Donnerstag, 3. Januar 2013

Dioxin-Fleisch auch in Bayern! Und was ist passiert?

Da fand ich in meinem Archiv einen Artikel zu Fleisch, das mit Dioxin vergiftet war. Solches Fleisch wurde auch in Bayern angeboten: Der Artikel erschien bereits am 12. Dezember 2008!

Und heute frage ich mich: Was ist seitdem passiert? Doch schauen wir uns doch doch einmal den Artikel von einst an:

In Sachen Dioxin-Skandal bei Fleisch aus Irland meldete auch heute noch unverdrossen der Bayerische Rundfunk, dass belastetes irisches Fleisch nicht direkt nach Bayern gelangt sei, so wie es sich für eine Hofberichtserstattung auch gehört;-) Ja wie denn dann? Ist nun irisches Dioxinfleisch nach Bayern importiert worden oder nicht?

Und die Sprecherin des Landesamtes in Erlangen wurde zitiert, es gebe keine Anzeichen dafür, dass irische Butter mit Dioxin belastet sei.

Gut, dass es die Süddeutsche Zeitung gibt, die macht jedenfalls Schluss mit der Verdummung des bayerischen Volkes und schreibt, dass sieben Firmen in Bayern betroffen sind. Das sagt jedenfalls Andreas Zapf, Präsident des Landesamtes in Erlangen. Wieso dann seine Sprecherin vom Bayerischen Rundfunk anders zitiert wird, wird wohl ein (internes) Geheimnis des Landesamtes bleiben ...

Zapf will jedoch die Namen der betroffenen Betriebe nicht namentlich nennen. Wieso eigentlich nicht? Wir VerbraucherInnen haben doch das Recht, beim Einkauf die Produkte dieser Firmen zu meiden. Zapf verweist jedoch nur auf die Möglichkeit, auf das Fleischetikett zu gucken, wenn da "IE" als Herkunft drauf steht, dann ist das Fleisch aus Irland. Was aber, wenn das irische Fleisch bereits verarbeitet ist, dann steht da keinerlei Herkunftsbezeichung mehr drauf.

Es wurde ja in Bayern Mortadella aus Italien entdeckt, die mit Dioxin verseucht sein könnte. Überhaupt, es werden immer wieder die Farmen in Irland genannt, bei deren Tieren Dioxin im Fleisch gefunden wurde. Mittlerweile ist der eigentliche Verursacher bekannt:

Futtermittelhersteller, die mit krimineller Energie Transformatorenöl ins Futter gemischt haben. Sie schlugen damit zwei Fliegen mit einer Klappe: erstens, das Futtermittel wurde gestreckt und zweitens, das lästige Öl wurde billigst entsorgt und die Gebühren für Sondermüll gespart.

Wieso werden diese Futtermittelhersteller nicht öffentlich genannt und an den Pranger gestellt? Was soll hier eigentlich vertuscht werden? Woher haben die irischen Farmer ihre Futtermittel bezogen? Hier herrscht eisiges Schweigen im Walde. Wahrscheinlich, weil die Entsorgung von Sondermüll über die Futtermittelschiene schon lange im Gange ist ...

Dabei ist Dioxin in Nahrungsmitteln schon öfter vorgekommen, z. B. 2004 im Tierfutter in Hessen und Sachsen und 2007 im Kabeljau aus der Ostsee. Die Überwachungsbehörden scheinen gar kein Interesse daran zu haben, die Verbraucherinnen zu informieren, wie die Reaktionen der Berliner Senatsverwaltung für Verbraucherschutz zeigen, da werden Auskünfte verweigert. Das wird wohl seine Gründe haben ...


Ja, und jetzt wiederhole ich meine Frage: Was ist seitdem passiert? Gibt es kein Dioxin im Fleisch mehr? Eher im Gegenteil:



Hochgeladen von MasterMindAustria am 13.01.2011


Hochgeladen von KenFM2008 am 14.01.2011
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Trauerglosse: Was unternimmt Spanien gegen die Selbstmordwelle? - Blog von Kiat Gorina


In Spanien gibt es ein Nationales Statistik-Institut. Das veröffentlichte bis 2010 auch die Anzahl der Selbsttötungen. Im Jahr 2010 waren das immerhin 3.145 Menschen, die den Freitod wählten.

In den folgenden Jahren wurden keine Statistiken über Selbsttötungen veröffentlicht. Menschen, die aus schierer Verzweiflung sich umbringen?! Solche Meldungen werden einfach unterdrückt. Nachdem dem Motto: Keine Meldung - keine Selbstmorde!

Da berichtet die Tageszeitung "El Pais" über einen Familienvater - 57 Jahre alt, dass er sich in Malaga öffentlich mit Benzin übergoss. Weil er kein Geld habe, um sich Lebensmittel zu kaufen! Und das ist kein Einzelfall!

Die Selbstmordrate steigt rasant: Immer Mehr Menschen setzen ihrem Leben ein Ende - wegen der Wirtschaftskrise:

Quelle: evangelisch.de Verzweifelter Arbeitsloser in Spanien zündet sich an 

Originalquelle: EL PAIS Un hombre se quema a lo bonzo al no tener “ni para comer”

Und die Krise in Spanien vernichtet täglich 2.000 Arbeitsplätze:

Quelle: EL PAIS La crisis destruyó más de 2.000 empleos al día a lo largo de 2012

Ja,  solche Horrormeldungen gibt es nicht im deutschen Mainstream. Und wieso das alles? Wieso werden Menschen in den Selbstmord getrieben? Weil Großbanken und Politiker an dem Euro festhalten wollen - koste es, was es wolle! Ja, auch wenn das Festhalten am Euro immer mehr Menschenleben kostet!


Veröffentlicht von euronewsde am 09.11.2012

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Mittwoch, 2. Januar 2013

Tageshoroskop und Vorausschau für 03.01.2013 - Blog von Kiat Gorina


Heute, am 03.01.2013 steht der abnehmende Mond in der Jungfrau

Mond in der Jungfrau, da sind wir besonders analytisch und gehen sehr überlegt und sorgfältig vor. Wir achten sehr auf unsere Gesundheit. Das Zeichen der Jungfrau ist auch ein Symbol für das Nervensystem und die Eingeweide. Beim Tarot des Golden Dawn entspricht die Jungfrau dem Eremiten - dem Trumpf Nr. IX. Ein Symbol für Weisheit und Geheimwissen. Glücksorte: Märkte, Restaurants. 

Der Mond ist absteigend. Jetzt kommt wieder die Zeit, in der wir etwas vorbereiten, also quasi "säen" können. Davon werden wir in dann folgenden Zeit des aufsteigenden Mondes wieder profitieren - also "ernten". 

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge ein Symbol für Belohnung, Erfüllung und Vollendung - für mich ein sehr gutes Zeichen. 

  • Mond im Quadrat zur Venus: warnt uns vor Problemen in unseren Beziehungen!
  • Merkur im Quadrat zum Uranus: warnt uns vor Übereilung!

Der heutige Tag ist günstig für

  • Arbeiten mit Erde
  • das Abgrenzen
  • das Einrichten von Lagern
  • Verträge
  • juristische Fälle
  • den Kauf von Kleidung

Der heutige Tag ist weniger günstig für

  • große Feiern

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht! 


Veröffentlicht von PiratenfraktionNRW am 02.01.2013


Veröffentlicht von bgenymous am 30.12.2012

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Dicke Luft in Athen - Blog von Kiat Gorina


Wirklich dicke Luft über Athen und anderswo in Griechenland! Nicht nur, weil die Griechen die Schnauze gestrichen voll haben - vom Sparen und Sparen und Sparen! Nur damit die Banken noch mehr Geld zusammenraffen können! Und die Administration ist total hilflos! Sie setzen die Steuern rauf und bremsen damit die Wirtschaft aus - völlig!

Ein Beispiel ist die Erhöhung der Steuer für Heizöl! An sich müssten die Griechen für einen Liter Heizöl so viel bezahlen wie für einen Liter Diesel an der Tankstelle. Das können jedoch immer mehr Griechen nicht mehr bezahlen! Sollen sie deshalb frieren? Nein, sie suchen ihre kleinen alten Öfen zusammen und sammeln Holzreste, zersägen alte Möbel ... Und verheizen dieses Holz.

Das hat Folgen: Für die Ölhändler, die haben in diesem Winter kaum noch Öl verkauft. Und auch kein Benzin. Grund: Viele Griechen können sich ihr Auto nicht mehr leisten, sie können die Steuern nicht mehr bezahlen, also melden sie ihr Auto ab! Auch das hat Folgen. Die griechische Wirtschaft ist gelähmt. Und was noch läuft, geschieht in einer Schattenwirtschaft - vorbei an der staatlichen Administration!

Quelle: ShortNews Miese Wirtschaftslage: Heizen mit Brennholz verursacht Smog in Griechenland

Und die Atemprobleme, die Atemwegserkrankungen steigen! Und warum das alles?! Nur weil ein bereits in den letzten Zügen liegendes Wirtschaftssystem am Leben erhalten werden soll! Und wieso geschieht es in Griechenland - mit seinen knapp elf Millionen Einwohner?

Ein Land, das eigentlich reich ist - an Bodenschätzen wie Öl und Gas! Aber die globale Ölmafia beschloss, dass Griechenland arm bleiben soll, diese Bodenschätze sollen die USA und Israel fördern!

Quellen:

  1. Griechenlands Schulden und die globale Ölmafia — ein Mega-SkandalDie wirtschaftspolitische Handelsorganisation Scandic Org bestehend aus sieben nordeuropäischen Staaten (Schweden, Norwegen, Dänemark, Island, Estland, Lettland und Litauen) bot Griechenland einen Kredit mit einer Laufzeit von fünf Jahren über 250 Milliarden an. Das geschah zu Beginn der Wirtschaftskrise in Hellas, bevor also die Troika (EU, IWF und EZB) mit der entgültigen Zerstörung griechischen Wirtschaft begonnen hat. Als Gegenleistung forderte Scandic Org für fünf Jahre Exklusivrechte für das Gas- und Ölvorkommen auf griechischem Boden. Der Deal sah vor, das der Gewinn 80 zu 20 (zugunsten Griechenlands) geteilt würde. Außerdem würden 90% der Arbeiter auf diesen Bohrtümen Griechen und nur griechische Schiffe zum Einsatz kommen. Das Angebot dieser Organisation hat die griechische Regierung nie beantwortet bzw. die Regierung Karamanlis verwies auf die anstehenden Wahlen und dass eine Unterzeichnungzu diesem Zeitpunkt nicht möglich sei. Scandic Org versuchte es einige Monate später beim amtierenden Ministerpräsident, der wie gesagt, bis vor einer Woche jegliches Gerücht im Keim erstickte. Stattdessen kam einige Zeit später eine Antwort aus der USA und Israel, dass man sich des Themas schon angenommen hätte und jeder weiterer Versuch, griechisches Gas zu bekommen nutzlos sei.
  2. der Freitag Griechenland hat Unmengen an Erdgas & Öl,darf es aber nicht fördernIst die griechische Pleite ein gewollter Akt der internationalen Bankenmafia, oder warum darf Griechenland seine Erdgasvorkommen nicht ausschöpfen? Zumal es mit Sicherheit die davon erzielten Einnahmen mehr als gebrauchen könnte!
  3. Deutschland.net Ungehobene Bodenschätze - Wie arm ist Griechenland wirklich?Der griechische Minister für Umwelt und Energie, Giorgos Papaconstantinou, Ende März sagt auf einer Konferenz: "Griechenland, Zypern und Israel werden die europäische Energielandkarte komplett umgestalten." Es ist schon lange bekannt: Israel, Zypern, Griechenland sind reich an Öl und Gas.
  4. Niederrheintotal.de Gigantische Öl- und Gasvorkommen in GriechenlandIst Griechenland tatsächlich Pleite? Warum wurde die Förderung dieser Bodenschätze der Griechen bei den Verhandlungen der EU-Troika nicht berücksichtigt? Warum hat die EU Griechenland als aller Erstes nicht geholfen, diese Bodenschätze abzubauen? Wer wird letzendlich von den griechischen Bodenschätzen profitieren?

Ab 5:09 spricht Mr. Dax über die griechischen Bodenschätze! Aber keiner will etwas davon wissen!


Veröffentlicht von antikriegtv2 am 09.12.2012
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Dienstag, 1. Januar 2013

Tageshoroskop und Vorausschau für 02.01.2013 - Blog von Kiat Gorina


Heute, am 02.ß1.2013 steht der abnehmende Mond in der Jungfrau

Mond in der Jungfrau, da sind wir besonders analytisch und gehen sehr überlegt und sorgfältig vor. Wir achten sehr auf unsere Gesundheit. Das Zeichen der Jungfrau ist auch ein Symbol für das Nervensystem und die Eingeweide. Beim Tarot des Golden Dawn entspricht die Jungfrau dem Eremiten - dem Trumpf Nr. IX. Ein Symbol für Weisheit und Geheimwissen. Glücksorte: Märkte, Restaurants. 

Der Mond ist absteigend. Jetzt kommt wieder die Zeit, in der wir etwas vorbereiten, also quasi "säen" können. Davon werden wir in dann folgenden Zeit des aufsteigenden Mondes wieder profitieren - also "ernten". 

Für die "haarigen" Probleme verweise ich auf einen früheren Artikel

Beim Schreiben dieser Zeilen erschien vor meinem inneren Auge den Palast eines Drachens - für mich ein sehr gutes Zeichen. 

  • Mond im Quadrat zum Jupiter: warnt uns vor Verschwendung!
  • Mond im Trigon zum Pluto: Unser besonders ausgeprägtes Gefühlsleben belebt unsere Beziehungen.
  • Mond im Sextil zum Saturn: Wir erreichen unsere Ziele - langsam und bedächtig.
  • Mond im Trigon zur Sonne: verspricht uns sehr viel Glück!

Der heutige Tag ist günstig für

  • das Beseitigen von Verbrauchtem
  • das Eintreiben von ausstehenden Rechnungen
  • lang aufgeschobene Besuche
  • Verträge

Der heutige Tag ist weniger günstig für

  • den Kauf von Kleidung

Ich wünsche allen, dass ihr das Beste aus diesem Tag macht! 


Veröffentlicht von piratenbeck am 01.01.2013


Veröffentlicht von aytfan am 31.12.2012
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Silvester - Just the Same Horror as every Year - Blog von Kiat Gorina


Tja, Silvester. Das ist auch so ein Tag, an den ich mich nur mit leisem Schaudern erinnere. 

Ich war bei meinen "Eltern", weil meine Studienkollegen über die Feiertage alle nach Haus gefahren waren. So konnte ich den wirklich jedes Jahr genau gleichen Tag in vollen Zügen "genießen". 

Nach dem Mittagessen verschwand Vatern für einige Stunden in den Keller, um seine Neujahrskanone zu laden. Das war ein zehn Zentimeter dickes , etwa 40 cm langes massives Eisenrohr. Das hatte er unten zugeschweißt und seitlich ein kleines Zündloch hineingebohrt.  Da hinein füllte er Schwarzpulver und stopfte es gewissenhaft mit seinem  Ladestock fest. 

Den hatte Vatern eigens dafür konstruiert und dann auf seiner Drehbank hergestellt. Allein die Konstruktionszeichnung hielt Mutterns ganzen Haushalt tagelang auf. Weil Vatern dafür sein riesiges technisches Zeichenbrett mitten in der großen Diele aufgebaut hatte. Die war zwar geräumig, aber so ein großes Zeichenbrett ist doch recht sperrig. Wer nun ins Haus kam, oder in den Keller oder in die Küche wollte, musste sich an dem Ding irgendwie vorbei zwängen. Er hatte das Teil so strategisch günstig aufgebaut, dass es den Durchgang in alle Richtungen bestens versperrte.  Vatern war sehr penibel und korrekt, was die technischen Dinge anging. Und deshalb stand das Ding, und stand ... und stand. Bis Muttern den Aufbau beim Putzen versehentlich zum Einsturz brachte. 

In Tränen aufgelöst stand sie vor der Misere. “Um Himmels Willen, was machen wir jetzt nur ... Adolf wird durchdrehen, wenn er das sieht …” 

“Hm, und dich wieder schlagen …”, konnte ich mir nicht verkneifen zu knurren. Dass Muttern öfter so merkwürdige Verletzungen im Gesicht, den Unterarmen und auf dem Rücken hatte, war mir schon öfter aufgefallen. Mutterns Antwort auf meine Fragen war stets die gleiche : “Ich bin hingefallen, im Keller. Außerdem schlägt Papa mich nicht, er weist mich nur zurecht …” 

Das sah ich anders, aber Muttern war schon zitterig genug. So schleppte ich das Zeichenbrett und die sonstigen Zeichenutensilien nach oben in sein Arbeitszimmer, wo ich diesen ganzen “Altar” wieder aufbaute. 

Das Feststopfen des Schwarzpulvers artete jedesmal in eine Zeremonie aus. Dazu setzte Vatern seinen alten Wehrmachtshelm auf, schlug die Hacken zusammen und stand vor seiner Kanone stramm. Schließlich war er im Krieg Oberfeuerwerker, da wusste er, was sich gehörte. 

Auf das Schwarzpulver kippte er mehrere selbst gegossene Bleikugeln. Darüber wurden  noch alte Lumpen als Schusspflaster zur Abdichtung gestopft. Fertig war die heilige Neujahrskanone. 

Aber auch die Bleikugeln hatten eine kleine Vorgeschichte. Muttern war immer sehr stolz auf ihre akkurat und glatt aufgehängten Gardinen. Das änderte sich nach den Weihnachtstagen. Da sahen die Gardinen irgendwie so “windig”  und flatterig aus. Wie das wohl kam? 

Ganz einfach, Vatern brauchte ja Rohmaterial, um seine Bleikugeln zu gießen. So entwendete er kurzerhand die Bleistrippen, die man zwecks Gewicht unten in die Gardinensäume zog ...

Oben fabriziert Muttern derweil das abendliche "Festmahl", wenn man es denn so nennen will. Dazu produzierte sie, wie jedes Jahr, ihren guten Heringssalat. Der bestand hauptsächlich aus muffig-erdig schmeckenden rote Bete, deren Saft und Kartoffeln. Mayonnaise, Zwiebeln, Gurke oder Geschmack glänzten durch Abwesenheit. Irgendwie erinnerte mich dieses rötliche  etwas trockene Zeugs an Krankenhaus-Schonkost. Obwohl, einmal wurde im Heringssalat ein mit bloßem Auge sichtbares Stück Bismarckhering gesichtet.  Von einem Ehepaar, das mit uns Silvester feiern wollte. 

Komisch nur, dass der Mann mitten beim Essen zu seiner Frau sagte: "Wir müssen nach Haus fahren, ich habe vergessen, Bella in den Keller zu bringen." Und zu uns: "Sie hat Angst vor Krachern, da macht sie die ganze Wohnung voll." 

"Bella ist unser Hund", setzte die Frau hastig hinzu. Dann rafften beide ihre Mäntel an sich und entflohen. Dass sie nie einen Hund besessen hatten, konnten meine "Eltern" ja nicht ahnen. 

Merkwürdig nur, dass an unserem Abendbrottisch so viele Leute plötzlich zu Tierbesitzern mutierten. Obwohl man zuvor so etwas aus dem Mund der holden Göttergattin vernommen hatte : “Ein Tier im Haus? Bewahre! All dieser Schmutz, und die ganzen Bakterien! Nein, ein Tier käme bei uns niemals in Frage!” 

So  “feierten” wir Silvester immer allein. 

Dazu gingen wir nach oben, in unseren “Bodenraum”. Der war nämlich das eigentliche Wohnzimmer. Soweit man bei diesem, mit ausrangierten Möbeln vollgestopften Raum davon reden konnte. Gemütlich war es da drin nie. Dafür sorgte schon diese wütend surrende Neonröhre unter der Decke, die so ein kränklich-bläuliches Licht verbreitete. 

Das eigentliche Wohnzimmer war unten. Es wurde nur an hohen Feiertagen (was immer das auch sein mochte) und wenn Besuch kam, benutzt. Wahrscheinlich hatten meine “Eltern” Angst, dass die Möbel sonst abnutzten. 

So hockten wir uns in diese Rumpelkammer, wo auch der Schwarzweiß-Fernseher stand. Muttern hatte hier oben festlich dekoriert. Glaubte sie jedenfalls. Mir kamen da eher die Tränen. Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Jahr in Deutschland. 

“Komm, hilf mir, den Bodenraum zu dekorieren, heute Abend wollen wir feiern”, wies Muttern mich an. Ich wunderte mich, weil sie mir zu diesem Zweck eine Tüte mit bunten Papier-Luftschlangen in die Hand drückte. 

“So, jetzt hängst du Schlangen über die Stehlampe und an die Schrankgriffe. ICH mache den Tisch fertig!” 

Seltsam, die Sache musste  doch einen Haken haben, dachte ich und griff nach einer frischen Rolle Luftschlangen. Aha! 

“Doch nicht diiieee! Die sind doch noch ganz neu! Nimm erst mal die anderen!” Damit meinte Muttern die schon ausgebleichten bunten Papierringel, die sorgsam auf alten Garnrollen aufgewickelt waren. 

“Genau diese!”, erklärte sie, “und reiß ja nichts kaputt!  Die brauchen wir noch für nächstes Jahr!” 

Und ich überlegte, wie viele Jahrzehnte die Kippmann’schen Luftschlangen schon auf dem Buckel hatten. 

Auch Mutterns geschmückter Tisch hatte so gar nichts Festliches an sich. Zwei sich überkreuzende Luftschlangen, die in der Mitte den Wachsfleck von Vaterns Privat-Adventskranz gnädig verdeckten. Drei Wassergläser, neben denen drei Flaschen fade Limonade von Strate standen. Und natürlich - ganz wichtig - die Knabbersachen. Die erinnerten mich so fatal an Kishons Geschenkbonbonniere-Geschichte. 

Wie das? Ganz einfach: Muttern hatte, wie jede gute Hausfrau, Knabberzeug für Besuchsfälle im Haus. Nun kam aus bekannten Gründen sehr, sehr wenig Besuch zu uns. 

So blieb das Knabberzeug ziemlich unberührt. 

Sparsam, wie Muttern nun mal war, füllte sie die Salzstangen, die Erdnussflips oder die Fischli zurück in die Tüte, welche sie sorgsam mit einer Wäscheklammer verschloss. 

Bis zum nächsten Besuch. Dann kamen eben jene Salzstangen und Co. wieder im Schälchen auf den Tisch. 

Wer je so eine aufgeweichte Salzstange oder so ein schlabberiges Erdnussflip gegessen hat, greift bestimmt kein zweite Mal zu. Und die Sachen landen wieder in der Tüte … 

Auch an diesem Silvester tischte Muttern die Herrlichkeiten wieder auf. 

Ich habe bis dahin nie geglaubt, dass es schlaff herunter hängende Salzstangen gibt. Und das ebenso fade Silvesterprogramm im Ersten rundete diesen “gelungenen” Abend geschmackvoll ab. 

Aufgeputzte Gestalten im Abendkleid, Gesangseinlagen von Peter Alexander, Mireille Matthieu oder Heino, dazwischen hohles Blabla. 

Man kann ja über Geschmack streiten, man kann aber auch rausgehen. Ich habe das zweite vorgezogen. 

Mitternacht nahte - und damit der Abschuss von Vaterns heiliger Kanone. Erst stießen wir mit süßlich-klebrigem Billigsekt auf das Neue Jahr an, dann ging es nach draußen. 

Ächzend schleppte Vatern seine Kanone herbei, auf die eigens konstruierte (sh. Zeichenbrett) Abschussrampe mit exakt ausgerechnetem Abschusswinkel. 

Die Kanone wurde in Stellung gebracht und Vatern salutierte. Auf seinen Wehrmachtshelm hatte er wegen Mutterns weinerlichem Jammern verzichtet. “Was sollen denn die Leute sagen? Ach bitte, lass den Helm weg, was meinst du, was die Leute dazu sagen ...” Mutterns Silvester-Mantra. 

Obwohl ich kaum glaube, dass bei der ganzen Böllerei und den vielen Raketen irgendwem Vaterns seltsamer Kopfschmuck aufgefallen wäre. 

Auch Muttern und ich mussten strammstehen, auf das Salutieren verzichtete ich allerdings. Ich kam mir so schon furchtbar blöd vor. 

Vatern trat zu seiner in Stellung gebrachten Kanone, entzündete 
die Lunte, salutierte - und dann ging der gewaltige Püster los! 

Ohrenbetäubend, mit durchdringender Gewalt. 

Danach waren alle eine Zeitlang taub und wie erschlagen.  Erst nach und nach drangen die entsetzten Rufe der anderen “Feuerwerker” durch diesen rauschenden Nebel. 

Die Leute vermuteten einen schlimmen Unfall durch eine ungeplante Explosion.  

So verkehrt war das gar nicht. Überall in der Umgebung waren so seltsame Bleikugeln niedergegangen, von denen niemand sich erklären konnte, wo die her kamen. 

Auch die oberen Fensterscheiben im Haus gegenüber gingen zu Bruch. 

Das wurde aber erst am nächsten Morgen entdeckt, und die Polizei fuhr herum, um Leute zu befragen. Nur einige wunderten sich, warum wirklich jedes Jahr in genau der Gegend die Fensterscheiben immer kaputt gingen. 

Ob wirklich niemand etwas geahnt hat?


Hochgeladen von schmauchbrueder am 30.06.2007

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Der europäische Wahnsinn geht weiter - auch Im Jahr Vier der EURO-Krise - Blog von Kiat Gorina


Wir schreiben das Jahr Vier der offensichtlich zur Dauerkrise ausgewachsenen EURO-Krise! Das dritte Jahr ist gerade überstanden. Hat es für die Stabilität des Euro etwas gebracht? Nicht, dass ich wüsste. Es wurden nur weiterhin europäische Rituale durchgezogen.

So übernahm zu Beginn des Jahres Vier Irland das EU-Zepter - für sechs Monate - von dem kleinen Zypern, das vorher mit dem EU-Zepter schwingen durfte! Und wie endete diese EU-Regentschaft in Zypern? Mit Protesten:

Sascha Stanicic schreibt u. a.:

"In Europa endete das Jahr 2012 mit beunruhigenden Nachrichten aus Zypern. Die kleine Insel diente in den letzten Jahren vor allem dem russischen Mafiakapital als Geldwaschanlage und droht nun unter einer Bankenkrise zusammenzubrechen. Der Kapitalbedarf übersteigt – gemessen an der Wirtschaftsleistung des Landes – alles, was Europa in den letzten Jahren gesehen hat. Ohne einen Schuldenschnitt sehen viele bürgerliche Kommentatoren keinen Ausweg – was wiederum die Bundesregierung und die EU-Regenten verhindern wollen, denn dann war der griechische Schuldenschnitt keine Ausnahme, sondern wird eine solche Maßnahme zur Regel mit unabsehbaren Folgen."

Quelle: sozialismus.info Rückblick und Ausblick zum Jahreswechsel

Endlich spricht jemand die Tatsache aus: Was war in der jüngsten Vergangenheit der Zwergenstaat Zypern? Eine Geldwaschanlage! Der Russenmafia?! Brauchen wir deshalb eine EU? Damit Mafiosis ihr Geld sauber waschen können? Darf deshalb kein Schuldenschnitt stattfinden? Weil dann die Mafiosis verärgert sind?

Also soll es jetzt für die nächsten sechs Monate das ebenso kleine Irland richten. Die EU-Politiker hoffen darauf, dass es in Irland zu keinen Protesten der Bevölkerung kommen wird. In der Vergangenheit haben die Iren ja alles gefressen, was aus Brüssel kam - sogar einen Rettungsschirm nach dem andern. Aber hält das irische Volk noch länger still?

Auch die Iren haben die Schnauze gestrichen voll! Nach dem sechsten Sparpaket ist ihnen am 5. Dezember 2012 der Kragen geplatzt! Wo sollen die armen Iren denn noch sparen!

"NO CUTS!", "ALL OUT!", "General Strike!" - das riefen die Empörten! Über die Hintergründe:

Quelle: neues deutschland Das Ende der irischen Demut?

"Die Arbeitslosigkeit (offiziell 15, real eher 25 Prozent) nimmt weiter zu; Armenküchen haben immer mehr Zulauf, ein Viertel aller Hausbesitzer - in Irland werden Wohnungen traditionell gekauft, nicht gemietet - kann die Hypotheken nicht begleichen. Und jede Woche wandern tausend Iren, zumeist gut ausgebildete Jugendliche, aus.

"Und so geht es weiter. Das neueste Sparprogramm sieht weitere Stellenkürzungen im öffentlichen Dienst und im Gesundheitswesen vor, kürzt Schulbeihilfen für einkommensschwache Familien und nochmals das Kindergeld, erhöht Studiengebühren und Sozialbeiträge und reduziert die Bezugszeit des schon gekürzten Arbeitslosengeldes von zwölf auf neun Monate."

Wer bleibt in Irland? Die Alten. Die Jungen wandern aus! Durchschnittlich hundert Auswanderer täglich! Das ist das Resultat einer europäischen Politik!

Quelle: M-Media Emigration aus Irland: “Und zurück bleiben die Alten”

"Die aktuellen Zahlen des Central Statistics Office Ireland (CSO) belegen, dass allein 3000 Menschen im Monat oder anders ausgedrückt 100 Menschen am Tag Irland verlassen. So hoch ist die Zahl der Auswanderer lediglich zu Zeiten der Hungersnot im 19. Jahrhundert gewesen."

So, jetzt habe ich euch mit Meldungen überschüttet, die ihr im medialen Mainstream der Springer-Presse et al. nicht lesen werdet! Leute, diese Mainstreammedien sind doch nur eine Hofberichtserstattung der Kanzlerin. Wahrheit ist ein Fremdwort für diese Medien. Sie schreiben, was das Kanzleramt wünscht - und dann bleibt die Wahrheit auf der Strecke!

Ein Beispiel, wie schlechte Nachrichten "geschönt" werden, findet ihr hier:


Veröffentlicht von euronewsde am 05.12.2012
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