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Freitag, 28. März 2014

GLOSSE: Ansbach, Bischof Meiser, eine Straße und ein OB-Kandidat

Ansbach - der Sitz der Regierung von Mittelfranken - hat auch eine Straße. Eine Straße, die im Laufe der Geschichte immer wieder umbenannt wurde. Anfangs hieß diese Straße die Jägergasse. Benannt nach der Jägerkaserne, da hatte einst der Markgraf seine Truppen. Dann wurde der Markgraf Geschichte und diese Straße wurde umbenannt - in Theresienstraße. Zu Ehren der Königin Therese von Bayern. Das war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 

Aber auch Königin Therese wurde Geschichte. Und 1933 wurde diese Straße braun eingefärbt und erhielt den zweifelhaften Namen Julius-Streicher-Straße. Zu Ehren ... Nein, da sträubt sich meine Feder, zu Ehren kann ich da nicht schreiben. Schließlich gab es einen Julius Streicher - seinerzeit NSDAP-Gauleiter von Mittelfranken. Aber auch die NSDAP wurde Geschichte. Und nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Straße wieder umbenannt oder rückbenannt - in Jägergasse. 

Das hatten wir doch schon einmal. Wer nun meint, dadurch wurde diese braune Einfärbung abgewaschen, irrt gewaltig. Dieser Braunton kam immer wieder durch, faschistisches Gedankengut lässt sich so leicht nicht übertünchen: 1958 war es so weit: Diese Straße erhielt einen neuen Namen: Bischof-Meiser-Straße. 

Wer war Bischof Meiser? Ein Kirchenmann der evangelischen Kirche. Dieser Kirchenmann schrieb in der Zeit der Naziterros von 1933 bis 1945 unter anderem: "Aber das ändert nichts an der Tatsache, daß der jüdische Geist für uns etwas Wesensfremdes hat und daß sein Umsichgreifen zum allergrößten Schaden für unser Volk wäre."             

Quelle: Wikipedia

Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis diese Zitatstelle von neonazistischen PR-Beratern aus Wikipedia verschwindet ;-)

Wieso schreibe ich das? Weil es bayerische Städte wie München und Nürnberg gibt, die auch Straßen nach diesem Bischof Meiser benannt haben. Aber die Stadträte dieser Städte kamen zur Einsicht und benannten die Straßen um. Eine Bischof-Meiser-Straße gibt es in diesen Städten nicht mehr. 

Zwei bayerische Städte gibt es noch: Bayreuth und Ansbach! Gerade Ansbach - der Sitz der Regierung von Mittelfranken - ziert sich mit einer solchen Straßenbezeichnung. Und will sich weiterhin damit schmücken. 

2013 stellte der einzige Linke im Ansbacher Stadtrat einen Antrag: Die Bischof-Meiser-Straße solle umbenannt werden. Dieser Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Dennoch wurde dieser Antrag öffentlich heftig diskutiert.  Einer der Gegner der Abschaffung der Bischof-Meister-Straße war ein Vertreter der CSU, der übermorgen als Kandidat zur Oberbürgermeisterwahl in Ansbach antritt. 

Sollte er wider aller Vernunft dennoch gewählt werden, dann darf sich Ansbach mit einem Oberbürgermeister schmücken, der für die Beibehaltung des Straßennamens "Bischof-Meiser-Straße" eintritt! Und was ist mit den antisemitischen Äußerungen dieses Bischofs von einst? 

Irgendwie passt das ja. Es gibt ja immer noch genügend Nazigesetze, die zwischen 1933 und 1945 erlassen wurden - von einer "Regierung" ohne jegliche demokratische Legitimation und deren Gesetze auch heute noch fröhliche Urständ feiern: 


Veröffentlicht am 26.02.2014 von Kiat Gorina

Übernommen von OverBlog

Samstag, 15. März 2014

Und täglich wiehert der Amtsschimmel ...

Das hört sich wie der Titel der Filmkomödie Und täglich grüßt das Murmeltier an:






Veröffentlicht am 21.03.2013 von schnubbel76

Im derzeitigen Deutschland grüßt ein anderes Tier - oder viemehr es wiehert - der Amtsschimmel! Besonders wiehert der Atsschimmel in Bayern - in Oberfranken. Da gibt es eine ganz besondere Brücke. Diese Brücke dient keinem besonderen Zweck - sie steht nu so da. Deshalb heißt diese Brücke die So-Da-Brücke: 


Veröffentlicht am 13.07.2012 von ARD

Dafür wurden viele Millionen Euronen verbrannt - alles Steuergelder. Wenn das kein Schildbürgerstreich ist! 

Franken scheint ja ein Eldorado für solche Schildbürgerstreiche sein, denken wir nur an die Klärschlammverbrennungsanlage in Waldeck - Mittelfranken. Da wurden fast 40 Millionen Euronen verbrannt: 

Quelle: GLOSSE: Mittelfranken wird umbenannt - in Schilda

Und die Macher von einst - was geschah mit ihnen? Nichts! Einige von ihnen wollen  morgen wieder gewählt werden - so als wäre nichts gewesen. Wann scicken die Wähler solche Politiker endlich nach Hause? 

Ja, dann gibt es noch eine andere Ar von Amtsschimmel-Auswüchsen. Da bezahlen nicht die Steuerzahler, sondern der einzelne Bürger. Ich wurde ja auch Opfer eines solchen Tritts eines Amtsschimmels: Ich soll doch tatsächlich täglich mindestens ein Pfund Zucker ins Klo schütten und mit mindestens 400 Litern Trinkwasser nachspülen. Ich berichtete darüber: 

Quelle: Zwangsgeld oder ein Pfund Zucker ins Klo ...

Ich weigere mich. Grund: Lebensmittel täglich ins Klo zu schütten, das lässt sich nicht mit meinem religiösen Gewissen vereinbaren! 

Auch wenn der Amtsschimmel wiehert und Bescheide scheißt, die mich zur Zahlung eines Zwangsgeldes auffordern! Wo gibt es denn so etwas? Ich weiger mich, gegen meine religiöse Überzeugung zu verstoßen und soll mit Zwangsgeldern gezwungen werden, gegen meinen Glauben zu verstoßen? Ja, ich soll gezwungen werden, jeden Tag eine Todsünde zu begehen? Nur damit der Amtsschimmel weiter wiehern kann? 


Veröffentlicht am 26.02.2014 von Kiat Gorina

Übernommen von OverBlog

Mittwoch, 26. Februar 2014

Bayern Ciao - Protestsong gegen Nazigesetze

Gestern Abend hatte ich Premiere - da stand ich zum ersten Mal in einem Tonstudio.  Mein Protestsong sollte aufgenommen werden. Ich hatte ganz kurzfristig einen Termin bekommen - am späten Abend! Irgendwie war ich aufgeregt. Hoffentlich kriege ich das hin? 

Zuerst unterhielten wir uns: Warum der Song? Was ich damit erreichen will. Mit welcher musikalischen Begleitung. Usw.

Dann legte ich los. Und der Produzent probierte mit der Gitarre die passende Tonart dafür aus. Schnell waren wir uns einig. Also auf ins Studio. Erster Schreck - ich fühlte mich wie in einem engen schwarzen Eierkarton und Beklemmungen machten sich breit.
Kein Wunder, ich war wohl bei der Armee zu oft in Dunkelhaft gesteckt worden. Und dann noch die Lubjanka ... Sicher, das Studio war nicht gefährlich, der Produzent sehr nett und geduldig, aber die Beklemmungen blieben. 

Dann noch der riesige Kopfhörer! Darin hörte ich die Gitarrenbegleitung und die Anweisungen des Produzenten. In freier Wildbahn mag ich keine Kapuzen leiden, weil sie meine Ohren bedecken. Und jetzt diese riesigen Kopfhörer. 

Irgendwie schlug mir das Ganze auf die Stimme. Beim Probieren hat es so gut geklappt - alles hörte sich so toll an. Ich hatte das Gefühl, meine Stimme wird immer dünner. Aber am Ende war noch genug Stimme da, um sie aufzunehmen. 

Hört es euch mal an. Ich bin gespannt, wie es euch gefällt: 


Veröffentlicht am 26.02.2014 von Kiat Gorina

Übernommen von OverBlog