Posts mit dem Label kultur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label kultur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 27. März 2013

Bayerische Bildung - Maulkorberlass für Schulleiter - Blog von Kiat Gorina


Im Freistaat Bayern gärt es gewaltig. Und zwar an den Schulen, auch an den Gymnasien. Oder gerade da. Nicht nur die Eltern sind sauer, sondern sogar die Schulleiter! Vor allem über die überstürzte Einführung des achtstufigen Gymnasiums. Da wurde der Lehrstoff von neun Jahren nicht ausgemistet, sondern nur in acht Jahre zusammengestaucht.

Leidtragende sind die Schüler und die Lehrkräfte. So meldet der Merkur: Hartmut Fritz, Leiter des Melanchthon-Gymnasiums in Nürnberg, verpackte seine Wut in Worte: "Die überstürzte Einführung des achtjährigen Gymnasiums ohne umsichtige Vorbereitung", schrieb der Pädagoge in einem Elternbrief, "brächte für das bayerische Gymnasium voraussichtlich einen Flächenschaden, dessen Umfang noch gar nicht abzuschätzen ist."

Quelle: merkur online "Maulkorb" für Schulleiter

Und das KuMi - das steht nicht für Kuhmist, sondern für Kultusministerium - schreckt auf. Und will diese peinliche Kritik unterbinden. Und ermahnt. Zur "Sachlichkeit" und "Mäßigung"! Nun gibt es den BPV - den Bayerischen Philologen Verband, der fasst das als Maulkorberlass auf und will sich das nicht bieten lassen. 

Auch der Deutschlandfunk meldet: Wenn Schulstunden ausfallen oder die Theater-AG mangels Lehrer dichtmacht, ist das durchaus ein Thema für die Lokalzeitung. In Bayern aber findet manche Schulbehörde es nicht in Ordnung, dass Schulleiter sich in den Medien äußern. Sie werden zum Personalgespräch zitiert. 

Quelle: Deutschlandfunk Empörung über Maulkorb für Lehrer in Bayern.

Und wie läuft so ein Personalgespräch ab? Da sitzen dem armen Schulleiter gleich vier Beamte des KuMi gegenüber und versuchen den Schulleiter einzuschüchtern! Und sie lassen durchblicken, dass er seiner "Karriere" schade ...

Wie sagt der Volksmund? Der Fisch stinkt vom Kopf her! Und wer ist der Kopf des bayerischen KuMi? Ein gewisser Dr. Ludwig Spänle! Ist so ein Dr. Ludwig Spänle noch wählbar? Wenn er die freie Meinung der bayerischen Lehrer und Schulleiter einschränkt? Freie Meinung nur dann, wenn nicht kritisiert wird?

Aber Dr. Ludwig Spänle meint zum Maulkorb: "Dass jemand, der in verantwortlicher Stellung tätig ist, keinen Maulkorb umgehängt bekommt in Bayern, das ist für mich die Maxime. Ich sehe aber auf der anderen Seite eben auch die Aufgabe einer Lehrkraft oder Schulleiters, gerade wenn Probleme da sind, zunächst einmal - und so verstehe ich Loyalitätspflicht - die Behördenspitzen zumindest gleichzeitig, wenn nicht vorab zu informieren."

Spänle sollte mal nachhaken, dann erführe er, dass die Lehrkräfte sehr wohl ihre vorgesetzte Behörde informiert haben. Allein, es hat nichts gebracht! Diese KuMi-Behörde ist so etwas von stur. Und wer Kritik übt, das wird gleich als Majestätsbeleidigung interpretiert.

Der BLLV (Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband) gibt eine Pressemitteilung heraus: Kritische Schulleiter und Lehrer werden immer häufiger in die Schulbehörden zitiert, wenn Sie in der Öffentlichkeit auf Probleme an Ihren Schulen hinweisen. BLLV-Präsident Wenzel fordert das Kultusministerium auf, von der Einschüchterung von Pädagogen Abstand zu nehmen.

Quelle: BLLV Kein Maulkorb für Lehrer und Schulleiter!

Dieser Freistaat leistet sich eine Verfassung. Da steht im Artikel 110: Jeder Bewohner Bayerns hat das Recht, seine Meinung durch Wort, Schrift, Druck, Bild oder in sonstiger Weise frei zu äußern. An diesem Recht darf ihn kein Arbeits- und Anstellungsvertrag hindern und niemand darf ihn benachteiligen, wenn er von diesem Recht Gebrauch macht.

Sind dann Lehrer und Schulleiter keine Bewohner Bayerns? Gilt für sie Artikel 110 der Bayerischen Verfassung nicht? Oder kennen Ludwig Spänle und die KuMi-Beamten den Wortlaut dieser Verfassung nicht? Im Amtseid schwören sie ja, sich an diese Verfassung zu halten!

Ist solch ein Kultusminister wie Dr. Ludwig Spänle überhaupt noch wählbar? Ich denke nein! Dr. Spänle studierte ja Theologie. Und als Theologe kennt er auch gewiss das Wort des Apostel Paulus "Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat!". 

Und das gilt für Spänle wohl noch heute. Das KuMi ist für Lehrer und Schulleiter die Obrigkeit und die Lehrer und Schulleiter sind die Untertanen des KuMi! Alles klar?

Und der Freie Günther Felbinger getraut sich auch, Dr. Ludwig Spänle zu kritisieren:


Meine Rede im Landtag zur Regierungserklärung von Kultusminister Ludwig Spaenle zur Bildungspolitik
Veröffentlicht am 20.06.2012 von Günther Felbinger

Wie sagte im Mittelalter der Bischof zum Rittersmann: Halte du sie arm, ich halte sie dumm! Ist die Bayerische Politik noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen?!

Übernommen von Over-Blog

Freitag, 25. Januar 2013

Geburtstag? - Volle Deckung! - Blog von Kiat Gorina


Geburtstag?  Volle Deckung! Schleunigste Flucht! Das fällt mir zum Thema “Geburtstag” ein. Wie das?  Weil in meinen neuen deutschen Papieren der 22. Januar angegeben war, sah Muttern sich gezwungen, diesen Tag festlich zu gestalten. Was sie auch gründlich tat. 

Arglos kam ich mittags aus der Schule, mir sagte das Datum gar nichts. Dafür hing mein Magen  - wie immer - in den Kniekehlen. Irgendwas stimmte da doch nicht - vorsichtig schlich ich mich ins Haus und … haa! Schreck! Diese Stimmen aus dem Wohnzimmer kannte ich nur zu gut: 

Der schräbbellige Kommandoton gehörte eindeutig zu Tante Waltraud, einer zänkischen rechthaberischen Walküre. Die brachte mir jedes Jahr eine Flasche Kölnisch Wasser zum Geburtstag mit. Das war dieses Zeugs, womit sich Omas überschütten, wenn sie mal weggehen. Dafür musste ich mich natürlich herzlich bedanken.  

Und Muttern bediente sich an dieser Flaschengalerie, wenn sie zu einer älteren Verwandten zum Geburtstag eingeladen war. Praktisch, zumal  die Flaschen alle noch in Blümchenpapier eingewickelt waren, sogar die obligatorische Schleife war noch dran. Nur die Glückwunschkarte musste sie neu schreiben ... 

Die andere Stimme gehörte zu einer - wie Muttern glaubte - höchst gebildeten Dame. Eingebildet traf es eher. Diese Frau bevölkerte des öfteren unser Wohnzimmer und brachte Muttern Kultur bei. 

Das versuchte sie auch bei mir. Gut kann ich mich an ein kleines gebundenes Büchlein mit Nobel-Schutzumschlag erinnern. Das Ding sah teuer aus und war es sicher auch.
Thyde Monnier: Unser Fräulein Lehrerin, so hieß das stinklangweilige Stück. 

Na, dann lieber unkultiviert. Ein Buch, in dem ein junges Mädchen über drei Seiten braucht, um eine einzige Blume abzupflücken - das ist kein Geschenk, sondern ein Attentat. 

Auf Zehenspitzen schlich ich mich in die Küche, wo meine Geburtstags-Tütensuppe noch vor sich hin köchelte. Ich wollte sehen, ob wenigstens der eigens von Muttern gebackene Geburtstagskuchen das Dableiben lohnte. 

Ach du liebe Zeit! O Graus - igitt! Da thronte dick und eklig eine Eierlikörtorte auf dem Tisch! Ausgerechnet! Ein einziges Mal hatte ich von dem Zeug probiert und kam gar nicht so schnell zum Klo, wie das Zeug oben wieder raus wollte … 

Da half nur eines: Verdünnisieren, bevor mich jemand entdeckte. 

Also schnell in den Keller, in meine Arbeitsklamotten geschlüpft und im Schweinsgalopp zum Forsthaus am Donoper Teich gerannt. Da gab es einen großen schwarzen Schäferhund (das war, bevor ich Dobbi hatte), mit dem ich immer in den Wäldern herumstrolchte. 

Das Wetter und meine Laune passten wunderbar zusammen: grau und nieselig. 

Aber als ich mit Sascha eine Weile unterwegs war, konnte ich den Tag doch noch genießen. Erst pilgerten wir zur Mordkuhle hoch, dann über den Kammweg zum Bielsteinsender und weiter zum Herrmannsdenkmal. Inzwischen war es dunkel, so daß ich den längeren Weg ganz durch das Heidental laufen musste. Der kurze steile Weg im Dustern - das habe ich nur einmal gemacht. Und war sehr schnell und leicht zerschrammt unten. Wer diesen Weg kennt, weiß, was ich meine … 

Vergnügt kam ich nach Haus, mein fröhliches Pfeifen, untermalt von rhythmischem Magenknurren konnte die Nachbarschaft nicht hören. Wohl aber Mutterns oft geschrilltes Empfangsgeheul. Diesmal mit einer Neuerung am Schluss: “Du hast mir deinen ganzen Geburtstag verdorben!” 

Die Allergie gegen den 22. Januar werde ich wohl nie wieder los 


Hochgeladen am 08.11.2011 von fritz5148

Sonntag, 18. September 2011

Woche des Grundeinkommens - Blog von Kiat Gorina

Vom 19. bis 25.9.2011 findet die Woche des Grundeinkommens statt - zusammen mit ca 100 Veranstaltungen. Das Grundeinkommen ist die Alternative zu den staatlichen Armutsverwaltungsprogrammen, die nicht mehr finanzierbar sind!
Wer an einem Moloch wie Hartz IV mit seinem Rattenschwanz an Gesetzen festhält, bastelt weiter an einer gewaltigen sozialen Bombe! Davon haben jedoch wir alle nichts - außer Verluste! Also, informiert euch über das bedingungslose Grundeinkommen - villeicht gibt es auch Veranstaltungen in eurer Nähe.
WEITER ...