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Mittwoch, 13. November 2013

Dr. Wolfgang Schäuble und seine Haftungskaskade

Der Sudoku-Spieler
Es ist schon erstaunlich, zu welchen Wortungetümen Finanzminister greifen, wenn es um die Rettung einer Bank geht! Wer bezahlt, wenn eine Bank Pleite macht? Dann greift eine Haftungskaskade! Was soll das bedeuten? Wer bezahlt dann die von der Bank angehäuften Schulden? Klar, die Haftungskaskade: 

  1. Die Eigentümer der Bank
  2. Die Inhaber von Anleihen der Bank
  3. Die Bankkunden mit ihren Guthaben oberhalb der Einlagensicherungsgrenze
  4. Die Steuerzahler

Wenn also eine Bank zahlungsunfähig ist, dann werden an dritter Stelle die Bankkunden für die Schulden aufkommen müssen. Das müssen wir uns mal so richtig vorstellen: Da zockt eine Bank auf Teufel komm raus und verzockt sich und kann ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Wenn dann die Besitzer nicht zahlen können, dann kommen die Bondholder dran. Und wenn die auch nicht mehr zahlen können, dann kommen die Bankkunden an die Reihe, also Menschen, die ihr sauer verdientes Geld dieser Bank anvertraut haben! 

Das bedeutet doch: Da haben Zocker im Auftrag der Bank gezockt, wenn es gut lief, dann kassierten sie die berühmt-berüchtigten Boni ein. Und wenn sie sich verzockt haben, also alles verspielt haben, dann müssen die Bankkunden dafür gerade stehen! Obwohl sie gar nicht gezockt haben! 

Aber es geht noch weiter: Für den Fall, dass auch die Bankkunden die Bankschulden ncht bezahlen können, dann sind die Steuerzahler dran! Wirklich, die Steuerzahler!  Auch wenn sie nicht Kunde einer solchen Bank sind! 

Das bedeutet doch: Die Banken wollen ohne Risiko zocken. Gewinnen sie, dann  streichen sie den Gewinn ein und reden nicht darüber. Verlieren die Banken, dann wird bei den eigenen Kunden und wenn das nicht reicht, bei den Steuerzahlern abkassiert! 

Die Banken wollen und müssen nicht für den selbst verschuldeten Verlust aufkommen. Im schlimmsten Fall zahlen die Steuerzahler! Ja, diese Ungeheuerlichkeit gab jüngst Bundesfinanzminister Schäuble zu - allerdings sehr unverständlich! 


Veröffentlicht am 08.11.2013 von exzombieschaf

Zum Nachlesen:

Quelle: MsW 2014 – mit der Haftungskaskade beginnt der Raubzug gegen unser aller Geld:  "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter  Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." (Jean-Claude Juncker)

Und was sagt die größte Oppositionspartei, die SPD, dazu? Frau Andrea Maria Nahles - die Generalsekretärin der SPD? Sie singt - im Parlament! Ja, sie singt den Abgeordenten etwas vor - ein Kinderlied!


Veröffentlicht am 03.09.2013 von Hans Peter

Ich sage nur: Wie passend! Veralbern kann ich mich auch alleine! 

Und ich frage mich auch: Was machen die Banken, wenn es einen Run auf die Banken gibt? Wenn alle Kunden zu ihrer Bank rennen und ihre Guthaben abheben wollen? Alle! Dann kann ja die EU auch nicht die geplante - angeblich einmalige - Zwangsabgabe von zehn Prozent vom Vermögen einziehen! Weil das Geld im Sparstrumpf steckt oder im Haustresor liegt ...

Übernommen von Over-Blog

Dienstag, 19. Februar 2013

Was macht mein Buch im Banktresor? - Blog von Kiat Gorina


Da vermutet doch wohl jeder gleich einen uralten wertvollen Folianten mit Golddruck. Oder gar hochbrisante Informationen über Politiker, Militärs oder andere höchst “wichtige” Leute. Ist aber nicht. Was da so sicher weggesperrt wurde, war das von mir geschriebene Buch. Wieso das? 

Tja, das wüsste ich auch gerne. 

Tatsache ist, dass ein Mitglied aus Vaterns Verwandtschaft auch ein Buch geschrieben hatte. Gottfried Hilgerdenaar war Kapitän und hat seine Erlebnisse in dem spannend geschriebenen Buch “Seemann”wollt ich werden”  veröffentlicht. Mit einer solchen Verwandtschaft fühlte Vatern sich auch gleich als Kapitän - mindestens! 


G. Hilgerdenaar im Bremer Hafenmuseum

Dieses Buch stand in der Vitrine in der Essecke und wurde allen Besuchern geradezu aufdringlich immer wieder präsentiert. 

Auch einem ehemaligen Arbeitskollegen, der eigentlich Schiffsbauingenieur war.
“Der Friedel ist ein ganz toller Kerl - wie alle in meiner Verwandtschaft! Stellen Sie sich vor, er hat seine über 500 Meter langen Frachtschiffe immer sicher ans Ziel gebracht! Und das, obwohl der Atlantik und der Kanal noch voller Seeminen waren!”

Der Besucher und ich sahen uns entgeistert an. So etwas stand aber nicht in dem Buch. Herr Diekmann schwieg taktvoll, aber ich brachte es nicht fertig, den Mund zu halten: “Seeminen? Ende der fünfziger Jahre? Und soviel ich weiß, sind normale Frachtschiffe so zwischen 130 und 150 Meter lang, und keinen halben Kilometer!” 

Du liebe Zeit! Was hatte ich da nur wieder angerichtet! Vaters empörte “Hach!” wollten gar kein Ende mehr nehmen. 

“Sieh du lieber zu, dass du endlich einen Beruf lernst, bevor du hier dein Unwissen kund tust!” Ach ja, just the same Geheul as every time... 

Komisch, sind Diplom-Ingenieur und Metzgergeselle denn keine Berufe? 

Die Besuchsfrau sah Muttern fragend an: “Ich dachte, Ihre Tochter hätte studiert?” 

“Hat sie auch, sie ist Ökotrophologin”,gab Muttern zur Antwort. 

Nanu? Das war mir neu! Und was bitte schön ist ein Ökotrophologe? 

Kurz entschlossen griff ich in Vaterns heilige Buchvitrine und zog den entsprechenden Brockhaus heraus. Ein längerer Artikel. Aha, jetzt war ich schlauer: Man erlernt … Methoden, mit denen man Problemlösungen im Bereich Haushaltsführung und Ernährung entwickeln kann … 
  
Vatern hatte inzwischen seine “Biographie-Platte” aufgelegt: “Ich bin, auf allgemeine Bitten, jetzt auch dabei, meine Biographie zu schreiben. Das ist auch für Friedel sehr interessant und wichtig! Schließlich kenne ich sehr viele einflussreiche und wichtige Leute, das muss ich hier nochmals betonen!” 

Der Besuch schaute mehr als ungläubig, und ich suchte das Weite, weil mir schon die Lachtränen herunterliefen. 

Dass seine angepriesene Biographie bisher darin bestand, sich eine elektrische Schreibmaschine mit exakt einer Zeile Speicherkapazität zu kaufen, verschwieg er taktvoll. 

Aber diese einflussreichen Leute  lannte er - aus seinem 26-bändigen Brockhaus!

Dann kam mein Buch heraus. Davon erfuhr er erst später, ich hatte ganz vergessen ihm zu berichten. 

Aber eines Abends schellte das Telefon, es hörte sich schon irgendwie so “giftig” an. Es war mein Vater. Gleich zeterte er los: “Wie kannst du es wagen, Frau Voßkuhle zu erzählen, du hättest ein Buch geschrieben? Du weißt doch ganz genau, dass du dazu gar nicht in der Lage bist! …" Er keifte sich regelrecht in Rage. Irgendwann musste er aber doch mal Luft holen, und ich kam auch zu Wort. “Hast du die arme Frau auch so angepfiffen? Und hast du mein Buch schon gesehen?” 

“Ja, natürlich! Sie hat die Unverschämtheit besessen, mir so ein Buch mitzubringen!Und dann zu behaupten, das hast du geschrieben!” Vatern hörte sich an wie eine verröchelnde Bulldogge. 

Ich musste nun doch lachen. Da kam sein vorgefasstes Weltbild schon wieder ins Wanken. 

“Och, wenn du’s nicht glaubst, dann lass dir doch von Claus den Zeitungsartikel in den Nürnberger Nachrichten ausdrucken …” 

Das war das letzte Mal, dass ich mit ihm sprechen konnte. Weiteren Kontakt lehnte er ab. Was mit meinem Buch geschah? 

Es landete komischerweise nicht in der Mülltonne, dafür war er wohl zu geizig. Erst nach seinem Tod kam heraus, wo das Buch gelandet war. 

Er hatte ein Schließfach bei der Sparkasse. Darin fand sich, außer meinem lang vermissten - inzwischen geplünderten - Sparbuch auch mein Buch. Müsste ich das jetzt verstehen?


Hochgeladen am 13.01.2011 KiatGorina1