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Mittwoch, 16. Juli 2014

GLOSSE: Annettes Party, zu der nur wenige kamen

Lebten die Gebrüder Grimm heute, sie schrieben ein Sommermärchen. Nein, nicht über Fußball. Aber über die Abiturientin Annette. Die auch studierte. Und ihr Studium mit einer Promotion abschloss. Und sie machte Karriere - bis zur Bundesministerin für Bildung und Forschung. 

Dann wurde es eng: Eine Katastrophe brach herein. Da hatten Plagiatsjäger sich Annettes Doktorarbeit angeschaut und festgestellt: 
PLAGIAT!
Und die Universität in Düsseldorf prüfte und kam zum Ergebnis: PLAGIAT!
Die Universität konnte nicht anders, sie musste der Annette den Doktortitel wegnehmen. 

Aber Annette hatte ein Freundin, die hielt trotz allem zu ihr! Auch nachdem sie als Ministerin zurücktreten musste. 

Und dann begann wieder die Sonne für Annette zu scheinen. Sie wurde Botschafterin für Deutschland am Heiligen Stuhl in Rom. 

Ihre Partei, die CDU schmiss eine große Party. Über Kosten wurde nicht gesprochen - man gönnt sich ja sonst nichts! 500 Gäste wurden eingeladen. Da stellte sich heraus, dass Annette doch nicht mehr so viele Freunde hat. Es kamen nur 200. 

Aber auch das ist noch viel - für eine Abiturientin, die Botschafterin am Heiligen Stuhl wurde. Welch eine Karriere! 

Früher gab es in Amerika das geflügelte Wort "Vom Tellerwäscher zum Millionär!" - heute muss es heißen: Von Abitur zum Heiligen Stuhl! 


Veröffentlicht am 25.02.2013  von ClipCube.de 

Übernommen von OverBlog


Montag, 14. April 2014

Auswärtiges Amt: Denn sie wissen nicht was sie reden ...

Da meldete DER SPIEGEL, dass der Botschafterposten am Heiligen Stuhl  für Annette Schavan wackelt. Begründung: Nachdem Schavan ihren Doktortitel verlor, kann sie kein abgeschlossenes Hochschulstudium vorweisen. Sie hatte ja ihr Studium mit einer Direktpromotion abgeschlossen. Nun ist ihr Doktor futsch und damit ihr Studiumabschluss. So sind die Regeln. 

Auch im Auswärtigen Amt gelten Regeln, die immer eingehalten werden sollten. So für den gehobenen Dienst: Voraussetzung dafür ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium! Das können wir nachlesen - auf einer Seite des Auswärtigen Amtes: 

Quelle: Auswärtiges Amt Tätigkeit im Auswärtigen Amt

Da lesen wir: "Wesentliche Voraussetzung für den Einstieg ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium." Das bedeutet doch: Wer kein abgeschlossenes Hochschulstudium vorweisen kann, darf auch nicht Botschafter werden. Oder doch? 

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes gab zur Causa Schavan von sich: "Ein abgeschlossenes Hochschulstudium ist keine konstitutive Voraussetzung für die Übertragung der Aufgabe einer Botschafterin." Und es wird noch auf Rudolf Dreßler verwiesen, der mal deutscher Botschafter in Israel war. Und Dreßler hatte überhaupt nicht studiert. 

Was gilt nun? Wird für Schavan wieder eine Sonderbehandlung gestrickt? Wieso eigentlich? Zumindest das Auswärtige Amt sollte sich an seine eigenen Regeln halten. Falls nicht, dann wird dieses Amt unglaubwürdig! 

Und es gibt noch aus einer anderen Ecke Widerstand gegen Schavan als Botschafterin am Heiligen Stuhl: Strenge Katholiken. Ich schrieb bereits darüber: 

Quelle: Widerstand gegen die nominierte Botschafterin am Heiligen Stuhl in Rom: Vor allem von den strengen Katholiken. Sie können nicht vergessen, dass Schavan als Forschungsministerin für die Forschung mit embyonalen Stammzellen stimmte. Das geht den strengen Abtreibungsgegnern zu weit! Und eine solche Frau soll Botschafterin werden - in Rom! Am Heiligen Stuhl! Das sei eine Beleidigung der Katholiken. Diese Kritik ist wirklich ernst zu nehmen. Genauso ihre Unterstützung des Verein Donum Vitae. Schavan wird vorgeworfen, sie habe stets antirömische Politik betrieben. 

Es wird noch spannend. Wer wird siegen? Die Regeln des Auswärtigen Amtes? Oder die strenggläubigen Katholiken? Oder die "Richtlinienkompetenz" der Kanzlerin? Wir werden sehen!


Veröffentlicht am 26.03.2014 von Christian Anders Learning Channel

Übernommen von OverBlog

Sonntag, 13. April 2014

Nachschläge: Schavan und der S21-Virus

Erinnern wir uns an Annette Schavan:  Da schrieb ich am 31. März wieder einmal über Frau Schavan und darüber, dass sie immer noch Hochschulrätin der LMU (Ludwigs-Maximilians-Universität) ist. Und dass immer mehr Stimmen laut werden, dass Schavan selbst von diesem Posten zurücktreten soll. 

Quelle: GLOSSE: Das bayerische Stöhnen über Annette Schavan

Und manchmal geschehen doch noch Wunder. Schavan kündigte an, dass sie von diesem Amt zurücktreten werde. Und Frau Schavan will auch nicht mehr um ihren aberkannten Doktortitel kämpfen. Was soll sie auch mit diesem Doktortitel. Sie hat ja mindestens vier andere Doktortitel - ehrenhalber. 

Quelle: Ex-Ministerin verlässt Hochschulrat

Es bleibt die Frage: Wird Schavan wirklich deutsche Botschafterin am Heiligen Stuhl in Rom? Die Bedingungungen für ein solch diplomatisches Amt erfüllt sie jedenfalls nicht. Mal sehen, wie stark die Macht ihrer angeblichen Freundin - der Kanzlerin - noch ist? 

Jetzt zu einem Virus - genauer genommen dem S21-Virus: Ein Virus ist eine Lebensform, die schmarotzerhaft auf andere Lebensformen angewiesen ist! Und damit bin ich wieder bei Schavan. Sie hat ja 30 Jahre lang ihren Doktortitel illegal getragen. Ja, ohne Doktortitel hätte sie nicht einmal einen Hochschulabschluss gehabt. Da frage ich mich, ob eine Abiturientin auch zur Kultusmministerin in Baden-Württemberg gekürt worden wäre? Wohl kaum! 

Frau Schavan machte Karriere, weil sie einen Doktor hatte! Der ihr aberkannt wurde. Wäre es da nicht angebracht, dass sie sich schamvoll von allen politischen Ämtern zurückzieht. Über 13.000 Euronen monatlich sind ihr ja sicher. Reicht das nicht? Muss sie zur Belohnung auch noch Botschafterin in Rom werden? 

Aber jetzt wirklich zum S21-Virus. In Baden-Württemberg grassiert seit vielen, vielen Jahren ein Virus. Er befällt vor allem Politiker und Manager der Bahn. Dieser Virus bringt diese "Entscheider" fast um ihren Verstand. So sehr, dass sie keine Gleisanlagen mehr sehen können. Beim Anblick einer Gleisanlage fällt ihnen ein, wieviel Bauland man daraus machen könnte. 

Auch wenn da ein Bahnhof draufsteht, der stört nur. Der wird verbuddelt! Auch wenn mit diesen Buddelarbeiten die Wasserversorgung einer Großstadt gefährdet ist, das stört diesen Virus nicht. Und damit auch nicht die befallenen Entscheider: 

Quelle: BEI ABRISS AUFSTAND: Das alles zeigt die Befangenheit der öffentlichen Behörden – und lässt einen oft am Sinn all seiner Bemühungen zweifeln. Da hat es die Buddeln statt Denken-Fraktion deutlich leichter als wir. Sie können sich über scheinheilige Pseudo-Tunnel-Anstiche von irgendwelchen zweitrangigen Rettungsstollen freuen, bei denen die heilige Barbara vom Tunnel-Filz gemeinschaftlich fröhlich missbraucht wird. Wer solche kropfunnötigen und gefährlichen Tunnel graben will, gefährdet in Wirklichkeit leichtfertig Leben und Eigentum und hat den Segen der Kirche niemals verdient.

Dieser Virus wird für die Betroffenen immer gefährlicher. Die Betroffenen können nicht mehr klar denken, sie sind vom einem Drang besessen, alles zu verbuddeln, ganz tief. 

Wer jetzt glaubt, dieser Virus sei regional auf Baden-Württemberg beschränkt, irrt sich leider. Wie Recherchen ergeben haben, sind auch in München - also in der Hauptstadt von Bayern - immer mehr Menschen vom S21-Virus befallen. Vor allem, wenn es um eine zweite S-Bahnstrecke geht. Sie soll rechtzeitig zu den Olympischen Winterspielen 2018 fertggestellt sein. Winterspiele? Aber die wurden doch durch einen Bürgerentscheid gekippt. 

Macht nichts, dieser S21- oder auch Buddelvirus ist stur. Was er sich in den Kopf gesetzt hat, das zieht er durch. Es geht ja auch um Riesengewinne der Baubranche! Wie die KONTEXT-Redaktion recherchierte, sind immer mehr Entscheider betroffen: 

Quelle: KONTEXT Wochenzeitung Déjà-vu an der Isar

Dieser Buddelvirus soll auch schon nach Berlin eingeschleppt worden sein: Da wird ja versucht, einen Großflughafen zu bauen. Allein, die Brandschutzvorrichtungen machen immer noch Probleme, owohl sie noch gar nicht eingebaut sind. Auch der zu Hilfe gerufene Master of Disaster ist mit seinem Latein am Ende. 

Immer mehr Berater raten den Machern:  Am besten alles verbuddeln!


Veröffentlicht am 07.04.2014 von Walter Steiger

Übernommen von OverBlog

Mittwoch, 5. Februar 2014

Widerstand gegen die nominierte Botschafterin am Heiligen Stuhl in Rom

Da hat die Versorgungspostenschieberei ja etwas angerichtet. Annette Schavan soll Botschafterin am Heiligen Stuhl in Rom werden. Kaum war das öffentlich verkündet, gibt es Protest von vielen Seiten. Vor allem von den Katholiken selbst. Vor allem von den strengen Katholiken. Sie können nicht vergessen, dass Schavan als Forschungsministerin für die Forschung mit embyonalen Stammzellen stimmte. 

Das geht den strengen Abtreibungsgegnern zu weit! Und eine solche Frau soll Botschafterin werden - in Rom! Am Heiligen Stuhl! Das sei eine Beleidigung der Katholiken. Diese Kritik ist wirklich ernst zu nehmen. Genauso ihre Unterstützung des Verein Donum Vitae. Schavan wird vorgeworfen, sie habe stets antirömische Politik betrieben. 

Und jetzt wird eine solche Frau Botschafterin in Rom! Ob der Vatikan mit einer solchen Ernennung einverstanden ist? Das bezweifle ich sehr! 

Oder ist diese Nominierung von Schavan zur Botschafterin am Heiligen Stuhl nur das Ergebnis einer verzweifelten Suche nach einem angemessenen Versorgungsposten? 

Was heißt angemessen? Damit ist in erster Linie die Besoldungsgruppe gemeint. So wie der deutsche Botschafter in Washington sehr gut besoldet ist. Weil der direkte diplomatische Kontakt mit den USA sehr wichtig ist! Sagen die Diplomaten. 

Und - man staune - ähnlich gut besoldet ist der Posten des Botschafters am Heiligen Stuhl! Darüber hat sich ja einst ein Philipp Jenninger gefreut. Erinnern wir uns, er war mal Präsident des Bundestags. Und dann hielt er eine Rede - genau genommen war es nicht seine Rede, jemand hatte sie für ihn geschrieben. Und sein Pech war, dass er diese Rede vorher nicht durchlas, sondern gleich vortrug. 


Veröffentlicht am 16.11.2013 von 56764183

Jenninger verfiel derart in den Jargon der Nazis, dass die Grünen und die SPD unter Protest den Saal verließen. Und dann wurde Jenninger als Botschafter nach Österreich entsorgt. Und danach wurde er trotz allem Botschafter am Heiligen Stuhl in Rom. 

Was lernen wir daraus? Schon einmal wurde der Posten des Botschafters am Heiligen Stuhl als Versorgungs- und Abschiebeposten missbraucht! 

Und ich frage mich auch: Wer wird Botschafter? Welche Voraussetzungen muss er erfüllen? Sollte er keine diplomatische Laufbahn eingeschlagen haben? Was, die Schavan als Diplomatin? Das kann ich mir nicht vorstellen. Und andere auch nicht.  

Spötter sollen ja behaupten, dass Diplomaten das Lügen beherrschen müssen - ohne rot zu werden. Immerhin, in dieser Hinsicht bringt Schavan einige Begabung mit. 

Wieso soll Schavan mit dem höchst dotierten Botschafterposten Deutschlands belohnt werden? 

Wofür soll sie belohnt werden? Wieso muss sie überhaupt belohnt werden? Darauf fällt mir keine Antwort ein. 

Übernommen von OverBlog