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Donnerstag, 26. September 2013

GLOSSE: Angie bittet Barack um Hilfe im Kampf gegen die Piraten und die Kommunisten

Da hat Angie ihre Wahl gewonnen, die Gazetten überschlagen sich: Angie die Große! Aber Angie hat Angst: Hoffentlich rechnet keiner nach. Die Roten und die Grünen haben zusammen mehr Sitze im Parlament als die Schwarzen. Ihre Hoffnung ist, dass keiner der Journalisten einen Taschenrechner nimmt und mal nachrechnet! Ihre Hoffnung schwindet - es gibt noch Journalisten, die können noch einen Taschenrechner bedienen.

Und schlimmer noch: Neben den Roten gibt es die Orangenen - die Piraten. Der Wahlkampf ist vorüber, diese Piraten haben Zeit, viele von denen beschäftigen sich mit einem amerikanischen Geheimdienst - der NSA. Für Angie ist das nichts, das ist alles Neuland für sie - das interessiert sie nicht - sagt sie jedenfalls. Und diese NSA schnüffelt ganz Germany aus. Und nicht genug damit, alles, was sie erschnüffeln, wird automatisch an israelische Geheimdienste weitergeleitet.

Auch das ist Neuland für Angie. Und es gibt da einen Piraten, dem ist es gelungen, sich in den Verteiler an Israel einzuschmuggeln. Ja, da wurden auch Telefonate belauscht. Und dann passierte es: Angie griff zum roten Hörer und rief ihren großen Freund Barack an. Und der bewusste Pirat bekam das alles mit. Zwar verschlüsselt. Aber für einen richtigen Piraten ist das kein Problem.

Spielen wir doch mal Mäuschen und hören wir mit, was Angie und Barack miteinander zu plauschen haben:

Angie bittet Barack um Hilfe: "Die bösen Kommunisten wollen eine Regierung bilden!" 

Barack: "Habt ihr noch Kommunisten? Als ich bei dir in Berlin war, sah ich keine!" 

Angie: "Doch! Sie haben sogar die Mehrheit!" 

Barack: "Shit!" 

Angie: "Kannst du mir ein paar Drohnen schicken?" 

Barack: "Da gibt es ein kleines Problem, wir haben zwar Drohnen, aber kein Benzin mehr! Du weißt, der Sequester! Und die Umrüstung auf Segelfliegerdrohnen hat sich nicht bewährt, zu viele Ausfälle!" 

Und Barack fährt fort: "Wir lassen zur Zeit ein Versuchsprojekt laufen: Panzer mit Tretantrieb! Da kann ich dir ein paar Muster schicken!" 

Angie, sauer: "Alter Hut! So etwas hatten wir in der DDR für unsere Kleinen! Manche Bastler haben sogar einen Trabi in einen Panzer umgebaut" Und wird wild: "Ich muss die Roten auslöschen! Die machen mir Probleme!" 


Hochgeladen am 28.06.2010 von stationjntwsw

Barack: "Deine Probleme möchte ich haben! Du hast doch die Wahl gewonnenn! Du bist doch Angie the Great!"

Angie: "Nicht wenn die Roten sich zusammenrotten! Da gibt es eine rote Katja, die will sogar die Basis befragen! Wann hat es das schon gegeben? Die Basis befragen! Demokratie habe ich mir anders vorgestellt!" 

Barack, ebenfalls sauer: "Das ist doch Pippifax gegenüber meinen Problemen! Der Lloyd von Goldman Sachs will unbedingt einen Krieg gegen Syrien, weil die Aktien bei uns überbewertet sind! Mit einem Krieg soll das repariert werden! Ich war bereit! Aber dann probten die Militärs den Aufstand - von den Generälen bis zum Schützen Arsch! Das kann dir nicht passieren. Du hast ja einen adeligen Blindgänger als Verteidigungsminister!" 

Angie, genervt: "Du bist nicht auf dem Laufenden! Der musste zurücktreten! Aber sein Nachfolger folgt mir aufs Wort, er stammt von Hugenotten ab!" 

Barack, lachend: "Hugenotten? Kannst du mir den mal ausleihen?" 

Angie, boshaft: "Nein, den brauche ich selbst! Und der Adelige arbeitet jetzt für euch! In einer Denkfabrik von euch!" 

Barack: "Shit! Jetzt verstehe ich, wieso die Revolutionen im Mittleren Osten alle ein Griff ins Klo waren! Ich bin richtig enttäuscht! Made in Germany ist auch nicht mehr das, was es mal war!" 

Pause. 

Barack: "Ich verstehe nicht, wieso deine Gegner gewinnen konnten?! Ihr habt doch wie wir Wahlcomputer!" 

Angie, weinerlich: "Aber die haben doch die Karlsruher roten Roben verboten?!" 

Barack: "Angie, du musst noch viel von uns lernen! Unser oberster Gerichtshof macht immer das, was wir wollen! Denk nur an die Wahl von Bush! Da sollte neu ausgezählt werden. Und dann haben unsere obersten Richter entschieden, dass die neue Auszählung abgebrochen wird! Siehste, so musst du das machen!" 

Angie: "Das geht nicht, der Präsident von den roten Roben gehört zu den Roten!" 

Barack, genervt: "Dann kann ich dir auch nicht helfen! Dann musst du halt filibustern!" 

Angie: "Was soll das heißen?" 

Barack: "Das ist eine von uns erfundene Taktik: Reden, reden, reden, und die Mehrheit daran hindern, einen Beschluss zu fassen!" 

Angie, erst still, dann posaunend: "Genau! Das mache ich! Bis ein neuer Kanzler gewählt wird, rede ich und rede ich. Mit den Koalitionspartnern. Aber es gibt keine Einigung! Und ich bleibe geschäftsführende Kanzlerin! Barack, du bist ein Schatz!" 

Barack, ganz stolz: "Wusste ich doch! Freunde wie wir müssen zusammenhalten!"

Notabene: Auslöser für diese Glosse war ein Kommentar von Joana zu meinem Artikel "Nachgedanken zur Wahl - Ein Pyrrhussieg für Merkel?". Vielen Dank Joana, für deine Idee!

Übernommen von Over-Blog

Dienstag, 6. November 2012

Aus Österreich - Der BGE-Rechner - Blog von Kiat Gorina


So bald das Thema bedingungslose Grundeinkommen auf den Tisch kommt, droht immer noch die Mehrheit mit dem vermeintlichen Totschlag-Argument: "Das ist nicht finanzierbar!" Und dazu gibt es in Österreich eine Seite



Da wurde - für österreichische Verhältnisse - ein BGE-Rechner programmiert. Die Anwendung ist sehr einfach:


  1. Da können wir auswählen, wie hoch das Grundeinkommen sein soll: 850 Euro (Armutsgrenze) oder 1.000 Euro. Und wir können auch angeben, ob Kinder auch das Grundeinkommen für Erwachsene erhalten sollen. Oder nur einen Anteil. Dann klicken wir auf "Finanzbedarf ermitteln".
  2. Ich hatte mal angegeben: 1.000 Euro Grundeinkommen und die Hälfte für jedes Kind bis 18 Jahren. Daraus ermittelt der BGE-Rechner einen jährlichen Bedarf von 91,2 Milliarden Euro. Jetzt stellt sich die Frage: Wer soll das bezahlen? Also klicken wir auf "Detail-Finanzierung".
  3. Hier wird dann errechnet, was durch Umschichtung gewonnen wird. Das soll heißen, dass das bedingungslose Grundeinkommen ja bisherige Sozialleistungen ganz oder teilweise ersetzt, also müssen die Finanzströme dieser bisherigen Sozialleistungen auf das BGE umgeleitet werden. Dann wird errechnet, wie hoch die Differenz ist.
  4. Bei meinem Beispiel ergab die Umschichtung 46,298 Milliarden Euro, also müssen noch 44,902 Milliarden finanziert werden. Wir klicken auf "Rest finanzieren".
  5. Und wir erhalten sogar einen Überschuss von 7,861 Milliarden Euro! Unter der Voraussetzung, dass eine Millionärssteuer von 2 % erhoben wird. Und dies werden die Millionäre wohl verkraften. 

Also, wenn das kein überzeugendes Beispiel ist! Von wegen, das BGE kann nicht finanziert werden?!

Schade, dass sich bislang noch keiner gefunden hat, diesen BGE-Rechner auf deutsche Verhältnisse umzuprogrammieren! Also, ihr Piraten! Ihr seid doch so fit mit Programmierung und so. 

Beschäftigt euch doch mal zur Abwechslung mit einem BGE-Rechner! So könnt ihr auch euren Kritikern und Gegnern das Wasser abgraben! Dann endlich müssen Fakten sprechen. Und die Fakten sprechen eindeutig für ein bedingungsloses Grundeinkommen!


Veröffentlicht am 28.09.2012 von NaBoR2punkt0
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