Vater ein deutscher Ingenieur, der im II. Weltkrieg in Peenemünde an der Entwicklung der V2 mitwirkte, Mutter Mongolin, die in die Rote Armee eintrat und für die Industriespionage in die DDR abkommandiert wurde. Aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden. Als ich noch ein Kind war, hat der Schamane in mir eine Schamanin erkannt. Das wollte ich aber nicht sein und auch nicht werden. Aber ich konnte vor meiner Bestimmung nicht davon laufen.
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Freitag, 19. Oktober 2012
Kurt Beck: Rücktritt und Maul halten - Blog von Kiat Gorina
Im August veröffentlichte ich einen Artikel, da ging es auch über den Ministerpräsidenten Kurt Beck und die Insolvenz der Nürburgring GmbH. Damals schrieb ich unter anderem:
"Oder es geht um ein anderes megalomanisches Projekt am und um den Nürburgring. Die extra dafür gegründete GmbH musste im Juli Konkurs anmelden - der Finanzminister von Rheinland-Pfalz musste zurücktreten und erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen Veruntreuung von Steuergeldern - bestimmt kein Kavaliersdelikt.
"Sogar Ministerpräsident Kurt Beck musste sich bei seinen Bürgern entschuldigen - aber zum Rücktritt war er doch nicht bereit! Da sollte für über 330 Millionen Euronen etwas hingeklotzt werden - geblieben sind nur haushohe Schulden."
Quelle: Politiker in der Provinz handeln provinziell und verbrennen Steuergelder
Jetzt hat Kurt Beck seinen Rücktritt angekündigt - nicht wegen der Probleme mit dem Nürburgring, sondern aus gesundheitlichen Gründen. Er sprach öffentlich von "Problemen mit der Bauchspeicheldrüse" - das ist schlimm und lässt Schlimmes befürchten.
Seine Nachfolgerin soll die derzeitige Sozialministerin Malu Dreyer - ebenfalls von der SPD - werden. Frau Dreyer ist seit zwanzig Jahren an multipler Sklerose erkrankt und meist auf einen Rollstuhl angewiesen. Ich begrüße es, dass jemand, der körperlich behindert ist, das Amt einer Ministerpräsidentin ausüben wird!
Wieso? Weil es in dieser Republik immer noch Landkreise gibt, da wird körperlich behindert mit geistig behindert gleichgesetzt! Ihr glaubt das nicht? Doch - im Landkreis Ansbach war das zu meiner Zeit an der Tagesordnung.
Wegen meines Diabetes habe ich einen Schwerbehindertenausweis! Dann wurde ich arbeitslos. Vom damaligen Arbeitsamt wurde ich in eine Reha-Maßnahme gesteckt: zu geistig Behinderten! Da sollte ich dann das Telefonieren lernen - mit einem Kindertelefon - rot, mit weißen Hörer!
Da habe ich gestreikt! Das Arbeitsamt drohte, die Zahlungen einzustellen. Ich musste mir einen Anwalt nehmen. Unglaublich, aber wahr! Dann kam der Leiter der Reha-Einrichtung auf die Idee, ich sei medikamentenabhängig und bräuchte gar kein Insulin.
Er wollte mich daran allen Ernstes daran hindern, Insulin zu spritzen! Also wieder Anwalt eingeschaltet! Und parallel eine Eilpetition an den Bayerischen Landtag und an den Bundestag. Das half - und dieser mörderische Unsinn wurde beendet!
Einige Ansbacher Behördenmitarbeiter haben mir das bis heute nicht verziehen! Aber es ging um mein persönliches Leben! Deshalb begrüße ich es sehr, dass die künftige Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz eine Frau ist, die wegen ihrer Krankheit nicht so mobil ist wie andere Menschen, aber deshalb bestimmt nicht geistig behindert!
Also, ihr Ansbacher Deppen, die ihr mich damals am Spritzen von Insulin hindern wolltet, nehmt das mal endlich zur Kenntnis!
Doch zurück zu Kurt Beck: Trotz Erkrankung hat Kurt Beck seinen Humor nicht verloren: Seine Aufforderung an einen Zuschauer "Könn' Sie mals's Maul halten?" wurde von einer Band aufgegriffen. Beck war nicht beleidigt, sondern lud diese Band ein.
Quelle: DIE WELT Band spielt "Maul halten"-Song für Kurt Beck
Könn' Sie mal's Maul halten? WIR SIND SPITZE
Veröffentlicht am 16.10.2012 von skasyvon
Quelle: Bild.de Deutschlands tapferste Politikerin
Video mit der Erklärung des Rücktritts
Ich wünsche Kurt Beck viel Kraft und Energie, mit seiner Erkrankung umzugehen! Und Frau Dreyer wünsche ich viel Erfolg als neue Ministerpräsidentin!
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Dienstag, 21. August 2012
Politiker in der Provinz handeln provinziell und verbrennen Steuergelder - Blog von Kiat Gorina
Irgendwie gibt es eine Gesetzmäßigkeit: Wenn Provinzpolitiker sich auf das glatte Parkett der Wirtschaft wagen, dann geht das meistens schief. Oft genug werden Steuergelder verbrannt!
Den Schuldigen juckt das oft wenig: Es geht ja nicht um ihr persönliches Geld, es geht ja nur um das Geld der Bürgerinnen und Bürger. Ob es sich da um ein Wahnsinnsprojekt im bayerischen Landkreis Ansbach handelt - da wurden fast 40 Millionen Euronen bei der Beseitigung von Klärschlamm verbrannt - im wahrsten Sinne des Wortes!
Oder es geht um ein anderes megalomanisches Projekt am und um den Nürburgring. Die extra dafür gegründete GmbH musste im Juli Konkurs anmelden - der Finanzminister von Rheinland-Pfalz musste zurücktreten und erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen Veruntreuung von Steuergeldern - bestimmt kein Kavaliersdelikt.
Sogar Ministerpräsident Kurt Beck musste sich bei seinen Bürgern entschuldigen - aber zum Rücktritt war er doch nicht bereit! Da sollte für über 330 Millionen Euronen etwas hingeklotzt werden - geblieben sind nur haushohe Schulden.
Bei der Aufarbeitug der Versäumnisse der Beteiligten und Beauftragten kommen Dinge zum Vorschein, die direkt aus einem Komödienstadel stammen könnten: Da wurden als Finanzinvestoren zwei Figuren beauftragt - einer ein ehemaliger Hoteldirektor aus Wiesbaden, der andere ein Assistent eines Zirkus. Unglaublich - aber wahr!
Und einen Zirkus haben diese beiden wirklich veranstaltet. Da ließen sie in Zürich nicht nur einmal die Sau raus, sie speisten in den teuersten Restaurants, nächtigten in teueren Hotels, und ließen sich willige Damen kommen - alles auf Kosten der Landesregierung!
Und dann schafften sie einen angeblichen Finanzinvestor aus Dubai herbei, der wedelte mit Schecks, die zusammen 100 Millionen Euronen wert sein sollten. Leider hatten diese Schecks einen kleinen Fehler - sie waren nicht gedeckt!
Quellen:
- süddeutsche.de Ex-Finanzminister muss wegen Nürburgring-Desaster vor Gericht
- WELT ONLINE Rheinland-Pfalz soll für Puffbesuche gezahlt haben
Und das scheint ja kein Einzelfall zu sein - sondern eher die Regel! Denken wir nur an den früheren Ministerpräsident Stephan Mappus, der ja sehr freigiebig war, als er den Kaufpreis der EnBW-Aktien aushandelte.
Quelle: Stefan Mappus - Der tiefe Fall eines S21-Befürworters
Was sagen eigentlich die betroffenen Bürgerinnen und Bürger dazu? Die meisten nicht viel bis gar nichts!
Da fallen mir Worte des geradezu legendären österreichischen Ökonomen Joseph Schumpeter ein, der über typische Bürger und Politik schrieb: "Der typische Bürger fällt auf eine tiefere Stufe der gedanklichen Leistung, sobald er das politische Gebiet betritt. Er argumentiert und analysiert auf eine Art und Weise, die er innerhalb der Sphäre seiner wirklichen Interessen bereitwillig als infantil anerkennen würde. Er wird wieder zum Primitiven. Sein Denken wird assoziativ und affektmäßig."
Quelle: Joseph Alois Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. UTB, Stuttgart 2005, S. 416
Und da auch Politiker typische Bürger sind, verhalten sie sich genauso!
Veröffentlicht am 25.07.2012 von ARD
Veröffentlicht am 01.08.2012 von phoenix
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