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Donnerstag, 13. Juni 2013

CSU-Wahlkampf: Autoverkäufer bekämpft mit HItlers "Mein Kampf" die Opposition

In Bayern hat der Wahlkampf bereits begonnen. Und dieser Wahlkampf erfolgt besonders in Einzelgesprächen. Wie das im Einzelnen abläuft, das hat die Münchner Abendzeitung aufgedeckt. Da werden Unternehmer zu einem "Frühstück" eingeladen. Und dann gibt es eine zwanglose Sitzordnung. so dass jedem Unternehmer ein CSU-Abgeordneter gegenübersitzt.

Eingeladen zu so einem Unternehmerfrühstück hat der bisherige Landtagsabgeordnete Klaus Dieter B. Er warnte die Unternehmer in drastischen Worten vor den drohenden Gefahren. Ja, er warnte vor den Steuerplänen der Opposition. Er weiß das. Aus den Parteiprogrammen der Grünen und der Roten! Und dann beklagt er:

"Die Bürger realisieren gar nicht, was bei einem Machtwechsel steuerlich auf sie zukommt. Das Problem ist, dass die Leute die Wahlprogramme nicht lesen. Es ist wie bei Hitlers ,Mein Kampf’. Es stand alles drin, aber keiner hatte es gelesen."

Quelle: Abendzeitung CSU-Mann mit Hitler-Vergleich - Rot-grünes Steuerprogramm mit "Mein Kampf" verglichen: CSU-Abgeordneter Breitschwert vergleicht das rot-grüne Steuerprogramm mit dem Werk des Nazi-Diktators. Entschuldigen will er sich dafür nicht.

Aber hallo! Geht's noch? Was hat Hitlers "Mein Kampf" mit den Steuerplänen der Opposition zu tun? Worum geht es bei "Mein Kampf"? Fragen wir doch das allwissende Wikipedia: Mein Kampf ist eine politisch-ideologische Programmschrift Adolf Hitlers. Sie erschien in zwei Teilen. Hitler stellte darin seinen Werdegang zum Politiker und seine Weltanschauung dar. Das Buch ist weder eine Autobiografie noch ein neues Parteiprogramm, sondern eine zweckgerichtete Kampf- und Propagandaschrift, die zum Neuaufbau der NSDAP als zentral gelenkter Partei unter Hitlers Führung dienen sollte.

Quelle: Wikipedia Mein Kampf: Bis 1939 stieg die Gesamtauflage auf 5,45 Millionen und erreichte bis 1944 10,9 Millionen Stück.

Woher will dieser CSU-Abgeordnete Klaus Dieter B. denn wissen, dass keiner dieses "Buch" gelesen hat? Es wurde ja sogar an den Schulen verwendet! Dieser CSU-Abgeordnete hat zwar schon die 70 überschritten. Er ist 1943 geboren. Klar. Er selbst hat dann zu dieser Zeit wohl kaum in Hitlers Mein Kampf gelesen.

Diese verrückte Argumentation war einem der anwesenden Unternehmer zu viel, er steckte das Gehörte der Abendzeitung, die darüber groß berichtete. Und das ist gut so!

Und so kommt heraus, mit welchen Methoden diese CSU offenbar ihre Wähler versucht, auf die CSU einzuschwören. So daneben kann ein "Argument" offensichtlich gar nicht sein, als dass es für den Wahlkampf eingesetzt wird. 

Und entschuldigt sich dieser Abgeordnete für seine verbale Entgleisung? Nicht die Bohne. Auch wenn sein Landtagskollege ihn ermahnt: Der CSU-Abgeordnete Martin Neumeyer reagierte sofort mit einer verachtenden Handbewegung: „Des kannst du nicht bringen.“ 

Und auch Erwin Huber stellt der AZ gegenüber klar: Wenn ich anwesend gewesen wäre, hätte ich Herrn Breitschwert zurechtgewiesen.

Aber das alles ficht diesen Abgeordneten nicht an - im Gegenteil, er geht erst recht zum Angriff über: Das ist Denunziantentum, das haben wir früher schon mal in Deutschland gehabt. Dazu gebe ich keinen Kommentar.

Auch das gehört wohl zur Masche des CSU-Wahlkampfes: Was nicht in den Kram passt, wird diffamiert. Und sei es als Denunziantentum!

Eins steht fest: Dieser Abgeordnete betrieb und betreibt eine Wahlhilfe für die Oppositionsparteien! Ob er das weiß?


Veröffentlicht am 10.05.2013 von michi2005

Weitere Entgleisungen von CSU-Politikern:

GLOSSE: Wir sind CSU! Wir sind das Gesetz!

Übernommen von Over-Blog

Montag, 23. Juli 2012

GLOSSE: Hilfe - Wer hat da einen an der Waffel - Blog von Kiat Gorina


In Schweden - dem Heimat- und Ursprungsland der Piraten - da gibt es auch Junge Piraten. Und die hatten eine Idee: Auf einem Festival stellten sie ein Zelt auf und fingen zu backen an - sie buken Waffeln! Und - eben wie richtige Freibeuter - verschenkten sie ihre Waffeln! 


Das erzürnte die anderen Waffelbäcker auf diesem Festival - die wollten ihre Waffeln verkaufen - für 25 schwedische Krönchen das Stück - das entspricht 2,75 Euro - tja, der Euro ist auch nicht mehr das was er war. Er ist immer weniger wert. 


Also schickten die kommerziellen Waffelhändler die Sicherheitskräfte zu den Jungen Piraten und die vertrieben sie vom Gelände. Die Piraten riefen nach der Polizei. Die sorgte dafür, dass die Jungen Piraten wieder Waffeln backen und verschenken durften.
Quelle: TorrentFreak Young Pirates Evicted From Festival For Giving Out Free Waffles 


In welcher Welt leben wir eigentlich? Da darf nichts mehr verschenkt werden! Alles muss gegen Cash verkauft werden! Oder haben sich diese Minikapitalisten in Wirklichkeit nur über die Jungen Piraten aufgeregt? 


Ich stelle mir vor, was hierzulande passiert, wenn Junge Piraten Waffeln backen und verschenken? Als erstes kommt bestimmt jemand vom Gesundheitsamt und vom Gewerbeaufsichtsamt. Ich bin sicher, dass der deutsche Amtsschimmel eine Ausrede findet, damit die Jungen Piraten keine Waffeln verschenken. 


Und zum Schluss ein Blick in eine Vorlesung von Prof. Dr. Harald Lesch über Menschen, die einen an der Waffel haben und meinen, dass am 21.12.2012 die Welt untergehen wird:
Veröffentlicht am 19.03.2012 von 89Chena

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