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Freitag, 16. November 2012

Heute ist Tag der Toleranz - ob das auch gewisse Dörfler wissen? - Blog von Kiat Gorina



Heute, am 16. November wurde ein internationaler Tag ausgerufen - der Tag der Toleranz! Im heutigen Newsletter der UNO wurde diesem Tag ein kleines Kapitelchen gewidmet:

Quelle: UNRIC Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa Internationaler Tag der Toleranz

Da steht u. a.: „Toleranz ist die Basis für gegenseitiges Verständnis und Respekt. Sie ist eine Lebenseinstellung, die die Vielfalt der Kulturen fördert. Zudem ist Toleranz die Grundlage für unsere Bestrebungen, weltweit Frieden zu schaffen. Wie in der Erklärung von Prinzipien der Toleranz der UNESCO von 1995 dargelegt, ist Toleranz „eine Tugend, die den Frieden ermöglicht, und dazu beiträgt, die Kultur des Krieges durch eine Kultur des Friedens zu überwinden.“

Das sind hehre Worte - wie schaut es jedoch im Alltag aus? Wenn ich da an den kommenden Montag, den 19. Novemder denke, da hat der Bürgermeister von Windsbach im benachbarten Dorf eine Bürgerversammlung angekündigt. Und weil es keine gemeindeeigenen Räume gibt, findet diese Bürgerversammlung im einzigen Wirtshaus im Dorf statt.

Der Wirt hatte uns ein Hausverbot ausgesprochen - wieso eigentlich? Vielleicht deshalb, weil wir es gewagt hatten, angebratene Wurstzipfelreste in einem "vegetarischen" Salat zu monieren? Oder weil ich angeblich eine Hexe bin? Das durch den Wirt ausgesprochene Hausverbot ist seine persönliche Entscheidung. 

In der näheren Umgebung gibt es andere Wirtshäuser! Wenn allerdings in diesem Wirtshaus eine Bürgerversammlung stattfindet, dann sollten wir nicht ausgesperrt bleiben. Also schrieb ich dem Windsbacher Bürgermeister, der schrieb zurück, dass er während der Bürgerversammlung das Hausrecht habe und wenn er die Versammlung schließe, gehe das Hausrecht wieder an den Wirt über.

Aber: Wenn der Bürgermeister die Bürgerversammlung schließt und der Wirt wieder sein Hausrecht ausüben kann, dann sitzen wir noch in seinem Saal. Der Wirt kann dann gleich von seinem Hausrecht Gebrauch machen und sofort die Polizei rufen, weil wir uns trotz ausgesprochenem Hausverbot in seinem Wirtshaus aufhalten. Er ist da voll im Recht.

Ich habe zu diesem Sachverhalt einen befreundeten Rechtsanwalt befragt, er bestätigte meine Befürchtungen. Ich wandte mich an das Landratsamt Ansbach - mehrmals. 

Keine Reaktion! Das ist wieder einmal typisch. Übrigens, ein Mitarbeiter dieses Landratsamtes war auch beim Skandal mit der EU-Wahl in Ohrenbach beteiligt - da wurde gegen das Grundprinzip einer geheimen Wahl eklatant verstoßen:

Quelle: EU-Wahl: Geheime Wahlen? Nicht in Ohrenbach!

Hinzu kommt, dass meine Beschwerde beim Landratsamt offensichtlich einigen Dorfbewohnern "mitgeteilt" wurde. Ich erhielt mehrere Anrufe - anonym natürlich. Ich wurde gewarnt, mich ja nicht bei der Bürgerversammlung blicken zu lassen!

Das ist dann wohl die Art und Weise, was in einem mittelfränkischen kleinen Dorf unter "Demokratie" verstanden wird! Von "Toleranz" ganz zu schweigen ...


Hochgeladen von derkleineSmutje am 27.10.2010


Robert Long Tolerant
Hochgeladen von taxmanmartin am 30.10.2009
besucherzhler

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Ein Buddha als Weihnachtskugel - muss das sein? - Blog von Kiat Gorina


Bald ist ja Weihnachten. Das merkte ich heute auch in der Post. Da steckte ein dicker Katalog im Briefkasten. Er nannte sich "Designkatalog für Bürointerieur" - welch ein hochtrabendes Wort!

Neugierig wie ich bin, blätterte ich. Und was sah ich? Eine angeblich mundgeblasene Buddhafigur, siebzehn Zentimeter hoch, aus Glas. Sozusagen ein Buddha als Weihnachtskugel. Wirklich, das sollte ein Anhänger für den Weihnachtsbaum sein.


(C) www.cairo.de
Da frage ich mich wirklich - muss das sein? Für Buddhisten ist eine Buddhafigur ein religiöser Gegenstand - aber kein Firlefanz, um einen Weihnachtsbaum zu verzieren! Ich frage mich auch: Wie reagieren Christen, wenn ein Buddhist zu einem buddhistischen Fest ein Kruzifix aufhängt. Zum Beispiel beim Wasserfest und den gekreuzigten Christus mit Wasser bespritzt und alle klatschen dazu?!

Ich bin für Religionsfreiheit. Dazu gehört meiner bescheidenen Meinung nach auch, dass die religiösen Gefühle anderer nicht verletzt werden. Und wäre ich Buddhistin, dann wäre ich beim Anblick eines Buddha als Weihnachtskugel an einem "christlichen" Baum zumindest peinlich berührt.

Und ich frage mich, welcher Produktdesigner kam auf diese hirnrissige Idee? Und ich frage mich auch: Wer kauft solche Figuren? Oder gibt es wirklich unter den Menschen solch schräge Figuren, die auf solche Figuren stehen? Wahrscheinlich.


Veröffentlicht am 08.09.2012 von georgkreislerupload
besucherzhler

Montag, 30. Juli 2012

Denen ist nichts mehr heilig - Blog von Kiat Gorina


Heute musste ich in einen Baumarkt. Ich reihte mich in eine Schlange vor der Kasse ein, vor mir eine sichtlich gestresste Mutter mit ihrem Sohn. Im Einkaufswagen hatten sie eine Buddhastatue stehen - bereits ausgepackt. Ziemlich hoch. 


Dann fummelte der Sohnemann an der Statue herum und die Schale in den Händen des Buddhas fing zu leuchten an - wie in einer Disko. Kommentar des Jungen: "Echt geil!" 


Ich finde so etwas geschmacklos! Schließlich gibt es Buddhisten - denen eine Buddhastatue viel bedeutet. Ich konnte nicht anders und sprach die Frau an: "Wissen Sie, was diese Buddha-Statue bedeutet?" 


Sie zuckte nur mit den Schultern, dann kam ein: "Schaut doch toll aus, ist mir doch egal, ob das was bedeutet!" Ich hielt meinen Mund. 


Am Parkplatz traf ich sie wieder: Sie fuhr ein flaches Mini-Cabrio - immerhin einen Viersitzer. Verdeck natürlich offen. In den Kofferraum passte der Buddo beim besten Willen nicht. Allenfalls ein Schminkköfferchen. Ratlos stand sie vor dem geöffneten Kofferraum. 


Da hatte ich Mitleid mit ihr und sprach sie an: "Da hilft nur eins, auf den Rücksitz mit der Figur und anschnallen. Und dann langsam fahren und vor allem nicht abrupt bremsen!" Ich half ihr, die Figur auf die Rückbank zu hieven. 
Dann war sie etwas verlegen, sie fragte mich: "Was hat es mit dieser Figur auf sich?" - "Für Buddhisten stellt sie den Budda dar, den die Buddhisten sehr verehren. Und die Diskobeleuchtung wäre genauso, wenn jemand ein Kreuz der Christen mit LED-Lampen bestückt und flimmern lässt." 


"Aber das ist etwas anderes!"
"Nein, das ist es nicht! Das Kreuz ist eine heilige Figur für gläubige Christen. Und genaus gibt es gläubige Buddhisten, die schockiert sind, wenn ihr Buddha so verschandelt wird!" 


Beleidigt wackelte sie mit ihrem Hintern und stieg in in Auto - samt Sohnemann. Da frage ich mich: Was ist aus dieser Menschheit geworden? Nicht einen Funken Respekt vor dem Glauben der Mitmenschen! 


Und wenn es Kunden gibt, die einen Artikel immer öfter kaufen - beispielsweise eine Buddhastatue, dann wird versucht, mit irgendwelchen Gimmicks noch mehr Statuen zu verkaufen. Muss das wirklich sein?


Veröffentlicht am 09.06.2012 von Travelbild

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