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Montag, 2. Dezember 2013

Der Koalitionsvertrag und die Haftungskaskade des Finanzministers

Der derzeit amtierende Bundesfinanzminister kennt ein neues Lieblingswort - die Haftungskaskade! So sehr mag er dieses Wort, dass es sogar in den Koalitionsvertrag floss. Gleich an zwei Stellen:

Seite 93:

Bei der Sanierung und Abwicklung von Banken setzen wir uns für die strikte Erhaltung einer klaren Haftungskaskade und für konsequente Beteiligung von Bankgläubigern (Bail-in) ein. Künftig müssen vorrangig Eigentümer und Bankgläubiger, nicht Steuerzahler herangezogen werden. Sparer mit einer Einlage bis zu 100.000 Euro werden geschützt! 

Was heißt das wirklich?Das ist nur eine Absichtserklärung. Soll heißen, wenn eine Bank pleite ist, dann sollen die Eigentümer und Gläubiger der Bank für die Schulden aufkommen. Vorrangig! Aber wenn diese beiden Gruppen kein Geld mehr haben oder zu wenig, dann werden wir Steuerzahler gerupft! Nachrangig!

Wieso darf eine Bank nicht pleite gehen? Wenn eine Bank zuviele Verluste angehäuft hat, weil sie sich verzockt hat, dann geht sie pleite! Aber nein, in solchen Fällen sollen wir Steuerzahler bluten! Auch wenn wir die Bank gar ncht kennen und keine Kunden dieser Bank sind!

Diese Ungeheurlichkeit steht in diesem Koalitionsvertrag! Da haben von der SPD Nahles und Gabriel zugestimmt! Sind die denn von allen guten Geistern verlassen?

Leute, derzeit touren ja die Spitzenfunktionäre der SPD bundesweit und wollen die SPD-Basis auf diesen Koalitionsvertrag einschwören! Leute, lasst euch nicht verkackeiern! Fragt diese Truppe: Stimmt es, dass letztendlich wir Steuerzahler die Schulden von Banken bezahlen sollen?

Aber es geht noch viel weiter mit dieser Haftungskaskade. Da gibt es einen verklausulierten Satz. Da sollten wir besonders vorsichtig sein und ihn genau lesen:

Seite 94:

Sobald der Aufbau eines europöischen Abwicklungsmechanismusbeschlossen ist, kann, nachdem der deutsche Gesetzgeber eine entsprechende Entscheidung getroffen und die EZB die Aufsicht operativ übernommen hat, als Zwischenlösung ein neues Instrument zur direkten Bankenkapitalisierung auf Basis der bestehenden ESM-Regelungen mit einem maximalen Volumen von 60 Milliarden Euro und insbesondere mit der entsprechenden Konditionalität und als letztes Instrument einer Haftungskaskade in Frage kommen, wobei sichergestellt ist, dass vorher alle vorrangigen Mittel ausgeschöpft worden sind und ein indirektes ESM-Bankenprogramm mit Blick auf die Schuldentragfähigkeit des Staates ausgeschlossen ist. Eine dauerhafte Üernahme direkter Bankenrisiken durch den Steuerzahler lehnen wir ab.

Und worum geht es? Um Zombie-Banken! Das sind Banken, die viel zu wenig Eigenkapital haben. Auch solche Banken dürfen nicht pleite gehen! Wer nun meint, deutsche Banken sind davon nicht betroffen, irrt gewaltig. Auch in Deutschland gibt es Zombie-Banken. Und wir Steuerzahlen sollen deren Verluste bezahlen!


Veröffentlicht am 25.11.2013 von Bananenrepublik1

Da haben die Kanzlerin und ihr Finanzminister den Deutschen eine schlimme Suppe eingebrockt und wir sollen sie auslöffeln. Und was sagt der CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler? Er stimmte als einer der wenigen gegen den ESM-Vertrag!

Quelle: THE HUFFINGTON POST CSU-Politiker Peter Gauweiler: Das Ende der Eurozone naht

Übernommen von Over-Blog

Donnerstag, 11. April 2013

Fiasko bei Deutscher Bank - Blog von Kiat Gorina


Wann hat es das schon gegeben? Bei der Deutschen Bank? Eine außerordentliche Aktionärsversammlung?! Es war die erste außerordentliche Aktionärsversammlung in der Geschichte der Deutschen Bank! Und warum? Weil das Oberlandesgericht München den Erben des verstorbenen Medienmoduls Leo Kirch recht gegeben hat. Kirch hatte geklagt: Wegen des damaligen Chefs der Deutschen Bank - Rolf Breuer, der mit seinen Äußerungen über Kirch schuld sein sollte, dass Kirch in die Pleite getrieben wurde.

Quelle: Kölner Stadt Anzeiger Deutsche Bank legt Geld für Prozess zurück 

Wenn es nach den Erben geht, dann geht es um zwei Milliarden. Das kann auch die Deutsche Bank nicht aus der Portokasse bezahlen! Das sind keine "Peanuts"!

Und der Streit geht noch weiter: Im Mai 2012 gab es ein Aktionärstreffen, da wurden Beschlüsse gefasst. Die wurden von den Kirch-Erben erfolgreich angefochten, das bedeutete für die Deutsche Bank - nach einem Urteil des Landgerichtes Frankfurt (Az.: 3-05 O 93/12):

  • keine Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • die Wahlen zum Aufsichtsrat sind ungültig
  • die Wahl des Abschlussprüfers ist ungültig
  • die Verwendung des Bilanzgewinnes ist ungültig

Die Deutsche Bank musste - ob sie wollte oder nicht - eine außerordentliche Aktionärsversammlung einberufen. Die allein soll über fünf Millionen gekostet haben soll.

Und der Anwalt der Kirch-Erben - Franz Enderle - stellte wie mit einem Maschinengewehr viele Fragen - allesamt sehr unangenehm für die Deutsche Bank!

Ja, einige Aktionäre bestanden darauf, dass diese Aktionärsversammlung in Deutsch stattfinden muss. Aber einer des Ko-Vorstandes - Anshu Jain - spricht nicht deutsch. Wie soll er da Auskunft geben? Ich persönlich habe ja nichts gegen Inder, aber muss ausgerechnet einer der Ko-Vorstände ein Inder sein, der nicht des Deutschen mächtig ist?!

Quelle: dradio.de Außerordentliche Hauptversammlung der Deutschen Bank

Alles in allem eine ziemliche Blamage für das Top-Management der Deutschen Bank! Und für den Ruf dieser Bank absolut schädlich! Über zehn Jahre dauert der Streit zwischen Kirch - und seinen Erben - und der Deutschen Bank! Wieso gaben die Chefs der Deutschen Bank nicht zu, dass Breuer mit seinen unbedachten Äußerungen die Pleite von Kirch herbeiredete?!

Die Deutsche Bank wäre vielleicht mit einem blauen Auge davongekommen, wäre sie zu einem außergerichtlichen Vergleich mit den Erben bereit gewesen. Aber das kam für die Spitzen dieser Bank nicht in Frage. Sie saßen und sitzen auf ihrem hohen Ross! Und stürzen jetzt umso tiefer!

Es ist schon sehr traurig, wenn eine einst renommierte Bank zu einer Skandalbank mutiert!


Veröffentlicht am 11.04.2013 von ARD Mittagsmagazin

Wann wird Ruhe bei der Deutschen Bank wieder einkehren? Professor Becker: Erst dann wenn die derzeitiger Bänker durch Bankiers abgelöst werden!


Veröffentlicht am 11.04.2013 von DAFChannel


Dienstag, 21. August 2012

Politiker in der Provinz handeln provinziell und verbrennen Steuergelder - Blog von Kiat Gorina


Irgendwie gibt es eine Gesetzmäßigkeit: Wenn Provinzpolitiker sich auf das glatte Parkett der Wirtschaft wagen, dann geht das meistens schief. Oft genug werden Steuergelder verbrannt! 

Den Schuldigen juckt das oft wenig: Es geht ja nicht um ihr persönliches Geld, es geht ja nur um das Geld der Bürgerinnen und Bürger. Ob es sich da um ein Wahnsinnsprojekt im bayerischen Landkreis Ansbach handelt - da wurden fast 40 Millionen Euronen bei der Beseitigung von Klärschlamm verbrannt - im wahrsten Sinne des Wortes! 

Oder es geht um ein anderes megalomanisches Projekt am und um den Nürburgring. Die extra dafür gegründete GmbH musste im Juli Konkurs anmelden - der Finanzminister von Rheinland-Pfalz musste zurücktreten und erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen Veruntreuung von Steuergeldern - bestimmt kein Kavaliersdelikt. 

Sogar Ministerpräsident Kurt Beck musste sich bei seinen Bürgern entschuldigen - aber zum Rücktritt war er doch nicht bereit! Da sollte für über 330 Millionen Euronen etwas hingeklotzt werden - geblieben sind nur haushohe Schulden. 

Bei der Aufarbeitug der Versäumnisse der Beteiligten und Beauftragten kommen Dinge zum Vorschein, die direkt aus einem Komödienstadel stammen könnten: Da wurden als Finanzinvestoren zwei Figuren beauftragt - einer ein ehemaliger Hoteldirektor aus Wiesbaden, der andere ein Assistent eines Zirkus. Unglaublich - aber wahr! 

Und einen Zirkus haben diese beiden wirklich veranstaltet. Da ließen sie in Zürich nicht nur einmal die Sau raus, sie speisten in den teuersten Restaurants, nächtigten in teueren Hotels, und ließen sich willige Damen kommen - alles auf Kosten der Landesregierung! 

Und dann schafften sie einen angeblichen Finanzinvestor aus Dubai herbei, der wedelte mit Schecks, die zusammen 100 Millionen Euronen wert sein sollten. Leider hatten diese Schecks einen kleinen Fehler - sie waren nicht gedeckt!
Quellen:

  1. süddeutsche.de Ex-Finanzminister muss wegen Nürburgring-Desaster vor Gericht
  2. WELT ONLINE Rheinland-Pfalz soll für Puffbesuche gezahlt haben

Und das scheint ja kein Einzelfall zu sein - sondern eher die Regel! Denken wir nur an den früheren Ministerpräsident Stephan Mappus, der ja sehr freigiebig war, als er den Kaufpreis der EnBW-Aktien aushandelte. 
Quelle: Stefan Mappus - Der tiefe Fall eines S21-Befürworters 

Was sagen eigentlich die betroffenen Bürgerinnen und Bürger dazu? Die meisten nicht viel bis gar nichts! 

Da fallen mir Worte des geradezu legendären österreichischen Ökonomen Joseph Schumpeter ein, der über typische Bürger und Politik schrieb: "Der typische Bürger fällt auf eine tiefere Stufe der gedanklichen Leistung, sobald er das politische Gebiet betritt. Er argumentiert und analysiert auf eine Art und Weise, die er innerhalb der Sphäre seiner wirklichen Interessen bereitwillig als infantil anerkennen würde. Er wird wieder zum Primitiven. Sein Denken wird assoziativ und affektmäßig." 
Quelle: Joseph Alois Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. UTB, Stuttgart 2005, S. 416 

Und da auch Politiker typische Bürger sind, verhalten sie sich genauso!


Veröffentlicht am 25.07.2012 von ARD


Veröffentlicht am 01.08.2012 von phoenix


besucherzhler

Samstag, 26. November 2011

Manroland in Konkurs - Weihnachtsbescherung: über 6.000 arbeitslos! - Blog von Kiat Gorina

Den Mitarbeitern von Manroland droht ein Weihnachten der besonderen Art: Ihr Arbeitgeber hat Konkurs beantragt. Über 6.600 Arbeitsplätze sind gefährdert! Das wird ein Weihnachten für die betroffenen Menschen geben. Auch wenn das Ifo-Institut - und deren Professor (Un-)Sinn verkünden, der Aufschwung in Deutschland halte an - für die Betroffenen ist kein Aufschwung zu spüren.
Das wird eine Pleite geben! Fast so wie bei Arcandor - der vormaligen Quelle! Einer der Mitverursacher Middelhoff sitzt immer noch in Saint Tropez in seinen Villen und schaut zu, wie seine monströse Yacht im Hafen schaukelt. Über 50.000 berufliche Existenzen wurden von ihm und seinen Kumpanen vernichtet! Das ist Kapitalismus pur!
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Sonntag, 31. Juli 2011

USA: Wer ist schuld an den Schulden? - Blog von Kiat Gorina

Die letzten Tage schaute eine spezielle Spezies Menschen auf die Börsenkurse - sie fielen und fielen. Weil die bisher größte Wirtschaftsmacht auf diesem Planeten kurz davor stand, Konkurs anmelden zu müssen. Die USA hatten festgelegt, dass sie eine Schuldengrenze nicht mehr überschreiten dürfen.

Nun muss jedoch der Präsident resp. seine Regierung wieder neue Schulden machen, sonst können zum Beispiel keine Schecks an die Veteranen geschickt werden. Und die werden sauer - stinksauer! Haben sie doch in den Kriegen ihren Kopf hingehalten, wurden verletzt - und jetzt besteht die Gefahr, dass der Staat seine Veteranen hängen lässt?!

Mittwoch, 2. Februar 2011

GLOSSE: Ratgeber - Wie verdumme ich das Volk?! - Blog von Kiat Gorina

Sogar die ZEIT berichtete einst darüber, dass Kanzlerin Merkel immer wieder Verleger und Chefreakteure "einlädt" und sie "bittet", nur positive Nachrichten zu bringen. Irgendwie erinnert mich ein solches Verlangen an die frühere DDR, da wuden ja der Bevölkerung tolle Nachrichten vorgegaukelt, obwohl jeder wusste, wie es in der traurigen Wirklichkeit aussah. WEITER

Sonntag, 19. April 2009

Bierdeckel Adieu?

Seit über hundert Jahren werden in Weisenbach bei Katz Bierdeckel hergestellt; jetzt ist Katz insolvent, obwohl Katz drei Viertel des weltweiten Bedarfs produziert hat.

Freitag, 6. März 2009