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Donnerstag, 12. Juni 2014

GLOSSE: Wenn ein emeritierter Bischof umzieht - von Limburg nach Regensburg


Ja, es ist so weit: Der zurückgetretene Bischof von Limburg zieht um. Ihn zieht es nach Regensburg. In eine Mietwohung. In Regensburg wartet er auf neue Aufgaben. So ein Umzug eines früheren Bischofs ist gar nicht so einfach - logistische Probleme tun sich auf. Beispielsweise wohin mit der weißen freistehenden Badewanne? Das ist ein edles Designerstück! 

Allein der Transport einer so teuren Wanne bedarf besonderer Vorkehrungen. Und so eine Wanne kann nicht in jede popelige Mietwohnung gestellt werden. Ex-Bischof gönnt sich ja sonst nichts. 

Wieso musste er eigentlich "zurücktreten"? Hmm, da gibt es einen Abschschlussbericht. Im Internet: 

Quelle: Abschlussbericht über die externe kirchliche Prüfung der Baumaßnahme auf dem Domberg in Limburg

Dieser Bericht ist eine richtige Fleißarbeit, da wird minutiös aufgelistet, was vor und während des Baus falsch gelaufen ist. Der Bericht endet mit folgenden Worten:

Seine Entstehung hat jedoch insgesamt gesehen – und zwar nicht nur im Hinblick auf seine bis zum 18.10.2013 aufgelaufenen Gesamtkosten von 30,717 Mio. € und seine komplizierten Entscheidungswege, sondern auch in seinen Auswirkungen auf die betroffenen Personen – einen sehr hohen Preis gefordert.

Wie wahr, wie wahr! 

Wer in diesem Abschlussbericht schmökert, wird Sätze finden, die erklären, wieso die Baukosten in die Höhe schnellten. Wie zum Beispiel

Wünsche des Bischofs, die zu Kosten geführt haben (z. B. nachträglicher Austausch bereits installierter Lichtschalter in sensorengesteuerte Lichtschalter, Antiquitäten und Kunstwerke, Fisch-Becken, Mariengarten)

Der arme Ex-Bischof! Das kann er doch nicht alles zurücklassen! Er hat sich doch so daran gewöhnt  an die sensorgesteuerten Lichtschalter! Nicht auszudenken, wenn er in seiner Mietwohnung nur noch einfache Schalter vorfindet. 

Und was ist mit den Kunstwerken und den Antiquitäten? Die kann er doch nicht alle in Limburg zurücklassen! Und ob sein Limburger Fischbecken in einem Goldfischglas Platz findet, ist wohl anzuzweifeln.

Deshalb kann der Ex-Bischof nicht sofort umziehen. Was nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollte, ist folgendes: Der Ex-Bischof unterzieht sich einer Therapie. Er soll erkennen, dass es sich nur um Tand handelt, auf den ein emeritierter Bischof gar nicht angewiesen ist!

Recherchen ergaben, dass ein wchtiger Bestandteil dieser Therapie die Seligpreisungen  sind, wie sie einst vom Evangelisten Matthäus im fünften Kapitel niedergeschrieben wurden. Die erste Seligpreisung lautet: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. 

Für den Bischof ist es nicht einfach, diese Seligpreisungen zu verinnerlichen und zu leben! Zur Zeit meditiert er auch über Matthäus 19, 21: Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach!

Und wieder zeigt sich auch heute noch, dass Jesus Unmenschliches von seinen Schülern verlangt. Bei Matthäus ging der angehende Schüler betrübt davon - er konnte sich nicht von seinem Besitz trennen!

Wie wird die Therapie des emeritierten Bischofs verlaufen? Wird sie erfolgreich sein? Wir werden sehen.

Stefan Raab hat ebenfalls recherchiert - ab 2:12:


Veröffentlicht am 15.10.2013 von My Spassde

Übernommen von OverBlog

Sonntag, 11. November 2012

BBC-Chef Entwistle - ein Ehrenmann - Blog von Kiat Gorina


Der BBC ist eine Ikone für Rundfunk und Fernsehen - international anerkannt. Sein Genelraldirektor George Entwistle ist zurückgetreten. Was war geschehen? Beim BBC gibt es eine Sendung "Newsnight", da behauptete ein angebliches Opfer von Kindesmissbrauch, der Täter sei ein Politiker gewesen. 

Das zog Kreise - gab es ja in den 1970-er und 1980-er Jahren in Wales bis heute ungeklärte Fälle von Kindesmissbrauch. Im Internet wurde diese Fehlbehauptung hochgekocht - der betroffene Politiker wies die Vorwürfe zurück. Und der angebliche Zeuge in "Newsnight gab zu, er habe sich "geirrt!"

Eigentlich hätte die Redaktion des BBC vorher genau recherchieren müssen. Das war offensichtlich nicht der Fall! Wie solche "Recherchen" auch bei deutschen Sendern so ablaufen, das habe ich mehrmals hautnah mitbekommen.

Ich bin ja schon öfter angesprochen worden, ob ich daran interessiert sei, als Gast zu einer Talkshow eingeladen zu werden. Das lief meist nach folgendem Schema ab:

  1. Ein ziemlich hektisch wirkendes Mitglied der jeweiligen Redaktion ruft an, erzählt etwas von dem geplanten Thema, beispielsweise, wie es andersartigen Menschen in dieser Gesellschaft ergeht. Und die Redaktion sucht ganz schnell nach Gästen, die in dieses Raster passen.
  2. Da erzähle ich meine Geschichte - schließlich habe ich einiges zu erzählen. Das Redaktionsmitglied macht Notizen.
  3. Es gibt eine Redaktionsbesprechung, da wird dann über alle angerufenen Personen geredet. Und es wird ausgelotet, ob die jeweiligen Geschichten zum Thema passen. Inwieweit das, was die Angerufenen so erzählen, auch anderweitig überprüft wird, weiß ich nicht.
  4. Landete ich in der näheren Auswahl, kam meist ein Anruf, die oder der Moderator(in) "geruhe mit mir zu sprechen." Dann werde ich verbunden: Es meldet sich jemand mit einem bekannten Namen. Meist war mir dieser Name mir vorher nicht bekannt. Grund: Ich schaue nicht oft Fernsehen, weil ich keinen Fernseher habe - aus Prinzip! Sollte es wirklich einen interessanten Beitrag geben, lade ich mich bei Freunden ein ... 
  5. Aber ich informiere mich vorher über die Talkshow und wer moderiert. Und dann antworte ich mit meinem Namen - mit der mir üblichen vollen Stimme. Eben geschult - Chor und Kaserne lassen sich nicht verleugnen. Wenn ich eine Lesung halte, benötige ich selten ein Mikrofon, es sei denn, der Saal ist übergroß. Wenn ich nun meinen Namen ins Telefon gesprochen habe, ist meist Funkstille. Ich hake nach: "Hallo, sind Sie noch da?" Eine Freundin fragte mich mal, ob ich aufgeregt sei? Wenn mich ein Fernsehmensch anruft! "Nein, wieso sollte ich aufgeregt sein? Dieser Mensch macht seinen Job, er braucht Gäste für seine Sendung, sonst muss er sich mit sich selbst unterhalten ..."
  6. Jedenfalls reden wir dann über meine "Geschichte". Da ich mir vorher eine alte Sendung aus der Mediathek angeschaut habe und sah, wie sich die Gäste in Schale geschmissen hatten, sagte ich einmal: "Ach ja, was meine Kleidung angeht, ich bin stets leger und praktisch angezogen!" - "Was soll das heißen?" - "Wenn Sie erwarten. dass ich im Kleinen Schwarzen erscheine, so etwas besitz ich nicht!" - Dann eine lange Pause ...

Mein Fazit: Großartig überprüft wird da wohl kaum ... Jedenfalls rechne ich es dem Ex-BBC-Generaldirektor hoch an, dass er die Verantwortung auf sich nicht nimmt! 

Daran sollten sich all die Journalisten in Deutschland mindestens eine Scheibe abschneiden. Ja, die Journalisten, die Wetterfrosch Kachelmann vorverurteilt hatten. Und dann wurde Kachelmann freigesprochen! Und wer von diesen widerlichen journalistischen Hyänen hat sich öffentlich (sic!) bei Kachelmann entschuldigt? Mir ist niemand bekannt! - Aber es gibt auch Journalisten, die nicht mit der Meute heulten, und von ANfang an Zweifel an Kachelmanns angeblicher Schuld hatten! Das muss auch einmal gesagt werden!

Quelle: Frankfurter Allgemeine BBC-Chef Entwistle erklärt Rücktritt

Selbst Ulrich Warncke vom Weißen Ring greift den unschuldigen (!) Kachelmann an! Kachelmann ist freigesprochen! Es gibt keinen "Freispruch zweiter Klasse!" Freispruch ist Freispruch! Und selbstverständlich steht Kachelmann das Recht zu, Schadenersatz zu fordern!


Veröffentlicht am 02.11.2012 von ScheidungsManager

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Dienstag, 17. Januar 2012

Nachtrag: Motive - Der Amokläufer von Ansbach - Blog von Kiat Gorina

Erinnern wir uns, am 19.09.2009 veröffentlichte ich einen Artikel zu dem Amokläufer von Ansbach. Und heute - ein paar Jahre später - erhielt ich einen Kommentar. Da stand: "Diese Gesellschaft steckt in einem Dilemma: Einerseits möchte sie an den Schulen 'funktionierende' Menschen produzieren, die sofort gewinnbringend eingesetzt werden können. Nur, für hochqualifizierte Aufgaben muss auch heute noch gedacht werden. Und dann gibt es immer wieder Menschen, die denken dann in die falsche Richtung und stellen das System in Frage."

WEITER ...

Samstag, 6. August 2011

Volksverdummung in Fukushima und global! - Blog von Kiat Gorina

Erinnern wir uns, da schrieb ich einen Artikel über die Atomruinen in Fukushima - da wurden Strahlungswerte von zehn Sievert pro Stunde gemessen! Ja, und heute las ich in den Nürnberger Nachrichten eine kleine Meldung, die von dpa übernimmen wurde:

Ich zitiere: "Die Strahlung rund um die japanische Atomruine Fukushima ist wohl weit höher als die am Montag veröffentlichten zehn Sievert. Anlagenbetreiber Tepco gab zu, die Skala des benutzten Messgerätes habe nicht ausgereicht."

Mittwoch, 2. März 2011