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Mittwoch, 30. Januar 2013

Deutschland - immer weniger Pressefreiheit - Rang 17! - Blog von Kiat Gorina


Deutschland fällt zurück? Was für eine Rangliste soll das sein? Die Reporter ohne Grenzen haben eine Rangliste erstellt - für die Informationsfreiheit. Aha, für die Pressefreiheit. Aber in Deutschland ist die Pressefreiheit im Grundgesetz garantiert:

Da steht unter anderem in Artikel 5 Absatz 1: Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. Wieso ist dann Deutschland zurückgefallen? Wegen der mangelnden Vielfalt der Presse.

Quelle: Reporter ohne Grenzen Rangliste der Pressefreiheit 2013

Genau das ist eines der größten Probleme in Deutschland. Wer eine überregionale Tageszeitung gelesen hat, braucht keine andere Zeitung mehr zu lesen - da steht in den meisten Blättern das Gleiche drin. Oft sogar im gleichen Wortlaut.

Da jammern viele Verleger, dass die Leserinnen und Leser wegbleiben und damit lukrative Anzeigenaufträge, und eben diese Verlage suchen die Ursache nicht bei sich selbst, sondern der "böse Mann" ist das Internet. 

Viele deutsche Verlage haben die Möglichkeiten des Internet schichtweg verschlafen! Wenn ein Verlag seinen Online-Auftritt als Abklatsch der Druckausgabe präsentiert, hat er bereits verloren.

Und noch zwei Ursachen gibt es meiner bescheidenen Meinung nach für die mangelnde Vielfalt der Presse:

  1. Große Verlage bauen Stellen in ihren Redaktionen ab und legen Redaktionen für mehrere Zeitungen zusammen. Das kann nicht gut gehen - wie die jüngste Entwicklung es aufgezeigt hat.
  2. Und wenn es vereinzelt Zeitungen gibt, deren Herausgeber es wagt, eine eigene Meinung zu veröffentlichen, dann werden solche Zeitungen und deren Herausgeber diskriminiert. Wie es Jakob Augstein, Herausgeber des Freitag, am eigenen Leib erfahren  musste:


Quelle: GLOSSE: Wer Israel kritisiert, gleich als Antisemit diffamiert

Gerade Jakob Augstein als Antisemit zu bezeichnen, das war wohl das Eigentor des Simon Wiesenthalzentrums des Jahres! Und wieso gerade Jakob Augstein? Weil er in seiner Wochenzeitung es wagt, eine eigene Meinung zu vertreten und Missstände in dieser Republik aufzuzeigen.

Also wird ein solcher Verleger wie Jakob Augstein zum medialen Abschuss freigegeben.

Dass vor allem in den Lokalredaktionen immer noch kräftig zensiert wird, erfahre ich immer wieder: Unlängst sprach mich eine Anzeigenwerberin eines Lokalblattes an, ob ich wieder inserieren werde. Ich erklärte ihr, dass ihr Blatt kaum noch interessante Artikel bringe. Wenn da über mehrere Seiten von Kaninchenzüchtervereinen berichtet wird, das lockt doch keinen Hund hinterm Ofen hervor. Sie nickte betrübt, das habe sie auch schon festgestellt.

Oder ich habe mal eine mir persönlich bekannte Lokalredakteurin gefragt, wieso sie über das brisante Thema Trinkwasser und Krebs und Uran nichts schreibt. Ich zeigte ihr sogar meine recherchierten Unterlagen. Sie las sehr interessiert, aber dann seufzte sie: "So etwas lässt der Chefredakteur nicht zu!"

Aber hallo?! Nennt sich das Pressefreiheit? Die Quittung bekommen die Verleger selbst präsentiert: Die Leserinnen und Leser wandern ab! Weg vom medialen Mainstream.

Gerhard Wisnewski erzählt, was da intern abläuft:


Veröffentlicht am 04.05.2012 von yoicenet2

Sonntag, 6. Januar 2013

GLOSSE: Wer Israel kritisiert, gleich als Antisemit diffamiert - Blog von Kiat Gorina


Für das Jahr 2012 erschien wieder die Liste der zehn gefährlichsten Menschen - gefährlich für den Staat Israel. Schauen wir uns doch diese Liste an:

Quelle: Simon Wiesenthal Center 2012 Top Ten Anti-Semitic/Anti-Isael Slurs


  1. Die Muslim-Bruderschaft in Ägypten: Tja, da fällt mir Goethes Zauberlehrling ein. Wer hat denn in den US-amerikanischen Denkfabriken die Pläne zur Destabilisierung des Mittleren Ostens entwickelt? Dass Fundamentalisten als Nachfolger von Mubarak die Oberhand gewinnen, war doch klar. Und wieder bewahrheitet sich: "Die Geister, die ich rief ..."
  2. Der iranische Staat: Wenn ich mir die ausgewählten Zitate ansehe, wieso sind diese anti-semitisch? Sie stellen eine Kritik am Staat Israel dar. Und sie stellen Tatsachen fest, wie den globalen Einfluss von Israel.
  3. Carlos Latuff: Sind wir doch einmal ehrlich, wie viele kennen ihn überhaupt? Er zeichnet Karikaturen. Auch gegen die Spitzen der derzeitigen israelischen Regierung. Und deshalb wird er gleich als Anti-Semit abgestempelt?
  4. Der europäische Fußball: Ja, ihr habt richtig gelesen! Der europäische Fußball ist anti-semitisch! Das verstehe wer will - ich nicht! Da gibt es den Fußballverein Tottenham Hotspur - in einem traditionell jüdischen Viertel in London - sagen die Israelis. Und bei einem Spiel riefen wütende Fans Sprüche, in den die Worte "Hitler" und "vergasen" vorkamen. Gerufen haben das die Fans des Vereins West Ham United. So jetzt wissen wir es: Deshalb ist der gesamte europäische Fußball anti-semitisch! 
  5. Die Svoboda Partei in der Ukraine: Diese Partei setzt sich für die Befreiung ein, Befreiung vom Regime in Moskau! Und sie bezeichnet die Unterdrücker als "Moskauer jüdische Mafia". Also anti-semitisch?
  6. Jetzt eine griechische Partei: Deren Führer leugnet die Verbrennungsöfen in den Konzentrationslagern ...
  7. Und eine weitere Partei, diesmal aus Ungarn, die Jobbik-Partei, ziemlich rechts. 
  8. Ein Norweger, er warnt vor dem israelischen Einfluss - in Medien und politischen Vereinigungen, deshalb gilt für das Wiesenthal Center Trond Ali Lindstad anti-semitisch!
  9. Auf diesen Platz wurde Jakob Augstein gesetzt - der Verleger der Wochenzeitung derFreitag. Da musste sogar der deutsche Mainstream widersprechen! Irgendwie entpuppt sich diese Top Ten Liste als Rohrkrepierer oder als Schuss nach hinten!
  10. Louis Farrakhan, USA. Er behaupt unter anderem, dass die Israelis die Medien kontrollieren, und die US-amerikanische Regierung ...

Jetzt schauen wir uns Aussagen von Jakob Augstein an, die zur Begründung für den 9. Platz dienen sollen:

Mit der ganzen Rückendeckung aus den USA, wo ein Präsident sich vor den Wahlen immer noch die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen sichern muss, und aus Deutschland, wo Geschichtsbewältigung inzwischen eine militärische Komponente hat, führt die Regierung Netanjahu die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs: Was ist denn an dieser Aussage so schlimm? Weil sie vielleicht wahr ist?

Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: “Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.” Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen: Da tritt Jakob Augstein für Günther Grass ein - darf er das nicht? Weil Israel den Nobelpreisträger nicht mehr einreisen lässt?

Gaza solle “auf dem niedrigsten Level funktionieren, der gerade noch eine humanitäre Katastrophe” ausschließe. Selbst das ist gelogen. Die Katastrophe geschieht. Gaza ist ein Ort aus der Endzeit des Menschlichen. 1,7 Millionen Menschen hausen da, zusammengepfercht auf 360 Quadratkilometern. Gaza ist ein Gefängnis. Ein Lager. Israel brütet sich dort seine eigenen Gegner aus: Auch wieder eine wahre Aussage, die nicht öffentlich verbreitet werden darf?

Das Feuer brennt in Libyen, im Sudan, im Jemen, in Ländern, die zu den ärmsten der Welt gehören. Aber die Brandstifter sitzen anderswo. Die zornigen jungen Männer, die amerikanische – und neuerdings auch deutsche – Flaggen verbrennen, sind ebenso Opfer wie die Toten von Bengasi und Sanaa. Wem nützt solche Gewalt? Immer nur den Wahnsinnigen und den Skrupellosen. Und dieses Mal auch – wie nebenbei – den US-Republikanern und der israelischen Regierung: Jakob Augstein ist einer der wenigen Journalisten in Deutschland, der unbequeme Wahrheiten ausspricht, aber ist er deshalb gleich anti-semitisch?

Und was meinen prominente Juden dazu? Was sagt Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrates der Juden? Er distanziert sich vom Vorwurf des Anti-Semitismus und auch gleich auch vom Publizisten Henryk M. Broder: Man kann nicht immer alles wörtlich nehmen, was er sagt, und man kann auch nicht immer alles ernst nehmen, was er sagt.

Quelle: Tagesspiegel Zentralrat der Juden springt Augstein bei

Und was sagt der Münchner Historiker Michael Wolffsohn? Michael Wolffsohn allerdings hält derartige „schwarze Listen“ grundsätzlich für „unanständig und gefährlich“ – auch, weil dadurch die Maßstäbe verrutschten. „Augstein überschreitet zwar mit seiner Haltung gegenüber Israels Politik oft genug die Grenzen des guten Geschmacks. Doch in eine Reihe mit griechischen Hardcore-Nazis oder judenhassenden Islamisten gehört er keinesfalls“, betont der Münchener Historiker.

Quelle: Tagesspiegel "Augstein schuldet dem jüdischen Volk eine Entschuldigung"

Damit hat Wolffsohn einen sehr wunden Punkt berührt: Schwarze Listen sind wirklich sehr gefährlich! Sie können missbraucht werden, sie dienen nur allzu leicht, unbequemen Kritikern den Mund zu stopfen.

Und ich wundere mich, wieso Israelis sehr dünnhäutig reagieren, wenn an ihnen Kritik geübt wird? Ich erinnerne mich noch an die israelitischen Überreaktionen gegen dem Literaturnobelpreisträger Günther Grass. Das war doch seitens seiner israelischen Kritiker alles andere als menschenwürdig.

Das Simon Wiesenthal Center hat sich mit der Top Ten Liste 2012 wirklich keinen Gefallen getan. Mit einer solchen Liste wird der Antisemitismus gewiss nicht bekämpft. Eher im Gegenteil! Die wirklichen Antisemiten fühlen sich dann noch bestätgtit, ihren "Kampf" gegen die "Semiten" fortzusetzen und zu verstärken. 

Wie wäre es, wenn Israelis die vorgebrachten Vorwürfe gegen sie mit Fakten widerlegen?


Veröffentlicht von Heutigevideos am 05.01.2013
besucherzhler

Montag, 9. April 2012

Nachschlag: Günter Grass und die Antisemitismus-Keule - Blog von Kiat Gorina


Ich schrieb ja einige Artikel über Günter Grass und die Vorwürfe, er sei Antisemit. Juliane schickte mir einen Link auf einen "Paukenschlag" von Egon W. Kreutzer. Ein höchst lesenswerter Artikel:
Quelle: Paukenschlag Günter Grass
Da stellt der Autor unter anderem die Frage: "Wer braucht warum den Krieg?"
Ja, wer benötigt einen Krieg zwischen Israel und dem Iran? Die großen Ölkonzerne. Wir haben es ja gerade erlebt: Die Ölkonzerne haben sich den Nachschub an Öl gesichert, zuletzt im Mittelmeerraum. Einmal mit angezettelten Revolutionen, die keine waren. Da ging es im Falle Libyen nur darum, Gaddafi zu vertreiben.
Seine Nachfolger machen nur zu gerne Geschäfte mit den USA und Israel. Ja, und was die griechischen Öl- und Gasvorkommen angeht, die haben korrupte griechische Politiker an die USA und Israel verscherbelt.
Sich mit solchem Öl zu bereichern, das ist einfach. Grund: Diese Staaten haben keine Atomwaffen. Als nächtes Ziel dieser Raubzüge ist der Iran eingeplant. Aber da gibt es ein kleines Problem!
Der Iran ist ein "Spielverderber" - er bastelt an der Atomtechnologie. Nur für zivle Zwecke - sagt er. Nein, der Iran baut an der Atombombe - behaupten die USA und Israel. Sollte der Iran wirklich eine Atombombe basteln, dann verschieben sich die Gleichgewichte: Der Iran kann mit der Atombombe drohen - ihm dann sein Öl zu rauben, das geht dann nicht mehr so leicht.
Also muss der Iran bombardiert werden - sagen die Israelis, solange er noch keine einsatzfähige Atombombe hat. 
Und die Gier dieser Ölimperien ist derart groß, dass sie die Gefahr eines globalen Konfliktes ignorieren - die Gefahr eines III. Weltkrieges - schlimmer als alle Kriege der Menschheit zusammen! Sollte wirklich ein dritter Weltkrieg angezettelt werden, eines ist sicher: Der Vierte Weltkrieg wird dann wieder mit Knüppeln ausgetragen.
Und dazu schickte Heike einen Kommentar - mit ihrem vollen Namen. Da ich jedoch nicht möchte, dass sie Probleme bekommt, kopiere ich ihren Kommentar hier rein. Heike schreibt:
Eben! man kann Niemals, auf das ganze Völker schließen, egal was einzelne für Spinner sind. Und dieser Bericht beweist es wieder, es gibt hoffung dass auch bei den Juden welche dabei sind die meinen dass man sie so kritisieren soll wie alle anderen auch - sonst ist es ja wirklich keine Gleichberechtigung. Alles "nur" Menschen. Und selbst "Langnasen" lernen. *grins* wobei es ja auch Völker sind die ziemliche "Breitnasen" gibt.  
Zum Thema zurück kehrend fällt mir ein, vor einigen "Jährchen" lief ja die Serie "Ein Stück Himmel" in Fernsehen, eine Autobiograpfie von Janina David, ein Mädchen was die Judenverfolgung überlebte. Ein Jahr nach der Serie, zeigte man ein Interview mit der Frau in der sie berichtete, dass sie zwar später nach Israel geflüchtet ist, sie es aber dort nicht lange aushielt, dass sie nicht mit ansehen konnte wie man dort mit den Paltinänsern umging. So wanderte sie nach Austrailen aus… wo sie auch gestorben ist.
Liebe Grüße
Heike
Ja, Heike, ich kenne einige Juden, die mit dieser Holocaust-Politik nicht einverstanden sind. Da wird jungen Menschen eingeredet, die Juden hätten den Holocaust überlebt, dafür dürften sie sich alles erlauben ...
Artikel über Günter Grass



Hochgeladen von AntiInfokrieger am 08.04.2012


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