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Montag, 7. Juli 2014

GLOSSE: Stagnationswasser und die Widersprüche eines Wasserversorgers


So ein Wasserversorger hat es schwer. Da kommt es immer wieder zu Stagnatationswasser. Also Wasser, das nicht fließt, sondern steht. Jede Hausfrau weiß: Wasser das steht, das fault! Und ein Sprecher eines Wasserversorgers gibt zu: "generelle Vermeidung von Stagnationswasser am Wasserzähler ist durch den Wasserversorger nicht möglich."

Quellen
Und so ein richtiger Wasserversorger ist natürlich Mitglied beim DVGW - dem Deutschen Verein für Gas- und Wasserwirtschaft. Dieser Verein erstellt technische Regeln - für seine Mitglieder - die Wasserversorger. Und da gibt es eine Regel, die besagt: Liegt die mittlere Fließgeschwindigkeit unter 5 mm pro Sekunde, dann liegt Stagnationswasser vor!

Au Backe! Auch im vorliegenden Fall kann der Sprecher des Wasserversorgers nicht anders. Er muss zugeben: Es liegt ständig Stagnationswasser vor! Da mag er sich winden wie er will. Das schrieb auch die Bayerische Staatszeitung! 

Aber: Der Sprecher baut vor: "Ein regelmäßiger Wasseraustausch in stagnierenden Bereichen zur Vermeidungung einer Koloniezahlerhöhung ist nicht erforderlich."

Wer den Artikel der Bayerischen Staatszeitung gelesen hat, wird schmunzeln. Grund: Obwohl angeblich ein regelmäßiger Wasseraustausch bei Stagnationswasser nicht erforderlich sein soll, ergab eine Beprobung, dass die Koloniezahl den Grenzwert überschritt! 

Aber das macht nichts! Denn: "Ein Wasseraustausch ist nicht erforderlich!" Die Wirklichkeit schaut anders aus.

Und noch ein Widerspruch: Mir war angekündigt worden, "dass die örtliche Feuerwehr hin und wieder spülen werde, indem sie Übungen am Hydranten nah meinem Anwesen durchführen würde."

Nur gibt es da ein kleines Problem: Die DIN 14462 für Feuerwehren. Diese Norm schreibt zwingend vor, dass Feuerwehrleute nicht mit angestandenem Wasser löschen dürfen! Diese Norm geht sogar so weit, dass Löschwasserleitungen immer trocken stehen müssen - erst beim Brandfall dürfen sie befüllt werden! 

Das ist doch toll! Die Feuerwehr darf im Brandfall nicht mit dem stehenden Wasser löschen, ich aber soll gezwungen werden, solches Wasser zu trinken! 

Willkommen in Absurdistan! 



Veröffentlicht am 26.02.2014 von Kiat Gorina

Es rächt sich halt, wenn alte Nazigesetze aus dem Jahr 1935 fröhliche Urständ feiern! ...

Übernommen von OverBlog

Freitag, 20. Juni 2014

Seltsame Zwangsbeglückung: Sauernheim und die überregionale Presse ...


Über Sauernheim - einem Ortsteil von Windsbach, der Heimat des berühmten Windsbacher Knabenchors - schrieb ich gelegentlich. Ab heute schreibe nicht nur ich darüber, sondern auch die überregionale Presse. Man lese und staune, da erschien heute ein Artikel in der Bayerischen Staatszeitung, der sich in Sauernheim abspielte und spielt:

Quelle: Bayerische Staatszeitung Geschmacksargumente zählen nicht: Denn anders als in der Richtlinie des DVGW (Deutscher Verband der Gas- und Wasserwirtschaft) mit der Nummer 400-1 vorgegeben, komme in ihrem Haus so genanntes Stagnationswasser an. Das 300 Meter lange Rohr der Stärke DN 100 unter der Straße hat nämlich außer ihr keinen weiteren Abnehmer. Die vom DVGW vorgegebene Fließgeschwindigkeit von über fünf Millimetern pro Sekunde werde massiv unterschritten, kritisiert sie. Ein Umstand, den auch der Versorger zugibt.

In der Druckausgabe vom 20. Juni 2014 (Nr. 25) steht der Artikel unter dem Titel Seltsame Zwangsbeglückung.

Da ich ja als diplomierte Lebensmitteltechnologin mich mit Mikrobiologie und auch mit Hydraulik auskenne, habe ich das mit dem Stagnationswasser in einem Video zusammengefasst und erklärt:


Veröffentlicht am 20.02.2014 von Kiat Gorina

Ich habe zwar geahnt, dass die Behörden mit der Brechstange resp. Polizeigewalt  mich zwingen werden, mich an dieses Fernwasser anzuschließen. Der Anschluss- und Benutzungszwang in der deutschen Gemeindeordnung aus dem Jahr 1935 - demnach ein Nazi-Gesetz - lässt grüßen! 

Meine Reaktion: Ich nahm einen Protestsong auf! Gegen braune Nazigesetze! 


Veröffentlicht am 26.02.2014 von Kiat Gorina

Übernommen von Over-Blog