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Mittwoch, 7. August 2013

Offener Brief an Gesundheitsminister Daniel Bahr

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Erster Dienstsitz: Rochusstr. 1, 53123 Bonn 
Zweiter Dienstsitz: Friedrichstraße 108, 10117 Berlin (Mitte)

Sehr geehrter Herr Bundesminister Bahr,

heute traf ich eine gute Bekannte und war erschrocken: Wie sah sie denn aus? Wir suchten eine Bank und sie erzählte mir, dass sie bei ihrem Hausarzt war - wegen Verdacht auf Ketoazidose! Also Übersäuerung des Blutes - eine alarmierende Geschichte. Wie hatte sie das festgestellt?

Sie ist an Diabetes Typ 1 erkrankt, benützt ein Messgerät, das Alarm gibt, wenn beim Messen Aceton festgestellt wird. Dann gibt es spezielle Messstreifen, damit kann der Ketone-Gehalt festgestellt werden. Einmal hatte ihr Arzt ihr eine Packung mit zehn solchen Streifen verordnet.

Gestern ging es ihr grottenschlecht - plötzlich stieg ihr Blutzucker, sie maß. Und KETONE erschien auf dem Display. Alarm, Alarm! Also nahm sie einen speziellen Messstreifen und maß den Acetonwert. Ergebnis: 1,5 mmol pro Liter! Sie schaute in der Bedienungsanleitung ihres Messgerätes nach, da fand sie:


Es besteht die Gefahr, dass Sie diabetische Ketoazidose (DKA) entwickeln ...


Und als Maßnahme stand: 
"Wenden Sie sich umgehend an Ihr medizinisches Fachpersonal!"
Das machte sie auch und rief gleich bei ihrem Hausarzt an. Und ließ sich hinfahren.

Der Arzt untersuchte sie. Dann bat sie ihren Arzt, ihr ein Rezept für neue Ketone-Messstreifen auszustellen. Das verweigerte ihr der Arzt. Er meinte: Sie brauchen nicht zu messen, da regen Sie sich nur auf und der Zucker steigt weiter"

Zuhause angekommen, rief sie bei Ihrer Krankenkasse an und erzählte diese Story. Und sie erfuhr, dass das im Ermessen des Arztes liege, ob er solche Messstreifen verordne oder nicht!

Und sie rief auch beim Hersteller des Messgerätes und der Ketone-Messstreifen an und erfuhr, dass sie als Patientin einen gesetzlichen Anspruch habe, dass sie diese Ketone-Messstreifen auf Rezept erhalte.

Als ich ihre Geschichte hörte, verstand ich diese Welt nicht mehr! 

Ja, Herr Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr,

können Sie erklären, 

  • wieso ein Hersteller von Diabetikerzubehör sagt, ein Kranker habe einen gesetzlichen Anspruch auf die benötigten Messstreifen und
  • die Krankenkasse behauptet, das liege im Ermessensbereich des Arztes und
  • ein Hausarzt die Ausstellung eines Rezeptes verweigern kann, weil er befürchtet, sein Budget zu überschreiten!

Hier läuft doch sehr viel falsch! Wenn jetzt meine Bekannte sich an diesen seltsamen Ratschlag ihres Hausarztes hält, was kann da passieren? Sie kommt als Notfall ins Krankenhaus. Und ein Tag im Krankenhaus kostet ein Vielfaches von dem, was ein Messtreifen kostet!

Und was passiert meiner Bekannten, wenn sie weiter nicht richtig behandelt wird? Sie muss eines baldigen Tages regelmäßig zur Dialyse! Was wird das erst der Krankenkasse kosten?

Eins steht fest: Wer Opfer eines solchen wahnsinnigen Verwaltungsapparates wurde und wer Opfer eines solchen Fallnetzes von nicht ausgegorenen Bestimmungen wurde, wird Sie nicht mehr wählen. Menschen, die Opfer einer solchen "Gesundheitspolitik" wurden und immer wieder werden, wählen auf keinen Fall mehr Ihre Partei!

Mit freundlichen Grüßen

Kiat Gorina
Schriftstellerin


Veröffentlicht am 26.07.2012 von MisterSirComedian

Dienstag, 24. Juli 2012

Euro Crash - zurück zu nationalen Währungen - Blog von Kiat Gorina


Da gibt es den renommierten Wirtschaftswissenschaftler Wilhelm Hankel, er hat von Anfang an gegen den Euro gewettert - oft wurde er ausgelacht! Jedoch die jüngsten Ereignisse geben ihm leider Recht!


In einem Interview zitiert Hankel einen österreichischen Ökonomen - Joseph Schumpeter mit dem Satz "In der Währung zeigt sich alles, was in einem Volk wichtig ist, was ein Volk treibt und was ein Volk ist". 
Quelle: Wikipedia Joseph Schumpeter


Wenden wir doch diesen Satz von Joseph Schumpeter auf Europa und dem Euro an: 


Zunächst stellen wir die Frage: Sind die Europäer ein Volk? Oder fragen wir uns zunächst: Was ist ein Volk? Wikipedia meint: "Seit Beginn der Neuzeit wird generell auch eine Gemeinschaft oder Großgruppe von Menschen derselben Ethnie mit gleicher Sprache, Kultur ein Volk genannt. Bei dieser Verwendung des Begriffs wird zwischen verschiedenen Völkern unterschieden, die Benutzung des bestimmten Artikels ist dann üblich, wenn von einem bestimmten Volk die Rede ist (z. B. von dem deutschen Volk(e))." 


Demnach sind die Europäer kein Volk - sie haben ja nicht einmal eine eigene Sprache. Ja, dieses Europa - oder genauer diese Europäische Union konnte sich nicht einmal auf eine Amtssprache einigen! Noch immer wird jeder verbale Furz der EU-Abgeordneten in andere Landesspachen übersetzt! 


Aber diese Europäische Union hat - noch - eine gemeinsame Währung! Einfach übergestülpt über grundverschiedene Völker mit grundverschiedenen Währungssystemen, mit grundverschiedenen Gesetzen, grundverschiedenen Kuluren. 


Anfangs ging es ja gut mit dieser gemeinsamen Zwangswährung. Aber dann wurden die Unterschiede - auch die Unterschiede in wirtschaftlicher Hinsicht - immer größer! Zu Zeiten der nationalen Währungen wurde diese mit dem Kurs der nationalen Währung korrigiert: die betroffene nationale Währung wurde ab- resp. aufgewertet. 


Bei dieser europäischen Einheitswährung Euro ist dies nicht möglich - also klafften die Unterschiede immer weiter auseinander. Folge: Diese künstliche Währung wurde zum Spielball der globalen Finanzspekulanten. Und aus Angst vor dem Zusammenbruch des Euro wurde von den Politikern mitgespielt - bis hin zut neuen "Bank" - auch ESM genannt. 


Da sollen dann demokratische Grundwerte eines Landes wie die Budgethoheit der Landespolitiker ausgehebelt werden - ohne demokratische Legitimation! Die Völker der EU-Staaten dürfen zwar noch wählen, aber sie haben nichts mehr zu sagen! Kurzum, die Völker bekommen einen Maulkorb verpasst! 


Die Eurokraten wollen sich nicht mehr stören lassen - durch Entscheidungen der Landesparlamente! Durch Verfassungsklagen! Wird diese Abkehr von der Demokratie den Euro retten? Wohl kaum! 


Das Beispiel Griechenland zeigt es: jetzt brauchen sie wieder 50 Milliarden Euro zusätzlich! Werden die etwas nützen? Nein. Da wird nur der Schritt hinausgezögert: Irgendwann wird Griechenland zur Drachme zurückkehren! Und sich sanieren. 


Zurück zu Professor Hankel und seinem Interview: Hankel führt als rühmendes Beispiel Island an. Island hatte keinen Euro. Als 2008 die globale Finanzkrise hereinbrach, werteten sie ihre Krone drastisch ab. Und heute? Island steht besser da als die anderen europäischen Länder! 


Lest das Interview mit Prof. Hankel:
Quelle: unzensiert.at Hankel: Euro-Crash könnte Befreiungsschlag sein


Veröffentlicht am 23.07.2012 von Zarathustros
Veröffentlicht am 23.07.2012 von FullNewsTV