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Sonntag, 27. Juli 2014

Was wäre wenn die Franken sich von Bayern trennen wollten ...


Es gibt immer mehr Franken, die sind auf Oberbayern sauer. Grund: Von den vielen Steuereinnahmen fließt das Meiste nach Oberbayern - Franken bekommt zu wenig ab - sagen immer mehr Franken. Was wäre, wenn Franken eine Volksabstimmung abhielten: Soll Fanken ein eigenes Bundesland werden? 

Zugegeben, das klingt etwas hypothetisch. Aber was wäre dann, wenn die Kanzlerin und der bayerische Ministerpräsident dann die Bundeswehr einsetzten, die dann Bomben auf Franken abwirft?! Und wenn der große amerikanische Freund seine Söldnerarmeen schickt?! Und wenn die EU-Staaten Deutschland zu Hilfe kommen?! 

Das gibt es nicht. Welche Regierung wird schon auf die eigene Bevölkerung Bomben schmeißen! Unsinn! 

Das ist leider kein Unsinn! Blicken wir auf die Ukraine. Da gibt es im Osten Bürger, die wollen sich von der Ukraine lösen. Deshalb lässt die ukrainische Regierung die Ostukraine bombardieren! Und der Westen suggeriert durch gleichgeschaltete Medien, dass die Ostukrainer böse Menschen sind, ja, das sind Separisten! Sie sind eigentlich böse Verbündete des noch böseren Russland und noch mehr unsinnges Zeug wird verbreitet. 

Fast die gesamte westliche Medienwelt fällt über die Ostukrainer her. Sie werden als Terroristen dargestellt.  

Wie sagten doch die alten Römer? AUDIATUR ET ALTERA PARS! Man höre auch die andere Partei. Lassen wir doch die andere Partei - die der Ostukraine - zu Wort kommen: 


Veröffentlicht am 19.06.2014 von Deutschland+Russland

Mal Hand auch Herz! Wie würden wir reagieren? Wenn die eigene Regierung auf uns Bomben schmeißt? Würden wir uns nicht verteidigen? Würden wir nicht zu den Waffen greifen und kämpfen? 

Sind wir ehrlich! Die allermeisten würden kämpfen! 

Wieso werden diese ostukrainischen Kämpfer so verteufelt? Weil sie dem Westen - vor allem den USA - ganz besonders Monsanto - die Suppe versalzen! 

Denkt mal drüber nach! 

Übrnommen von OverBlog

Montag, 7. Juli 2014

GLOSSE: Stagnationswasser und die Widersprüche eines Wasserversorgers


So ein Wasserversorger hat es schwer. Da kommt es immer wieder zu Stagnatationswasser. Also Wasser, das nicht fließt, sondern steht. Jede Hausfrau weiß: Wasser das steht, das fault! Und ein Sprecher eines Wasserversorgers gibt zu: "generelle Vermeidung von Stagnationswasser am Wasserzähler ist durch den Wasserversorger nicht möglich."

Quellen
Und so ein richtiger Wasserversorger ist natürlich Mitglied beim DVGW - dem Deutschen Verein für Gas- und Wasserwirtschaft. Dieser Verein erstellt technische Regeln - für seine Mitglieder - die Wasserversorger. Und da gibt es eine Regel, die besagt: Liegt die mittlere Fließgeschwindigkeit unter 5 mm pro Sekunde, dann liegt Stagnationswasser vor!

Au Backe! Auch im vorliegenden Fall kann der Sprecher des Wasserversorgers nicht anders. Er muss zugeben: Es liegt ständig Stagnationswasser vor! Da mag er sich winden wie er will. Das schrieb auch die Bayerische Staatszeitung! 

Aber: Der Sprecher baut vor: "Ein regelmäßiger Wasseraustausch in stagnierenden Bereichen zur Vermeidungung einer Koloniezahlerhöhung ist nicht erforderlich."

Wer den Artikel der Bayerischen Staatszeitung gelesen hat, wird schmunzeln. Grund: Obwohl angeblich ein regelmäßiger Wasseraustausch bei Stagnationswasser nicht erforderlich sein soll, ergab eine Beprobung, dass die Koloniezahl den Grenzwert überschritt! 

Aber das macht nichts! Denn: "Ein Wasseraustausch ist nicht erforderlich!" Die Wirklichkeit schaut anders aus.

Und noch ein Widerspruch: Mir war angekündigt worden, "dass die örtliche Feuerwehr hin und wieder spülen werde, indem sie Übungen am Hydranten nah meinem Anwesen durchführen würde."

Nur gibt es da ein kleines Problem: Die DIN 14462 für Feuerwehren. Diese Norm schreibt zwingend vor, dass Feuerwehrleute nicht mit angestandenem Wasser löschen dürfen! Diese Norm geht sogar so weit, dass Löschwasserleitungen immer trocken stehen müssen - erst beim Brandfall dürfen sie befüllt werden! 

Das ist doch toll! Die Feuerwehr darf im Brandfall nicht mit dem stehenden Wasser löschen, ich aber soll gezwungen werden, solches Wasser zu trinken! 

Willkommen in Absurdistan! 



Veröffentlicht am 26.02.2014 von Kiat Gorina

Es rächt sich halt, wenn alte Nazigesetze aus dem Jahr 1935 fröhliche Urständ feiern! ...

Übernommen von OverBlog

Sonntag, 22. Juni 2014

GLOSSE: Bundeswehr braucht mehr Kindersoldaten!


Wie wurde sie belächelt, die neue Bundesverteidigungsministerin! Sie richtete als eine ihrer ersten Amtstaten eine Kita in der Bundeswehr ein. Damit lag Frau von der Leyen voll im internationalen Trand!  

Schauen wir doch nur Staaten an wie China, Saudi-Arabien, Pakistan, Iran und auch Kanada! Dort dienen Jugendliche in den Armeen, auch wenn sie jünger als 17 Jahre sind! 

Das geht natürlich nicht in Deutschland. Da ist die Bundeswehr total im Nachteil! Ist sie das wirklich? Da stellte die Partei LINKE im Bundestag eine Kleine Anfrage, ob in der Bundeswehr auch Jugendliche dienen? Die Antwort war: Natürlich! Wir bilden Jugendliche sogar im Gebrauch der Waffen aus. Aber sie dürfen die Waffen erst einsetzen, wenn sie volljährig sind. 

Und die Jugenlichen dürfen nur mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten in die Bundeswehr eintreten - soviel Ordnung muss schon sein. 

Und wie steht es mit Auslandseinsetzen? Natürlich nicht. Erst wenn sie volljährig sind! 

Ist das nicht toll? Wie sich die Bundeswehr dem internationalen Trend anpasst! Da macht es doch richtig Sinn, in der Bundeswehr Kitas einzurichtet. Da können die Kleinen gleich mit der Babynahrung den Geist der Bundeswehr inhalieren. 

Als nächstes gibt es Kindergärten, eigene Schulen und Hochschulen - letztere haben wir doch schon! Diese neue Elite soll gar nicht mit den störrischen Kriegsgnern Kontakt haben. Erst später, nach der Ausbildung und im Einsatz, wenn sie Aufständische niedermachen sollen! 

Die Bundeswehr hat ein kleines Problem: Es fehlt der Nachwuchs! Dagegen muss etwas unternommen werden. Sogar der Bundespräsident Joachim Gauck - ein ehemaliger Pfarrer in der DDR - ruft zu mehr Kriegen auf! 

Wie sprach schon der Gründer der christlichen Religion - Jesus von Nazareth? 


"Lasset die Kindlein zu mir kommen!"


Veröffentlicht am 30.03.2014 von PeaKant

Übernommen von OverBlog

Sonntag, 4. Mai 2014

Die Hetze gegen Russland geht weiter: Wer mit Putin spricht, bricht ein Tabu?

Die Hetze gegen Russland und ganz besonders gegen Putin nimmt in Deutschland immer schlimmere Formen an. Selbst wenn ein Deutscher mit Putin spricht, gilt er gleich als Russlandfreund und automatisch als Deutschlandfeind! Da feierte Altbundeskanzler Gerhard Schröder seinen 70. Geburtstag nach - zusammen mit Wladimir Wladimirowitsch Putin! Und die beiden umarmten sich! 

Das war zuviel! Für die deutschen Mainstreammedien! Und der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer - ja der mit dem aus Tschechien importierten "Baby-Doktortitel" - setzte noch eins drauf: Während deutsche Soldaten bei Wasser und Brot darben, isst Schröder Kaviar und trinkt ... Scheuer stellt den Altkanzler als Verräter der Deutschen hin! Was Blöderes ist diesem CSU-Generalsekretär wohl nicht eingefallen?! 

Und noch jemand erhielt verbale Prügel - Philipp Missfelder von der CDU. Er nahm an der Schröderschen Geburtstagsfeier teil - zusammen mit dem deutschen Botschafter. Gleich stänkerten einige seiner "Parteifreunde" gegen ihn - Tenor: Deutschlandverräter! 

Ist bei unseren Politikern die Stimmung schon derart aufgeheizt, dass sie nicht mehr logisch denken können? 

Missfelder ist ja vorher schon in die Schusslinie geraten: Er trat von einem Posten zurück. Er gab Merkel seinen Posten "Koordinator für tranatlantische Beziehung der Bundesregierung" zurück. Begründung: Er wolle sich mehr auf Aufgaben in der CDU konzentrieren. Ich vermute, diese Begründung war nur ein Vorwand! Missfelder wollte sich nicht in diese Entwicklung reinziehen lassen. Er hat bestimmt schon vorher mitbekommen, was da die USA geplant haben. 

In der heutigen Zeit ist es selten, dass auch junge Politiker gegen den Strom sich entscheiden, auch wenn das der Karriere nicht dienlich ist. 

Quelle: DIE WEILT Merkel verliert überraschend Amerika-Beauftragten

Bei älteren Politikern sieht es anders aus. Vor allem dann, wenn ihre Pension gesichert ist, dann sagen sie öfters die Wahrheit und ihre eigene Meinung. Ein solches Urgestein ist der bayerische Abgeordnete Peter Gauweiler. Ihm kann auch Seehofer nicht den Mund verbieten. Gauweiler nahm kein Blatt vor seinem Mund und kritisierte die neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Weswegen? Weil sie es zugelassen hat, dass Soldaten der Bundeswehr als Kundschafter oder gar Spione - sie trugen ja Zivikleidung - in die Ostukraine geschickt wurden.

Quelle: SPIEGEL ONLINE Heimgekehrte Geiseln: Gauweiler kritisiert freigelassene Bundeswehrsoldaten

Er kritisiert auch die Soldaten. Irgendwie hat er Recht. Und - wie gesagt - an der Verteidigungsministerin lässt er kein gutes Haar:

Quelle: DW Gauweiler kritisiert von der Leyen für OSZE-Mission

Mir kommt bei diesen deutschen angeblichen "OSZE-Beobachtern" ein schlimmer Verdacht? Kann es sein, dass sie als Bauernopfer ausgewählt wurden? Dass irgendjemand von den Drahtziehern im Hintergrund es gerne gesehen hätte, wenn mindestens einer der "Spione" getötet worden wäre. Dann hätte es einen Grund für einen Krieg gegen Russland gegeben! Endlich, hätten manche Hintermänner aufgeatmet.

Erinnern wir uns: Was war der Anlass für den Ersten Weltkrieg? Da gab es ein Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand ...

Quelle: Der Große Krieg - Wann kommt er? (Teil I)


Veröffentlicht am 28.04.2014 von AllgäuTV AllgäuerPromotion

Übernommen von OverBlog

Montag, 3. März 2014

GLOSSE: Soviel Demokratie muss sein - auch in Sauernheim!

Da gibt es im romantischen Mittelfranken ein Dörfchen, da gibt es auch ein Gasthaus. Ab und und an kommen Fremde ins Dorf und fragen Einheimische: "Gibt es außer dem Wirtshaus hier noch ein anderes Wirtshaus. Es soll der Grüne Baum heißen. Und in Bechhofen sein ..." 

Der Fremde erntet Kopfschütteln. Wenn er Glück hat, wird zwischen den Zähnen geknurrt: "Grünen Baum gibt es nicht! Bechhofen auch nicht, nur Bechofen - da schau her!" und zeigt auf das Ortsendeschild. Der Fremde ist verdutzt. Die meisten fahren trotzdem weiter und kommen doch zum Grünen Baum. 

Und sie wundern sich: Wieso ist das Ortsendeschild falsch geschrieben? Ja, das ist eine besondere Finte der Dörfler - sie wollen verhindern, dass jemand zum Grünen Baum fährt und gar dort vespert und nicht in ihrem Dorf! 

Derzeit wird gewählt - am 16. März 2014. Unter anderem  der Bürgermeister von Windsbach und der Stadtrat. Überall wurden Plakate aufgehängt. Der Führer der CSU-Wehrsportgruppe ruft seine Jungmannen zusammen und hält eine Rede: 

"Männer! Wir müssen etwas unternehmen! Die Fremdplakate nehmen überhand! Da sagen wir den Fremdplakaten den Kampf an!" 

Seine Männer nicken - voll des Bieres. Verstanden haben die wenigsten. Einer getraut sich zu fragen: "Chef! Was ist ein Fremdplakat? Wir kennen doch alle auf den Plakaten! Das sind doch keine Fremde!" 

Der Chef: "Junge! Du musst noch viel lernen! Ein Fremdplakat ist jedes Plakat, wo nicht CSU draufstehen tut!" Und er ergänzt: "CSU, das kannst du doch lesen? Wenn du also ein Plakat findest, wo nicht CSU draufstehen tut, das ist dann ein Fremdplakat! Das musst du bekämpfen - bis zur Vernichtung!" 


Endlich hat der Jungmanne verstanden und zieht mit seinen Kameraden los. Sie kommen zum ersten Plakat: Matthias Seitz von der SPD. Sie lesen gemeinsam das Plakat! Sie finden nicht die drei Buchstaben CSU. Alles klar: Das ist ein Fremdplakat. Ab in die Büsche damit! Dann stiefeln sie weiter: 


Sie kommen zu einem Plakat, da finden sie "CSU" - alle sind sich einig: Das ist kein Fremdplakat! Das darf hängen bleiben! Einer wundert sich: "Leute, wieso ist da kein Foto drauf?" Ein anderer antwortet: "Weil unser Kamerad nicht so gut ausschaut!" Noch ein anderer: "Meine blöde Schwester meint, er schaut aus wie ein Nerd! Aber das ist eine Zicke!" Und ein besonders junger Jungmanne - noch im Stimmbruch - kräht, er hat seine Bübchenschaft noch nicht verloren: "Wenn wir regieren, dann müssen die Weiber unten liegen und das Maul halten!" 


Der Trupp hält an, liest das Plakat und findet kein CSU. Einer fragt zögernd: "Auch zerstören? Die schaut doch gut aus!" Die anderen: "Der Chef hat gesagt, Fremdplakate bekämpfen, also zerstören!" Das Plakat wird vom Laternenmast heruntergezerrt und im Gras totgetreten. Voller Stolz kehren die Jungmannen zu ihrem Chef zurück und machen Vollzugsmeldung: "Melden gehorsamst: Fremdplakate erfolgreich zerstört!" 


Der Chef zieht mit zwei Jungmannen zur Kontrolle los. Er runzelt die Stirn: "Also Jungs! Für den Anfang war das schon ganz gut! Aber ihr müsst dafür sorgen, dass auch die Schriften nicht mehr zu lesen sind!" Einer brummt - oder stammelt eher: "Ich kann doch nicht lesen ..." Der Chef zeigt seinem Volk, wie er die Plakate umdreht, so dass nur die Rückseite zu sehen ist. "Verstanden? So müsst ihr das machen!" 

Zufrieden kehren sie zum Wehrsportheim zurück. Ihr Chef gibt eine Kiste Bier aus! Der fallen wieder ein paar graue Zellen zum Opfer! 


Veröffentlicht am 30.10.2012 von experimentaliana

Übernommen von OverBlog

Mittwoch, 21. August 2013

Lotti - die schnappige Schnappschildkröte und das Sommerloch

Die Schotten haben ihr Loch Ness mit dem darin wohnenden Ungeheuer, die Allgäuer in Irsee haben ihren Oggenrieder Weiher mit der Schnappschildkröte Lotti. Sie rettet das alljährliche Sommerloch in der Presse. Und sie stiehlt der Kanzlerin die Schau, wenn sie beabsichtigt, ihre Wahlkampftiraden anzustimmen.

Die schnappige Schildkröte Lotti geistert nun wirklich durch alle Medien, sogar ich bin über das Viech gestolpert. Leicht schmunzelnd las ich über die verschiedenen Versuche, die Schildkröte zu finden. Der Bürgermeister von Irsee, Andreas Lieb, hatte als erster eine brauchbare Idee: das Wasser aus dem Oggenrieder Weiher abzulassen. 

Klar, dabei kommt so manches wieder zum Vorschein, nur eben nicht die Schildkröte …

Nun rückten Zoologen an, zehn an der Zahl. Die, so hieß es in den Medien, versetzten sich geistig in die Lage der Schildkröte, um neue Fang-Ideen auszubrüten. Ich habe wirklich nichts gegen Zoologen, solche Leute können und wissen sicher eine ganze Menge. Aber wie sieht es mit der Praxis aus? 

In der mongolischen Wüste bin ich das erste Mal auf Zoologen gestoßen. Wer mein Buch gelesen hat, kennt diese witzige Episode. 

Oder wie war es mit den Wölfen? Erst vor wenigen Monaten hatten Forscher entdeckt, dass Wölfe Lachse essen. So jedenfalls stand es in der Zeitung. Du liebe Zeit! Dass Hundeartige sich auch Fische aus dem Wasser “angeln”, ist doch wirklich ein alter Hut. 

Und nun diese Zoologen. Sie hatten den famosen Einfall, Fallen mit gammeligem Fleisch aufzustellen. Dort hinein, das war klar, würde die hungrige Schildkröte schleunigst krabbeln. Weil sie einen sehr guten Geruchssinn hat und das verwesende Fleisch von weitem riecht. 

Aber, warum sollte sie das tun? Im Schlamm gibt es jede Menge Futter. Jeder weiß doch, was für ein reges Bodenleben in Weihern herrscht. An diesen Würmern, Krabbeltieren, Amphibien, toten Fischen usw. kann “Lotti” sich auch satt essen. Warum sollte sie dann in eine Falle kriechen, die schon von weitem nach diesen lästigen Zweibeinern riecht, die dort überall herumtrampeln. 

Neben dem Geruch erkennen sie Menschen  auch  am Trittschall und an dem pluppenden Saugen, wenn man seine Stiefel wieder aus dem Schlamm zieht. So haben die suchenden Feuerwehrleute natürlich keine Chance, Lotti zu finden.

Zum anderen sind fleischfressende Schildkröten beileibe nicht dumm. Wir Menschen unterschätzen Tiere oft. Ein kleines Beispiel: 

Bekannte hatten einen Zierteich, in dem es auch Kröten und Frösche gab. Verspielt, wie ich immer noch bin, band ich eine Schnur an einen Stock, und an diese Schnur hängte ich ein “Katjes”. Das ließ ich den Fröschen vor der Nase baumeln. Sie schnappten danach - igitt, nicht essbar - und spuckten es wieder aus. Das kann man immer wieder machen, stundenlang (falls man die Geduld dafür hat). 

Dasselbe habe ich mit einer Kröte versucht: sie schnappte das Katjes, spuckte es wieder aus und strafte den Köder fortan mit Verachtung. Ja, selbst Stunden später fielen weder sie noch die anderen Kröten auf den Köder herein! Also können sie logisch denken und sich etwas für eine gewisse Zeit merken. 

Ich konnte es nicht lassen, und rief auch in Irsee an. Obwohl die armen Irseer bestimmt von Tierkommunikatoren, Schildkrötenseelensuchern  und anderen ungefragten Ratgebern überrannt wurden. Der Bürgermeister war erstaunlich freundlich und hörte sogar zu, obwohl der arme Kerl sicher anderes zu tun hat. 

“Lieb” 

“Gorina. Ich habe noch eine Idee, wie Sie diese Schildkröte besser finden können ….” Tiefer Seufzer, dann erklärte Herr Lieb: “Wir haben hier mehrere Zoologen als Ratgeber. Außerdem haben wir Fallen aufgestellt und die Feuerwehr sucht den Weiher ab, mit langen Bambusstangen …” 

“Haben Sie auch daran gedacht, dass man beim Stochern mit Stangen die im Schlamm hockende Schildkröte nicht von einem Stein unterscheiden kann? Oder wenn sich das Viech im metertiefen Schlamm einbuddelt?” 

“Na ja, irgendwann muss sie ja mal herauskommen …” 

“Was, wenn sie nachts rauskommt und auf das schon abgesuchte Areal krabbelt? Im Dustern sieht man das Viech doch nicht unbedingt. Auch wenn man Wachen aufstellt.” 

“… Die Schildkröte muss doch auch fressen, und da sind doch die Fallen …” 

“Würden Sie bis zu einer Falle marschieren, wenn es direkt vor Ihrer Nase im Schlamm genug zu fressen gibt?” 

“Tja …” 

Ich ließ den armen Kerl gar nicht mehr zu Wort kommen: “Das einzige, was jetzt noch hilft, wäre, den Schlamm mit riesigen Rohren abzusaugen. Mit Moniereisen als Filter davor.  Das würde natürlich sauteuer … Oder sie baggern den ganzen Weiher einfach aus. Aber das ist auch nicht billig!” 

”Am besten machen wir aus dem ganzen Weiher ein Baugebiet”, seufzte der arme Bürgermeister abgrundtief. 

“Ja, das sehe ich auch so”, stimmte ich ihm zu. 

Vor einigen Tagen las ich in der Zeitung, dass man daran denke, den Oggenrieder Weiher auszubaggern … 

Manche meinen, dass diese Schildkröte den Allgäuer Winter nicht überleben wird. Da bin ich mir nicht so sicher. Grund: Diese Schildkröten leben auch in Kanada - und dort soll es sehr strenge Winter geben ;-) Und bekanntlich gehören Schildkröten zu den poikilothermen (wechselwarmen) Tieren. Bei Kälte fahren sie einfach ihren Stoffwechsel herunter.


Veröffentlicht am 13.08.2013 von Germany


Veröffentlicht am 12.08.2013 von TV Allgäu Nachrichten

Übernommen von Over-Blog

Mittwoch, 9. Mai 2012

DIe Einsamkeit der sozialen Netze - Blog von Kiat Gorina


Gestern las ich wieder einmal in Schwabach - im Café am Wehr. Wieder war das Café gefüllt. Ich erhielt viel Applaus. Und ich wurde gefragt, ob ich nächstes Jahr wieder lese. Natürlich! Bei so einem phantastischen Publikum! Nach der Lesung gab es sehr interessante Gespräche. 
Dann fuhren wir wieder nach Hause. Wir hatten Hunger, also bogen wir zu McDonald ab. Wir hatten ja auch der Polizeistation in Heilsbronn Bescheid gesagt, sie versprachen, bei ihren Streifen auch an meinem Hof vorbeizufahren. Grund: Kaum stand die Ankündigung meiner Lesung im Internet, schon gab es - natürlich anonyme Anrufe! Und die Androhung von schweren Straftaten wie Brandstiftung etc.
Aber - wir vertrauten der Polizei und ihren Streifen. Und ließen es uns bei McDonals schmecken. Mir fiel auf, dass es viele allein sitzende Menschen gab, die alle auf ein Handy oder etwas Größeres starrten. Ich bin ja gar nicht neugierig und warf beim Vorbeigehen einen Blick auf die Displays. 
Die meisten waren mit einem sozialen Netz zugange - ganz allein. Ich finde diese Entwicklung schade. Wenn ich mich an die mongolische Steppe erinnere. Wenn da ein Reisender zu einer Sippe stieß, dann wurde er eingeladen zum Essen und danach saßen die Männer beisammen und unterhielten sich.
Und heute? Da sitzen Menschen einsam in einem Raum - jeder hat Kontakt mit einem Partner in einem sozialen Netz. Aber diese Menschen unterhalten sich nicht mehr miteinander.
Da mögen diese Menschen noch so lange Freundeslisten haben - aber genau besehen sind sie sehr einsam. Ein Eintrag in einer solchen Freundesliste ist doch erst dann wertvoll, wenn hinter dem Namen ein realer Freund steht. 
Und dann stellt sich die Frage: Wieso "unterhalte" ich mich mit meinen wirklichen Freunden über ein soziales Netz? Das ist doch so etwas von unpersönlich! Wieso treffe ich mich nicht direkt mit meinen Freunden? Wieso führen wir keine persönlichen Gespräche mehr?
Ja, und irgendwann kommt die ketzerische frage: Wozu brauchen wir überhaupt diese sozialen Netze? Ketzerisch ist eine solche Frage deshalb, weil die Werbeindustrie hinter solchen sozialen Netzen steckt!
Trotzdem scheint der Zenit dieser sozialen Netze überschritten zu sein: Das prognositizierte Wachstum von Facebook wurde nicht erreicht, der Konkurrent Google+ kommt nich so richtig in Fahrt. Und immer mehr Menschen sind erbost über die Art und Weise, wie manche sozialen Netze mit ihren Nutzern umspringen.
Gefahren sozialer Netzwerke einfach erklärt (by explainity)
Hochgeladen von explainity am 07.07.2011

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Mittwoch, 2. Mai 2012

Mein Buch: Lesung am 08.05.2012 - Blog von Kiat Gorina


In der Reihe
Schwabach liest ...
lese ich aus meinem Buch
"Die Schamanin, die keine sein wollte"
und wie es weiter geht ...
Wann?
am Dienstag, den 8. Mai 2012 um 17 Uhr
Wo?
Im Café am Wehr, Limbacher Straße 12g, 91126 Schwabach
Eintritt: frei


Hochgeladen von KiatGorina1 am 14.06.2011

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