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Montag, 9. Dezember 2013

Fukushima und "allerhöchste Strahlung" - Mit welchen Geräten gemessen?

Da berichten die DWN über Fukushima: "Höchste Radioaktivität aller Zeiten" aller Zeiten. Im Text wird behauptet, da werde radioaktive Strahlung bis 25 Sievert pro Stunde gemessen. Da frage ich mich wirklich, mit welchen Geräten das gemessen werden kann? Da fand ich eine Meldung: 

Quelle: BBK Dosisleistungsmessgeräte

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe listet die dort eingesetzten Dosimeter auf. Alle können einen maximalen Wert von 1 Sievert pro Stunde anzeigen! Ich habe nach Dosimetern gesucht, die bis zu 25 Sievert und mehr anzeigen können. Ich wurde nicht fündig. Da frage ich mich wirklich, wie konnten solche Werte in Fukushima festgestellt werden. 

Die DWN zeigen auch ein Foto, Da schiebt ein Mini-Van eine lange Stange vor sich her, auf der Stange ist ein Messgerät befestigt. Gehe ich davon aus, dass dieses Foto kein Fake ist, dann haben wir wieder einen Beweis, mit welch primitiven Mitteln Tepco vorgeht. Wieder ein Beweis, dass die japanische Administration nicht in der Lage ist, die Folgen des sechsfachen GAUs vor fast drei Jahren wirkungsvoll zu bekämpfen. 

Quelle: DWN Fukushima: Höchste Radioaktivität aller Zeiten, Regierung verschärft Zensur: Die Lage in der Atom-Ruine bleibt weiter völlig außer Kontrolle: Nun wurde ein Leck entdeckt, aus dem so viel Radioaktivität austritt, dass ein Mensch in 20 Minuten sterben würde, wenn er sich an diesen Ort begibt. 

Was bezweckt die japanische Regierung mit diesem jämmerlichen Zensurversuch? Ist die Situation in Wirklichkeit noch katastrophaler als bisher berichtet wurde? Wie blöd ist diese Atomlobby eigentlich? Denken die immer noch wie kleine Kinder? Ich mache die Augen zu, dann habe ich keine Angst?! 

Ich verstehen auch die IAEA - International Atomic Energy Agency - nicht.. Sie hat ja Tepco erlaubt, noch mehr radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifik zu leiten. Bedeutet das, dass auch die IAEA keine Lösung kennt. Dass sie aus Verzweiflung erlaubt, diese hochgiftige Brühe weiter ins Meer zu leiten. 

Nach dem Motto: Es hat sowieso keinen Sinn, dieser Planet ist global verseucht! Und alle auf ihm lebenden Lebenwesen? 

Ich habe noch eine Aufstellug über Radioaktivitäts-Messgeräte gefunden: 

Quelle: Internetchemie.Info Radioaktivitäts-Messgeräte

Um eine Vorstellung zu bekommen, was 25 Sievert pro Stunde bedeuten, schaute ich in Wikipedia: 

Quelle: Wikipedia Strahlenbelastung und Grenzwerte: Die maximale erlaubte Jahresdosis für beruflich strahlenexponierte Personen beträgt 20 mSv, über ein Berufsleben dürfen jedoch nicht mehr als 400 mSv zusammenkommen. Für die normale Bevölkerung beträgt die maximale Jahresdosis 1 mSv (ohne natürliche Strahlung und medizinische Maßnahmen). Ein ungeborenes Kind darf bis zu seiner Geburt keine höhere Strahlendosis als 1 mSv erhalten. 

Das bedeutet doch, dass nach deutschen Bestimmungen ein Arbeiter in einem Atomkraftwerk in seinem ganzen Berufsleben nur 400 MilliSievert abbekommen darf. Das bedeutet ferner, dass sich bei der japanschen Stelle der Arbeiter nur 0,016 Jahre aufhalten darf, dann hat er seine Lebensdosis abbekommen! Das sind dann knappe zwei Tage! 

Das heißt doch, dass das Leben eines Arbeiters bei 25 Sievert pro Jahr auf zwei Tage verkürzt wird! 

Oder nehmen wir einen anderen Wert: Symptome von Strahlenkrankheit beginnen bei 150 MilliSievert! Das bedeutet doch dann 0,006 Jahre. Das sind 0,072 Monate. Oder 2,16 Tage! Das bedeutet doch, wenn sich ein Mensch zwei Tage lang bei 25 Sievert pro Stunde aufhält, dann bricht eine Strahlenkrankheit aus. 

Da frage ich mich: Wieso wird nicht Brownsches Gas zur Dekontaminierung radioaktiver Strahlung eingesetzt? Da gibt es einen Forschungsbericht, den seinerzeit die Rot-Grünen in Auftrag gegeben hatten: 

Quelle: Über einen Forschungsbericht, den keiner lesen will: Da gibt es ein Kapitel 4 mit dem Titel "Dekontamination radioaktiver Abfälle". Ja, richtig gelesen! Da gibt es zwei Technologien, mit denen kann die Radioaktivität reduziert werden. 

Da frage ich mich wirklich, wieso diese Technologien nicht bei Fukushima eingesetzt werden? Oder ist Brownsches Gas ein Tabuthema? Oder versteht diese Spezies Mensch unter Dekontaminieren immer noch Schrubben? So geschehen bei einem Flugzeugträger: 

Quelle. Wikipedia Kontamination der Umgebung: Den ersten Hinweis auf eine Existenz einer "radioaktiven Wolke" lieferte ein US-amerikanischer Flugzeugträger. Zwischen dem 13. und 14. März 2011 fuhr die USS Ronald Reagan hundert Meilen vor der Küste Japans durch ein radioaktiv belastetes Gebiet und wurde kontaminiert. Die Strahlungsbelastung von Besatzungsmitgliedern an Deck lag innerhalb einer Stunde ungefähr 700-fach über dem Normalwert. 


Hochgeladen am 25.03.2011 von webschreier

Ich frage mich auch: Was ist mit den Grünen los? Die globale Vergiftung durch Fukushima ist doch ein Thema oder sollte es sein! Haben die Grünen bereits aufgegeben? 

Übernommen von OverBlog

Montag, 11. März 2013

Lebensmittelskandale wie am Fließband und der globale Genozid - Blog von Kiat Gorina


Da schrieb Katharina in ihrem lesenswerten Blog über Rattengift im Salat und veröffentlichte auch eine Adresse "Lebensmittelwarnung.de". Wer da reinschaut, sollte sich vorher auf einen stabilen Stuhl setzen - zu erschlagend ist, was sich derzeit in Deutschland abspielt:

Das ist ein Portal des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Immerhin etwas! Aber ich frage mich, was haben die Unternehmen, die gesundheitsschädigende Lebensmittel verkaufen, sonst noch zu befürchten? Dass sie in diesem Portal genannt werden, da zucken die doch nur mit den Schultern und gehen zur nächsten Schandtat über.

Wieso eigentlich? Weil es sich um große Firmen handelt. Und weil seit Jahren in Europa eine Rezession herrscht. Und weil der "Markt" nicht gestört werden darf - sagen die Kommissäre der EU. 

Also wird uns Verbraucherinnen Salat - angeblich aus Italien - mit Rattengift angeboten! Und ich frage mich: Wie kommt Rattengift in den Salat? Es handelt sich um das Gift Raticid.

Wie wirkt dieses Gift? Es stört die Blutgerinnung, Mensch und Tier verbluten innerlich. Abhilfe: Vitamin K. Aber: Zuviel Vitamin K kann auch tödlich sein, dann gerinnt das Blut zu schnell. 

Quelle: Frankfurter Neue Presse Rattengift im Romana-Salat 

Es ist immer noch ungeklärt: Wie kommt das Rattengift in den Salat? Werden in Italien Salatpflanzen mit Rattengift gedüngt? Oder wimmelt es dort so sehr von Ratten, dass vorbeugend Rattengift verteilt wird? 

Oder sind die italienischen Ratten mittlerweile immun gegen Rattengift? Die Hamburger Morgenpost berichtet das:

Quelle: Hamburger Morgenpost Monster-Ratten: Immun gegen Rattengift: Sie gelten als heimtückische Überträger von Krankheiten. Jetzt soll es in Deutschland sogar mutierte Ratten geben, die immun gegen die meisten Gifte sind.

Auch der stern schrieb darüber - über Wanderratten: 

Quelle: stern.de Sie Kommen:  Sie wohnen gleich nebenan, hinter der Rigipswand, dort wo die Kabel liegen. Ihr Festmahl finden sie draußen, und nicht nur in der Biotonne. Die Wanderratten sind auf dem Vormarsch. Und jetzt sind die ersten immun gegen Gift. 

Es ist ja nicht nur Rattengift, was in Deutschland sogenannte "Lebensmittel" enthalten. Immer wieder werden Metallstückchen gefunden! Wie kommt Metall in die Nahrung? Darüber wird der Teppich des Stillschweigens gebreitet. Von Aufklärung und der Suche nach Ursachen keine Spur!

Und wenn im Chili con Carne Kunststoffteile gefunden werden, wie kann so etwas passieren? Auch darüber wird geschwiegen! Und ganz schlimm finde ich es, wenn Leberknödel Listerien enthalten! 

Das sind Bakterien! Und Ursache ist mangelnde Hygiene! Denn Hygiene kostet Geld - also wird immer öfter an der Hygiene gespart. Wird schon nichts passieren. Wikipedia schreibt: Durch die zunehmende industrielle Produktion von Lebensmitteln mit ihren vielen Zwischenstufen erhöhen sich aber die Kontaminations-Möglichkeiten. Dem versucht man durch entsprechende Hygiene-Maßnahmen zu begegnen.

Und wieder sind es die Nahrungsmittelfabrikanten, die ihren Rachen nicht vollbekommen und überall sparen wollen, um noch mehr Gewinn zu machen. Und die Lobby dieser Nahrungsmittelmafia will dann den Verbrauchern die Schuld in die Schuhe schieben: Die Kunden wollen nur Billiges kaufen. 

Das ist ein ganz freche Lüge: Außerdem steigen die Preise für Lebensmittel fast im Wochentakt - Inflation lässt grüßen!

Nicht wenige hegen den begründeten Verdacht, dass die Bevölkerung vergiftet und unfruchtbar gemacht werden soll! Wieso? Es soll ein globaler Plan zur Eugenik laufen, so dass nur noch 500 Millionen Menschen überleben - der große Rest soll aussterben:


Hochgeladen am 26.01.2011 von prophet534

In der Beschreibung zu diesem Video steht unter andrem: Darüber hinaus zeigt Alex [Jones] auf, daß ein Muster von versteckten Studien, verfälschten Statistiken und einer kriminellen vorsätzlichen Vergiftung des Trinkwassers alle auf eine Reduktion der Weltbevölkerung abzielen.

Da frage ich mich: Wer von den sieben Milliarden derzeit lebenden Menschen maßt sich das Recht an zu bestimmen, dass 6,5 Milliarden sterben sollen?! Und wie wollen die Überlebenden dieses globalen Genozids dann ohne ihre Heere von Arbeits- und Konsumsklaven weiterleben? Wer auch immer sich solche Strategien ausgedacht hat, es wurde nicht zu Ende gedacht;-)

übernommen aus Over-Blog 

Mittwoch, 11. Juli 2012

POSSE: Was für die Endlagersuche gesucht wird - ein Bundesamt - Blog von Kiat Gorina

In Deutschland stehen Atomkraftwerke, die haben radioaktiven Müll produziert und produzieren immer noch. Wohin mit dem Dreck? Ins Endlager. Tja, da gibt es Probleme. Das inoffizielle "Endlager" Gorleben säuft bald ab. Vorgemacht hat das das "Endlager" Asse.


Der neue Bundesumweltminister fragte sich: Wo liegen die Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Endlager? Brainstorming war angesagt! Und was kam heraus? Die Lösung: "Wir brauchen ein neues Bundesamt!" Ja, wirklich! Ein "Bundesamt für die Endlagersuche"!


Aber, da gibt es doch schon ein Bundesamt: Da gibt es doch das Bundesamt für Strahlenschutz - auch BfS genannt. Kann dieses Bundesamt nicht diese Suche nach einem Endlager übernehmen?
Nein, das geht auf keinen Fall! Grund: Das ist ein technisches Bundesamt, die Mitarbeiter können sogar die Intensität der Strahlung messen - außerdem wissen die vielzuviel Bescheid über das Risiko, das von atomaren Stoffen ausgeht.


Es wird ein neues Bundesamt benötigt. Schließlich sind nächstes Jahr Wahlen. Und der Bundsumweltminister will natürlich wieder gewählt werden. Also braucht er ein neues Bundesamt! Was dieses Bundesamt dann machen soll, das steht schon fest:


Erstens, es muss mindestens zwei Milliarden Euronen kosten. Also steht bereits schon etwas fest!


Und wofür dieses Bundesamt zuständig ist, steht auch fest:

  • wissenschaftliches Erarbeitung der Entscheidungs- und Beurteilungsgrundlagen
  • Festlegung der standortbezogenen Erkundungsprogramme und Prüfkriterien
  • Vorbereitung der Standortentscheidung

Und was ist mit der Suche nach dem Endlager? Oder den Endlagern? Ach ja, einen Kandidaten für ein mögliches Endlager gibt es schon! Wo? In Gorleben!


Vielleicht wird Gorleben als Standard für ein Endlager erklärt - von einem Bundesamt abgesegnet. Und dann genügen alle anderen möglichen Kandidaten nicht diesem Standard und werden abgelehnt - natürlich streng wissenschaftlich!


Und wenn der Salzstock Gorleben später absäuft, dann passiert das auch streng wissenschaftlich! Und da eine Entscheidung für ein Endlager bis 2027 dauern darf, ist das heikle Thema Endlager erst mal entschärft und der Wahlkampf kann beginnen!


Ob allerdings die Wählerinnen und Wähler mit dieser Posse einverstanden sind, habe ich meine Zweifel! Was ist. wenn Gorleben schon vorher absäuft? Macht nichts, das ist dann unwissenschaftlich. Grund: Das neue Bundesamt hat seinen Betrieb noch nicht aufgenommen.


Da veröffentlicht die WELT einen Artikel "Endlagersuche soll bis Ende des Jahres geregelt sein". Was ist da schon großartig geregelt? Außer, dass es ein neues Bundesamt geben muss?!
Dabei sollte ja Asse ein Pilotversuch für das in Gorleben geplante Endlager sein. Bereits 2008 war bekannt, dass es in Asse große Probleme gibt. Und damit auch in Gorleben:
Hochgeladen von Karlheinz7474 am 07.07.2008


Dennoch wird Gorleben weiterhin als Kandidat für ein Endlager vom neuen Bundesamt gehandelt - natürlich streng wissenschaftlich!

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Montag, 12. September 2011

GLOSSE: Zensus - eine Tragikomödie in sieben Auftritten - Blog von Kiat Gorina


ERSTER AKT:
Der Erhebungsbeamte 

Es ist Mai, ich bin bei der Stallarbeit. Draußen gießt es in Strömen. Da kommt ein Auto angerattert, ein etwas beleibter Mann steigt aus, schreitet zu meiner Stalltür und baut sich auf. 

Mann (Befehlston): "Ich komme vom Landrat, wegen der Umfrage!" 

Ich schaue mir den Typen an. Keine Regenjacke, dafür ein Hemd mit zerrissenem Ärmel. 

Ich  (zweifelnd): "Haben Sie denn einen Ausweis?" 

Er: "Muss ich suchen" (kramt in seinen Taschen

Dann hält er mir seinen Personalausweis unter die Nase, anfassen darf ich seinen Ausweis nicht! 

Ich (sehr zweifelnd): "Und Sie sind Erhebungsbeauftragter?" 

Er: "Jawoll! Ich bin Erhebungsbeamter! Und jetzt müssen wir den Frageboden ausfüllen!" 

Ich (im Babyton): "Lassen Sie den Fragebogen da, ich kann schon lesen und schreiben und den Fragebogen alleine ausfüllen!" 

Er: "So, aber ich muss wissen, was Sie eintragen!" 

Ich: "Jetzt geben Sie mir schon den Fragebogen, ich setze mich nachher an den Computer!" 

Er: "So einfach geht das nicht, ich muss vorher ihre Fragebogennummer aufschreiben und ihren Code!" 

Er zückt sein Notizbuch, schreibt etwas vom Fragebogen ab und verschwindet. 

ZWEITER AKT:
Die Erfassung 

Den Fragebogen lege ich im Stall auf einen Futtersack, da kommt ein Windstoß, der Bogen landet in der Abflussrinne für Gülle und bekommt einige Flecken ab. 

Ich (murmelnd): "Das passt zusammen!" 

Dann versorge ich die Tiere und gehe ins Haus, wasche mir die Hände und setze mich gleich an den Computer. 

Ich rufe die Webseite auf, tippe die Nummer des Fragebogens ab und den Aktivierungscode.
Ich (fragend murmelnd): "Ist das jetzt ein großes O oder eine Null?" 

Ich entscheide mich für ein großes O. 

Ich (überrascht): "Glück gehabt!" 

Die aufgerufene Seite geruht zu antworten, die Fragen erscheinen. 

Ich: "Das ist ja kinderleicht! Wozu brauchen die Erhebungsbeauftragte?" 

Also flugs alle Fragen beantwortet - die meisten wurden ja - da unzutreffend - übersprungen. 

Abschließend:
Ich (ahnungsvoll): "So, jetzt den Ausdruck! Wer weiß, wozu das gut ist! 

DRITTER AKT:
Die erste Mahnung 

Mittlerweile ist Ende Juli, ein großer Umschlag steckt im Briefkasten. 

Ich (seufzend): "Was will das Landratsamt jetzt schon wieder von mir? Im Zweifelsfalle Geld!" 

Ich öffne den Umschlag und lese, dass die Erhebungsstelle im Landratsamt noch keinen ausgefüllten Fragebogen erhalten habe. 

Ich: "So ein Quatsch! Den habe ich doch längt im Computer eingetragen!" 

und suche nach dem Ausdruck. 

Ich: "Klar! Mit Datum!" 

Anruf bei der Erhebungsstelle, ein junger Mann meldet sich. 

Ich: "Ich habe heute eine Mahnung von Ihnen erhalten, ich hätte den Fragebogen noch nicht abgegeben. Aber das kann nicht sein, ich habe sogar einen Ausdruck von meinem Eintrag!" 

Junger Mann: "Aber wir können auf Ihre Daten nicht zugreifen! Sie müssen deshalb den Fragebogen ausfüllen. Aber ich bin kulant, sie müssen das Antwortkuvert nicht frankieren!" 

Ich: "Wieso soll ich das noch einmal ausfüllen? Einmal genügt doch!" 

Junger Mann: "Aber wir können nicht darauf zugreifen, das Programm meldet zwar, dass Sie den Fragebogen abgesandt haben, aber wir sehen ihn hier nicht!" 

Ich: "Das ist nicht mein Problem!" 

Junger Mann (im scharfen Ton): "Sie sind gezwungen, den Fragebogen auszufüllen und uns zu schicken. Wenn Sie das unterlassen, erhalten Sie eine Ordnungsstrafe von bis zu 50.000 Euro. Wegen mangelnder Mitwirkunsgpflicht! Also, überlegen Sie sich das gut!" 

Ich: "Aber hier steht, ich zitiere: Sie können die Angaben auch im Rahmen einer Online-Meldung abgeben." 

Junger Mann: "Wo steht das?" 

Ich (süffisant): "Auf der Rückseite Ihres Briefes!" 

Junger Mann (versuchter Befehlston): "Das interessiert mich nicht! Ich brauche Ihren Fragebogen, damit ich ihn eintippen kann! Wenn Sie keinen Fragebogen schicken, setzt es ein Zwangsgeld!" 

Ich: "Das werden wir sehen. Auf Wiederhören!" 

VIERTER AKT:
Bundesamt für Statistik, Wiesbaden 

Ich setze mich wieder an den Computer, rufe die Webseite auf und tippe Nummer und Code ein. 

Ich (murmelnd): "Das Programm akzeptiert meine Eingaben nicht mehr - irgendwie logisch, ich bin ja schon erfasst." 

Ich suche mir die Nummer des Bundesamtes für Statistik in Wiesbaden und erzähle meine Geschichte einer Frau: 

Ich: "Ich wollte den Fragebogen neu eintippen, aber das Programm akzeptiert keine Eingaben mehr!" 

Frau: "Das geht auch nicht! Aus Datenschutzgründen darf nur einmal erfasst werden!" 

Ich: "Das leuchtet mir ein. Aber im Landratsamt können sie auf meine Daten angeblich nicht zugreifen!" 

Frau (zögernd): "Ja, solche Fehler sind uns bekannt. Im Freistaat Sachsen da können die Erhebungsstellen die eingetragenen Fragebögen zwar aufrufen, aber dann bleibt der Bildschirm dunkel!" 

Ich: "Da kann doch ich nichts dafür!" 

Frau: "Wo wohnen Sie?" 

Ich: "In Bayern." 

Frau: "Dann wenden Sie sich an das Landesamt für Statistik, das sitzt in Fürth, ich gebe Ihnen die Nummer."  

So geschieht es.  

FÜNFTER AKT:
Das Landesamt für Statistik, Fürth 

Mit der Nummer bewaffnet, rufe ich im Landesamt für Statistik in Fürth an und erzähle meine Geschichte - wieder einer Frau: 

Ich: "Wenn ich nicht den Fragebogen erneut ausfülle, dann droht die Erhebungsstelle mit Zwangsgeld!" 

Frau: "Dazu ist die Erhebungsstelle berechtigt, weil Sie gegen Ihre Mitwirkungspflicht verstoßen." 

Ich: "Ich habe nicht gegen die Mitwirkungspflicht verstoßen, ich habe den Fragebogen ausgefüllt und erfasst!" 

Frau: "Ich gebe Ihnen einen guten Rat, die Erhebungsstelle sitzt am längeren Hebel. Füllen Sie den Fragebogen aus und schicken Sie ihn ins Landratsamt. Diese Art der Erhebung funktioniert jedenfalls." 

Ich: "Soll das heißen, dass die Online-Erfassung nicht funktioniert? Und was ist mit meinen bereits erfassten Daten? Schwirren die irgendwo im weltweiten digitalen Nirwana herum?" 

Frau: "Ich weiß nicht, wo der Fehler liegt." 

Ich: "Wenn nicht bekannt ist, wo die Fehlerursache liegt, dann habe ich kein Vertrauen zu der Art und Weise, wie Sie den Datenschutz handhaben." 

Frau: "Ich werde die Erhebungsstelle im Landratsamt anrufen, Sie erhalten Bescheid!" 

SECHSTER AKT:
Der Datenschutzbeauftragte für Bayern, München 

Wieder suche ich mir eine Nummer heraus, diesmal für den Datenschutzbeauftragten für Bayern. Und rufe an. Und erzähle meine Geschichte - einem gemütlich wirkenden Münchner. 

Ich: "Und ich soll sogar Zwangsgeld bezahlen, weil ich angeblich gegen meine Mitwirkungspflicht verstoße!" 

Datenschützer: "Sie brauchen natürlich kein Zwangsgeld zu bezahlen, Sie haben nicht gegen die Mitwirkungspflicht verstoßen. Das Problem dürfte in der Erhebungsstelle im Landratsamt liegen. Schreiben Sie alles auf und schicken Sie uns den gesamten Vorgang. Wir werden der Sache nachgehen." 

SIEBTER AKT:
Erhebungsstelle im Landratsamt 

Im August erhalte ich eine Kopie des bereits bekannten Mahnungsschreibens. Ich setze mich - wieder einmal - an den Computer und will den Fragebogen eingeben. Diesmal geruht der Computer, sowohl Nummer als auch Code anzunehmen. Also tippe ich die Eingaben von meiner ausgedruckten Ersteingabe noch mal ein. 

Ich (murmelnd): "Wieso erscheint da kein Hinweis, dass die Daten bereits vorliegen?" 

Ich erfasse alles - mittlerweile habe ich ja schon Übung und drucke noch einmal aus. Dann rufe ich die Erhebungsstelle an, eine Frau meldet sich: 

Frau: "Mein Kollege hat mir gerade gemeldet, dass sie soeben die Daten erfassen." 

Ich (perplex): "Wieso? Werde ich von der Erhebungsstelle überwacht?" 

Frau (stotternd): "Ich wollte sagen, dass mir der Kollege mitteilte, dass sie den Fragebogen online ausgefüllt haben." 

Ich: "Vorhin haben Sie sich aber ganz anders ausgedrückt. Aber sei es wie es sei, weil ich Sie gerade an der Strippe habe, eine Frage: Ist der Erhebungsbeauftragte berechtigt, die Daten von dem Fragebogen abzuschreiben? Auch den Aktivierungscode?" 

Frau (schnaufend): "Nein, natürlich nicht! Aber selbst wenn er das gemacht hat, die Daten sind vertraulich! Er ist ja Erhebungsbeauftragter und wurde ausgebildet." 

Ich: "Auch in Sachen Datenschutz?" 

Frau: "Selbstverständlich!" 

Ich: "Und wo sind meine Daten gelandet, die ich das erste Mal eingegeben hatte?" 

Frau (stammelnd): "Das entzieht sich meiner Kenntnis." (Pause, dann festere Stimme) "Ich rate Ihnen, lassen sie das alles auf sich beruhen, wir haben Ihre Daten!" 

Ich: "Und ich habe Ruhe vor Ihnen?" 

Frau: "Vorerst ja!" (legt auf

Ich (murmelnd): "Hört sich an wie eine Drohung ... Bin mal gespannt, was als nächstes kommt!"