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Montag, 25. März 2013

GLOSSE: Deutsche Politiker kämpfen gegen das Grundgesetz - Blog von Kiat Gorina


Das kann nicht stimmen! Es muss wohl heißen: Politiker kämpfen für das Grundgesetz! Nein, in diesem Fall kämpfen deutsche Politiker gegen das Grundgesetz. Worum geht es? Um ganz sensible Daten, die bei Handys und Internet so anfallen. Wie PIN-Nummern, Passwörter, IP-Adressen etc. Darauf sind Polizei und Geheimdienste richtig geil! Diese Infos wollen sie unbedingt haben!

Schließlich ist in dieser Republik jeder Bürger, jede Bürgerin von Anfang verdächtig! Also gibt es eine Bestandsdatenauskunft. Und ein Gesetz dafür. So ein Gesetz wurde verabschiedet. Aber es gibt bei den Piraten - wo auch sonst - einen früheren Amtsrichter und jetztigen Fraktionsvorsitzenden der Piraten in Schleswig-Holstein - Dr. Patrick Breyer. Pirat Patrick klagte vor dem Bundesverfassungsgericht. Und er erhielt recht. Die Politiker mussten ihr Gesetz zur Bestandsdatenauskunft ändern. 

Und sie änderten. Irgendwie haben sie wohl nicht verstanden, was das Bundesverfassungsgericht kritisiert hatte. Diese Politiker erweiterten das ursprüngliche Gesetz. War das nun Dummheit? Oder Frechheit? Oder beides? Zumindest sahen dann diese Politiker ein, dass sie mit einem solchen Gesetz wieder gegen das Grundgesetz verstoßen.

Also wurde wieder geändert und dann verabschiedet. Pirat Patrick wird wieder klagen. Und er ist davon überzeugt, dass auch das neue Gesetz verfassungswidrig ist.

Was lernen wir daraus? Diese Politikerkaste ist einfach nicht lernfähig! Sie ist trotzig wie ein kleines Kind. Sie stampfen auf den Boden und ballen die Fäuste und schreien: Wir wollen alle PINS und Passworte und IP-Adressen und Kontoverbindungen und Adressen! Wir wollen alles! Wir wollen alles über unsere Bürger wissen! Und warum?

Weil es Bürger gibt, die gefährlich sind! Vor allem, wenn die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse sich rapide verschlechtern! Da will dieser Staat wissen, wer mit wem Informationen austauscht! Ja, dieser Staat muss wissen, welche Bürger sich nicht von den medialen Lügen täuschen lassen. Denn solche Bürger sind sehr gefährlich! Sie könnten ja schlimme Wahrheiten verbreiten!

Und es geht noch weiter. Die Geheimdienste wollen alle Daten sofort: Es gibt da einen Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, der schreibt: "Entgegen den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts soll die Identifizierung von Internetnutzern durch Geheimdienste keine tatsächlichen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer konkreten Gefahr voraussetzen."

Quelle: ZEIT ONLINE Bundestag erlaubt Polizei Abfrage von PIN und Passwörtern

Das wollen diese Politiker wirklich! Auch wenn ein Bürger kreuzbrav ist, wenn kein Verdacht für illegale Aktivitäten vorliegt, auch dann dürfen die Geheimdienste alle Daten absaugen! Automatisch! Wozu soll das gut sein? Um Menschen zu überwachen! Vor allem die kritischen Bürger. Und wenn die Geheimdienste die Passworte kennen, dann können sie die kritischen Bürger blockieren! Oder gar schlimmes Material unterschieben, ohne dass der Bürger davon etwas weiß!

Es geht darum, Kritiker mundtot zu machen! Oder sie einzuschüchtern! Auch diesem Gesetz muss der Bundesrat zustimmen. Dort hat die schwarzgelbe Regierung keine Mehrheit mehr, also aktivieren wir die Opposition im Bundesrat dass dieses Gesetz im Vermittlungsausschuss landet und nachgebessert wird!

Und was machen wir mit den Abgeordneten, die mit dem jetzigem neuen Gesetz gegen Karlsruhe verstoßen? Diese Abgeordneten sind unwählbar geworden, ihnen geben wir keine Stimme bei der Bundestagswahl im Herbst! Grund: Wer sich nicht ans Grundgesetz hält, ist undemokratisch und unwählbar!


Veröffentlicht am 22.03.2013 von DieBananenrepublik 

Übernommen von Over-Blog

Dienstag, 31. Juli 2012

Wie glaubwürdig sind Journalisten - Blog von Kiat Gorina


Da schrieb der Journalist René Pfister ein Portrait über Horst Seehofer und schilderte da Seehofer an seiner Modelleisenbahn. Pfister erhielt dafür auch den Henri-Nannen-Preis. Dann stellte sich heraus, dass Pfister nie Seehofers Modelleisenbahn mit eigenen Augen gesehen hatte. 


Also war dieses Portrait in diesem Punkt erstunken und erlogen! Am 09.05.2011 zog die Jury für den Henri-Nannen-Preis die Konsequenz: Pfister muss den Preis für die angeblich beste Reportage 2010 zurückgeben!
Quelle: MEDIENWATCH Prantl und die Präsidenten-Küche: Das Journalisten-Image leidet weiter


Was lernen wir daraus? Mit der Glaubwürdigkeit von Journalisten ist es nicht weit her! Und die Preisverleihungen für die "beste Reportage" sind mit Vorsicht zu betrachten! 


Jetzt gibt es einen neuen solchen Fall: Heribert Prantli - sozusagen das soziale Gewissen der Suddeutschen Zeitung vom Dienst. Prantl schrieb über Andreas Voßkuhle - dem Bundesverfassungsgerichtspräsidenten, wie er in seiner privaten Küche kocht und ein großes Essen vorbereitet. 


Darüber berichtete die Süddeutsche Zeitung. Das Problem ist halt nur, dass Prantl nie dabei war! Die Sprecherin des Bundesverfassungsgerichtes: "Ich kann Ihnen versichern, dass Herr Prantl weder für diesen Artikel noch zu einem anderen Zeitpunkt von Herrn Voßkuhle zu einem privaten Essen eingeladen wurde, geschweige denn aus persönlicher Anschauung mit den Kochgewohnheiten des Präsidenten vertraut sein kann. Herr Voßkuhle ist das letzte Mal im Herbst 2010 in dem Dienstzimmer im Bundesverfassungsgericht mit Herrn Prantl zusammengetroffen und zwar anlässlich eines Interviews für die ,Süddeutsche Zeitung’, das jedoch gänzlich andere Themen zum Gegenstand hatte." 


Da frage ich mich, welcher Teufel hat da Prantl geritten? Wenn ich jetzt einen Artikel von ihm lese, frage ich mich automatisch: Stimmt das? Und ich frage mich: Hatte Prantl es nötig, als süddeutscher Münchhausen aufzutreten?
Quelle: Yigg.de Prantl und die Präsidenten-Küche (II) WZ entschuldigt sich 


Tja, ich könnte ja einen Blog veröffentlichen und erzählen, wie ich zusammen mit Andreas Voßkuhle in jungen Jahren LEGO gespielt habe. Aber das interessiert keinen - obwohl es stimmt. 


Fakten interessieren heutzutage niemanden - nur aufgebauschte Phantasien.


Veröffentlicht am 25.07.2012 von Bundesluegnerin

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Montag, 18. Juni 2012

Das ist ein Hammer - Vorratsdatenspeicherung de jure verboten - de facto gängige Praxis - Blog von Kiat Gorina


Erinnern wir uns, 2010 verkündete das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, dass die eine Vorratsdatenspeicherung gegen das Grundgesetz verstößt. Und was ist passiert? Offensichtlich nicht viel!


Da gibt es einen Arbeiskreis Vorrat, er hat festgestellt, dass sechs Mobilfunkbetreiber die Positionsdaten - also die Standortdaten - der Teilnehmer protokollieren und speichern. Manche speichern diese Daten bis zu 210 Tagen! Wieder einmal ein Beweis dafür, dass in dieser Republik Urteile des höchsten deutschen Gerichtes - des Bundesverfassungsgerichtes - permanent missachtet werden.
Also wurde die Bundesnetzagentur eingeschaltet, sie befragte diese sechs Provider. Die Antworten liegen vor! Und was passiert noch? Nicht viel. Die Bundesnetzagentur will einen Leitfaden erstellen, in dem soll dann drinstehen, wie lange Verbindungsdaten gespeichert werden dürfen.
Hier zeigt sich die ganze Hilflosigkeit der Bundenetzagentur!
Quellen:

  1. Speicherdauer der Verbindungsdaten und Protokolle
  2. Vorlagen für private Anfragen an Provider
  3. netzpolitik.org Mobilfunkanbieter speichern illegal Standortdaten

Da ist auch eine Übersicht zu finden, wer wie lange auf Vorrat Verbindungsdaten speichern. Und es gibt auch Provider, die überhaupt nicht speichern - es geht also!


Es wäre schön, wenn viele mitmachen und bei ihrem Provider anfragen, wie er es mit dem Verbot der Vorratsdatenspeicherung hält! Jeder Provider ist zur Auskunft verpflichtet! Und je mehr Anfragen eintrudeln, umso bervöser reagieren die Provider.

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Donnerstag, 17. Mai 2012

Freiheit ist immer die Freiheit der Anderen - Blog von Kiat Gorina


Ja, da nehmen sich unzufriedene Bürgerinnen und Bürger die Freiheit, vom 16. bis 19. Mai 2012 in Frankfurt am Main für eine gerechtere Finanzpolitik zu demonstrieren. Und was passiert? Das Occupy Camp wurde von der Polizei gleich am 16.05.2012 geräumt.
Und die vielen Demonstrationen, die geplant waren, wurden durch die Stadt Frankfurt abgelehnt. Und das Bundesverfassungsgericht stieß ins gleiche Horn. Begründung: Es könne keine Sicherheit gewährleistet werden.
Wenn dagegen bei Fußballspielen Hooligans auftreten und Randale machen, das wird zugelassen! Diese Hooligans sind ja unpolitisch - also ungefährlich. Anders als die Occupy-Sympathisanten! Die werden offensichtlich als sehr gefährlich eingestuft.
Dabei wollen sie doch nur vom Demonsrationsrecht Gebrauch machen.
Veröffentlicht am 16.05.2012 von occupyfrankfurtcamp
Veröffentlicht am 16.05.2012 von AlvarFreude


Und das soll Demokratie sein?

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Dienstag, 11. Oktober 2011

Der Staat lässt programmieren - den Bundestrojaner! - Blog von Kiat Gorina

Erinnern wir uns, da wollte dieser Staat die generelle Online-Durchsuchung aller PCs in Deutschland - das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe urteilte jedoch, dass solche Online-Durchsuchungen nur in begründeten Fällen gestattet sind und von einem Richter angeordnet müssen. Pech für die Behörden!

Der Chaos Computerclub (CCC) fand heraus, dass sich Behörden nicht daran hielten, sie gaben die Programmierung eines Programmes zum Ausspähen der PCs auch von unbescholtenen Bürgern in Auftrag. Heraus kam "Remote Forensic Software". Und dieses Programm kann noch mehr:

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Montag, 30. Mai 2011

GLOSSE: Schwarz-Gelb machen keine Hausgaben - Versetzung gefährdet! - Blog von Kiat Gorina

Welche Hausaufgaben? Nun, vor über drei Jahren hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden, dass das Wahlrecht reformiert werden muss. Und es hatte eine Frist gesetzt: bis zum 30. Juni 2011 muss das neue Wahlrecht beschlossen sein. Ein Blick auf den Kalender zeigt, das ist ja bald!
Aber unsere Bundeskanzlerin und ihre schwarzgelben Frauen und Mannen im Abgeordneten haben doch sicher schon alles geregelt. Nein? Ja, das verstehe wer will! Sonst sind doch die Schwarzgelbe immer für Sicherheit und Ordnug! Ordnung muss sein! tönt es bei denen allenthalben. Und selbst?

Mittwoch, 4. März 2009

Wahlcomputer: verfassungswidrig!

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, dass Wahlcomputer gegen die Verfassung verstoßen, ist wieder eine schallende Ohrfeige für die Politiker.

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Spruch des Tages

Der Verein "Mehr Demokratie" äußert sich zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, dass Wahlcomputer verfassungswidrig sind

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