme eines jungen Mannes, der sich in ein Dirndl (=eine junge Frau) verliebt hatte. Aber ihn quälen Gewissensbisse und er fragt seinen Pfarrer "Darf ich das Dirndl lieben?", der antwortet (ab 0:40): "Nein, nein, ... vertraut ... und verliebt seine Köchin anschaut!" Dann geht er zum Bischof. Dessen Antwort: "Nein, nein, das wäre eine Schand! Und schaut auf seinen Lieblingsministrant!" Der junge Mann geht zum Papst, er antwortet: "Nein, nein! ... Diabolus in Rom trägt jetzt Kondom!"

Also wendet sich der junge Mann direkt an seinen Herrgott und fragt, ob er sein Dirndl lieben darf. Antwort: "Ja, freilich! Wozu habe ich denn Bubn und Dirndl gmacht!!" Und der Hergott lacht und fügt hinzu: "Lass di dort unten recht scheinheilig reden, aus deren Kirche bin ich längst ausgetreten!":


Hochgeladen am 02.06.2011 von racistslayer