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Dienstag, 5. November 2013

Guttenberg: Wie ein Phönix aus der Asche - das mediale Gedächtnis leidet an Alzheimer

In Sachen Guttenberg tut sich etwas: Kehrt er in absehbarer Zeit heim ins Reich - pardon - heim nach Deutschland? Am 1. März 2013 lobte BILD Stephanie:

Quelle: BILD.de Mit neuer Frisur zurück in Deutschland: Heidelberg – Power-Blazer, Trend-Haarschnitt – im Neu-Look kam Stephanie zu Guttenberg (36) gestern nach Heidelberg. Grund: Sie gibt den Vorsitz des Kinderschutzvereins „Innocence in Danger“ ab.

Das ist für eine Rückkehrerin ganz besonders wichtig: die neue Frisur, der Power-Blazer, kurzum der Neu-Look! Der Anlass ihres Besuches ist zweitrangig: Sie gibt der Vorsitz in einem Verein ab! Persönlich. Auch in den USA gibt es so etwas wie Post und Briefe. Aber nein, eine Stephanie gibt den Vorsitz persönlich ab! Und das ist dem Springer Verlag eine Meldung wert!

Und zwei Monate später trafen sich die Guttenbergs im Schwarzwald mit Bill Clinton!

Quelle: GLOSSE: Eine feine Gesellschaft trifft sich im Schwarzwald: Verschwörer haben es in der heutigen Zeit sehr schwer. Grund: Wo sollen sie sich treffen, ohne abgehört zu werden? Das Abhören erfolgt ja heute fast überall. Und die Agentur für nationale Sicherheit in den USA - NSA - hat ein ganz spezielles Programm gebastelt, dem entgeht nichts! Aber auch gar nichts! Aber in Deutschland - genauer im Schwarzwald - da gibt es einen Geheimtipp: da treffen sich Menschen für ganz geheime Gespräche. Es handelt sich um eine Hütte, sie gehört der Stadt Baden-Baden. Und diese Stadt hat sogar ein Sales-Team, das für die Prominenten und die sich dafür halten, einen Hüttenabend vorbereitet mit allem, was das Herz begehrt! Und wo ist der Geheimtipp? Das Funkloch! Ja, diese Hütte liegt in einem Funkloch, alle Handys bleiben stumm! Und die tiefgründigen Gespräche werden nicht durch Handygebimmel gestört.

Sie trafen sich in einer NSA-freien Zone! Wenn dies keine Bedeutung hat?

Und zwei Wochen vor der Bundestagswahl im September meldet sich Guttenberg wieder zu Wort, BILD berichtet:

Quelle: „Deutschland ist außenpolitisch ein Zwerg“: Aus dieser Richtung hatte Angela Merkel sicher keinen Angriff erwartet! Ausgerechnet ihr ehemaliger Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (41, CSU) wirft der Kanzlerin im Syrien-Konflikt mangelnde Solidarität mit der Nato und ihren Verbündeten vor.​

Ja, was sollte das? Sollte Guttenberg der Kanzlerin das Parieren beibringen? Ja, wenn die Finanzwirtschaft der USA einen Krieg braucht, um die Überbewertung der Firmen zu "korrigieren", dann hat auch die Kanzlerin zu parieren.

Und am 5. November 2013 erscheint er persönlich - der Freiherr von und zu Guttenberg. Persönlich bei der Kanzlerin. Zu einem persönlichen Termin. Was da besprochen wird, das bleibt geheim. Sogar der Regierungssprecher gibt keinen Kommentar ab. Es soll um die NSA gegangen sein - wird vermutet. Und über den Edward Snowden! Da besteht ja die Gefahr, dass Deutschland diesen Zeugen zur Befragung einladen muss. Und ihn vor den Zugriffen der USA gar schützen muss!

Quelle: stern.de Merkel empfängt Guttenberg im Kanzleramt: Laut "Bild"-Zeitung sprachen sie über die Affäre um den US-Geheimdienst NSA und die Folgen für die deutsch-amerikanischen Beziehungen.

Das gibt irgendwie Sinn. Vielleicht sollte Guttenberg eine Botschaft überbringen: Ladet Snowden ein und dann lasst ihr ihn von einem US-Kommando verhaften!

Andererseits forderte Guttenberg in einer Sendung des CNN: Obama solle sich entschuldigen für das Abhören von Merkels Handy. Ist das die neue Rolle von Guttenberg? Ein Vermittler? Ein Schlichter? Jedenfalls wird über den Freiherrn wieder berichtet - in vielen Gazetten. Das ist doch Balsam für seine Seele.

Wer redet da noch von einem gewissen Plagiat? Vom Verlust des Doktortitels? Das mediale Gedächtnis leidet an Alzheimer.


Hochgeladen am 11.03.2011 von John Elsenheimer

Übernommen von Over-Blog

Montag, 1. Juli 2013

Causa Gustl Mollath - Es wird eng für die Justizministerin

Da sitzen sie - die FREIEN! Ja, sie sitzen im bayerischen Landtag - die FREIEN WÄHLER! Und sie sind so frei, dass sie es wagen, die bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk zu kritisieren. Was heißt hier kritisieren? Sie werfen der Ministerin vor, dass sie gelogen habe. Allen voran der FW-Abgeordnete Florian Streibl, der die Ministerin verdächtigt, sie habe dem Landtag eine "Räuberpistole" aufgetischt!

Quelle: Süddeutsche.de Neue Vorwürfe gegen Justizministerin Merk: Wann wusste Beate Merk von einem internen Prüfbericht der HypoVereinsbank zu den Schwarzgeld-Vorwürfen von Gustl Mollath? Die bayerische Justizministerin sagt: im November 2012. Die Freien Wähler wollen beweisen können, dass es schon Monate vorher war.

Ja, irgendwie kann mir diese Ministerin leid tun: Das Internet hat ein Gedächtnis wie ein Elephant - es vergisst nichts. So weiß die Redaktion der Süddeutschen Zeitung von einer Mail aus dem Dezember 2011, die sich auf den internen Prüfbericht der Hypovereinsbank bezieht. In diesem Bericht steht ja der fulminante Satz: "Alle nachprüfbaren Behauptungen (Mollaths) haben sich als zutreffend herausgestellt" - also eine absolute Reinwaschung von Mollath.

Und es sollen bereits damals mehrere Besprechungen stattgefunden haben - zwischen Ministerium und Staatsanwalt! Bereits 2012 erhielt das Ministerium Post - von der Generalstaatsanwaltschaft in Nürnberg: einen Bericht über die Causa Mollath, in dem der vorgenannte Satz nicht nur enthalten, sondern sogar farbig markiert war!

Und wie reagiert die Justizministerin? 

Merk weist die Vorwürfe scharf zurück: Die Behauptung, sie habe dem Landtag nicht die Wahrheit gesagt, sei "infam". Sie habe im Untersuchungsausschuss erklärt, der Revisionsbericht der HVB sei erst auf ihre persönliche Anforderung hin im November 2012 vorgelegt worden. "Und das ist die Wahrheit", sagt Merk. Auch die zuständigen Referatsleiter aus dem Justizministerium würden dies so erklären.

Nun, die Faktenlage scheint dem zu widersprechen. Und dass die "zuständigen Referatsleiter" das auch so "erklären", ist doch verständlich! Wer von denen würde es wagen, ihrer Ministerin zu widersprechen? Die haben doch alle Angst um ihre Pensionen.

Wenn ich solche Artikel lese, dann erscheint mir das bayerische Justizwesen nur aus Augiasställen zu bestehen. Es wird Zeit, die ordentlich auszumisten! Die CSU ist offensichtlich dazu nicht in der Lage! Deshalb muss sie abgewählt werden!

Und ich frage mich: Wann nehmen die bayerischen Piraten endlich die Causa Mollath, die sich mehr und mehr zu einer Causa Merk zu entwickeln scheint, als Schwerpunkt für ihren Straßenwahlkampf? Menschenskinder, da serviert euch diese schwarzgelbe Staatsregierung einen Skandal nach dem andern und ihr macht nichts?! Und ihr wollt Piraten sein?! 

Jetzt gibt die Ministerin sogar selbst zu, dass Fehler gemacht worden seien ...


... nach einer kurzen Beratung hinter verschlossenen Tüten tritt Beate Merk erneut vor die Mikrofone. Sie räumt erstmals ein, dass in ihrem Zuständigkeitsbereich Fehler passiert sind ... Und sie schiebt den schwarzen Peter der Staatsanwaltschaft zu!
Veröffentlicht am 28.06.2013 von Woody123709

Da schrieb ich bereits am 11. Juni 2013 die GLOSSE: Wer "Mollath" schreibt oder ausspricht, ist gefährlich! 

Quelle: GLOSSE: Wer "Mollath" schreibt oder ausspricht, ist gefährlich!: Die bayerischen Justizbehörden - an ihrer Spitze die Justizministerin Dr. Beate Merk - haben diese Schnüffelliste aktualisiert: Wer "Mollath" und "Merk" schreibt, fällt sofort als Staatsfeind auf! Ohne Ansehen der Person. Das gilt sogar für CSU-Mitglieder - beispielsweise für Frau Prof. Dr. Ursula Gresser. Sie hatte getwittert: 

"Wann Mollath freikommt? Diese Frage könnte man Frau Merk am Mo. 10.06.13 um 19 Uhr im Landgasthof Hofolding stellen." Klar, da schlugen die blauweißen Schnüffelcomputer gleich zweimal zu: einmal wegen "mollath" und dann wegen "merk"! Und was passierte? Frau Professor bekam Besuch - von zwei Polizisten. 

Über diesen unglaublichen Vorfall wurde auch in der ZDF-Sendung "Neues aus der Anstalt" "berichtet":


Veröffentlicht am 28.06.2013 von Verfassung1871

Die Satiriker und Kabarettisten haben es zur Zeit sehr leicht: Sie brauchen sich nicht mehr ihre Köpfe zerbrechen und nach bühnenreifen Texten suchen, sie brauchen nur die Zeitungen zu lesen. Was da beispielsweise über Politikerinnen wie Dr. Beate Merk steht, das ist kabarettreif! Wenn ich da nur an ihre Aussage vor dem Untersuchungsausschuss denke: "Ich bin die politische Spitze dieses Hauses!"

Quelle: Merk und Mollath: Die politische Spitze sagt aus!: Süddeutsche.de Merk fühlt sich nicht zuständig: "Ich bin keine Sachbearbeiterin": Im Fall Mollath hat sich Beate Merk den Fragen des Untersuchungsausschusses gestellt - und ihr Vorgehen verteidigt. 

Gell, damit das allen klar ist, Frau Ministerin ist keine Sachbearbeiterin, das wollte Frau Ministerin gleich klarstellen! Und Frau Ministerin sagt auch, was sie in Wirklichkeit ist:

"Ich bin keine Sachbearbeiterin. Das sage ich jetzt ironiefrei. Ich bin die politische Spitze dieses Hauses."

Das ist doch ein Selbstverständnis, das sich gewaschen hat. Und Frau Ministerin versucht, alle ihre Spitzenbeamten reinzuwaschen - sie, die politische Spitze.

Da frage ich mich: Will die Justizministerin beruflich umsatteln? "Ironiefrei"?
Übernommen von Over-Blog