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Freitag, 23. Mai 2014

In Memoriam: 23. Mai 2012 - Mord an Lipizzaner Tiger - Aus Fremdenhass ...

Heute ist es genau zwei Jahre her, dass Lipizzaner Tiger umgebracht wurde. Diese Gegend ist ja bekannt für Fremdenhass. Aber dass dies auch für Huftiere gilt, lässt tief blicken. 

Was hatte mein silberweißer Kamerad mit den treuen  Kinderaugen den Menschen getan, dass er sich so quälen musste? Vielleicht war es seine grenzenlose Gutmütigkeit? 

So wie bei der Familie, die uns mit ihrer autistischen kleinen Tochter besucht hatte. Die Kleine war wild, temperamentvoll - und laut! Temperament hatte Tiger selbst genug. Manchmal hatte ich das Gefühl, auf einem Vulkan zu reiten. 


Das kleine Mädchen  schlüpfte in seine Box, tobte vergnügt schreiend um seine Beine, schaukelte an seinem Schweif hin und her - Tiger stand wie festgewachsen. 

Dann untersuchte die Kleine genau sein Gesicht. Tiger senkte den Kopf, damit sie ihn überall anfassen konnte. Seine Ohren - ihre Ohren. Seine Nüstern - ihr kleines Näschen. Seine Augen usw. 

Tiger pustete sie nur sanft an und fuhr mit seinen weichen Lippen über ihr Gesicht. So sanft, dass nicht einmal die Brille der Kleinen verrutschte. Dann klappte sie sein Maul auf und steckte ihr dünnes Ärmchen bis zum Ellenbogen hinein. Die Mutter starb fast den Heldentod, während ihre Kleine diese unbekannte “Höhle” genau erforschte. 

Und Tiger? Er stand mit weit aufgesperrtem Maul und ließ sich alles gutmütig gefallen. 

Freundlich zu Fremden, die dazu auch noch behindert sind! Das geht zu weit! So etwas gehört sich nicht! 

Oder war es Tigers ganzes Wesen, das eher an einen “Reithund” erinnerte? 

Wenn ich ihn rief, kam er  immer freudig angaloppiert. Oder wenn ich spät Abends nochmal nach den beiden Huftieren schaute: Es dauerte immer ,bis ich das Vorhängeschloss an der Tür aufgefummelt hatte - in dieser Gegend ist es ratsam, alles abzusperren, auch das Plumpsklo!


Tiger und Miriam, später Marian. freuten sich schon auf ihr Leckerli. Dabei lief Tiger immer ein langer Spuckefaden aus dem Mund, so wie bei einem Hund. 

Tiger war mein guter verlässlicher Kamerad, freudig, freundlich, gutmütig und interessiert. Musste er deshalb sterben? Weil manche Menschen dazu neigen, was ihnen fremd ist zu zerstören? 

Tiger hat bis jetzt noch keinen Nachfolger - die Prophezeiung tritt immer schneller ein. 

Wenn die Zeit gekommen ist, wird wieder ein kleines Tigerchen  da sein. 

Tiger, wir werden dich nicht vergessen!


Hochgeladen am 19.04.2010 von Milchgans

Übernommen von OverBlog

Donnerstag, 5. September 2013

Peggy - Polizeiliche Vorurteile und ihre Folgen

Das Verschwinden der damals neunjährigen Peggy Knobloch bewegte viele Menschen. Und schnell wurde ein Verdächtiger ausgemacht, so lange verhört, bis er ein Geständnis ablegte, er widerrief dann später sein Geständnis. Macht nichts, er wurde verdächtigt und wurde verteilt - wegen eines Mordes, den er nicht begangen hatte. Er ist ja geistig behindert, da muss nicht weiter groß ermittelt werden.

So als ob es keine anderen Verdächtigen gäbe?! Da gab es einen Freund der Familie - nennen wir ihn Holger E. Jetzt wurde er verurteilt - zu sechs Jahren Gefängnis, weil er in diesem Jahr seine dreijährige Tochter sexuell missbraucht hatte. Er ist für die Ermittlungsbehörden kein Unbekannter. Bereits zwei Jahre nach dem Verschwinden von Peggy wurde er verdächtigt: Er gab der Polizei ein falsches Alibi an. Ermittelte die Polizei weiter? Nö, sie hatte ja den geistig behinderten "Täter".

Auch als sie bei Holger E. Fotos von Peggy fanden, wurde niemand von der Ermittlern stutzig. Und wenn heute Journalisten die Staatsanwälte in Bayreuth fragen, dann haben die eine Aussrede: Sie seien erst seit 2012 für den Fall Peggy zuständig. Und wer war vorher zuständig? Staatsanwälte in Hof. Wer diese zu Peggy fragt, erfährt nichts. Die Hofer Staatsanwälte winken auch ab, sie seinen nicht mehr zuständig!

Geht es noch? Da geht es um einen unschuldig wegen Mord verurteilten Menschen, der zudem geistig behindert ist, sich also nicht wehren kann! Gerade solche Menschen sind auf die Hilfe ihre Umwelt angewiesen! Gerade bei solchen Menschen müssen die Staatsanwälte nach allen Seiten ermitteln. Aber nein, da gab es wohl eine Vorverurteilung: Das war der Blöde! Und andere Ermittlungen wurden unterlassen!

Mir scheint es, dass gerade die bayerische Justiz sehr von Vorurteilen befallen ist. Denken wir an Gustl Mollath: Da galt der Angeklagte Mollath von Anfang an als "Spinner", der eine Räuberpistole erzählt wegen Schwarzgeld und so. Ein Richter Brixner empört sich sogar vor dem Untersuchungsausschuss: "Ich lese doch keine hundert Seiten!", als er gefragt wurde, wieso er die Schriftsätze des Gustl Mollath nicht gelesen habe, in denen sich Mollath verteidigte.

Wie wir heute wissen, hatte Mollath keine Chance. Er wurde über sieben Jahre in die Forensik gesteckt! Und hätte er keine Freunde gehabt, die für ihn kämpften, säße er noch immer in der Forensik - als Unschuldiger!

Und so ging und geht es den armen Ulvi: Zwölf Jahre seines Lebens sitzt er in der Psychiatrie in Bayreuth! Gäbe es keine Bürgerinitiative, Journalisten und Verteidiger, die seine Verurteilung anzweifeln, säße er in Bayreuth wohl bis zum Sankt Nimmerleinstag!

Wieviele solche Fälle von unschuldig Verurteilten gibt es noch? Wieviele gibt es, die unschuldig verurteilt wurden, aber kein Mensch kümmert sich um sie? Wie sieht es mit dem bayerischen Gerichtswesen aus? Was läuft hier falsch?

Können unbescholtene Bürgerinnen und Bürger noch Vertrauen zu einer solchen Justiz haben? Nein, einer solcher Justiz kann niemand mehr vertrauen! Immer mehr Bürgerinnen und Bürger haben regelrecht Angst vor einer solchen Justiz!

Und nur ganz wenige Politiker stellen Fragen: Woran liegt das? Was läuft da falsch?

Die Mehrzahl der verantwortlichen Politiker interessiert sich nicht dafür! Sie interessieren sich nur für die Höhe ihrer Diäten, für die Möglichkeit von Beraterverträgen, für Lobbyarbeit etc. Im Gegenteil, an einer gerecht arbeitenden Justiz sind sie nicht interessiert ...


Veröffentlicht am 03.09.2013 von TVBayernTV

Hinzu kommt noch der über 56 Jahre gewachsene Filz einer CSU-Herrschaft! Wollen wir sie weiter dulden? Am 15. September haben können wir diese Alleinherrschaft beenden!

Übernommen von Over-Blog

Samstag, 3. August 2013

Lebenshilfe, Rüstung, Militär und Krieg

Da gibt es in Deutschland die Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V., das ist ein gemeinnütziger Verein. An sich sollte er eine Selbsthilfevereinigung für Menschen mit "geistiger Behinderung" sein. Immer mehr Menschen haben etwas gegen das Wörtchen "geistig" - sie empfinden das als diskriminierend! Und sie haben recht!

In Österreich verzichtet die Lebenshilfe gänzlich auf das Wörtchen "geistig" - es geht nur um behinderte Menschen. Da wird immer wieder die Harmoniserung innerhalb Europas beschworen, wenn es jedoch um die Lebenshilfe geht, dann ist es schlecht bestellt mit der Harmonisierung.

Und es gibt Werkstätten, in denen Behinderte Arbeiten verrichten können. Normalerweise denken wir da an Bürsten, Papierkörbe usw. Auch an Produkte für einen militärischen Zweck? Quatsch! Welche Lebenshilfewerkstatt wird schon Rüstungsgüter herstellen? Doch das kommt vor - in Cuxhaven. Das berichtete jüngst die Süddeutsche Zeitung:

Quelle: Süddeutsche.de Behindertenwerkstatt produziert Bauteile fürs Militär: Sie dachten sie würden Leuchtkörper für Signalfeuer herstellen - stattdessen produzieren 400 Mitarbeiter einer Behindertenwerkstatt für das Militär. Die Betreiber wollen davon nichts gewusst haben.

Das ist natürlich eine oberfaule Ausrede! Der Auftraggeber für die Lebenshilfe war die Firma Chemring Defence - Also wer da bei einem solchen Firmennamen nicht gleich an Rüstung denkt, ist wohl mit dem Klammerbeutel gepudert! Sogar Wikipedia weiß:

Quelle: Wikipedia Chemring Group: Die Chemring Group (CHG) ist ein börsennotierter britischer Produzent von militärischer Abwehrtechnik für den See-, Land- und Luftkampf. Das Hauptquartier ist in Fareham, UK. Die Firma wurde 1905 gegründet und verfügt über die Niederlassungen in Deutschland (Chemring Defence Germany GmbH, Bremerhaven) und Spanien. Die Firma stellt u.a. Leuchtspurmunition für viele Armeen der Welt her.

Das ist doch eine verlogene Gesellschaft! Spätestens ein Blick in Wikipedia hätte gezeigt, was für eine Firma das ist! Und es ist mehr als makaber:

Da kümmert sich diese Lebenshilfe um das Leben vn Behinderten, missbraucht die Behinderten zum Zusammenbauen von Rüstungsgütern, mit denen dann Leben zerstört wird! Wenn das nicht pharisäerhaft ist!

Und spätestens ein Blick in die offizielle Webseite hätte gezeigt, dass es sich um eine Rüstungsfirma handelt.


Veröffentlicht am 19.07.2013 von butenunbinnen
Übernommen von Over-Blog

Mittwoch, 28. November 2012

Liegt Titisee-Neustadt in Bangladesh? - Blog von Kiat Gorina


So eine blöde Frage! Titisee liegt in Baden-Württemberg! Da gab es einen Großen Band - vierzehn Menschen sind verbrannt! In einem Heim für Behinderte. Das hat nichts mit Bangladesh zu tun!

Wirklich? Auch in einer Textilfabrik in Bangladesh brannte es - über einhundert Tote! Da gab es keine Notausgänge! Oder die waren zugesperrt!


Veröffentlicht am 28.11.2012 von afpde

Da hören wir es wieder: Keine richtigen Sicherheitsvorkehrungen! In Bangladesh! Das kann nicht mit deutschen Verhältnissen verglichen werden! Wirklich nicht?

Wieso hat es dann in Titisee-Neustadt gebrannt? Was war die Brandursache? Ein Gasofen soll in die Luft geflogen sein. Wieso wurde ein Gasofen eingesetzt? Gab es da keine funktionierende Heizung? 

Immerhin soll das Gebäude erst vor sechs Jahren saniert worden sein, da müsste es doch eine funktionierende Heizung geben. Und der Raum war mit brennbarem Material gefüllt. Die Behinderten verpackten Holzgegenstände. Da gab es Kartonagen und Papier und Holzteile und brennbare Chemikalien. Alles leicht entzündlich!

Und da sollte ein Gasofen im Einsatz gewesen sein? Kaum zu glauben!

Quellen:
  1. stuttgarter-zeitung.de Kampf gegen den tödlichen Rauch
  2. Der Tagesspiegel Proteste nach Brand in Bangladesch
Alle Verantwortlichen behaupten: "Die Sicherheitsvorschriften wurden eingehalten!" Da frage ich mich: Wieso war ein Gasofen im Einsatz? Angeschlossen an einer Gasflasche? Immerhin wird zugegeben, dass eine Verpuffung stattfand! Also muss Gas entwichen sein.

Kann es sein, dass einige Sicherheitsvorscriften doch nicht beachtetet wurden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Räumen mit brennbaren Materialien ein solcher Gasofen mit angeschlossener Gasflasche zum Heizen verwendet werden darf!

Das widerspricht doch jedem gesunden Menschverstand! 

Nur - was hat Menschenverstand mit Sicherheitsbestimmungen zu tun. 

In Bangladesh waren die Opfer arme Menschen, die wie Sklaven nähen mussten. Auch  für deutsche Abnehmer. Und in Titisee-Neustadt waren es behinderte Menschen, die auch arbeiten mussten. Und dafür auch nicht besonders gut "bezahlt" wurden - es sind ja Behinderte!

Kann es sein, dass um zu sparen, ein solcher gefährlicher Gasofen hingestellt wurde! Es sind ja "nur" Behinderte!

Quelle: WAZ Ermittler untersuchen Grund für Brandkatastrophe in Titisee-Neustadt


Veröffentlicht am 27.11.2012 von badischezeitung

Die Frage bleibt: Was hat ein solcher Gasofen in einem Werkstattraum für Behinderte zu suchen?

Und wenn ich sehen muss, dass es für Behinderte im Rollstuhl im Notfall nur einen Rettungsweg über eine Treppe gab - dann zweifle ich an der Sicherheit!


Veröffentlicht am 27.11.2012 von nfgAKTUELL5

Wahrscheinlich könnten alle Opfer noch leben, wäre kein Gasofen eingesetzt worden und hätten die Behinderten im Rollstuhl ebenerdig ins Freie fahren können!

Diese Katastrophe sollte Anlass sein, andere Behindertenstätten genauestens zu untersuchen und die Sicherheitsvorschriften neu zu überdenken!

Übernommen von Over-Blog

Freitag, 19. Oktober 2012

Kurt Beck: Rücktritt und Maul halten - Blog von Kiat Gorina


Im August veröffentlichte ich einen Artikel, da ging es auch über den Ministerpräsidenten Kurt Beck und die Insolvenz der Nürburgring GmbH. Damals schrieb ich unter anderem:

"Oder es geht um ein anderes megalomanisches Projekt am und um den Nürburgring. Die extra dafür gegründete GmbH musste im Juli Konkurs anmelden - der Finanzminister von Rheinland-Pfalz musste zurücktreten und erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen Veruntreuung von Steuergeldern - bestimmt kein Kavaliersdelikt.

"Sogar Ministerpräsident Kurt Beck musste sich bei seinen Bürgern entschuldigen - aber zum Rücktritt war er doch nicht bereit! Da sollte für über 330 Millionen Euronen etwas hingeklotzt werden - geblieben sind nur haushohe Schulden."

Quelle: Politiker in der Provinz handeln provinziell und verbrennen Steuergelder

Jetzt hat Kurt Beck seinen Rücktritt angekündigt - nicht wegen der Probleme mit dem Nürburgring, sondern aus gesundheitlichen Gründen. Er sprach öffentlich von "Problemen mit der Bauchspeicheldrüse" - das ist schlimm und lässt Schlimmes befürchten.

Seine Nachfolgerin soll die derzeitige Sozialministerin Malu Dreyer - ebenfalls von der SPD - werden. Frau Dreyer ist seit zwanzig Jahren an multipler Sklerose erkrankt und meist auf einen Rollstuhl angewiesen. Ich begrüße es, dass jemand, der körperlich behindert ist, das Amt einer Ministerpräsidentin ausüben wird!

Wieso? Weil es in dieser Republik immer noch Landkreise gibt, da wird körperlich behindert mit geistig behindert gleichgesetzt! Ihr glaubt das nicht? Doch - im Landkreis Ansbach war das zu meiner Zeit an der Tagesordnung.

Wegen meines Diabetes habe ich einen Schwerbehindertenausweis! Dann wurde ich arbeitslos. Vom damaligen Arbeitsamt wurde ich in eine Reha-Maßnahme gesteckt: zu geistig Behinderten! Da sollte ich dann das Telefonieren lernen - mit einem Kindertelefon - rot, mit weißen Hörer!

Da habe ich gestreikt! Das Arbeitsamt drohte, die Zahlungen einzustellen. Ich musste mir einen Anwalt nehmen. Unglaublich, aber wahr! Dann kam der Leiter der Reha-Einrichtung auf die Idee, ich sei medikamentenabhängig und bräuchte gar kein Insulin.

Er wollte mich daran allen Ernstes daran hindern, Insulin zu spritzen! Also wieder Anwalt eingeschaltet! Und parallel eine Eilpetition an den Bayerischen Landtag und an den Bundestag. Das half - und dieser mörderische Unsinn wurde beendet!

Einige Ansbacher Behördenmitarbeiter haben mir das bis heute nicht verziehen! Aber es ging um mein persönliches Leben! Deshalb begrüße ich es sehr, dass die künftige Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz eine Frau ist, die wegen ihrer Krankheit nicht so mobil ist wie andere Menschen, aber deshalb bestimmt nicht geistig behindert!

Also, ihr Ansbacher Deppen, die ihr mich damals am Spritzen von Insulin hindern wolltet, nehmt das mal endlich zur Kenntnis!

Doch zurück zu Kurt Beck: Trotz Erkrankung hat Kurt Beck seinen Humor nicht verloren: Seine Aufforderung an einen Zuschauer "Könn' Sie mals's Maul halten?" wurde von einer Band aufgegriffen. Beck war nicht beleidigt, sondern lud diese Band ein.

Quelle: DIE WELT Band spielt "Maul halten"-Song für Kurt Beck


Könn' Sie mal's Maul halten? WIR SIND SPITZE
Veröffentlicht am 16.10.2012 von skasyvon

Quelle: Bild.de Deutschlands tapferste Politikerin

Video mit der Erklärung des Rücktritts

Ich wünsche Kurt Beck viel Kraft und Energie, mit seiner Erkrankung umzugehen! Und Frau Dreyer wünsche ich viel Erfolg als neue Ministerpräsidentin!

besucherzhler

Sonntag, 8. April 2012

Die Hyänen der Etablierten wollen die Piraten zerfleischen - Blog von Kiat Gorina


Kaum veröffentlichen die Jungen Piraten einen Offenen Brief an die Piratenpartei, schon sehen die Etablierten eine Gelegenheit, über die Piraten öffentlich herzufallen und die Piraten zu zerfleischen.
Gewiss, die Piratenpartei hat wegen ihres rasanten Aufstieges ein Problem: viele Interessierte stoßen zu ihnen, die früher mit anderen Parteien sympathisierten oder gar Mitglied waren.
Vor allem von der FDP sind viele Mitglieder und Sympathisanten enttäuscht. Natürlich in erster Linie über den Niedergang der FDP - wer da junges Mitglied ist, hat kaum eine Chance auf einen politischen Posten.
In der Vergangenheit galt die FDP als günstige Startposition für Schnellstarter. Diese Ära dürfte zu Ende sein. Also versuchen karrieregeile Menschen ihr Heil bei anderen Parteien - auch bei den Piraten.
Bisher wirkte der "Selbstreinigungseffekt" innerhalb der Piratenpartei. Jetzt allerdings ist der Andrang derart groß, dass sich Menschen melden, die etwas "schillernd" sind.
Und was für die meisten Menschen in dieser Republik neu und deshalb überraschend ist, ist die Art und Weise, wie solche "Differenzen" öffentlich und transparent ausgetragen und darüber diskutiert wird.
Die Piraten sind ja auch ein Spiegelbild dieser Gesellschaft. Und wenn die Jungen Piraten anprangern, dass "eine Frau als „zu hübsch“ galt, um ernstgenommen zu wer­den" - dann ist dies nicht nur ein Problem der Piratenpartei, sondern dieser immer noch patriarchalisch geprägten Republik.
Genau diese Tatsache ist einer der Gründe, dass sich im derzeitigen Politikbetrieb Frauen oft nicht wohl fühlen: sie werden einfach nicht ernst genommen. Wie war es denn am Anfang mit Frau Marina Weisband?
Da interessierten sich die allermeisten Reporter für ihr Aussehen, ihr Studium etc. Aber dass Marina Weisband die Piratenpartei repräsentiert, das einzusehen und zu akzeptieren, das dauerte.
Somit haben nicht nur die Piraten dieses Problem, sondern die allermeisten Parteien und Organisationen. Diesen Offenen Brief der Jungen Piraten sollten auch die Funktionäre anderer Parteien lesen, bevor sie Jounalisten auf die Piraten hetzen. Wieder einmal stellt sich heraus, dass das Sprichwort "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!" immer noch gilt.
Und solche Stammtischparolen wie "sollte mal richtig hart durchgefickt werden, viel­leicht entspannt sie sich dann ja mal" finden wir überall in dieser von Männern dominierten Gesellschaft. Das soll keine Entschuldigung für eine solche Entgleisung sein, zeigt jedoch, dass noch gar mancher Mann - auch bei den Piraten - an sich arbeiten muss, was sein Frauenbild angeht. 
Ich persönlich kenne solche Macho-Sprüche schon seit langem, seit ich in Deutschland ankam: mein deutscher Halbbruder hatte ja auch solche Sprüche drauf wie "Frauen müssen unten liegen und das Maul halten!" Ich zeigte ihm seinerzeit den Vogel und als er mich verprügeln wollte, zeigte ihm meine Hündin - eine Mischung von Wolf und Schäferhund, 50 kg schwer - ihre Zähne ;-)
Ich empfehle jetzt nicht, dass jede Frau einen sie verteidigenden Hund braucht - aber gewisse Abwehrtechniken können schon nützlich sein. So kenne ich eine junge Frau, die sich beklagte, dass es in ihrer Clique junge Männer gibt, die sich von hinten anschleichen und die Frau umklammern. Ich riet ihr zu einem Selbstverteidigungskurs. Was sie auch machte.
Als dann ihre Clique wieder einmal zusammensaß und einer der jungen Tölpel sie von hinten umklammern wollte, beugte sie sich reflexartig nach vorn und warf diesen Jungen auf den Tisch. "Das ist gemein!" riefen empörte Jünglinge - aber seitdem hat diese Frau ihre Ruhe.
Was ich damit sagen will, ist: Wir Frauen müssen uns in dieser Männerwelt wehren - nicht nur empören und anklagen! Gewiss, es gibt viele einsichtige und lernbereite Männer, aber es gibt auch Exemplare, die auf ihren autoritären Mannritualen beharren.
Und was Ableismus angeht, diese Erfahrung musste ich mein ganzes Leben lang machen: Die allermeisten Mongolen sahen mich als Dschinn an, weil ich nicht wie sie ausschaute. Und hier im Westen halten mich viele für doof, weil ich eben nicht wie eine Langnase ausschaue. Aber ich habe gelernt, auch dies zu meinem Vorteil zu nutzen: "Es ist schon von Vorteil, wenn einen die anderen anfangs unterschätzen!"  meinte mein Anwalt ...
Bis ich das erkannte und einsah, musste ich auch "Lehrgeld" bezahlen: So schlugen mich einst Ultrarechte und Mitglieder des Reitvereins in Widerlingsbach zusammen. Anlass: Ein Reitmädchen hatte in meiner Abwesenheit in meinem Rucksach gewühlt und meinen Behindertenausweis gefunden, den ich wegen meines Diabetes habe. Und diese "Herrschaften" wollten keine Behinderten in ihrem Verein haben. "Bei Hitler ist so etwas wie du vergast worden!" brüllten sie im Chor. 
Kurz darauf wurde einer der Oberbrüller als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert - Krebs! Zwischenzeitlich ist er verstorben.

Freitag, 27. Januar 2012

Marcel Reich-Ranickis Rede und der Nationalsozialismus - Blog von Kiat Gorina

Marcel Reich-Ranicki hielt eine Rede, am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine erdrückende Rede, eine beklemmende Rede. Aber sie musste gehalten werden.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sich Nazi-Opfer fühlen. Im Jahr 2000 wurde ich von Nazis brutal zusammengeschlagen - in Wiedersbach, das ich seitdem Widerlingsbach nenne. Damals hatte ich Tiger und Miriam eingestellt. Und war mit den beiden ausgeritten - Miriam als Handeselin dabei. Da musste ein neugieriges Reitmädchen in meinem Rucksack gekramt haben und es wurde fündig:

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Sonntag, 17. Juli 2011

Böse Menschen vom Landratsamt?! - Blog von Kiat Gorina

Gestern rief eine Frau bei mir an, sie war total verzweifelt! Da standen ganz früh drei Männer vom Landratsamt vor ihrer Haustür und forderten sie auf, sofort ihre Hecken zurückzuschneiden, sie würde damit den Winterdienst behindern! Und das im Sommer?!

Sie war total verdattert. Dann setzten sie noch eins drauf. Sie müsse auch ihr Gartenhaus abreißen, weil das die Aussicht ihrer Nachbarn versperre. Dabei wurde das Gartenhaus vor über 12 Jahren aufgebaut und hat seitdem niemand gestört.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Mundverbot für Schriftstellerin - Blog von Kiat Gorina

Da habe ich bereits am 08. November 2009 einen Artikel veröffentlicht: "Guido Who?" . Und via eines Links auch in der komischen Plattform meineleute.